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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kreiselheuwerbungsmaschine mit mindestens einem Krei- sel, dessen fest eingestellte Zinken das mitgenommene Heu zur Schwadbildung an einer Seite des
Kreisels abgeben, und mit einer Vorrichtung zum seitlichen Begrenzen des Schwades, die neben dem Kreisel auf dessen Abgabeseite ein in Fahrtrichtung stehendes Schwadbrett sowie einen die andere Schwadseite erfassenden, stehend angeordneten, zumindest bis in Bodennähe reichenden
Schwadbegrenzer aufweist, dessen Stirnseite gegen jene des Schwadbrettes in Fahrtrichtung nach hinten versetzt ist und in Seitenansicht hinter der Drehachse liegt.
Da bei derartigen Maschinen die hauptsächlich nach unten gerichteten Kreiselzinken das Heu bis in den hinteren Bereich des Kreisels mitnehmen, wobei es sich auch in diesem Bereich nur teilweise von den Zinken löst, hat man versucht, hier Verbesserungen zu schaffen. In diesem Sinne ist bei der Maschine nach der DE-OS 1800497 der Schwadbegrenzer als frei drehbares, bodengetrie- benes Rechrad ausgebildet, das in erster Linie die Aufgabe hat, an den Kreiselzinken hängenge- bliebenes Heu abzustreifen. Dieses Abstreiferrad ragt daher in die Umlaufbahnen der schräg nach unten gerichteten Kreiselzinken, welche auf dem aufwärts verlaufenden Abschnitt ihrer Bewegungsbahn die Zinken des Abstreifrades passieren.
Wegen dieser Arbeitsweise muss die Drehzahl des Zinkenkreisels auf die Umlaufgeschwindigkeit des bodengetriebenen Abstreifrades abgestimmt sein und ist darum entsprechend niedrig, so dass die Flächenleistung der Maschine, die sich aus der pro
Zeiteinheit verlagerten Heumenge ergibt, unbefriedigend ist. Auch können die abgestreiften Halme neben dem Schwad auf den Boden fallen. Das Abstreifrad soll ausserdem mit seiner von den Zinken gebildeten Radfläche an der ihm zugekehrten Seite des Schwads entlanglaufen, um dem Schwad an dieser Seite eine gleichmässige Form zu geben. Dabei können jedoch von den Zinken des Abstreifrades Halme aus dem abgelegten Heu herausgerissen und verstreut werden. Eine genaue seitliche Begrenzung des Schwads ist darum mit dem als Rechenrad ausgebildeten Schwadbegrenzer nicht möglich.
Das Rechrad kann auch nicht grössere Heumengen zum Schwad verdichten, weil seine Erstreckung in Arbeitsrichtung infolge des Bodenantriebes in Bodennähe nur gering sein kann und die Drehebenen der Rechradzinken genau in Fahrtrichtung der Maschine stehen, so dass eine Verlagerung von Heu in Richtung auf den Schwad nicht möglich ist.
Eine andere bekannte Heuwerbungsmaschine (GB-PS Nr. 1, 018, 252) besitzt gleichsinnig drehbare Kreisel mit nach unten gerichteten Zinken. Die Drehachsen der Kreisel liegen in einer quer zur Fahrtrichtung verlaufenden Vertikalebene und sind-in Fahrtrichtung gesehen - schräg nach oben gerichtet, wodurch ein erheblicher Teil des erfassten Erntegutes zwischen den Kreiseln hindurch nach hinten fliesst. Da die Zinken nach unten gerichtet sind, wird von den Zinken erfasstes Erntegut weit nach hinten mitgenommen und erst hinter der Kreiselreihe abgeschleudert, so dass ein weiterer Teil des Erntegutes nach hinten gelangt. Um das solcherart nach hinten gelangte Erntegut in einem Schwad ablegen zu können, ist hinter der Kreiselreihe ein sogenannter Pferderechen angeordnet, der von Zeit zu Zeit angehoben wird und dann einen Schwad ablegt.
