AT3787U1 - Schutzanzug zur verwendung in einem durch giftstoffe verseuchten gebiet - Google Patents

Schutzanzug zur verwendung in einem durch giftstoffe verseuchten gebiet Download PDF

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    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
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    • A62B17/00Protective clothing affording protection against heat or harmful chemical agents or for use at high altitudes
    • A62B17/006Protective clothing affording protection against heat or harmful chemical agents or for use at high altitudes against contamination from chemicals, toxic or hostile environments; ABC suits

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Abstract

Ein Schutzanzug zur Verwendung in einem durch Giftstoffe verseuchten Gebiet ist mit einem von einer Preßluftflasche (5) gespeisten Preßluftatmer (3) versehen, der dem Träger Atemluft über eine Schutzmaske (2) zuführt. Der Schutzanzug (1) ist mit einem vorzugsweise als Schlauchverteilungssystem (8) ausgebildeten Belüftungssystem versehen, dem durch ein tragbares Belüftungsgerät (10) über Filter (12) angesaugte Umgebungsluft zur Belüftung des Schutzanzuges (1) zugeführt wird. Die Ableitung (17) der Preßluftflasche (5) und eine Ableitung (15) des Belüftungsgerätes (10) führen zu einem Mehrwegventil (16), das mit der Schutzmaske (2) verbunden ist und eine wahlweise Verbindung Schutzmaske (2) - Preßluftflasche (5) und/oder Schutzmaske (2) - Belüftungsgerät (10) ermöglicht. Dadurch wird eine Erhöhung der möglichen Einsatzzeit erreicht.

Description


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  Die Erfindung bezieht sich auf einen Schutzanzug zur Verwendung in einem durch Giftstoffe verseuchten Gebiet, der mit einem von einer Pressluftflasche gespeisten Pressluftatmer versehen ist, der dem Träger Atemluft über eine Schtuzmaske zuführt. 



  Bei Schutzanzügen dieser Art wird die ausgeatmete warme und feuchte Luft in den Anzug geleitet und über Ausströmventile ins Freie abgeführt. Die Einsatzzeit zwischen dem Schliessen des Anzuges, dem Anmarsch zum Einsatzort, der Arbeit, dem Rückweg und der Oberflächendekontamination bis zum Öffnen des Anzuges beträgt in der Regel etwa dreissig Minuten. 



  Wenn man nun für einen Einsatz einen Anmarschweg von fünf Minuten und ebenso viel für den Rückweg rechnet, sowie mindestens funf bis zehn Minuten für die Oberflächendekontamination, damit der Mann gefahrlos aus dem Anzug steigen kann, so verbleiben im besten Fall zehn bis fünfzehn Minuten effektive Arbeitszeit Bei Annahme einer Umgebungstemperatur von etwa 25 bis 30 Grad Celsius und Berücksichtigung der durch die körperliche Tätigkeit entstehenden Wärme sowie der Erwärmung durch die feuchte Ausatemluft, beträgt die Anzuginnentemperatur unter Umständen etwa 45 bis 50 Grad Celsius bei bis zu 100 % Luftfeuchtigkeit Die bekannten Schutzanzüge ermöglichen daher einerseits eine nur kurze Arbeitszeit, andererseits sind die Arbeitsbedingungen äusserst ungünstig. 



  Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Schutzanzug der eingangs genannten Art so auszubilden, dass sowohl die Arbeitszeit verlängert werden kann, als auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden. 



  Erreicht wird dies dadurch, dass der Schutzanzug in an sich bekannter Weise mit einem vorzugsweise als Schlauchverteilungssystem ausgebildeten Belüftungssystem versehen ist, dem durch ein tragbares Belüftungsgerät über Filter angesaugte Umgebungsluft zur Belüftung des Schutzanzuges zugeführt wird, wobei die Ableitung der Pressluftflasche und eine Ableitung des Belüftungsgerätes zu einem Mehrwegventil führen, das mit der 

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 Schutzmaske verbunden ist und eine wahlweise Verbindung zu SchutzmaskePressluftflasche und/oder zu Schutzmaske-Belüftungsgerät ermöglicht Tragbare Belüftungsgeräte zur Belüftung von Schutzanzügen sind an sich bekannt.

