AT37663B - Vorrichtung zur Erzeugung gesperrter Schrift für Maschinen zum Gießen und Setzen von Buchdrucklettern. - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung gesperrter Schrift für Maschinen zum Gießen und Setzen von Buchdrucklettern.Info
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Description
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Vorrichtung zur Erzeugung gesperrter Schrift für Maschinen zum Giessen und Setzen von Buchdrucklettern.
Die Erfindung betrifft diejenigen Maschinen zum Giessen und Setzen von Buchdrucklettern, welche unter dem Namen Monotype Maschinen bekannt sind, und bildet im besonderen eine Losung der Aufgabe, mit Hilfe dieser Maschinen gesperrte Schrift herzustellen. Sollten bisher einzelne Teile des Satzes durch gesperrte Schrift hervorgehoben werden, so mussten entweder in den fertigen Satz die nötigen Ausschliessungsstücke nachträglich von Hand eingefügt werden oder der Setzer musste beim Lochen des Registerstreifens, der die Giessmaschine steuert, zwischen je zwei Letternzeichen, ein Zeichen lochen, das ein Ausschliessungsstück erzeugte.
Das erstere Verfahren ist sehr umständlich und bringt besonders den Übelstand mit sich, dass durch Sperren einzelner Satzteile die betreffenden Zeilen zu lang gemacht werden, sodass die richtige Ausschliessung nicht nur der den gesperrten Satzteil enthaltenden Zeilen, sondern auch einer Anzahl benachbarter Zeilen gestört wird. Das zweite Verfahren ist zunächst ebenfalls zeitraubend, denn der Setzer braucht dabei für den gesperrten Teil des Satzes doppelt soviel Zeit, wie erforderlich wäre, nm normalen Satz zu lochen. Ausserdem aber genügt das Verfahren auch deshalb nicht, weil die
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Verfahren entstanden war.
Die Erfindung besteht in einer Einrichtung, die an der Lochmaschine und an der Giessmaschine angebracht werden kann. Die Einrichtung an der Giessmaschine bewirkt, dass von dem Zeitpunkte an, in welchem gewisse Lochungen im Registerstreifen erscheinen, jede folgende Letter um zwei Einheiten weiter gegossen wird, als die entsprechende normale Letter und die Einrichtung an der Lochmaschine bewirkt, dass von dem Zeitpunkt, in welchem der Setzer das., Gesperrt"zeichen locht, die überzähligen Weiten bei der Addition des verbrauchten Zeilenraumes mitgezählt werden, so dass trotz der Verwendung von abnorm grossen Letternweiten eine richtige Zeilenausschliessung zustande kommt.
Bei den Monotype Maschinen wird bekanntlich die Letternweite durch die Einstellung des sogenannten Formblattes bestimmt, die ihrerseits wieder von der Einstellung des Normal- keil. s und der Ausschliessungskeile und der zugehörigen Übertragungskeile abhängig ist.
Nach der Erfindung wird zwischen den Ubertragungskeil, gegen welchen sich der Normalkeil bei seiner Einstellung anlegt und dessen Anschlag ein zweites Stück eingeschoben, so dass der Ubertragungskeil nicht bis in seine normale Arbeitsstellung zurückgezogen werden kann.
Das Zwischenstück ist so bemessen, dass alsdann bei normaler Einstellung des Normalkeils das Formblatt um den verlangten Betrag weiter zurückweicht als gewöhnlich und die Weite des Kegelteils der Giessform entsprechend vergrössert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der in Betracht kommenden Teile der Maschine und der Einrichtung nach der Erfindung. Fig. 2 eine Ansicht derselben Teile von oben gesehen. Fig. 3 ist
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bewirkt, dass der Setzer stets sowohl die Spatientaste wie die Gesperrt-Taste gemeinschaftlich anschlagen muss, wenn er gesperrte Schrift erzeugen will und gleichzeitig das Zählwerk derart umschaltet, dass es vergrösserte Letternweiten verzeichnet.
In den Fig. 5 bis 8 ist die Spatientaste mit L und die Gesperrt-Taste mit L'bezeichnet.