Das restliche Erntegut wird an einem Ende der Kreiselreihe gegen ein in Fahrtrichtung stehendes Schwadbrett abgelegt. An beiden Enden des Rechens kann noch ein kleines Schwadbrett vorgesehen sein, das je nach hinten und aussen gerichtet ist. Diese verhältnismässig kleinen Wände, deren Stirnseiten sich je in Abstand, von der nächstliegenden Zinkenumlaufbahn befinden, erfüllen nicht die Funktion einer scharfen Schwadbegrenzung, da das Erntegut ohnehin über die gesamte Arbeitsbreite abgelegt wird ; vielmehr schliessen sie die beiden offenen Enden des Rechens seitlich ab.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine z. B. aus der DE-OS 1800497 bekannte Maschine so auszubilden, dass auch grössere Heumengen pro Zeiteinheit vollständig zu einem Schwad mit scharfer seitlicher Begrenzung verdichtet werden können.
Diese Aufgabe wird mit einer Maschine der eingangs angegebenen Art gelöst, bei welcher erfindungsgemäss der Schwadbegrenzer eine mit ihrer Stirnseite berührungslos an die Zinkenumlaufbahn angrenzende Leitwand aufweist, die bezüglich des Schwadbrettes nach hinten konvergiert und in an sich bekannter Weise die Zinken des Kreisels in bezug auf den Drehsinn des Kreisels nach hinten und ihre Enden nach aussen gerichtet sind.
Die nach hinten und aussen gerichteten Zinken gemäss der Erfindung ermöglichen ein Abschleudern des Heus im wesentlichen schon im Bereich vor der Stirnseite der Leitwand, wobei das
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angeordnet. Ihre Befestigungsstellen haben vom hinteren Ende der Tragbalken --1 bzw. 5--einen Abstand, der etwa 2/3 der Länge der Tragbalken entspricht. Die Teile des Bügels --9--, die in Fahrtrichtung liegen, werden von U-förmigen Rohren --12-- gebildet. Die in bezug auf die Fahrt-
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angeordnet ist. Das Rohr --13-- weist dabei einen grösseren Durchmesser auf als die Rohre --12--. Die vorderen freien Schenkel der Rohre --12-- gehen in ein Rohr --14-- über, dessen Durchmesser ebenfalls grösser ist als der der Rohre --12--.
An diesem sind die plattenförmigen Befesti-
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derseite durch je einen rohrförmigen, in Fahrtrichtung schräg nach unten gerichteten Gestellteil - miteinander verbunden, wobei die beiden Gestellteile --9A-- nach hinten auseinander lau- fen.
Die Rohre --13 und 14-- weisen nach Fig. 2 in der Mitte einen Knick auf, so dass der Bügel - V-förmig ausgebildet ist.
An einem unteren, im Betrieb rotierenden Teil --15-- des Antriebsgehäuses --2-- sind min- destens acht Zinkenträger --16-- befestigt, die sich von dem Teil --15-- des Antriebsgehäuses - aus radial nach aussen erstrecken. Die gerade verlaufenden Zinkenträger --16-- bestehen aus einem Innenrohr --17-- und einem Aussenrohr --18--, an dessen Enden Zinkengruppen --19-- befestigt sind, die in den Fig. 1 und 2 nur schematisch dargestellt sind.
Das Antriebsgehäuse --2-- besitzt eine unter dem Teil --15-- herausragende Achse --20--, um die der untere Teil --15-- des Gehäuses --2-- und der Rechkreisel drehbar gelagert sind (Fig. 2). An diesem herausragenden Ende der Achse --20-- ist ein rohrförmiger Tragbügel --21-- angebracht. Seine beiden Schenkel laufen auseinander und sind schräg nach unten gerichtet. Die beiden Schenkel des Bügels --21-- und die Achse --20-- liegen dabei in einer Ebene. An den beiden Enden des Bügels --21-- ist ein Radträger --22-- befestigt, der aus zwei gleichen und zueinander parallelen Platten --23-- besteht.
Diese stehen vertikal und sind an einem Teil ihres oberen Randes miteinander verbunden, so dass sie im Querschnitt U-förmig ausgebildet sind, wobei die freien Schenkel nach unten gerichtet sind. Die Platten --23-- weisen mehrere nicht gezeigte Öffnungen auf, die von einer Gelenkachse --25-- gleichen Abstand haben. Die beiden Gelenkachsen --25-- und die Achse --20-- des Rechrades liegen nahezu in der gleichen Ebene. Die Rad- träger. --22-- weisen einen Stellarm --26-- auf, der zwischen den Platten --23-- angeordnet ist.