   Bei diesem sind in einem tragbaren Kleinbehälter ein durch einen Elektromotor angetriebenes Gebläse angeordnet, dessen Saugseite mit einem Filteranschluss und dessen Druckseite mit einem Anschluss fiir das Belüftungssystem versehen ist Die Kombination eines solchen Belüftungsgerätes mit einem von einer Pressluftflasche gespeisten Pressluftatmer ist jedoch neu und bringt wesentliche Vorteile. 



  Die durch das Belüftungsgerät in den Schutzanzug eingeblasene Luft dient einerseits zur Absenkung der Innentemperatur auf annähernd die Umgebungstemperatur und sorgt andererseits für einen kontinuierlichen Abtransport der feuchten Anzug- und Ausatemluft über die vorgesehenen Auslassventile. Es wird dadurch sowohl für eine akzeptable Temperatur als auch für eine geringe Luftfeuchtigkeit, somit ein annähernd normales Raumklima im Anzug gesorgt Für den Bereitstellungsbereich sowie für den An- und Rückmarsch und die Dauer der Dekontamination kann das Belüftungsgerät für die Atmung und die Anzugsbelüftung verwendet werden. Am Einsatzort wird die Luftzuführung zur Schutzmaske auf den Pressluftatmer beziehungsweise die Pressluftflasche umgeschaltet und die gesamte durch das Belüftungsgerät geforderte Luft wird nur mehr zur Anzugskühlung verwendet. 



  Die effektive Einsatzzeit kann somit in solchen Fällen zwei bis dreimal so lang sein wie ohne Fremdbelüftung, wobei durch das angenehme Klima im Anzug ein mehrmaliger Einsatz in kurzen Intervallen möglich ist Sollte im Arbeitsbereich der Einsatz einer Fremdbelüftung nicht möglich oder nicht empfehlenswert sein, so kann das Belüftungsgerät komplett abgeschaltet werden Trotz nunmehr fehlender Anzugskühlung ist die effektive Einsatzzeit weit höher, da während des Zu- und Abmarsches sowie der Dekontamination in den meisten Fallen die Fremdbelüftung verwendet werden kann 

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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Belüftungsgerät innerhalb des Schutzanzuges angeordnet Zweckmässig sind dabei die Pressluftflasche und das Belüftungsgerät an einem gemeinsamen Traggestell angeordnet Es ist weiters vorteilhaft,

   wenn die Saugseite des Belüftungsgerätes mit einem im Schutzanzug eingesetzten Sammelkasten verbunden ist, der wenigstens zwei Filter aufnimmt Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben, ohne auf dieses Beispiel beschränkt zu sein. 



  Dabei zeigt Fig 1 einen erfindungsgemässen Schutzanzug schematisch von der Vorderseite und die Fig. 2 diesen Schutzanzug von der Rückseite Gemäss den Zeichnungen ist ein Schutzanzug 1 mit einer Schutzmaske 2 versehen. Dieser Schutzmaske 2 ist ein Pressluftatmer 3 zugeordnet, dem Luft über eine Leitung 4 von einer am Rücken getragenen Pressluftflasche 5 zugeführt wird. Die ausgeatmete warme und feuchte Luft wird in den Schutzanzug 1 geleitet und über Ausströmventile 6 ins Freie abgeführt Ein gasdichter Reissverschluss 7 ermöglicht das Ein- und Aussteigen in den Schutzanzug 1. 



  Mit der Innenseite des Schutzanzuges 1 sind gelochte Schläuche 8 verbunden, die der Übersicht wegen als dicke schwarze Stricke dargestellt sind. Den Schläuchen 8 wird Umgebungsluft über eine Leitung 9 von einem Belüftungsgerät 10 zugeführt. Dieses Belüftungsgerät 10 besteht aus einem tragbaren Kleinbehälter, in dem ein durch einen Elektromotor angetriebenes Gebläse angeordnet ist Solche Geräte sind z. B in der AT-B-386745 beschrieben. 



