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Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterlage für Hinterbacken, der eine Unterlagsplatte für den Skischuh zugeordnet ist, wobei für die Halterung der Unterlagsplatte und zur verschiebbaren Lagerung und Verrastung des Hinterbackens mindestens eine Führungsschiene vorgesehen ist, die mit parallel zur Skioberseite verlaufenden Flanschen versehen ist, und wobei gegebenenfalls die Unterlagsplatte auch als Halteplatte für eine Skibremse ausgebildet ist.
Bei den bisher bekannten Unterlagen dieser Art war eine einzige durchgehende Führungsschiene vorgesehen. Soll nun eine derartige Unterlage bei einem Leihski, bei dem der Verstellbereich des Hinterbackens etwa 70 mm betragen muss, eingesetzt werden, so muss die zur Verstellung der Unterlagsplatte und des Hinterbackens erforderliche Führungsschiene derart lang ausgebildet werden, dass sich bei einer Durchbiegung des Skis unerwünschte Kräfte ergeben, die vom Ski in Richtung der Skilängsachse auf die Führungsschiene bzw. von letzterer auf den Ski ausgeübt werden. Diese Kräfte können derart gross sein, dass sie mitunter die Befestigungsschrauben aus ihren Bohrungen reissen.
Den gleichen Mangel besitzt die Unterlage nach der DE-OS 2923281 (s. Fig. 14). Bei dieser Unterlage ist eine einstückige Führungsschiene vorhanden, welche an ihrem vorderen und an ihrem hinteren Ende horizontale Flanschen trägt, wobei an den Flanschen des vorderen Endes ein im Querschnitt etwa U-förmiger, nach unten hin offener erhöhter Teil befestigt ist. Weiters ist bei dieser Unterlage eine einstückige Führungsplatte vorgesehen, auf welcher der Hinterbacken befestigt ist und welche einerseits auf den horizontalen Flanschen des hinteren Endes der Führungschiene und anderseits in dem Hohlraum zwischen den Flanschen des vorderen Endes der Führungsschiene und dem erhöhten Teil geführt ist. Diese Unterlage verfügt nur über einen relativ kurzen Verstellweg.
Für Verstellwege, wie sie bei Leihskiern erforderlich sind, ist die Unterlage ungeeignet, da in diesem Falle die einstückige Führungsschiene eine Durchbiegung des Skis erheblich behindern würde.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, diesen Mangel der bekannten Ausführungen zu beseitigen und eine Unterlage der eingangs genannten Art zu schaffen, durch welche eine Durchbiegung des Skis während der Fahrt auch-dann ermöglicht wird, wenn sich auf einer Führungsschiene, die für einen Leihski bestimmt ist, ausser dem Backen auch eine Unterlagsplatte für den Skischuh befindet.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss vor allem dadurch erreicht, dass zwei Führungsschienen mit gleichem Querschnitt vorgesehen sind, welche in Flucht hintereinander mit Spiel angeordnet sind, das bei Durchbiegen des Skis ein Verschwenken der beiden Führungsschienen zulässt, und dass die eine der Skispitze näherliegende Führungsschiene die Unterlagsplatte und die andere den Hinterbacken trägt.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die einander zugewendeten Enden der beiden Führungsschienen mit vorzugsweise rechteckigen Vorsprüngen versehen, welche nach Art einer Verzahnung ineinandergreifen, wobei zwischen dem Grund jeder Lücke zwischen zwei Vorsprüngen und dem Ende des in diese Lücke eingreifenden Vorsprunges ein Spiel vorhanden ist. Durch diese Massnahme wird verhindert, dass sich die beiden Teile der Führungsschiene in Skiquerrichtung gegeneinander bewegen.
Nach einer andern erfindungsgemässen Ausgestaltung sind die einander zugewendeten Enden der beiden Führungsschienen mit rechteckigen Vorsprüngen versehen, welche nach Art eines Scharnieres ineinandergreifen, wobei jeder Scharnierteil für den andern als eine Abstützfläche dient, und sowohl zwischen den einzelnen Scharnierteilen als auch zwischen jedem Scharnierteil und der Grundplatte ein Spiel vorhanden ist. Diese Merkmale bringen den Vorteil mit sich, dass die benachbarten Enden beider Teile der Führungsschiene in ihrer Bewegung senkrecht zur Skioberseite miteinander gekoppelt sind, dass also unerwünschte Relativbewegungen dieser Enden in vertikaler Richtung ausgeschlossen sind.