Die Gelenkachse --25-- ist, in Fahrtrichtung A gerechnet, in einem Abstand vom hinteren Ende des Stellarmes --26-- durch den Stellarm --26-- geführt, der etwa 3/4 der Länge des Stellarmes - entspricht. Der längere Teil des Stellarmes --26-- liegt dadurch in bezug auf die Richtung A hinter der Gelenkachse --25--. Jeder Stellarm --26-- kann in bezug auf den Radträger --22-- um die Gelenkachse --25-- geschwenkt und mit Hilfe eines Stiftes --27--, der durch entsprechende Öffnungen im Arm --26-- und der Platte --23-- gesteckt wird, in mehrere Lagen verstellt und fixiert werden.
Am vorderen Ende der Stellarme --26-- ist ein Laufrad --28-- drehbar gelagert. Die Lauf- räder --28--, die zu beiden Seiten der Längsmittelebene des Gestells symmetrisch angeordnet sind, können durch eine Achse --29-- verbunden sein. Die Laufräder --28-- sind ein einem Abstand, der etwa einer Raddicke entspricht, von den Aussenseiten der Radträger --22-- auf Achsstummeln - angeordnet, die an den Radträgern --26-- befestigt sind. Sind die Laufräder --28-- durch die Verbindungsachse --29-- verbunden, so bilden die Achsstummel --30-- und die Achse --29-eine durchgehende Achse. In Draufsicht liegen die Laufräder --28-- innerhalb der durch die Enden der Zinken des Kreisels beschriebenen Kreisbahn in Fahrtrichtung vor der Drehachse des Kreisels.
Der Abstand der Radmitte von der Drehachse des Kreisels entspricht etwa 6/10 des Radius der durch die Enden der äusseren Zinken beschriebenen Kreisbahn. Der Durchmesser der von den äussersten Zinkenenden beschriebenen Kreisbahn beträgt 2 bis 2, 7 m, vorzugsweise 2, 5 m.
An der Heuwerbungsmaschine nach Fig. 1, bei welcher der Rechkreisel in Richtung des Pfeiles B rotiert, ist auf der linken Seite, in Fahrtrichtung A gesehen, somit an der Abgabeseite des Kreisels, eine nahezu in Fahrtrichtung verlaufende Vorrichtung zur Schwadbegrenzung in Form
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eines Schwadkorbes --31-- angebracht. Dieser besitzt an der dem Kreisel abgewandten Seite einen vorderen Teil --32-- (Fig. 1), der eine nahezu in Fahrtrichtung A verlaufende Seitenwand --32a-und eine Oberseite aufweist, wogegen die dem Kreisel zugewandte Seite offen ist.
Der Schwadkorb --31-- besitzt weiters einen hinteren Teil--33--, der auf der vom Kreisel abgewandten Seite eine nahezu in Fahrtrichtung verlaufende Seitenwand --33a-- und eine sich daran anschliessende obere Wand aufweist, die an der Seite, die dem Kreisel zugewandt ist, unter Bildung einer Leitwand --33b-- wieder nachgeführt ist, so dass dieser hintere Teil --33-- nach Fig. 2 annähernd U-förmig ausgebildet ist.
Die Seitenwände --32a, 33a-- bilden somit ein durchgehendes Schwadbrett --32a und 33a--.
Bezüglich dieses Schwadbrettes konvergiert die Leitwand --33b-- nach hinten. Die Stirnseite der Leitwand --33b-- ist gegen jene des- Schwadbrettes --32a und 33a--nach hinten versetzt und schliesst an die Zinkenumlaufbahn an.
Der Schwadkorb --31-- ist von einem umlaufenden, stabförmigen Rand--34--, vorzugsweise in Form eines Rohres, begrenzt. Dieser Rand --34-- erstreckt sich auf der dem Rechrand abgewandten Seite entlang der Unterseite des Schwadkorbes --31-- von hinten nach vorn und geht dann in einen schräg nach oben und annähernd in Richtung auf die Drehachse des Kreisels nach hinten verlaufenden Teil über. In der Nähe des Quersteges des Bügels --9-- biegt er in einen parallel zur Fahrtrichtung verlaufenden Teil um und wirt dort nach hinten geführt.
Der Rand --34- setzt sich in der Nähe des Überganges zwischen dem Vorderteil --32-- und dem hinteren Teil --33-- nach unten bis zur Unterseite der dem Kreisel zugewandten Seitenfläche des hinteren Teiles --33-- fort. Er geht dann in einen horizontalen und nahezu parallel zur Fahrtrichtung A nach hinten verlaufenden Teil über. Die Enden des Randes --34-- sind nach aussen abgebogen.
