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Die Erfindung betrifft eine Brause mit einem Gehäuse, das in einen von einer Lochplatte abgeschlossenen glockenförmigen Endteil ausläuft, mit einer Umstelleinrichtung für wahlweisen Hart- und Weichstrahlbetrieb, welche das zuströmende Wasser wahlweise auf einen von zwei vollständig getrennten Wasserwegen lenkt, von denen jeder einen Wasserverteilraum enthält, der sich im wesentlichen parallel zur Lochplatte erstreckt und mit einem gesonderten Satz von Austritts- öffnungen in der Lochplatte in Verbindung steht, wobei einer der beiden Wasserverteilräume direkt an die Lochplatte angrenzt, wogegen der andere Wasserverteilraum durch einen Raumteiler vom an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum getrennt ist und einen Abstand von der Lochplatte aufweist, mit einer Vielzahl von Durchströmkanälen,
welche den an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum durchsetzen und eine Verbindung zwischen dem von der Lochplatte beabstandeten Wasserverteilraum und der Aussenseite der Lochplatte herstellen, und mit einer Einrichtung, welche im Weichstrahlbetrieb das durchströmende Wasser mit Luft anreichert.
Eine Handbrause dieser Art ist aus der DE-OS 2821195 bekannt. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine verschiedene Wasserwege beinhaltende Brause dieser Art so auszubilden, dass bei konstruktiv einfacher und kompakter Ausbildung der Brause die Durchtrittsöffnungen in der Lochplatte sowohl für Hart- als auch Weichstrahlbetrieb dienen können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Durchströmkanäle durch Durchströmhülsen gebildet sind, die mit einem freien Ende jeweils in ein Loch der Lochplatte hineinragen, wobei der Durchmesser des freien Endes kleiner ist als der Durchmesser des Loches der Lochplatte, wobei sich ein Ringspalt innerhalb des Loches der Lochplatte ergibt, über welchen Wasser aus dem an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum austreten kann.
Auf diese Weise umgeben die zum ersten "Satz" im oben erwähnten Sinne gehörenden Wasseraustrittsöffnungen konzentrisch die dem zweiten "Satz" zuzuordnenden Wasseraustrittsöffnungen.
Beide "Sätze" enthalten also dieselbe Zahl von Wasseraustrittsöffnungen in sehr ähnlichen geometrischen Mustern, so dass für das Auge die Lage der einzelnen Wasserstrahlen im wesentlichen unverändert bleibt, wenn eine Umstellung von Hart- auf Weichstrahlbetrieb erfolgt. Gleichwohl kann den Austrittsöffnungen in den beiden "Sätzen" unterschiedlicher Querschnitt gegeben werden, so dass also im Weichstrahl- und im Hartstrahlbetrieb nicht dieselbe Wassermenge austritt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung stützt sich der die Durchströmhülsen tragende Raumteiler im mittleren Bereich über eine mit mehreren Durchtrittsöffnungen versehene Ringwand an der Lochplatte ab.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert ; es zeigen Fig. 1 die Wasseraustrittsseite einer Handbrause (Griffbereich abgebrochen) ; Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II von Fig. l ; Fig. 3 ein vergrössertes Detail von Fig. 2 ; Fig. 4 einen Schnitt, ähnlich der Fig. 2, durch ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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--1--,- ausläuft. Der Handgriff --2-- umschliesst dabei einen Wasserzulaufraum --4--.
In den Innenraum des glockenförmigen Endteiles --3-- ist ein Einsatz --5-- eingeschoben, der gegen die Wände des Gehäuses-l-durch zwei O-Ringe --6, 7-- abgedichtet ist. Der weiter unten näher beschriebene Einsatz --5-- wird durch eine Lochplatte --8-- im Gehäuse --1-- ge- halten, die mit einer Vielzahl von Löchern --9-- versehen ist. Zwischen Lochplatte --8-- und Einsatz --5-- ist ausserdem ein Raumteiler --10-- eingeklemmt. Auch der Raumteiler --10-- wird weiter unten näher beschrieben.
Lochplatte --8--, Raumteiler --10-- und Einsatz --5-- sind durch drei Schrauben Gehäuse-l-befestigt, die mit O-Ringen abgedichtet durch den Raumteiler --10-- und den Einsatz --5-- hindurchgeführt sind.
