AT40175B - Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kryolith aus Flußspath. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kryolith aus Flußspath.

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AT40175B
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cryolite
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fluorspar
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potassium
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Gerhard Loesekann
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Gerhard Loesekann
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  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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    Der Kryolith wird jetzt aus Flussspath in der Weise hergestellt, dass möglichst reiner Flussspath mit Schwefelsäure destilliert und die so gewonnene Fluorwasserstoffsiiure mit Aluminiumhydroxyd und Soda neutralisiert wird. Bei diesem Verfahren ist reiner Flussspath erforderlich, wenn möglichst reiner Kryolith erhalten werden soll. Der natürlich vorkommende und praktisch verwertete Flussspath enthalt jedoch stets Kieselsäure, die im Destillat als Kieselfluorwasserstoff auftritt. 



  Letztere ist von der Fluorwasserstoffsäure schwer zu trennen und verunreinigt somit als Kieselfluorsalz den gebildeten Kryolith. Praktisch hilft man sich durch Erhitzen des künstlichen Kryoliths. Das Kieselfluorsalz zersetzt sich und es entweicht Fluorsilicium, aber das übrig bleibende Fluorsalz bleibt im Kryolith, sodass dieses stets überflüssiges Fluorsalz enthalten muss.   
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 da es gestattet, einen wirklich reinen Kryolith zu bekommen. Auch ein unreiner   Flussspath   kann dazu verwendet werden, was von sehr grosser Bedeutung ist, da es schon schwer hält, die er-   forderlichen   grossen Mengen reinen Spathes zu beschaffen. 



   In,   t'domptes   rendus", Band 66 (1868), Seite 302, ist eine Methode angegeben, nach der   man   leicht grosse Mengen   Fluornatrium   zu billigen Preisen erhalten soll, und zwar gründet sich 
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 dem dort beschriebenen Verfahren zu arbeiten. Das Natriumfluorid ist derartig schwer löslich, dass ein Auslangen der Schmelze technisch nicht ausführbar ist. Es würden so grosse Mengen Wasser gebraucht werden müssen, dass keine Vorteile dem alten Verfahren gegenüber bleiben. 



  Erst die Ersetzung des Natriumsulfates durch Kaliumsulfat gestattet die Methode zu einer technisch brauchbaren zu machen, da das entstehende Fluorkalium leicht löslich ja zerfliesslich ist. Das   Fluorkalium lässt sich   dann leicht durch Umsetzung mit Natriumsulfat in   Fluornatrium     umwandeln.   Das erhaltene Kaliumsulfat geht in den Prozess zurück ; es wird letzteres Salz 
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 wendet. Das nach Gleichung 3 gewonnene Natriumsulfat wird wieder zur Umsetzung nach Gleichung   2   verwendet. Bringt man Fluorkalium mit   Aluminiumsulfat   in geeigneter Weise zusammen, so entstehen ebenfalls Doppelverbindungen wie beim Natriumfluorid.

   Der Kaliumkryolith bildet sich aber wegen der Löslichkeit beider Salze viel schneller, als der Natrium-   kryolith.   Ersteres lässt sich durch Digerieren mit Natriumsulfat in den letzteren umwandeln. 



  Es ist also   auch   möglich, die Reaktion nach Gleichung 2 und 3 in eine zusammenzuziehen, was, in geeigneter Weise ausgeführt, in der Fabrikation verschiedene Vorteile bietet :   12     F-}-3 Y   
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     @ Wie schon erwähnt, gestattt dieses soeben beschriebene Verfahren,   minderwertigen Fluss spath zu verwenden, da   Fluorailicium-Verbindungen nioht entgehen können   ; es gestattet aber,   cm Mineral, das bisher kaum verwertet werden konnte, technisch nutzbar zu machen, ja es hebt die Befürchtung vollständig auf, dass jemals der Fabrikation des Kryoliths durch Mangel an   reinem Flussspath Schranken gesetzt werden könnten. 



   PATENT. ANSPRUCHE :   l.   Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kryolith aus Flussspath, dadurch gekennzeichnet, dass   Flussspath   mit   Kaliumsulfat   und Kohle geglüht, die erhaltene Masse mit Wasser ausgelaugt, die Lösung von Kaliumfluorid mit Natriumsulfat versetzt und das gefällte Fluornatrium mit schwefelsaurer Tonerde behandelt wird, wobei zuletzt unter Rückbildung von Natriumsulfat   Natrium-Aluminiumiluorid   ausfällt. 
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Claims (1)

  1. Aluminiumfluorid und Kaliumsulfat umgesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaliumfluorid enthaltende ursprüngliche Lösung direkt mit einer Lösung von Natrium-und Tonerdesulfat behandelt wird, wobei Natrium-Aluminiumfluorid und Kaliumsulfat entstehen.
AT40175D 1908-11-21 1908-11-21 Verfahren zur Herstellung von künstlichem Kryolith aus Flußspath. AT40175B (de)

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