Um den gekennzeichneten Erfolg zu erreichen, werden diese beiden Tasten miteinander gekuppelt, sobald der Setzer das Zählwerk umschaltet und wieder entkuppelt, wenn das Zählwerk wieder für die Verzeichnung normaler Weiten eingestellt wird. Zu diesem Zweck ist die Taste L drehbar gemacht und an ihrer Spindel ist eine Nase l angebracht, die eine ähnliche Nase 11 an der Taste LI überdeckt, wenn die Taste L gedreht wird. Die Drehung der Taste L wird durch eine Stange M bewirkt, welche gleichzeitig dazu dient, das Zählwerk umzuschalten. Die Stange ist mit zwei Nasen m und mI ausgestattet, von denen bei einer Längsverschiebung der Stange, je nach dem Sinne der Bewegung die eine oder die andere eine Nase 12 an der Taste l mitnimmt.
Damit die vergrösserten Weiten von dem Zählwerk verzeichnet werden, ist ein Schieber N (Fig. 9) vorgesehen, gegen den die Einheitenzahnstai, {"" 0'Leim normalen Betriebe anstösst.
In Fig. 9 ist der Schieber in derjenigen Stellung gezeichnet, die er einnimmt, wenn normale Weiten verzeichnet werden sollen. Soll gesperrte Schrift erzeugt werden, so wird der Schieber N soweit aufwärts verschoben, dass die Einheitzahnstange anstatt der Fläche n'dem Zuge der Feder ( folgend nunmehr die Fläche n trifft, welche gegen die erstere um einen entsprechenden Betrag zurückweichen abgesetzt ist.
Die Verstellung des Schiebers N geschieht durch die Längsverschiebung der Stange M. die an einem Arm eines Winkelhebels M1 angelenkt ist (Fig. 5). Der andere Arm des Winkelhebels greift an dem unteren Ende des Schiebers N an. Die Anschlagflächen n und n1 des Schiebers S stellen die Ausgangsstellungen der Einheitenzahnstange 0 dar, so dass sie den verlangten Mehrbetrag von beispielsweise zwei Einheiten verzeichnen muss, wenn ihr Hub von der Fläche n ausgeht, anstatt von der Fläche n1.
Damit die Zählung der vergrösserten Weiten solange fortdauert, bis sie absichtlich abgestellt wird, ist die Stange f mit einer Sperrklinke JM (Fig. 7) ausgestattet. welche über einen Vorsprung M3 am Tastenbrett greift, wenn die Stange herabgezogen wird. Das Herabziehen der Stange M aus der in Fig. 5 gezeichneten Stellung in die in Fig. 7 gezeichnete bewirkt gleichzeitig die Kuppelung der beiden Tasten L und LI. Wird die Sperrklinke f2 ausgerückt, so wird die Stange M durch die Feder m2 wieder in ihre Anfangsstellung emporgezogen und entkuppelt die beiden Tasten.
Beim Gebrauch der Einrichtung muss das Zählwerk unmittelbar vor dem Beginn der Lochung des gesperrten Satzteiles umgeschaltet werden und ebenfalls unmittelbar nach Abschluss der
L 'chullg des gesperrten Teils.
Die Giessmaschine wird von dem Rcgisterstreifen der Reihenfolge des Setzens entgegen- gesetzt durchlaufen und diejenige Spatie, welche zuletzt gelocht wird. bevor der gesperrte Satz- teil beginnt, kommt also in der Giessmaschine an das Ende des gesperrten Satzteiles. Diese Spatie wird noch gelccht, bevor die Tasten L und L1 miteinander gekuppelt wordensind, und ihre Lochung
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in Fig. 3 gezeichnete Stellung zurückgezogen und ihre Nase C2 stösst daher gegen die Nase ZD des Winkelhehels D und bewirkt durch dessen Vermittlung in der beschriebenen Weise die Zurück- ziehung des Zwischenstückes A. Dadurch wird die Giessmaschine wieder für die Erzeugung normaler Letternweiten eingestellt.
