AT374172B - Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten

Info

Publication number
AT374172B
AT374172B AT48381A AT48381A AT374172B AT 374172 B AT374172 B AT 374172B AT 48381 A AT48381 A AT 48381A AT 48381 A AT48381 A AT 48381A AT 374172 B AT374172 B AT 374172B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
group
general formula
acid
hydrogen
sulfonylamino
Prior art date
Application number
AT48381A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA48381A (de
Original Assignee
Boehringer Mannheim Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE19782809377 external-priority patent/DE2809377A1/de
Application filed by Boehringer Mannheim Gmbh filed Critical Boehringer Mannheim Gmbh
Priority to AT48381A priority Critical patent/AT374172B/de
Publication of ATA48381A publication Critical patent/ATA48381A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT374172B publication Critical patent/AT374172B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   In der DE-PS Nr. 2149070, der DE-OS 2405622 und 2541342 sind Phenoxyalkancarbonsäuren mit lipidsenkender Wirkung beschrieben, deren Phenylgruppe durch Acylaminoalkylgruppen unterschiedlicher Bedeutung substituiert ist. Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass analoge Phenoxyalkancarbonsäuren, deren Phenylgruppen durch einen   Sulfonylamino- oder   Sulfonylaminoalkyl-Rest substituiert sind, ebenfalls eine signifikante lipidsenkende Wirkung aufweisen, jedoch im wesentlichen eine ausgeprägte Hemmwirkung auf die Thrombozytenaggregation zeigen. 



   Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten   4-Sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsäur'en   der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 in welcher Rund Rl die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 führt wird, umsetzt, worauf man gegebenenfalls Verbindungen der allgemeinen Formel (I) mit R = Wasserstoff durch bekannte Verfahren N-alkyliert, und bzw. oder gegebenenfalls die erhaltenen Säurederivate der allgemeinen Formel (I) in die freie Säure oder gewünschtenfalls die erhaltene freie Säure der allgemeinen Formel   (I)   in einen Ester, in ein Amid oder in physiologisch verträgliche Salze überführt. 



   Zur Alkylierung der Sulfonsäureamide II verwendet man bevorzugt Verbindungen III, in denen X eine Arylsulfonyloxygruppe darstellt. Bevorzugt soll X eine Toluolsulfonyloxygruppe bedeuten. 



  Als Alkylierungsmittel dienen also bevorzugt Arylsulfonsäurealkylester, eine Methode, die in ihrer Anwendung auf Sulfonsäureamide   z. B.   bei Klamann et al., Monatshefte für Chemie Bd. 83   (1952),   S. 871, beschrieben ist. Die Umsetzungen erfolgen in alkalischem Milieu, bevorzugt ist als Reaktionsmedium heisse, konzentrierte Sodalösung. 



   Als Substituenten Y der allgemeinen Formel   (III),   die in   die -COR. -Gruppe   überführt werden können, kommen beispielsweise die Nitril-, Hydroxymethyl-, Aminomethyl- und Formylgruppe in Frage. 



   Die gegebenenfalls nachträgliche N-Alkylierung einer Verbindung der allgemeinen Formel (I), in denen R = Wasserstoff bedeutet, kann nach bekannten Methoden durchgeführt werden, vorzugsweise indem man eine Verbindung mit R = Wasserstoff mit einem Alkylhalogenid oder einem Dialkylsulfat in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, wie z. B. Natriumhydroxyd, umsetzt. 



   Die gegebenenfalls im Anschluss an die Kondensation durchzuführende Umwandlung des Substituenten   R 4   erfolgt beispielsweise durch Verseifung der Carbonsäureester   (R..   = Alkoxy zu den entsprechenden Carbonsäuren)   (Rt   = OH) mit Mineralsäuren oder Alkalihydroxyden in einem polaren Lösungsmittel (wie Wasser, Methanol, Äthanol, Dioxan oder Aceton). Vorteilhaft wird die Verseifung mit einer starken Base (wie Natrium- oder Kaliumhydroxyd) in einem Gemisch aus Methanol und Wasser bei Raumtemperatur oder bei mässig erhöhten Temperaturen durchgeführt. Umgekehrt kann man aber auch die Carbonsäuren in üblicher Weise verestern oder Ester mit einem bestimmten Rest   R t   durch Umestern in einen Ester mit einem andern Rest   R 4   umwandeln. 



   Die Veresterung der Carbonsäuren wird zweckmässig in Gegenwart eines sauren Katalysators, wie z. B. Chlorwasserstoff, Schwefelsäure, p-Toluolsulfonsäure oder eines stark sauren lonenaustauschharzes, vorgenommen. Umesterungen hingegen erfordern den Zusatz einer geringen Menge einer basischen Substanz,   z. B.   eines Alkali- oder Erdalkalihydroxyds oder eines Alkalialkoholats. 



  Für die Veresterung der Carboxylgruppe bzw. für eine Umesterung eignen sich prinzipiell alle Alkohole. Bevorzugt sind die niederen einwertigen Alkohole wie Methanol, Äthanol oder Propanol. 