  Die Saugseite des Belüftungsgerätes 10 ist über eine Leitung 13 an einen Sammelkasten 11 angeschlossen, in den Filter 12 eingesetzt sind. Die Gasflasche 5, das Belüftungsgerät 10 und der Sammelkasten 11 sind in einem innerhalb des Schutzanzuges 1 angeordneten 

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 Traggestell 14 angeordnet, die zweckmässig als Wegwerffilter ausgebilteten Filter 12 ragen nach aussen. 



  An die Druckseite des Belüftungsgerätes 10 ist ausser der Leitung 9 eine Leitung 15 angeschlossen, die zu einem Mehrwegventil 16 führt. 



  In dieses Mehrwegventil 16 mündet auch die von der Pressluftflasche 5 kommende Luftzuleitung 17. An der Abgangseite des Mehrwegventiles 16 ist die in die Schutzmaske 2 führende Leitung 4 angeschlossen. 



  Das Mehrwegventil 16 ist über ein aussen befindliches Handrädchen 18 so schaltbar, dass die Leitung 4 entweder, wie gezeichnet, von der Flasche 5 beziehungsweise der Luftzuführung 17 oder vom Belüftungsgerät 10 beziehungsweise der Leitung 15 gespeist wird Der Benützer kann dabei durch das Fenster der Schutzmaske 2 sehen, ob er Atemluft von der Flasche 5 oder dem Belüftungsgerät 10 bekommt. 



  Für den Bereitstellungsbereich sowie für den An- und Rückmarsch und die Dauer der Dekontamination kann durch Einstellung des Mehrwegventiles 16 das Belüftungsgerät 10 für die Atmung und die Anzugsbelüftung verwendet werden. Am Einsatzort wird die Luftzuführung zur Schutzmaske 2 auf den Pressluftatmer 3 beziehungsweise die Pressluftflasche 5 umgeschaltet (Fig. 1) und die gesamte durch das Belüftungsgerät 10 geförderte Luft wird nur mehr zur Abzugskühlung verwendet. 



  Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. So könnte z.B. sowohl das Belüftungsgerät 10 als auch die Flasche 5 ausserhalb des Schutzanzuges 1 getragen werden, der Pressluftatmer 3 könnte auch an der Flasche 5 angeordnet sein u. s w.

Claims (4)

  1. Ansprüche 1. Schutzanzug zur Verwendung in einem durch Giftstoffe verseuchten Gebiet, der mit einem von einer Pressluftflasche (5) gespeisten Pressluftatmer (3) versehen ist, der dem Träger Atemluft über eine Schutzmaske (2) zufuhrt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schutzanzug (1) in an sich bekannter Weise mit einem vorzugsweise als Schlauchverteilungssystem (8) ausgebildeten Belüftungssystem versehen ist, dem durch ein tragbares Belüftungsgerät (10) über Filter (12) angesaugte Umgebungsluft zur Belüftung des Schutzanzuges (1) zugeführt wird, wobei die Ableitung (17) der Pressluftflasche (5) und eine Ableitung (15) des Belüftungsgerätes (10) zu einem Mehrwegventil (16) fuhren, das mit der Schutzmaske (2) verbunden ist und eine wahlweise Verbindung Schutzmaske (2) - Pressluftflasche (5) und/oder Schutzmaske
  2. (2) Belüftungsgerät (10)
    ermöglicht 2. Schutzanzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Belüftungsgerät (10) innerhalb des Schutzanzuges (1) angeordnet ist
  3. 3. Schutzanzug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressluftflasche (5) und das Belüftungsgerät (10) an einem gemeinsamen Traggestell (14) angeordnet sind.
  4. 4. Schutzanzug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugseite des Belüftungsgerätes (10) mit einem - im Schutzanzug (1) eingesetzten Sammelkasten (11) verbunden ist, der wenigstens zwei Filter (12) aufnimmt.
    Erläuterungen : Die 1. Druckschrift zeigt den Stand der Technik bei einem Schutzanzug mit Pressluftflasche und Schlauchverteilungssystem.
    Die 2. Druckschrift zeigt bei einem Schutzanzug mit Schlauchverteilungssystem ein Mehrwegventil zum Umschalten zwischen zwei Luftquellen.
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