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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum gegen unbefugte Entnahme gesicherten
Halten von Wertgegenständen, wie z. B. Edelsteinen mit mindestens zwei den Wertgegenstand zu- mindest teilweise umschliessenden Teilen, die in ihrem den Wertgegenstand gegen Entnahme sichern- den Zustand durch eine vorzugsweise plombierbare Sperre sicherbar ist.
Eine solche Vorrichtung wurde z. B. durch die DE-OS 2522101 bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist der Edelstein in einem mit einer Durchgangsbohrung versehenen Block aus durch- sichtigem Kunststoff untergebracht, wobei die Bohrung mit einer Linse einseitig verschlossen ist und weiters mit einem plombierbaren Deckel verschliessbar ist. In diesem Block ist der Edelstein in einer diesem angepassten Halterung gehalten. Letzteres stellt einen entscheidenden Nachteil dar. Ausserdem kann der Edelstein nur durch den Kunststoff bzw. die Linse hindurch betrachtet werden, was insbesondere beim Sortieren bzw. Auswählen für ein Schmuckstück von Nachteil ist, da eine gewisse Verfälschung im Hinblick auf die Farbtönung durch die Betrachtung durch den
Kunststoff oder die Linse hindurch nicht ausgeschlossen werden kann.
Ziel der Erfindung ist es eine Vorrichtung vorzusehen, welche eine ungehinderte Begut- achtung des Wertgegenstandes erlaubt, hingegen eine Entnahme des Wertgegenstandes ohne Zer- störung einer Sperre bzw. Plombierung ausschliesst.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Vorrichtung ein Widerlager und einen gegen dieses in seiner Längsrichtung verschiebbaren Klemmteil aufweist, wobei die einander zugekehrten Flächen des Widerlagers und des Klemmteils eine, etwa mit Krappen versehene Halterung aufweisen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Widerlager Teil eines Schiebers ist, welcher in einer Ausnehmung eines Blockes begrenzt beweglich in den Block ausund einschiebbar geführt ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Behälter für die erfindungsgemässe Vorrichtung vorzusehen, in welchem eine Freigabe des Wertgegenstandes zur Durchführung einer Wägung möglich ist. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Block unterhalb des Wertgegenstandes in seiner durch das Widerlager und den Klemmteil gefassten Lage einen Hohlraum mit einer Bodenöffnung zum Durchtritt eines Wägestempels aufweist.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine Darstellung einer einfachen Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung zur Fassung eines geschliffenen Edelsteins im Schrägriss ; Fig. 2 eine Schnittansicht des Fassungsbereichs des Edelsteins bei einer Vorrichtung nach Fig. 1 in vergrössertem Massstass ; Fig. 3 eine Schnittansicht durch eine andere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ; Fig. 4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 3 bei abgenommener Hülle ; Fig. 5 eine Schrägrissansicht des Blockes und der Hülle der Vorrichtung nach den Fig. 3 und 4 ; und Fig. 6 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung bei abgenommener Hülle.
Die Vorrichtung nach Fig. 1 besitzt ein Widerlager --2-- und einen Klemmteil-l-, welche an ihren einander gegenüberliegenden Enden eine Halterung zur Aufnahme eines geschliffenen Edelsteins --5-- aufweisen. Die Halterung wird durch Einkerbungen --9-- an den beiden Enden des Widerlagers --2-- und des Klemmteils-l-gebildet. An Stelle der Einkerbungen --9-- kön- nen auch die zur Fassung von Edelsteinen üblichen Krappen oder in die einander zugekehrten Enden des Widerlagers und des Klemmteils --1, 2-- eingesetzte Metallfassungen verwendet werden. Das Widerlager --2-- weist einen gekrümmten Fortsatz --3-- auf, welcher mit dem dem Edelstein --5-- abgewandten Ende des Klemmteils-l-durch eine plombierbare Verbindung --4-verbunden ist.