Nachdem der Setzer die letzte Spatie des normalen Satzes gelocht hat, zieht er die Stange M in ihre untere Lage, kuppelt dadurch die Gesperrt, -Taste LI mit der Spatientaste L und schaltet das Zählwerk für vergrösserte Letternweiten um. Dann fährt er mit seiner Lochung fort wie ge-
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sperrt zeichen verbunden und da sie in der Reihenfolge des Giessens den gesperrten Satzteil er- öffnet, so werden also von dieser Stelle an alle Lettern um je zwei Einheiten weiter gegossen als normale Lettern, bis die erste normale Spatie erreicht ist, welche das Ausrücken der GesperrtVorrichtung an der Giessmaschine bewirkt.
Die Einrichtung ist in ihrer Anwendung auf die Lochmaschine nach dem österr. Patente ni. 5764 und die Giessmaschine nach dem deutschen Patente Nr. 113906 beschrieben worden.
An dem Druckiuftverteilungssystem der Lochmaschine braucht keine Änderung vorgenommen zu werden. Auf der Giessmaschine aber wird die Druckluftleitung angeschnitten, welche der Maternzeile entspricht, in der die Gesperrt-Taste LI steht. Wird also eine andere Taste dieser Zeile angeschlagen, so wird erstens der der betreffenden Letter zugehörige Messstift vorgeschoben und zweitens erhält auch der Zylinder B Druckluft. Da aber gezeigt worden ist, dass der blosse Vorschub des Kolbens von B wirkungslos bleibt, wenn nicht gleichzeitig die Giessform für Spatien- guss eingestellt wird, su kann dadurch keine Störung entstehen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Erzeugung gesperrter Schrift für Maschinen zum Giessen und Setzen von Buchdrucklettern, dadurch gekennzeichnet, dass das Formblatt durch entsprechende Lochungen. im Registerstreifen derart gesteuert wird, dass die Lettemweite gegenüber der normalen Lctternweite vergrössert wird.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Übertragungskeil / und den Anschlagkeil (K) ein Zwischenstück (A) eingeschoben wird, das so abgemessen ist, dass die dadurch veränderte Einstellung des Übertragungskeils eine vergrösserte Letternweite ergibt.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einschieben des Zwischenstückes von den Spatienlochungen im Registerstreifen derart abhängig gemacht ist, dass das Zwischenstück eingeschoben wird, wenn zu den normalen Spatienlochungen noch eine besondere Gesperrt-Lochung hinzugefügt wird, während die normale Spatienlochung allein entweder keinen EMI3.1 gestellt war, sie abstellt.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den Übertragungskeil EMI3.2 eines geeigneten Hebelwerkes (D-D5) das Zwischenstück (A) einschiebt.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke C mit einer Nase (C2) versehen ist, welche durch Vermittlung des erwähnten Hebelwerkes (D-D) das Zwischenstuck ausrückt, wenn eine Spatie gegossen wird, ohne dass der Zylinder B die Klinke C einrückt.6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die normale Spatientaste (L) auf dem Tastenbrett der Lochmaschine und die den Einriickzylinder (B) steuernde (Gesperrt- Taste (LI) miteinander gekuppelt werden, wenn gesperrte Schrift erzeugt werden soll.7. Vorrichtung nach Anspruch H, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppelung der Spaticn- taste und der Gesperrt-Taste (L und L1) durch dieselbe Vorrichtung (M) bewirkt wird, durch welche das Zählwerk für die Verzeichnung vergrösserter Letternweiten eingestellt wird.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit verschieden hohen Anschlagflächen (n und nl) ausgestatteter Schieber (N) vorgesehen ist, welcher je nach seiner Einstellung den Anfangspunkt des Messweges der Einheitenzahnstange verlegt, so dass entsprechend verschiedeneLetternweitenverzeichnetwerden.9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spatienund Gesperrt-Taste mit Nasen versehen sind, welche sich überdecken und die Tasten miteinander kuppeln, wenn sie gegeneinander gedreht werden.10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schubstange (M) vorgesehen ist, welche durch Vermittelung eines Winkelhebels (M) oder dgl. mit dem das Zähl- EMI3.3 den Schieber (N) verstellt und gleichzeitig mit der Spatientaste (L) durch Mitnehmernasen (m, m1) derart gekuppelt ist, dass dieselbe Längsverschiebl1ng die Spatientaste dreht und dadurch die Spatien- und Gesperrt-Tasten miteinander kuppelt.
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