   Die erfindungsgemäss erhältlichen, von den Carbonsäuren der allgemeinen Formel   (I)   abgeleiteten Amide werden bevorzugt nach an sich bekannten Methoden aus den Carbonsäuren oder ihren reaktiven Derivaten (wie   z. B. Carbonsäurehalogeniden,-estern,-aziden,-anhydriden   oder gemischten Anhydriden) durch Umsetzung mit Aminen hergestellt. Als Aminokomponenten kommen z. B. Ammoniak, Alkylamine, Dialkylamine, aber auch Aminoalkohole, wie   z. B.   Äthanolamin und 2-Aminopropanol in Frage. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Zur Herstellung von Salzen mit pharmakologisch verträglichen organischen oder anorganischen Basen, wie z. B. Natriumhydroxyd, Kaliumhydroxyd, Calciumhydroxyd, Ammoniumhydroxyd, Methylglukamin, Morpholin oder Äthanolamin können die Carbonsäuren mit den entsprechenden Basen umgesetzt werden. Auch Mischungen der Carbonsäuren mit einem geeigneten Alkalicarbonat bzw. 



  - hydrogencarbonat kommen in Betracht. 



   Zur Herstellung von Arzneimitteln werden die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) in an sich bekannter Weise mit geeigneten pharmazeutischen Trägersubstanzen, Aroma-, Geschmacksund Farbstoffen gemischt und beispielsweise als Tabletten oder Dragees ausgeformt oder unter Zugabe entsprechender Hilfsstoffe in Wasser oder Öl, wie   z. B.   Olivenöl, suspendiert oder gelöst. 



   Die Substanzen der allgemeinen Formel (I) können in flüssiger oder fester Form oral und parenteral appliziert werden. Als Injektionsmedium kommt vorzugsweise Wasser zur Anwendung, welches die bei Injektionslösungen üblichen Stabilisierungsmittel, Lösungsvermittler und/oder Puffer 
 EMI3.1 
 oxyd) zur Viskositätsregulierung oder Polyäthylen-Derivate von Sorbitanhydriden. 



   Feste Trägerstoffe sind z. B. Stärke, Lactose, Mannit, Methylcellulose, Talkum, hochdisperse Kieselsäure, höhermolekulare Fettsäuren (wie Stearinsäure), Gelatine, Agar-Agar, Calciumphosphat, Magnesiumstearat, tierische und pflanzliche Fette oder feste hochmolekulare Polymeren (wie Poly- äthylenglykole). Für die orale Applikation geeignete Zubereitungen können gewünschtenfalls Geschmacks- und Süssstoffe enthalten. 



   Das nachfolgende Beispiel zeigt eine Synthese der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen. 



  Es soll jedoch keine Einschränkung des Erfindungsgegenstandes darstellen. 



   Beispiel   : 4- [2- (N-Methyl-benzolsulfonylamino)-äthyl]-phenoxyessigsäure  
Man löst 9, 25 g (54 mMol) Benzolsulfonsäuremonomethylamid in 75 ml Hexamethylphosphorsäure- - triamid, gibt 1, 3 g (54 mMol) Natriumhydrid (in Form einer Mineralöl-Suspension) zu, rührt 20 min bei   20 C   und fügt nun 14, 9 g (54 mMol)   4- (2-Bromethyl)-phenoxyessigsäure-äthylester   zu. 



  Man rührt 24 h bei   50 C,   kühlt ab und giesst auf Eiswasser. Mittels verd.   Hel   wird auf PH 3 gebracht, dann mehrmals mit Toluol extrahiert. Die Toluolphase wird mit Wasser gewaschen und mittels Natriumsulfat getrocknet. Man chromatographiert nun an einer Kieselgel-Säure/Toluol und erhält 9, 2 g (45% d. Th. ) des gewünschten Esters. 



   Daraus erhält man durch Hydrolyse mittels 1 N-KOH in Äthanol :   4- [2- (N-Methyl-benzolsulfonylamino)-äthyl]-phenoxyessigsäure   Schmp. 103 bis   104 C   (Essigester + Ligroin) ; Ausbeute 91% d. Th. 



   In analoger Weise erhält man aus Benzolsulfonsäureamid und 4-   (2-Bromethyl)-phenoxyessig-   säureäthylester den   4-     [2- (Benzolsulfonylamino)-äthyl]-phenoxyessigsäureäthylester   mit dem Schmp. 