In dieser Ausführungsform sind alle seitlichen und oberen Wände des Schwadkorbes --31-- von
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nachbarte Stäbe --35-- sind einstückig hergestellt. Die freien Enden der Stäbe --35-- des vorderen Teiles --32-- sind nicht abgestützt. In der Nähe des Überganges zwischen dem vorderen Teil --32-- und dem hinteren Teil --33-- ist ein flacher U-förmiger Bügel --36-- am Rand --34--
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seite nicht abgestützt. Je zwei benachbarte Stäbe sind einstückig aus Federstahl hergestellt. Es kann vorteilhaft sein, einen Teil jedes Stabes --35--, der in der Nähe des nicht abgestützten Endes liegt, durch einen sich an den vorderen Stabteil anschliessenden Teil aus einem Material mit verhältnismässig niedrigem spez. Gewicht, z. B.
Kunststoff, zu ersetzen.
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wogegen die Breite des Schwadkorbes etwa 3/10 dieses Durchmessers beträgt. Der Schwadkorb --31-ist durch zwei gleich ausgebildete Gelenkverbindungen--37 und 38-- schwenkbar mit dem Bügel --9-- gekuppelt. Jede dieser Gelenkverbindungen --37 und 38-- besteht aus zwei vertikalen Zungen --39 und 40--, die an dem die Oberkante des vorderen Teiles --32-- bildenden Rand --34-angeordnet sind. Zwischen den Zungen --39 und 40-- liegt eine am Rohr --12-- befestigte Zunge --41-- die über eine Gelenkachse --42-- mit den Zungen --39 und 40--verbunden ist. Die Gelenkachsen --42-- der Gelenkverbindungen --37 und 38-- liegen in einer Linie nahezu senkrecht zur Richtung der Drehachse des Kreisels in Fahrtrichtung A.
Die Oberseite des Schwadkorbes --31-liegt unterhalb des Bügels-9- (Fig. 2). Die Gelenkachsen --42-- liegen annähernd in Höhe der Mittelachse des Aussenteiles des Rohres --12--. Der Schwadkorb --31-- kann so weit um die Gelenkachsen --42-- nach oben geschwenkt werden, dass die Oberseite des Schwadkorbes auf dem Bügel --9-- aufruht. Diese Lage ist in Fig. 2 gestrichelt angedeutet.
Die dem Rechrad zugewandte offene Seite des vorderen Teiles liegt in Fahrtrichtung gerechnet vor der Drehachse des Kreisels. Das vordere Ende dieser Seite liegt in Höhe oder vor dem in Fahrtrichtung gerechnet vordersten Punkt der von den Zinkenenden beschriebenen Kreisbahn. Die Hinterseite des hinteren Teiles --33-- des Schwadkorbes --31-- liegt etwa in Höhe oder hinter
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dem hintersten Punkt der Zinkenkreisbahn. Der Querschnitt des hinteren Teiles --33-- des Schwadkorbes --31-- nimmt nach hinten ab.
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sels lassen sich in drei verschiedenen Ausführungsformen herstellen.
Nach einer ersten Ausführungsform besteht jede Zinkengruppe --19-- aus Zinken, die fest an den Zinkenträgern --16-- angeordnet sind (Fig. 3). Hiebei ist das Aussenrohr --18-- des Zin- kenträgers-16-um 90 nach unten gebogen, so dass ein abgebogener Befestigungsteil--51-- unter einem Winkel von etwa 450 in der Drehrichtung B nach vorne verläuft. Zinken --52 und 53-- sind einstückig aus Federstahl hergestellt, liegen übereinander, und weisen je Windun- gen --54, 55-- um den Befestigungsteil --51-- auf. Die Zinken sind mit dem die Windungen-54,
55-verbindenden Stahldraht-durch einen Bolzen --56-- fest mit dem Befestigungsteil --51-- ver- bunden. Ein Teil --52A bzw. 53A-- der Zinken --52 bzw. 53-- ist in Drehrichtung B schräg nach hinten und unten gerichtet.
Die freien Enden der Zinken --52, 53-- weisen nach aussen gerichte- te und nahezu horizontal verlaufende Zinkenenden auf. Die Zinkenenden (Fig. 3 bis 6) liegen über- einander, wobei bei jeder Zinkengruppe ein kurzes Zinkenende über einem längeren Zinkenende liegt. Der nach hinten verlaufende Teil --52A bzw. 53A--der Zinken schliesst in Draufsicht ge- sehen und in der zum Bilden eines Schwadens geeigneten Lage mit dem Zinkenträger --16-- einen
Winkel von etwa 900 ein.
