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Die Erfindung betrifft eine Selbstfütterungsvorrichtung, insbesondere für die Verfütterung von Silage und körnigem Futter an Schweine, mit einem trichterförmigen Vorratsbehälter, der unter über einem Fresstrog od. dgl. mit einer federnd in Schliessstellung gehaltenen Verschlussklappe ver- sehen ist, die über einen vom Tier mit dem Rüssel bzw. Kopf betätigbaren Anschlag unter Frei- gabe eines Auslassspaltes verstellbar und mit einer Rühr- oder Auflockerungsvorrichtung für den
Behälterinhalt antriebsverbunden ist.
Eine Selbstfütterungsvorrichtung dieser Art ist aus der US-PS Nr. 4, 278, 049 bekanntgeworden.
Dabei ist unter einer über einen Fresstrog einspringenden Frontwand des Vorratsbehälters eine etwa vertikal stehende Verschlussklappe für einen von ihr und dem Boden des Fresstroges eingeschlosse- nen Auslassspalt vorgesehen, die jeweils über die Breite eines Fressplatzes reicht und um ihren oberen Rand festhaltende Federn geschwenkt werden kann. Mit dieser Klappe ist ein aus dem Spalt- bereich hochgeführtes, abgeknicktes Gitter antriebsverbunden, das eine Rühr- bzw. Auflockerungs- vorrichtung für den Behälterinhalt bildet und mit allseitigem Abstand von Vorder- und Rückwand des Behälters geführt wird. Durch Betätigung der Klappe wird auch das Gitter verstellt, wodurch der Behälterinhalt aufgelockert und Brückenbildungen im Behälterinhalt, die das Nachströmen des
Futters behindern, vermieden werden sollen.
In der Praxis erfüllt eine derartige Rührvorrichtung bei der Verfütterung von Körnerfutter ihren Zweck. Nachteilig ist allerdings der sich durch die
Anbringung des gesonderten Gitters ergebende zusätzliche Aufwand. Bei der Verfütterung von Fut- ter, das aus seiner Struktur her zum Zusammenbacken oder zur Klumpenbildung neigt, insbesondere bei der Verfütterung von feuchter Maiskornsilage, besteht die Gefahr, dass die vorgesehene Rührvor- richtung ihren Zweck nicht erfüllt. Solche Futterarten können zu einer relativ harten Masse zu- sammenbacken. Das in der Masse bewegte Gitter kann die sich aufbauenden Brücken kaum ausrei- chend zerstören. Das Gitter würde auch selbst verschmutzen und die völlige Entleerung des Vorrats- behälters behindern bzw. die Reinigung des Vorratsbehälters erschweren.
Bei Futter, das zu einer relativ harten Masse zusammenbäckt, kann man bisher zur Abhilfe nur eine geringe Füllhöhe im
Vorratsbehälter wählen, so dass die durch die Selbstfütterungsvorrichtung angestrebte Arbeitser- sparnis nicht voll zum Tragen kommt. Festgesetzte Futterrückstände lassen sich oft nur unter Ge- waltanwendung aus dem Vorratsbehälter entfernen.
Die US-PS Nr. 2, 966, 135 betrifft eine der beschriebenen Konstruktionen ähnliche, ausschliess- lich für die Verfütterung von Körnerfutter bestimmte Fütterungsanlage, bei der ebenfalls die den einzelnen Fressplätzen zugeordneten Verschlussklappen mit gitterförmigen Rührvorrichtungen im Vorratsbehälter antriebsverbunden sind.
Aus der AT-PS Nr. 192669 ist eine Selbstfütterungsvorrichtung mit trichterförmigem Vorratsbehälter bekannt, der durch eine in sich federnde Verschlussklappe, die vom Tier betätigbar ist, verschlossen wird. Durch eine Zusatzfeder kann die vom Tier zu überwindende Schliesskraft eingestellt werden.
Aufgabe der Erfindung ist eine Verbesserung der Selbstfütterungsvorrichtung der eingangs genannten Art, durch die die Vorrichtung auch für die Verfütterung von zum Zusammenbacken neigendem Futter geeignet wird, wobei ein einfacher Aufbau und eine leichte Reinigungsmöglichkeit gewährleistet werden.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der einen sich nach unten zwischen einer Rückwand und einer über den Fresstrog od. dgl. einspringenden Frontwand trichterförmig verjüngenden Aufnahmeschacht bildende Aufnahmebehälter einen Einsatzteil aus federnd verformbarem Blech aufnimmt, der selbst eine zwischen einer im Rückwandbereich liegenden Kant- oder Abbiegestelle und dem unteren Rand der Frontwand angeordnete, von unten federnd gegen diese drückende Verschlussklappe mit am vorderen Rand angebrachten Kopf- oder Rüsselanschlag bildet und einen von der Abkantstelle von der Rückwand schräg nach oben zu einem Scheitel und von diesem ebenfalls schräg oder gewölbt zur Rückwand zurückgeführten und dort befestigten Schenkel aufweist, der sich bei der Klappenverstellung mitbewegt und den Behälterinhalt auflockert.
