AT37383B - Verfahren, um in kalihaltigen Zuckersäften und Melassen das Kali durch andere Basen zu ersetzen. - Google Patents

Verfahren, um in kalihaltigen Zuckersäften und Melassen das Kali durch andere Basen zu ersetzen.

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AT37383B
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  Verfahren, um in   kalihattigen   Zuckersäften und Melassen das Kali durch andere Basen zu ersetzen. 



   Schon früher ist von Rümpler versucht worden, das Kali aus den Zuckersäften und Melassen zu entfernen, da dasselbe als sog. Melassebildner angesehen wird. Er benutzte dazu zeolithartiges Material, welches er sich herstellte entweder durch Fällung von Wasser- 
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 oder durch Mischen von Zement mit Ocker und   Kieseiguhr.   In beiden Fällen entsteht zeolithisches Material, welches die alkalischen und erdalkalischen Basen in der Hauptsache an die Kieselsäure gebunden enthält, und welches man als Tonerdedoppelsilikate bezeichnen kann.

   Diese Verbindungen besitzen die Eigenschaft, ihre Basen auszutauschen, in weit geringerem Grade als die für vorliegende Erfindung in Frage kommenden"Aluminatsilikate', lassen sich durch   Chlorcalcinmlösung   nicht vollständig   in Kalkzeolithe umwandeln   und geben beim Entfernen des Kalis einen Teil ihres Natrongehaltes an die Zuckerlösung ah, wie Rümpler selbst angibt. 



   Das angemeldete Verfahren beruht auf der Benutzung anderen zeolithischen Materials, 
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 oder tonerdehaltige Materialien mit   Alkalìsilikaten   oder Illit Alkalikarbonaten (bez. Alkali) unter Zusatz von soviel Quarz schmilzt, dass kein oder nur Spuren von Alkalikarbonat unzersetzt bleibt und dann diese Schmelze mit Wasser auszieht
Diese sogenannten   Aluminatsthkate   enthalten die alkalischen oder erdalkalischen Basen an Tonerde gebunden. Sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften wesentlich von den Tonerdedoppelsilikaten. Ihr   Austauschvermögen   ist ein bedeutend grösseres als das der letzteren.

   Auch nehmen sie   au & den Zuckersäften   und Melassen nicht nur den grössten Teil des Kalis, sondern, wenn sie kalkhaltig sind, auch einen nennenswerten Teil des Natrons im Austausch gegen Kalk fort. Während weiter die Tonerdedoppelsilikate in Alkalikarbonatlaugen lösliche Kieselsüure und Silikate enthalten, ist dies bei den Aluminatsilikaten nicht   der Fa) i.   



   Die durch Schmelzen hergestellten, für Flüssigkeiten leicht durchlässigen Aluminatsilikate haben weiter den Vorteil, dass durch sie die heisse Melasse ohne   Verdünnung   mit Wasser hindurch filtriert werden kann, während Rümpler zu gleichem Zwecke die Melasse verdünnen musste, weil die Tonerdedoppelsilikate etc. ein schlechtes Filtriermaterial sind. 



  Der Wasserzusatz erfordert aber erneuertes Eindampfen. Die Aluminatsilikate gestatten ferner nicht nur, dass das Kali gegen Kalk ausgetauscht wird bei Benutzung von Kalziumaluminatsilikaten, sondern auch gegen Natron bei Benutzung von Natriumaluminatsilikaten, indem sie das Natron   aquh alent   gegen Kali austauschen. Die Natriumtonerdedoppelsilikate geben bei letzterem Prozess ausser der gegen Kali äquivalent ausgetauschten Natronmenge noch   eine grössere Mengo Natron   ohne Austausch gegen andere Basen an die Zuckersäfte ab. Die Melasse, welche nur Natron enthält, ist bedeutend schmackhafter als die Kali oder Kalk enthaltende. Man darf aber zu Speisezwecken den natürlichen Basengehalt der Melasse nicht noch weiter vermehren, wie dies bei Benutzung von Tonerdedoppe ! silikaten geschieht. 

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   Beispiele : 
1. Die Melasse wird heiss durch ein Filter mit Kalziumaluminatsilikat geschickt. 



  Hierdurch werden vom Kali ca. 85 Proz. und vom Natron ca. 40 Proz. aus der Melasse im äquivalenten Austausch gegen Kalk entfernt. Die Melasse fängt alsbald zu krystallisieren an und liefert neue Zuckermengen. 



   2. Die heisse Melasse wird durch ein Filter mit Natriumaluminatsilikat geschickt. Das Kali und der Kalk werden im äquivalenten Austausch gegen Natron fast vollständig aus der Melasse entfernt. Die hierdurch sehr schmackhaft gewordene Melasse eignet sich aus diesem Grunde-ganz besonders zu Futterzwecken.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren, um in kalihaltigen Zuckersäften und Melassen das Kali durch andere Basen zu ersetzen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Zuckersäfte und Melassen durch künstliche Zeolithe in krystallartiger Form filtriert, welche nach dem Verfahren des Patentes Nr. 34023 hergestellt werden und in austauschfähiger Form diejenigen Basen gebunden enthalten, die anstelle des Kali in die Säfte eintreten sollen.
AT37383D 1907-03-12 1907-03-12 Verfahren, um in kalihaltigen Zuckersäften und Melassen das Kali durch andere Basen zu ersetzen. AT37383B (de)

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