Der Fortsatz --3-- und der Klemmteil-l-weisen je eine fluchtende Bohrung - auf, durch welche ein durch eine Plombe --8-- geschlossener Sicherungsfaden --7-- ge- führt ist. Die Elemente-l, 2 und 3-- sind vorzugsweise aus durchsichtigem Kunststoff (Polystyrol, Polycarbonat, usw.) im Spritzgussverfahren hergestellt. Die Teile --1 und 3-- werden an der Verbindung --4-- nach Fassung des Edelsteins --5-- miteinander verschweisst. Die Verriegelung bzw. Plombierung ist entsprechend fälschungssicher zu gestalten, so dass jede Öffnung der Verbindung --4-- sofort erkennbar ist.
Zwischen den Teilen-l und 3-- kann im Bereich der Verbindung --4-- auch ein ein
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Zertifikat darstellendes Mikrofilmstück mit eingeschweisst werden. Die Vorrichtung nach Fig. 1 lässt eine ungehinderte Begutachtung des Edelsteins --5-- zu. Eine Entnahme des Edelsteins --5-- aus der Fassung ist ohne sichtbare Beschädigung der Verbindung --4-- nicht möglich.
Die Ausführungsform nach den Fig. 3 bis 5 besteht aus einem Grundblock --11-- mit einer nach oben offenen Ausnehmung --15--. In der Ausnehmung --15-- ist ein als rechteckiger Rahmen ausgebildeter Schieber --12-- geführt. Die eine Seite des Schiebers --12-- besteht aus den beiden, den Edelstein --5-- fassenden Teilen u. zw. dem Widerlager --13-- und dem Klemmteil-14-.
Quer zur Ausziehrichtung (Pfeil A, Fig. 4) des Schiebers --12-- ist ein Riegel --17-- verschiebbar geführt. Der Riegel --17-- kann an einem Ende in eine Auskerbung-18-eingeschoben werden, wodurch sich am andern Ende des Riegels --17-- ein Freiraum bildet, in welchen der Klemmteil - unter Freigabe des Edelsteins --5-- eingeschoben werden kann.
Unterhalb des Edelsteins --5-- befindet sich in der eingeschobenen Lage des Schiebers --12-- ein Wägehohlraum --24-- mit einer durchgehenden Bodenöffnung --25-- zum Durchtritt des Wägestempels --26-- einer Waage.
Der Schieber --12-- ist bei in die Auskerbung --18-- eingeschobenem Riegel --17-- zwischen den Anschlägen--19, 20-ein-und ausschiebbar. Der Grundblock --11-- mit dem Schieber --12-- ist von einer Hülle --16-- in Form eines an einer Seite offenen Hohlprismas abgedeckt. Der Grund- block --11-- ist an der Hülle --16-- durch eine plombierbare Verbindung gesichert. Zu diesem
Zweck ist eine die Hülle --16-- und den Block --11-- durchsetzende Bohrung --21-- vorgesehen, durch welche eine durch eine Plombe --22-- verriegelbare Fadenschleife --23-- geführt ist. An der Rückseite des Grundblockes-11-- ist noch ein ein Zertifikat bildendes Mikrofilmbild --31-- angeordnet.
In der Hülle --16-- sind Schlitze --28-- vorgesehen, durch welche mittels eines dünnen Werkzeuges der Riegel --17-- und der bewegliche Klemmteil --14-- verschoben werden können.
Befindet sich der Schieber --12-- völlig im Inneren des Grundblocks--11-- (und nur dann) ist ein Verschieben des Riegels --17-- und damit eine Entarretierung des Klemmteils --14-- mög- lich, wodurch der eingeschlossene Edelstein --5-- in den Wägehohlraum --24-- des Grundblocks --11-- frei beweglich wird.