Klappe und Auflockerungsvorrichtung bilden einen gemeinsamen Blechformteil, der, da er nur einseitig mit dem Futter in Berührung steht, nicht im Futter festbacken und leicht gereinigt bzw. in seiner Gesamtheit ausgebaut werden kann. Wenn ein Tier auf den Anschlag drückt, schwenkt der Klappenteil nach unten, wobei der über die Abkantung verbundene und im Rückwand-
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bereich ein Widerlager für die Abkantung findende Schenkel mitbewegt wird, so dass die von ihm bestimmte Begrenzung des Aufnahmeraumes ebenfalls gegenüber dem Behälterinhalt eine Bewegung ausführt und dadurch diesen auflockert.
Bei einem über mehrere Futterstellen reichenden Fresstrog und einem entsprechenden Aufnahmebehälter wird die Klappe nur an der jeweiligen Entnahmestelle aufgebogen werden, so dass das Futter im wesentlichen nur auf den einen Fressplatz fällt, obwohl die Klappe über alle Fressplätze durchlaufen kann. Dort, wo die Klappe aufgebogen wird, kommt es zur Verformung des Einsatzteiles und damit zum Futternachschub.
Konstruktiv wird eine Ausführung bevorzugt, bei der sich zwischen der Frontwand und dem
Schenkel des Einsatzteiles eingeschlossene Teil des Aufnahmeraumes vom Scheitel des Schenkels auf die Klappe zu erweitert. Wegen dieser Erweiterung kann das zwischen Scheitel und Klappe befind- liche Futter beim Öffnen der Klappe leicht herausfallen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen
Fig. 1 schematisch eine erfindungsgemässe Selbstfütterungsvorrichtung bei teilweise geöffneter Seiten- wand im Schaubild und Fig. 2 im grösseren Massstab einen Längsschnitt durch die Vorrichtung.
Beim Ausführungsbeispiel ist ein die Form eines langgestreckten, über mehrere Fressplätze - durchlaufenden, nach oben offenen Schachtes --2-- aufweisender Aufnahmebehälter mit einer Rückwand --3-- und Seitenwänden --4-- vorgesehen, wobei unten an die Rückwand ein Fresstrog - einteilig angeformt ist, über den eine an einem Profilrahmen --6-- gehaltene mit den Seiten- wänden --4-- verbundene Frontwand --7-- einspringt. Die einzelnen Fressplätze sind durch Gitter- stangen --8-- voneinander getrennt. Die Frontwand --7-- reicht bis knapp unterhalb des Gitters - und endet an einem Anschlagrand --9--.
Ein Einsatzteil --10-- aus elastisch verformbarem Blech läuft über die Länge des Schachtes - durch und ist mehrfach abgekantet. Ein an der Rückwand --3-- anliegender Randstreifen - ist dabei unter eine Halteleiste --12-- der Rückwand eingeschoben. Vom andern Rand des
Formteiles --10-- ausgehend ist eine rinnenförmige Abkantung --13-- vorhanden, die einen An- schlag für die Rüssel oder den Kopf eines Futter aus dem Trog --5-- aufnehmenden Tieres bildet.
Anschliessend an den Anschlag ist ein Klappenteil --14-- geformt, der von einer hinteren Abkant- stelle --15--, die sich an der Rückwand --3-- abstützt, bis unter den Anschlagrand --9-- reicht und durch abstandweise angeordnete Zugstangen --16-- mit auf oben zwischen Vorder- und Rück- wand --3, 7-- angeordneten Stegen --17-- abgestützten Federn --18-- verbunden ist, wobei die
Federvorspannung mit Flügelmuttern --19-- eingestellt werden kann. Die Federn --18-- haben das Bestreben, den Klappenteil --14-- in Anlage am Rand --9-- zu halten.
Von der Abkantstelle - ausgehend reicht ein in sich unter Bildung eines Scheitels --20-- abgekanteter, gegebenenfalls gewölbter Schenkel --21-- des Formteiles --10-- nach oben, wobei der untere Teil --21-des Schenkels bis zum Scheitel --20-- von der Rückwand --3-- weg verläuft, so dass sich der zwischen Scheitel --20-- und Klappe --14-- eingeschlossene Teil --2a-- des Aufnahmeraumes --2-- nach unten erweitert, und der Oberteil --21a-- des Schenkels von dem vorzugsweise stumpfwinkeligen Scheitel --20-- bis zum Rand --11-- geführt ist. Wie in Fig. 2 strichliert angedeutet wurde, bewegt sich der Schenkel --21, 21a-- beim Aufschwenken der Klappe --14-- mit und bewirkt so eine Auflockerung bzw.
einen Nachschub des im Aufnahmeraum --2-- enthaltenen Gutes zu dem von der Klappe --14-- freigegebenen Auslassspalt. Die Klappe --14-- weist in jeder Stellung ein Gefälle von der Abkantstelle zum Anschlag --13-- auf.
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