Im mittleren Bereich des Einsatzes --5-- (Fig.2) befindet sich eine sich nach unten erweiternde Stufenbohrung --12--, in die von unten her ein Luftsprudler --13-- eingeführt ist.
Der Luftsprudler --13-- liegt oben an der Ringschulter der Stufenbohrung --12-- und unten an einem zylindrischen Kragen --14-- des Raumteilers --10-- an, der in den weiteren Bereich der Stu-
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dem Umfang von Einsatz --5-- und Lochplatte --8-- einerseits und dem Gehäuse --1-- ander- seits liegenden Ringspalt --22-- mit der Umgebungsatmosphäre.
Achsparallel zur Stufenbohrung --12-- ist, in Richtung auf den Handgriff --2-- zu versetzt, eine zweite Stufenbohrung --15-- im Einsatz --5-- vorgesehen, deren weiterer Bereich über einen Radialkanal --16-- mit dem Wasserzulaufraum--4--kommuniziert. Die Ringschulter der Stu-
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de Bohrung --19-- verläuft koaxial zur Stufenbohrung --15-- und besitzt denselben Durchmesser wie der engere Bereich der Stufenbohrung--15--.
Der Innenraum des glockenförmigen Gehäuse-Endteiles--3--ist so ausgespart, dass sich ein
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Ventilsitzteiles--18--mit--26-- endet. Der Kopf --26-- des Ventilschaftes --24-- ist in eine entsprechende Aufnahmeöff- nung an der Unterseite eines Betätigungsorganes --27-- elastisch eingedrückt. Das Betätigungs- organ --27-- ist über einen einstückig angespritzten Kragen --28-- des Gehäuses --1-- gestülpt und kann um nach oben herausragende Bereiche --29-- des Kragens --28-- eine wippenartige
Bewegung ausführen.
Der Raumteiler --10-- weist ausser dem oben bereits erwähnten Kragen --14-- eine Vielzahl von einstückig angespritzten Durchströmhülsen --30-- auf, die sich mit einem schmalen, zy- lindrischen Hals --31a-- in die Löcher --9-- der Lochplatte --8-- hineinerstrecken. Der Durch- messer des Halses --31a-- der Durchströmhülsen --30-- ist etwas kleiner als der Durchmesser der Löcher --9-- der Lochplatte --8--, so dass sich zwischen jedem Loch und dem darin angeordneten Hals --31a-- der entsprechenden Durchströmhülse --30-- ein Ringspalt --32-- er- gibt.
Der Raumteiler --10-- stützt sich nicht nur am Rand, sondern auch im mittleren Bereich an der Lochplatte --8-- durch eine Ringwand --33-- ab, in der eine Vielzahl von Durchgangs- öffnungen --34-- eine Verbindung zwischen dem unterhalb des Luftsprudlers --13-- liegenden Bereich der Stufenbohrung --12-- und einem zwischen dem Raumteiler --10-- und der Lochplatte --8-- liegenden, von den Durchströmhülsen --30-- durchstossenen, an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum--35--herstellt.
Die möglichen Wasserwege innerhalb der beschriebenen Handbrause und deren Funktionsweise sind wie folgt :
In der in Fig. 2 dargestellten Position des Doppelventilkegels --17-- ist die Handbrause zum Weichstrahlbetrieb eingestellt. Dabei strömt das Wasser aus dem Zulaufraum --4-- über den Radialkanal --16-- in den weiteren Bereich der Stufenbohrung --15-- und von dort über die Bohrung --19-- des Ventilsitzteiles --18--, den Überströmraum --20-- und den engeren Bereich der Stufenbohrung --12-- zum Luftsprudler --13--. Dort wird es mit Luft angereichert, die über den Ansaugkanal --21-- und den Spalt --22-- dem Luftsprudler --13-- von der Umgebungsatmosphäre zugeführt wird.
Das perlende, mit Luft angereicherte Wasser fliesst in den Kragen --14-- des Raumteilers - ein und von dort über die Durchtrittsöffnungen --34-- der Ringwand --33-- in den an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum --35--. Aus diesem tritt es, ohne dass es zu einer Entmischung von Wasser und Luft käme, über die vielen Ringspalte --32-- in den Löchern--9-der Lochplatte --8-- in Form weicher Strahlen aus.