Durch die kleine Lochöffnung --25--, welche diesen Hohlraum - durch den Grundblock --11-- und die Hülle --16-- hindurch mit dem Aussenraum verbindet (und welche so klein bemessen sein muss, dass das Entweichen des Edelsteins nicht möglich ist), kann ein Wägestempel --26-- in den Wägehohlraum --24-- so eingeführt werden, dass der lose Edelstein --5-- im Inneren des Wägehohlraums --24-- schwebend gewogen werden kann. Durch andere eventuell noch mögliche (genügend kleine) Öffnungen kann der Edelstein --5-- im Inneren des Wägehohlraums --24-- eventuell zusätzlich manipuliert und beobachtet werden.
Durch erneutes Zusammenschieben des Klemmteils --14-- und Schliessung des Riegels --17-- kann der Edelstein - wieder fixiert werden und hernach der Schieber --12-- bis zum Anschlag --20-- aus dem Grundblock --11-- herausgezogen werden, wonach der Edelstein --5-- (bis auf die Haltekrappen - -27--) völlig frei (optisch und mechanisch) zugänglich ist. Eine Drehung des Edelsteins --5-in der Führung der Krappen --27-- ist bei entsprechend knapper Luft und bei gewissen Formen des Edelsteins --5-- (z. B. Brilliantform) möglich, ohne dass dieser entfernt werden könnte. Alle Messungen und Beobachtungen ausser der Wägung sind in diesem ausgelagerten Zustand ungehindert möglich.
Um Trickmanipulationen zu vermeiden, ist es erforderlich, jene Öffnungen des Grundblocks --11--, durch welche der Schieber --12-- in den Aussenraum bewegt werden kann, sowie die sich verjüngende Form der Krappen --27-- so zu gestalten, dass nirgends und in keiner Position Hohlräume entstehen, durch welche ein zweiter annähernd gleich grosser und gleich geformter ähnlicher Edelstein neben dem ursprünglich zu verpackenden bis in den Wägehohlraum --24-- geführt werden kann (wo dann ein Austausch mit dem ursprünglichen möglich wäre).
Die in den Fig. 3 bis 5 beschriebene Ausführungsform kann natürlich durch verschiedenste Formgebung bei Grundblock --11-- und Hülle --16-- variiert werden, als auch in der Gestaltung und Bewegungsmechanik des Schiebers --12--. Der Schieber kann ausser durch unterschiedliche Arten von Verschiebungen beispielsweise auch durch Drehungen teilweise aus dem Grundblock herausgeführt werden, wobei es immer nur darauf ankommt, dass der Schieber nicht vom Grundblock getrennt werden kann und die den Wertgegenstand fassende Halterung nur im Inneren des Grundblocks entarretiert werden kann.
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Bei Lösungen mit drehbar verschiebbarem Schieber wird die Entarretierungsmöglichkeit nur in bestimmten Positionen des Drehbereichs (wenn der Wertgegenstand im Wägehohlraum ist) freigegeben. Zu diesem Zweck ist bei der Ausführungsform nach Fig. 6 der Schieber --12'-- um die Achse --30-- in Richtung des Pfeils B drehbar ausgeführt. Zur Lösung der den Stein-5'- fassenden Halterung ist der bewegliche Klemmteil --14'-- als Riegel ausgeführt, welcher in eine Auskerbung --29-- der Halterung einschiebbar ist, wodurch der Schieber gegen ein Herausdrehen gesichert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum gegen unbefugte Entnahme gesicherten Halten von Wertgegenständen, wie z. B. Edelsteinen mit mindestens zwei den Wertgegenstand zumindet teilweise umschliessenden Teilen, die in ihrem den Wertgegenstand gegen Entnahme sichernden Zustand durch eine vorzugsweise plombierbare Sperre sicherbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Widerlager (2,13, 13') und einen gegen dieses in seiner Längsrichtung verschiebbaren Klemmteil (1, 14, 14') aufweist, wobei die einander zugekehrten Flächen des Widerlagers (2,13, 13') und des Klemteils (1, 14, 14') eine, etwa mit Krappen versehene Halterung (9,27) aufweisen.