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Im Stammpatent Nr. 378684 wird ein mit einer Skibremse kombinierter Fersenhalter unter Schutz gestellt, wie er im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angeführt ist.
Dieser Fersenhalter hat sich in der Praxis sehr bewährt, ist jedoch in seinem Aufbau verhältnismässig kompliziert.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, den angeführten Nachteil zu beseitigen und den Fersenhalter nach dem Stammpatent in seinem Aufbau zu vereinfachen.
Ausgehend von einem Fersenhalter nach dem Stammpatent Nr. 378684 wird diese Aufgabe erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Dadurch, dass die ohnehin schon vorhandene Federgabel nur noch mit Nocken versehen werden muss, die von den freien Enden bzw. von Nocken an den freien Enden der beiden Druckstangen angehoben werden können, wird die Konstruktion gemäss dem Stammpatent erheblich einfacher. In diese Richtung zielt auch die Massnahme des Anspruches 3.
Für die konstruktive Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes bieten sich zwei Lösungen an, die in den Ansprüchen 2 und 6 unter Schutz gestellt werden. Dabei hat die Lösung gemäss Anspruch 2 den Vorteil, dass hier keine Rückführfedern für die beiden Druckstangen notwendig sind, wogegen durch die Konstruktion nach Anspruch 6 die Bauhöhe der Trittplatte reduziert werden kann.
Durch die Merkmale des Anspruches 4 wird es möglich, eine einwandfreie Führung der beiden Druckstangen herbeizuführen, ohne dass dafür zusätzliche Bauelemente benötigt werden.
Schliesslich macht es der Gegenstand des Anspruches 5 möglich, die Herstellung der Druckstangen zu vereinfachen, da diese frei von Nocken sind. Dabei können die beispielsweise keilförmigen Vorsprünge an der Grundplatte z. B. von Ausprägungen derselben gebildet sein.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes rein schematisch dargestellt. Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2, welcher den Fersenhalter in der Abfahrtsstellung zeigt, und Fig. 2 ein Horizontalschnitt nach der Linie II-II
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eine Zwischenstellung und eine Bremsstellung der Skibremse dargestellt sind.
Der dargestellte, mit einer Skibremse kombinierte Fersenhalter besitzt eine Grundplatte --1--, an der ein in der Draufsicht etwa U-förmiger Lagerbock --2-- befestigt ist. Dieser besitzt zwei Seitenteile --2'--, welche den beiden Schenkeln des"U"entsprechen, und einen Vorderteil-2"--, der. sich in der Querrichtung des Fersenhalters erstreckt und eine Rast- nase --3-- trägt. Die beiden Seitenteile --2'-- des Lagerbockes --2-- werden von einer Schwenkachse --4-- durchsetzt, auf der zwischen den Seitenteilen zur Lagerung einer Rastfeder --6-eine in der Draufsicht U-förmige Federgabel --5-- und auf deren ausserhalb der Seitenteile befindlichen beiden Achsabschnitten ein Gehäuse --7-- für den Fersenhalter gelagert ist.
Das Gehäuse --7-- trägt auf der der Schwenkachse --4-- gegenüberliegenden Seite einen Sohlenniederhalter --8-- sowie einen Trittsporn --9--. Ausserdem ist im Gehäuse --7-- eine Schwenkachse --10-- befestigt, auf der einerseits eine Rastschwinge --11--, welche etwa die Gestalt eines umgekehrten "T" hat, und anderseits ein Auslösehebel --12-- für den Fersenhalter gelagert ist. Dieser Auslösehebel --12-- dient in an sich bekannter Weise dazu, ein Widerlager --14-für die Rastfeder --6-- aus der Rast der Rastschwinge --11-- herauszuheben und dadurch den Fersenhalter willkürlich zu öffnen.
In den beiden Schenkeln der U-förmigen Federgabel --5-- sind in der Längsrichtung dieser Schenkel verlaufende Führungsschlitze --13-- ausgespart. In diesen ist das Widerla- ger --14-- für die Rastfeder --6-- verschiebbar geführt, wobei die Rastfeder das Widerlager gegen die mit einer Rast versehene Rückseite der Rastschwinge --11-- drückt. Diese trägt an ihrer Vorderseite ein Rastorgan welches die Rastnase --3-- am Vorderteil --2"-des Lagerbockes --2-- in der Abfahrtsstellung untergreift.
Das andere Ende der Rastfeder --6-stützt sich an einem Federteller --15-- ab, welcher zwischen den beiden Schenkeln der U-förmigen Federgabel --5-- gegen ein Verdrehen gesichert geführt und mittels einer Stellschraube --16-in Richtung der Achse der Rastfeder --6-- verstellt werden kann, um so die Vorspannung der Rastfeder zu verändern. Die Federgabel --5-- und das Gehäuse --7-- des Fersenhalters stehen unter dem Einfluss mindestens einer die Rastschwinge und den Fersenhalter in Fig. 1 im Uhrzeiger-
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sinn zu verschwenken suchenden Schenkelfeder --17--. An ihren freien Enden weisen die beiden
Schenkel der Federgabel --5-- nach unten gerichtete Steuerkurven --18-- auf.