Wird ein Hartstrahlbetrieb der Handbrause gewünscht, wird unter Verkippung des Betätigungsorgans --27-- der Doppelventilkegel --17-- nach oben bewegt und gegen den am Ventil-
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sitzteil --18-- ausgebildeten Ventilsitz gelegt. Das Wasser strömt nun aus dem Zulaufraum --4-durch den Radialkanal --16-- in den weiteren Bereich der Stufenbohrung --15-- und von dort über den engeren Bereich der Stufenbohrung --15-- in den von der Lochplatte beabstandeten Was- serverteilraum --23--. Von dort tritt es über die Innenbohrungen--31--der Durchströmhülsen --30-- in Form harter, nicht mit Luft versetzter Strahlen aus der Lochplatte --9-- aus.
Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel einer Handbrause stimmt weitgehend mit dem oben an Hand der Fig. 1 bis 3 beschriebenen überein. Es werden daher nachfolgend nur diejenigen Merkmale näher beschrieben, in denen sich die beiden Ausführungsbeispiele voneinander unterscheiden. Soweit Elemente des Ausführungsbeispieles nach Fig. 4 solchen des Ausführungsbeispieles nach den Fig. 1 bis 3 entsprechen, sind sie mit denselben Bezugszeichen zuzüglich 100 bezeichnet.
Während in Fig. 2 die das Wasser mit Luft anreichernde Einrichtung der zentrale, in die Stu- fenbohrung --12-- eingeführte Luftsprudler --13-- war, ist in Fig. 4 die zentrale Bohrung --112-des Einsatzes --105-- als nach unten offene Blindbohrung ausgestaltet. Die Blindbohrung --112-wird nach oben von einem als Lochplatte --140-- gestalteten, einstückigen Bereich des Einsatzes - überdeckt. Der Kragen --114-- des Raumteilers --110-- ist als zylindrischer Hals weit nach oben in die Blindbohrung --112-- gezogen; er endet in kurzem Abstand vor der Lochplat- te-140-.
Strömt nun das Wasser im Weichstrahlbetrieb der Brause über den Zulaufraum --120-- durch die Lochplatte --140-- hindurch, so wird es, ähnlich wie in einem Sieb, in eine Vielzahl von Teil-
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Luft beigemischt, die über den Luftansaugkanal --121-- und den Ringspalt --122-- herbeige- führt wird. Das"perlende"Wasser wird, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, dem unterhalb des Raumteilers --110-- liegenden, an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum --135-- zugeführt und tritt über die Ringspalte --132-- in der Lochplatte --108-- aus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brause mit einem Gehäuse, das in einen von einer Lochplatte abgeschlossenen glockenförmigen Endteil ausläuft, mit einer Umstelleinrichtung für wahlweisen Hart- und Weichstrahlbetrieb, welche das zuströmende Wasser wahlweise auf einen von zwei vollständig getrennten Wasserwegen lenkt, von denen jeder einen Wasserverteilraum enthält, der sich im wesentlichen parallel zur Lochplatte erstreckt und mit einem gesonderten Satz von Austrittsöffnungen in der Lochplatte in Verbindung steht, wobei einer der beiden Wasserverteilräume direkt an die Lochplatte angrenzt, wogegen der andere Wasserverteilraum durch einen Raumteiler vom an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum getrennt ist und einen Abstand von der Lochplatte aufweist, mit einer Vielzahl von Durchströmkanälen,
welche den an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum durchsetzen und eine Verbindung zwischen dem von der Lochplatte beabstandeten Wasserverteilraum und der Aussenseite der Lochplatte herstellen, und mit einer Einrichtung, welche im Weichstrahlbetrieb das durchströmende Wasser mit Luft anreichert, dadurch gekennzeichnet, dass
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wobei sich ein Ringspalt (32 ; 132) innerhalb des Loches (9 ; 109) der Lochplatte (8 ; 108) ergibt, über welchen Wasser aus dem an die Lochplatte grenzenden Wasserverteilraum (35 ; 135) austreten kann.