Nach einer zweiten Ausführungsform besteht jede Zinkengruppe --19-- nach den Fig. 1 und 2 aus einer verstellbaren Zinkengruppe (Fig. 4, 5 und 6). Das freie Ende des Aussenrohres --18-- des Zinkenträgers --16-- weist eine Halterung --57-- auf, die eine drehbare Achse --58-- auf- nehmen kann. Die Achse --58-- ist unter einem Winkel von etwa 45 zur Drehrichtung B nach un- ten gerichtet (Fig. 6). Durch die Achse --58-- ist ein Stift --59-- geführt, der in einem in der Halterung --57-- vorgesehenen Langloch --60-- bewegbar ist.
Die Ränder des Langloches --60-- schränken die Drehbarkeit der Achse --58-- in bezug auf die Halterung --57-- ein. An der Achse - ist eine sektorförmige Platte --61-- angeordnet, die unter der Halterung --57-- liegt.
Sie weist in gleichem Abstand von der Achse --58-- zwei Öffnungen --62-- auf. An der Achse - sind zwei einstückige Zinken --63, 64-- angebracht, die in gleicher Weise an der Achse - befestigt und in gleicher Form ausgebildet und angeordnet sind wie die Zinken --52, 53-nach Fig. 3.
An der Halterung --57-- ist eine verstellbare Zunge --65-- angeordnet, die mittels eines horizontalen Stiftes --66-- schwenkbar in der Halterung --57-- gelagert ist. Das eine Ende --67-- der Zunge --65-- ist auf der Oberseite der Halterung --57-- verschiebbar. Das andere Ende --68-- ist als Handhabe ausgebildet. An dem Stift --66-- ist ein Stift --69-- befestigt, dessen unteres Ende eine Schulter --70-- bildet, die in einer der Öffnungen --62-- liegt. Eine Druckfeder --71-ruht auf dem oberen Ende der Schulter --70-- und übt einen Druck auf die Unterseite der oberen Fläche der Halterung --57-- aus.
An dem Schwadkorb --31-- (Fig. 1, 2) ist eine Steuervorrichtung --88A-- angeordnet, die ein um eine nahezu vertikale Achse --87-- drehbares Steuerrad --88-- aufweist, dessen Oberfläche mit einem elastischen Material, z. B. Gummi überzogen ist. Die Achse --87-- ist durch Lang- löcher --89-- in zwei übereinander liegenden, horizontalen Zungen --90, 91-- geführt. Das Langloch --89-- erstreckt sich in Richtung auf die Drehachse des Kreisels. Die Achse --87-- kann im Langloch --89-- verschoben und dann fixiert werden. Die Zungen --90, 91-- sind in der Nähe des Überganges zwischen dem vorderen Teil --32-- und dem hinteren Teil --33-- des Schwadkor- bes --31-- am Bügel --36-- befestigt.
Die Maschine wird mit den gabelartigen Anschlussteilen --6, 7-- an der Dreipunkt-Hebevorrichtung eines Schleppers befestigt. Die Maschine kann jedoch auch mit einem Zugarm fortbewegt werden. Die Welle --3-- der Maschine wird über eine Hilfswelle mit der Zapfwelle des Schleppers gekuppelt.
Die Höhe des Gestelles der Heumaschine und somit die Lage der Zinkenenden kann in bezug auf den Boden dadurch geändert werden, dass zunächst der Stift --27-- bei einem Laufrad --28-entfernt wird. Das hintere Ende des Stellarmes --26-- kann nach oben oder unten um die Gelenkachse --25-- geschwenkt werden, wodurch das Gestell in der Höhe verstellt wird. Der Stift --27--
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wird dann in eine der Öffnungen --24-- gesteckt. Entsprechend wird am andern Laufrad--28-- verfahren. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, dass beim Verstellen der Räder --28-- durch eine Hebelwirkung nur die Hälfte und nicht das ganze Gewicht der Maschine auf einmal von
Hand aufgenommen zu werden braucht.
Das Hebelverhältnis des Stellarmes--26--ist so gewählt, dass zum Verstellen der Laufräder --28-- nur wenig Kraft erforderlich ist. Werden die Räder --28-- auf diese Weise verstellt, so ist es vorteilhafter, die Verbindungsachse --29-- nicht anzubringen.
