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Die Erfindung bezieht sich auf einen Magazinierstreifen für Schrauben mit Dichtscheiben oder einem kunststoffummantelten Kopf und gegebenenfalls Unterlegscheiben, wobei die Dichtscheiben oder die Kunststoffummantelung des Schraubenkopfes Teile des Magazinierstreifens bilden.
Magazinierstreifen sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekanntgeworden. Bei einem solchen bekannten Magazinierstreifen für Nägel (AT-PS Nr. 347368) ist ein flacher Bandstreifen vor- gesehen, mit in radialem Abstand von der Durchtrittsstelle des Nagels angeordneten Durchbrüchen.
Der direkt unter dem Nagelkopf befindliche kreisförmige Abschnitt des Magazinierstreifens ist über beim Eintreiben des Nagels trennbare Stege mit dem durchgehenden Bandstreifen verbunden. Die
Stege weisen Kerben auf, welche zumindest teilweise eine geringere Dichte als der Bandstreifen haben. Für einen solchen Magazinierstreifen ist ein relativ grosser Materialaufwand gegeben, da der gesamte Bandstreifen mit Ausnahme des direkt unter dem Nagelkopf angeordneten Teiles als Abfallstück beseitigt werden muss.
Bei einer andern bekannten Ausführung eines Magazinierstreifens (DE-OS 2517196) ist dieser als Tragband ausgeführt, welches mit Löchern zur Aufnahme der Schrauben versehen ist. Das Tragband weist konzentrisch um jedes Loch bogenförmige Schlitze auf, zwischen deren Enden vergleichsweise schwache Stege verbleiben. Beim Eindrehen einer Schraube wird die aus dem Tragbandmaterial bestehende Unterlegscheibe aus dem Tragband abgetrennt und zwischen der Unterseite der Schraube und dem Werkstück eingeklemmt. Auch bei dieser Ausführung ist ein relativ breites Tragband für den Magazinierstreifen erforderlich, so dass einerseits ein grosser Materialaufwand gegeben ist und anderseits das restliche Tragbandmaterial als Abfallprodukt anfällt.
Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, einen Magazinierstreifen zu schaffen, mit dem praktisch abfallfrei Schrauben gesetzt werden können.
Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass die einzelnen Dichtscheiben oder Kunststoffummantelungen an ihren einander tangierend zugewandten Aussenkonturen direkt oder über schmale, parallel zur Längserstreckung des Magazinierstreifens verlaufende Stege abfallfrei trennbar miteinander verbunden sind.
Durch diese erfindungsgemässen Massnahmen wird die Möglichkeit geschaffen, dass ein Magazinierstreifen praktisch nur aus den Dichtscheiben bzw. einer Kunststoffummantelung des Schraubenkopfes gebildet wird, wobei die gegenseitigen Verbindungen der aufeinanderfolgenden Teile nur einen sehr geringen Materialanteil betreffen, der nicht als Abfall in Erscheinung tritt, sondern bei einem Verschraubvorgang an der Dichtscheibe bzw. einer Kunststoffummantelung des Schraubenkopfes verbleibt. Es ist dadurch kein Abfall bei den Magazinierstreifen gegeben, was einerseits eine grosse Materialeinsparung bedeutet und anderseits den Vorteil mit sich bringt, dass an der Verschraubstelle keine Abfallbeseitigung erforderlich wird.
Weitere erfindungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine Schrägansicht eines erfindungsgemässen Magazinierstreifens und Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt dargestellt ; die Fig. 3 bis 13 weitere Ausführungsformen solcher Magazinierstreifen im Schnitt bzw. in Draufsicht dargestellt.
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die Dichtscheiben drei Teile des Magazinierstreifens --1-- bilden. Diese Dichtscheiben --3-- sind über schmale Stege --4--, welche parallel zur Längserstreckung des Magazinierstreifens-l- verlaufen, miteinander verbunden.
Es kann so ein beliebig langer Magazinierstreifen geschaffen werden, welcher praktisch nur aus dem Material der Dichtscheiben --3-- gebildet wird, da die Stege --4-- nur einen unbedeutenden Materialanteil darstellen.
Zur Stabilisierung des Magazinierstreifens-l-sind hier zwei mit Abstand parallel zueinander verlaufende Stege --4-- vorgesehen. Selbstverständlich kann auch in der Mitte des Magazinierstreifens ein einziger solcher Steg --4-- vorgesehen werden. Um das Abtrennen dieser Stege-4beim Einschraubvorgang zu erleichtern, sind in den Stegen Kerben --5-- als Sollbruchstellen vorgesehen.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. l und 2 ist auch ersichtlich, dass die Möglichkeit besteht, zwei Dichtscheiben --3 und 6-- aus verschiedenem Material jeder Schraube --2-- zuzuordnen, wobei dann nur jeweils eine der Dichtscheiben --3-- Teil des Magazinierstreifens-l-ist.
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Es kann dann die Dichtscheibe --3--, welche Teil des Magazinierstreifens-l-ist, aus PVC bestehen, so dass eine entsprechende Stabilität des Magazinierstreifens gewährleistet ist. Ausserdem verhindert diese Dichtscheibe --3-- aus PVC ein Ausfliessen beim Verschraubvorgang und verbes- sert die Handhabung in einem Setzgerät, wobei ausserdem durch diese Doppelanordnung von Dicht- scheiben --3 und 6-- eine Langzeitdichtung garantiert werden kann. Die unten liegende Dichtschei- be --6-- kann dann beispielsweise aus einem entsprechend elastischen Kunststoffmaterial oder aus
Gummi bestehen.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 ist ersichtlich, dass die Dichtscheiben --3-- auch direkt an ihren einander tangierend zugewandten Aussenkonturen miteinander verbunden sein können, wobei an diesen Verbindungsstellen --7-- Kerben --8-- als Sollbruchstellen vorgesehen werden können.