Im übrigen müssen die erfindungsgemäss ausgebildeten Führungsschienen nicht unmittelbar auf der Skioberseite angeordnet sein. Vielmehr können sie nach einem andern Erfindungsmerkmal auch auf eine Grundplatte aufgesetzt sein, die zwischen ihren beiden Endabschnitten einen mittleren Abschnitt aufweist, dessen Dicke höchstens 1/3 der Dicke der beiden andern Abschnitte ist.
Um bei dieser Ausführungsform die Durchbiegung der Grundplatte noch zu verbessern, ist
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erfindungsgemäss vorgesehen, dass im mittleren Abschnitt der Grundplatte, in der Nähe des einen Endabschnittes eine in der Querrichtung der Unterlage verlaufende Aussparung vorgesehen ist, die sich etwa über 80% der Breite der Grundplatte erstreckt.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemässen Unterlage rein schematisch dargestellt. Fig. 1 ist ein Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2 und Fig. 2 eine Draufsicht zu Fig. 1.
Die in den Zeichnungen dargestellte Unterlage besitzt eine an der Skioberseite zu befesti-
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letzt genannte Abschnitt als Auflager für die Führungsschienen --2a, 2b-- ausgebildet sind.
Während die Abschnitte --la und 1c-- etwa 3 bis 4 mm stark sind, ist die Dicke des mittleren Abschnittes --lb-- etwa 1 mm. Im Abschnitt --lb-- befindet sich in der Nähe des Abschnittes --la-- eine in Querrichtung der Unterlage verlaufende Aussparung--3--, die sich über etwa 80% der Breite der Grundplatte erstreckt.
Die Führungsschienen --2a, 2b-- tragen - im Querschnitt gesehen-an ihren beiden Seiten nach aussen vorspringende Flansche. Auf der der Skispitze näherliegenden Führungsschiene --2a-- ist eine Unterlagsplatte für einen Skischuh längsverschiebbar und feststellbar gelagert, wogegen auf der andern Führungsschiene --2b-- ein Hinterbacken mittels seiner Führungsplatte längsverstellbar und verrastbar angeordnet ist. Beide Führungsschienen --2a, 2b-- weisen an ihren einander zugewendeten Enden rechteckige Vorsprünge--4 und 5--auf, welche nach Art einer Verzahnung ineinandergreifen.
Zwischen dem Grund jeder Lücke zwischen zwei Vorsprüngen und dem Ende des in diese Lücke eingreifenden Vorsprunges des andern Teiles ist ein reichliches Spiel --6 bzw. 7-- vorhanden. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass im Falle einer Durchbiegung des Skis die Vorsprünge--4 bzw. 5--, ohne auf ein Hindernis zu stossen, sich in einer Ebene senkrecht zur Skilängsachse verschwenken können. Die Grundplatte --1-- und die beiden Führungsschienen --2a und 2b--sind mittels Schrauben --8 und 9-- an der Skioberseite befestigt.
Eine Variante zu der dargestellten Ausführungsform besteht darin, dass die Vorsprünge der einen Führungsschiene scharnierartig in Lücken der andern Führungsschiene eingreifen. Auch hier ist ein ausreichendes Spiel zwischen den einzelnen Teilen des Scharniers vorgesehen, um ein einwandfreies Verschwenken der beiden Führungsschienen relativ zueinander sicherzustellen.
Selbstverständlich ist die Erfindung keineswegs an das in den Zeichnungen dargestellte und im vorstehenden beschriebene Ausführungsbeispiel gebunden. Vielmehr sind verschiedene Ab- änderungen desselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So können auch zwei Grundplatten vorgesehen sein, zwischen deren benachbarten Enden ein Abstand vorgesehen ist, der etwa der Breite der Aussparung entspricht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Unterlage für Hinterbacken, der eine Unterlagsplatte für den Skischuh zugeordnet ist, wobei für die Halterung der Unterlagsplatte und zur verschiebbaren Lagerung und Verrastung des Hinterbackens mindestens eine Führungsschiene vorgesehen ist, die mit parallel zur Skioberseite verlaufenden Flanschen versehen ist, und wobei gegebenenfalls die Unterlagsplatte auch als Halteplatte für eine Skibremse ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Führungsschienen (2a, 2b) mit gleichem Querschnitt vorgesehen sind, welche in Flucht hintereinander mit Spiel angeordnet sind, das bei Durchbiegen des Skis ein Verschwenken der beiden Führungsschienen (2a, 2b) zulässt, und dass die eine der Skispitze näherliegende Führungsschiene (2a) die Unterlagsplatte und die andere (2b) den Hinterbacken trägt.