Andernfalls ist es notwendig, dass die Befestigung der Achsen --30-- an den Platten --23-- eine
Winkelverdrehung ermöglicht.
Zum Bilden von Schwaden ist der Schwadkorb--31--in die in Fig. 1 dargestellte Lage heruntergeklappt. Der Schwadkorb --31-- ist dabei an den Gelenken--37, 38--aufgehängt und ruht mit wenigstens einem Teil des unteren Begrenzungsrandes--34--auf der vom Rechrad abge- wandten Seitenkante am Boden. Damit der ganze Rand --34-- auf dem Boden aufliegt, kann die
Gelenkachse --42-- der hinteren Gelenkverbindung --38-- nach oben oder unten verschoben wer- den. Dazu besitzt die Zunge --41-- der Gelenkverbindung --38-- ein nahezu vertikal verlaufen- des Langloch. Die Gelenkverbindung --37-- muss in diesem Fall genügend Spielraum für diese
Schwenkbewegung aufweisen.
In diesem Fall kann der Schwadkorb --31-- in bezug auf den Bügel --9-- nach unten geschwenkt werden, so dass stets der ganze Rand --34-- über den Boden glei- ten kann.
Das von den Zinken des Rechrades erfasste Erntegut wird beim Bilden von Schwaden gegen die Seitenwand --32a-- des vorderen Teiles --32-- des Schwadkorbes --31-- geworfen.
Soll viel Erntegut pro Zeiteinheit verarbeitet werden, so wird das in den Schwadkorb ge- worfene Erntegut den hinteren Teil --33-- vollständig auffüllen. Die Form des auf diese Weise gebildeten Schwadens wird, besonders wenn das Erntegut schon ziemlich trocken ist, durch den
Querschnitt des hinteren Teiles --33-- bestimmt. Im Querschnitt besitzt der Schwaden die Form eines Halbkreises, was besonders bei Nachtschaden wichtig ist. Verwendet man nur ein einziges
Schwadbrett, dann wird diese Form der Schwaden nicht erreicht, da das Erntegut in beliebiger
Weise gegen das Schwadbrett geworfen wird. Der Schwaden ist daher unregelmässig ausgebildet.
Bei Verwendung eines Schwadbrettes fällt der Schwaden leicht auseinander.
Wegen der nach hinten und aussen gerichteten Zinken wird das Heu schon im Bereich vor der Stirnseite der Leitwand --33b-- abgeworfen, wobei es in die Eintrittsöffnung zwischen dem Schwadbrett --32a und 33a-- und Leitwand --33b-- geworfen wird. Bei Anfall grösserer Heumengen ist diese Eintrittsöffnung vollständig mit Heu ausgefüllt. Die schräg nach hinten gerichteten Zinken streifen das an ihnen hängende Heu jeweils an das in der Eintrittsöffnung bereits vorhandene Heu ab. Das Heu zwischen Schwadbrett und Leitwand wird ständig durch die von den Stoppeln erzeugte Bodenreibung nach hinten aus dem Bereich zwischen Schwadbrett und Leitwand gezogen, wobei das jeweils von den Zinken abgestreifte Heu mitgenommen wird.
Der Bereich der Zinkenbahn, der im Drehsinn an die Stirnseite der Leitwand anschliesst, ist somit frei von Heu, so dass keine Halme in unerwünschter Weise mitgenommen werden.
Auch bei Verwendung mehrerer Kreisel ist die Anordnung eines Schwadkorbes auf einer Seite der Maschine vorteilhaft. Sind mehrere Rechkreisel in einer Reihe schräg zur Fahrtrichtung angeordnet, so wird das Erntegut von einem Kreisel zum andern geführt, bis es schliesslich von dem letzten Kreisel in den Schwadkorb geworfen wird.
Beim Breitwenden des Erntegutes sind die Zinken des Rechkreisels weiter nach aussen gerichtet. Um zu vermeiden, dass die Zinken hiebei mit dem nach unten gerichteten Teil des Randes--34-- (beim Übergang zwischen dem vorderen Teil --32-- und dem hinteren Teil--33--) in Berührung kommen, muss der Schwadkorb--31--beim Breitwenden des Erntegutes in die in Fig. 2 gestrichelt angedeutete Lage um die Gelenkachsen --42-- nach oben geschwenkt werden.