Eine solche Ausführung ist nur dann möglich, wenn die Dichtscheiben --3-- einen entsprechend grossen Durchmesser aufweisen, der annähernd mit der Einschraubnuss des Setzgerätes übereinstimmt.
Die Einschraubnuss darf beim Einschraubvorgang nicht die benachbarte Dichtscheibe --3-- übergreifen.
Bei der Ausführung nach Fig. 4 ist ersichtlich, dass in gleicher Weise wie bei den Dichtschei- ben--3-- auch kunststoffummantelte Schraubenköpfe Teile eines Magazinierstreifens bilden können.
Es ist daher auch eine Magazinierung solcher Schrauben in einfacher Weise möglich. Am unteren Rand der Kunststoffummantelung --9-- sind dann in Längsrichtung des Magazinierstreifens-l- verlaufende Stege --4-- vorgesehen, welche in gleicher Weise wie nach den Fig. l und 2 mit entsprechenden Kerben versehen werden können. Bei der Fertigung werden hier also die Schrauben --10-- in entsprechendem Abstand in einer Form gehalten, wobei gleichzeitig mit der Ummantelung des Schraubenkopfes die Stege --5-- mitgespritzt werden. Diese Schrauben werden also gleich bei der Ummantelung des Schraubenkopfes in magaziniertem Zustand ausgeworfen. Auch bei einer solchen Ausführung sind dann praktisch keine Abfälle gegeben, da die kurzen verbleibenden Abschnitte der Stege --4-- ohne weiteres an der Kunststoffummantelung --9-- des Schraubenkopfes verbleiben können.
Bei der Ausführung nach den Fig. 5 und 6 sind Dichtscheiben --3-- einer andern Querschnittsform vorgesehen, welche wieder Teile des Magazinierstreifens-l-bilden und über gegenüber dem Durchmesser der Dichtscheiben --3-- wesentlich schmalere Stege --4-- miteinander verbunden sind. Auch im Bereich dieser Stege --4-- können entsprechende Kerben als Sollbruchstellen vorgesehen werden.
Bei der Ausgestaltung nach den Fig. 7 und 8 bilden wieder die Dichtscheiben --3-- mit den dazwischen liegenden Stegen --4-- den durchgehend einstückig aus gleichem Material gefertigten
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--1--,- gehalten sind. Es ist hier ersichtlich, dass auch Magazinierstreifen-l-vorgefertigt werden können, die neben den Dichtscheiben --3-- auch Metallunterlegscheiben --11-- aufweisen, so dass nur noch die Schrauben nachträglich eingesetzt werden müssen.
Fig. 9 zeigt ein Ausführungsbeispiel ähnlich der Ausführung nach den Fig. 7 und 8, wo also neben der Dichtscheibe --3-- wieder unverlierbar Metallunterlegscheiben --11-- angeordnet sind.
Für besondere Einsatzfälle ist hier eine entsprechende Querschnittsform der Dichtscheibe --3-sowie der Unterlegscheibe --11-- gewählt worden. Das gleiche gilt für die Ausführung nach Fig. 10, wo ebenfalls eine besondere Querschnittsform der Dichtscheibe --3-- und der metallischen Unterlegscheibe --11-- aufgezeigt ist. Eine weitere Ausführungsform für einen besonderen Querschnitt der Dichtscheibe --3-- ist der Fig. 11 zu entnehmen, wobei auch hier die Dichtscheibe --3-Teil des Magazinierstreifens ist und diese Teile wieder über Stege --4-- miteinander zu einem Magazinierstreifen verbunden sind.
Die Fig. 12 und 13 zeigen in Draufsicht sowie in einem vergrösserten Längsschnitt eine weitere Ausführungsvariante für den Querschnitt einer Dichtscheibe --3--, wobei hier die Kerben --5-an der Unterseite der Stege --4-- angeordnet sind.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedenste Ausführungsformen und Querschnittsformen der Dichtscheiben bzw. der Unterlegscheiben oder der Kunststoffummantelungen eines Schraubenkopfes denkbar. Wesentlich und wichtig ist nur, dass diese jeweils Teile des Magazinierstreifens bilden
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und lediglich an einem schmalen Bereich gegenseitig miteinander verbunden werden zur Bildung des Magazinierstreifens, so dass Materialeinsparungen gegeben sind und ausserdem keine Abfälle anfallen.
Die Querschnittsformen der Stege können auf verschiedenste Art und Weise gestaltet werden.
Beispielsweise können diese Stege im Querschnitt rechteckig, kreisförmig, oder trapezförmig ausgebildet sein, wobei es auch denkbar ist, gerade bei einer trapezförmigen Ausgestaltung die an der schmaleren oberen Begrenzung vorgesehenen Bereiche abgerundet auszuführen.
Im Rahmen der Erfindung ist auch eine Ausführung möglich, bei der die Dichtscheiben oder die Kunststoffummantelung eines Schraubenkopfes einen umfangsgeschlossenen Filmrand mit geringer Stärke aufweisen, wobei die einzelnen Dichtscheiben bzw. Kunststoffummantelungen über diese aneinander grenzenden Filmränder gegenseitig verbunden sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Magazinierstreifen für Schrauben mit Dichtscheiben oder einem kunststoffummantelten Kopf und gegebenenfalls Unterlegscheiben, wobei die Dichtscheiben oder die Kunststoffummantelung des Schraubenkopfes Teile des Magazinierstreifens bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Dichtscheiben (3) oder Kunststoffummantelungen (9) an ihren einander tangierend zugewandten Aussenkonturen direkt oder über schmale, parallel zur Längserstreckung des Magazinierstreifens
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