  68 bis 70 C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten 4-Sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsäuren der allgemeinen Formel EMI3.2 in welcher R Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe, Rl eine Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- oder Aralkenylgruppe, wobei der Arylteil ein-oder mehrfach durch Hydroxyl, Halogen, Trifluormethyl oder nieder Alkyl, Alkoxy oder Acyl substituiert sein kann, R2 und Rs unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe, R4 Hydroxy, Alkoxy oder eine gegebenenfalls durch Alkyl, Hydroxyalkyl, Phenyl oder Phenalkyl substituierte Aminogruppe und n eine Zahl von 0 bis 3 <Desc/Clms Page number 4> bedeuten, sowie deren physiologisch unbedenklichen Salzen, dadurch gekennzeichnet,
    dass man ein Sulfonamid der allgemeinen Formel EMI4.1 in welcher R und R 1 die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer Verbindung der allgemeinen Formel EMI4.2 in welcher Ruz R, und n die oben angegebene Bedeutung haben, X eine reaktive Gruppe ist und Y die Gruppe-COR,, darstellt, worin R die vorher angeführte Bedeutung hat, oder eine Gruppe darstellt, die nach erfolgter Kondensation in die Gruppe-COR.. oder eine Säureamidgruppe übergeführt werden kann, umsetzt, worauf man gegebenenfalls Verbindungen der allgemeinen Formel (I) mit R = Wasserstoff N-alkyliert, und bzw.
    oder gegebenenfalls die erhaltenen Säurederivate der allgemeinen Formel (I) in die freie Säure oder gewünschtenfalls die erhaltene freie Säure der allgemeinen Formel (I) in einen Ester, in ein Amid oder in physiologisch verträgliche Salze überführt.
AT48381A 1978-03-04 1981-02-03 Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten AT374172B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT48381A AT374172B (de) 1978-03-04 1981-02-03 Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19782809377 DE2809377A1 (de) 1978-03-04 1978-03-04 Phenoxyalkylcarbonsaeure-derivate, verfahren zu deren herstellung sowie diese verbindungen enthaltende arzneimittel
AT0161979A AT367745B (de) 1978-03-04 1979-03-02 Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylaminophenoxyalkancarbonsaeuren und derenderivaten
AT48381A AT374172B (de) 1978-03-04 1981-02-03 Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA48381A ATA48381A (de) 1983-08-15
AT374172B true AT374172B (de) 1984-03-26

Family

ID=27146356

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT48381A AT374172B (de) 1978-03-04 1981-02-03 Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT374172B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA48381A (de) 1983-08-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2460891C2 (de) 1-Aminomethyl-1-cycloalkanessigsäuren und deren Ester, Verfahren zu deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE3000377A1 (de) Neue sulfonamide, verfahren zu deren herstellung sowie diese verbindungen enthaltende arzneimittel
DE1493955B2 (de) Sulfonanilide und verfahren zu ihrer herstellung
DE2508045C2 (de) Substituierte n-(1-benzylpyrrolidinyl-2-alkyl)-benzamide, verfahren zu deren herstellung und diese enthaltende arzneimittel
DE1815922A1 (de) 5-Phenyltetrazol-Derivate
DE3610643A1 (de) Neue phenoxyalkylcarbonsaeure-derivate, verfahren zu ihrer herstellung sowie diese verbindungen enthaltende arzneimittel
CH646426A5 (en) Process for the preparation of hydantoin derivatives
DE2454107A1 (de) Substituierte harnstoff-, acylharnstoff- und sulfonylharnstoff-derivate und verfahren zu deren herstellung
DE3249986C2 (de)
AT374172B (de) Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 4-sulfonylamino-phenoxyalkancarbonsaeuren und deren derivaten
AT200578B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-Aminoalkylderivaten von Azepinen
DE2602846C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-(2-Thienyl)äthylaminen
DE3829455A1 (de) Sulfonamidoalkyl-cyclohexan-verbindungen, verfahren zu ihrer herstellung sowie arzneimittel
DE2653251A1 (de) Azabicyclo eckige klammer auf 3.1.o eckige klammer zu hexan-derivate, ihre herstellung und verwendung
CH628896A5 (de) Verfahren zur herstellung von neuen 14-substituierten vincanderivaten.
DE953083C (de) Verfahren zur Einfuehrung des Dichloracetylrestes in die Aminogruppe von 1-Phenyl-2-aminopropan-1, 3-diolen
CH500941A (de) Verfahren zur Herstellung von Phenäthylaminderivaten
AT331804B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 6-aza-3h-1,4-benzodiazepinen, deren optischen isomeren und deren salzen
AT356095B (de) Verfahren zur herstellung von neuen, heterocyclisch substituierten 5-sulfamoyl- benzoesaeurederivaten und ihren salzen
CH615422A5 (de)
DE1122070C2 (de) Verfahren zur Herstellung von diuretisch wirksamen Disulfamylanilinverbindungen
DE860068C (de) Herstellung von Aminodiolen
AT343626B (de) Verfahren zur herstellung von neuen substituierten 3-aminoalkylamino -2-hydroxy-1- phenoxypropanen und deren saureadditionssalzen
AT350517B (de) Verfahren zur herstellung von neuen alkylthio- cyclopentanderivaten
AT324344B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 6-aza-3h-1,4-benzodiazepinen und ihren salzen

Legal Events

Date Code Title Description
REN Ceased due to non-payment of the annual fee