Die aus je zwei Zinken bestehenden Gruppen sind von dem Zinkenträger --16-- aus in der Drehrichtung B schräg nach unten und nach hinten gerichtet, wogegen die Enden der Zinken in nahezu horizontaler Richtung nach aussen abgebogen sind. Da durch kann sich der Rechkreisel auch bei einem Durchmesser von 2 bis 2, 7 m gut dem Boden anpassen, ohne dass der Rasen beschädigt oder die Rechwirkung beeinträchtigt wird. Die Drehachse des Kreisels ist in bezug auf die Fahrtrichtung A schräg nach oben und nach vorne gerichtet. Ein Zinken erfasst das Heu oder
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Gras bereits, wenn er in der Nähe des vorderen Punktes der von dem Rechkreisel beschriebenen
Kreisbahn bei einer Umdrehung den Boden noch nicht berührt, da der Zinken hakenförmig ausge- bildet ist.
Durch das nach aussen abgebogene Ende der Zinken können sich diese gut dem Boden anpassen. Bei Unebenheiten im Boden können die Zinken nachgeben, ohne in den Boden einzudrin- gen. Es hat sich gezeigt, dass sich diese Zinkenform besonders gut bei Verwendung eines Kreisels mit einem Durchmesser von 2 bis 2, 7 m eignet. Bei einer solchen Zinkenform ist es auch möglich, durch einfache Vorrichtungen eine Heumaschine mit einem Arbeitsbereich von 2 bis 2, 7 m mit nur einem Rechkreisel herzustellen.
Diese besondere Ausbildung der Zinken (Fig. 3) ermöglicht die Herstellung einer Heumaschine zur Bildung von Schwaden bei der die Zinken fest angeordnet sind. Eine aufwendige Lenkvorrich- tung für die Zinken ist hiebei nicht notwendig.
Die Verstellung der Zinken nach den Fig. 4 bis 6 kann dadurch erfolgen, dass die Handhabe --68-- in Richtung auf die Achse --58-- gezogen und die Zunge --65-- so hoch gehoben wird, dass das Ende --67-- der Zunge --65-- an der Oberseite der Halterung --57-- aufliegt. Das Ende - wird dabei in Richtung auf den Stift --69-- verschoben. Beim Hochziehen der Zunge --65-- wird die Schulter --70-- entgegen der Kraft der Feder --71-- aus einer der Öffnungen --62-- der sektorförmigen Platte --61-- gezogen. Darauf kann die Achse --58-- mit den an ihr be- festigten Zinken --63, 64-- gedreht werden, bis die andere Öffnung --62-- unter der Schulter - liegt. Beim Lösen der Handhabe --68-- wird die Schulter --70-- in diese Öffnung ge- drückt, wodurch die Zinken festgesetzt sind.
Die Öffnungen --62-- sind so auf der Platte --61-- angeordnet, dass einerseits die in den Fig. 5 und 6 durch ausgezogene Linien angegebene Lage der
Zinken --63, 64-- zum Bilden von Schwaden erzielt werden kann, während anderseits die in den
Fig. 5 und 6 durch gestrichelte Linien angegebene Lage der Zinken eingestellt werden kann, die sich zum Breitwenden und Schwadwenden eignet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kreiselheuwerbungsmaschine mit mindestens einem Kreisel, dessen fest eingestellte Zinken das mitgenommene Heu zur Schwadbildung an einer Seite des Kreisels abgeben, und mit einer Vorrichtung zum seitlichen Begrenzen des Schwades, die neben dem Kreisel auf dessen Abgabeseite ein in Fahrtrichtung stehendes Schwadbrett sowie einen die andere Schwadseite erfassenden, stehend angeordneten, zumindest bis in Bodennähe reichenden Schwadbegrenzer aufweist, dessen Stirnseite gegen jene des Schwadbrettes in Fahrtrichtung nach hinten versetzt ist und in Seitenansicht hinter der Drehachse liegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwadbegrenzer eine mit ihrer Stirnseite berührungslos an die Zinkenumlaufbahn angrenzende Leitwand (33b) aufweist, die bezüglich des Schwadbrettes (32a und 33a) nach hinten konvergiert,
wobei die Vorrichtung zur Schwadbildung beispielsweise als Schwadkorb (31) ausgebildet ist, und in an sich bekannter Weise die Zinken (11) des Kreisels in bezug auf die Drehrichtung (B) des Kreisels nach hinten und ihre Enden nach aussen gerichtet sind.