Auf der dem nicht gezeigten Skischuh zugewendeten Seite des Fersenhalters befindet sich vor demselben eine Skibremse --19--. Diese besteht aus einer Trittplatte --20--, an der zwei in der Bremsstellung unter die Lauffläche des Skis ragende Bremsdorne --21-- befestigt sind und die mittels einer Schwenkachse --22-- in zwei Lageraugen --23-- an der Grundplatte-l- schwenkbar gelagert ist. An der Trittplatte --20-- sind im Abstand von der Schwenkachse --22-- zwei Druckstangen --24-- angelenkt, welche in den gleichen, sich in der Skilängsrichtung erstreckenden Vertikalebenen verlaufen, wie die beiden Schenkel der Federgabel --5-- und welche mit der Unterseite ihrer freien Enden an der Grundplatte-l-geführt sind.
Diese
Enden tragen nach oben gerichtete Steuernocken --25--, die den nach unten weisenden Nocken --18-- an den Enden der Schenkel der Federgabel --5-- zugeordnet sind. Die Trittplatte --20-- steht unter dem Einfluss einer sie im Uhrzeigersinn von der Grundplatte --1-- wegzu- schwenken suchenden, in den Zeichnungen der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Feder.
Die Wirkungsweise dieses mit einer Skibremse kombinierten Fersenhalters ist wie folgt : Bei einem unwillkürlichen Auslösen des Fersenhalters wird dessen Gehäuse --7-- zusammen mit dem Sohlenniederhalter --8-- und dem Trittsporn --9-- in Fig. 1 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei das Rastorgan --11'-- der etwa T-förmigen Rastschwinge --11-- bis über den Auslösepunkt der Rastnase --3-- angehoben wird. Danach wird das Gehäuse --7-- zusammen mit der Federgabel --5-- durch die Schenkelfeder --17-- weiter im gleichen Sinne geschwenkt. Dies hat aber zur Folge, dass der Skischuh den Fersenhalter verlässt und die Trittplatte--20--freigibt, welche jetzt unter dem Einfluss der nicht dargestellten Feder in die Bremsstellung schwenken kann.
Dabei gelangen die die Steuernocken --25-- tragenden Enden der beiden Druckstangen --24-in den Zwischenraum zwischen der Grundplatte-l-und den nach unten weisenden Nocken --18-- der Federgabel --5--.
Öffnet sich jedoch bei einer unwillkürlichen Auslösung der Skibindung nicht der Fersenhalter, sondern der Vorderbacken, so verlässt der Skischuh die Skibindung, wobei der Fersenhalter in der Abfahrtsstellung verbleibt (Fig. l). Durch das Abheben des Skischuhes von der Skioberseite wird jedoch die Trittplatte --20-- freigegeben, die von der nicht dargestellten Feder aus ihrer zur Skioberseite parallelen Lage in eine gegenüber der Skioberseite geneigten Lage geschwenkt wird, in welcher die beiden Bremsdorne-21-unter die Lauffläche des Skis ragen. Gleichzeitig werden die beiden Druckstangen --24-- mit ihren Steuernocken --25-- gegen die Nocken --18-- geschoben, welche an den freien Enden der Schenkel der Federgabel --5-- angeordnet sind (Fig. 3).
Dadurch wird aber die Federgabel --5-- um die Schwenkachse --4-- um einen solchen Winkel verschwenkt, dass das Widerlager --14-- für die Rastfeder --6-- gegen die Kraft der Rastfeder aus der Rast an der Rückseite der Rastschwinge --11-- herausgehoben und über den Auslösepunkt gedrückt wird (Fig. 4). Dadurch kann aber die Rastschwinge --11-- sich entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenken, und der Sohlenniederhalter --8-- unter dem Einfluss der Schwenkelfeder --17-- gelangt in die Offenstellung, in der er zum neuerlichen Einsteigen des Benutzers bereit ist.
Das willkürliche Auslösen des Fersenhalters erfolgt durch ein Verschwenken des Auslösehe- bel-12-, durch den in nicht näher erläuterter Weise das Widerlager --14-- für die Rastfeder --6-- gleichfalls gegen die Kraft dieser Feder aus der Rast an der Rückseite der Rastschwinge --11-- herausgehoben und über den Auslösepunkt gedrückt wird.
Selbstverständlich sind verschiedene Abänderungen des dargestellten, mit einer Skibremse kombinierten Fersenhalters möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise sollen auch Ausführungen, bei denen an den Enden der Druckstangen --24-- Rollen angeordnet sind, die auf der Grundplatte-l-abrollen, unter den Schutz der Erfindung fallen.
Weiters kann die Skibremse auch eine andere Bauart aufweisen, vorausgesetzt, dass einerseits die zur Steuerung des Fersenhalters erforderlichen und anderseits zum wirksamen Bremsen erforderlichen Bauteile vorhanden sind.
Beispielsweise und vorzugsweise kann eine Skibremse mit in der Bereitschaftsstellung (Abfahrtsstellung) innerhalb der Skibreite eingezogenen oder eingeschwenkten Bremsdornen (oder Bremsschenkeln) verwendet werden.