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Die Erfindung betrifft ein Tor od. dgl., beispielsweise ein Gattertor mit einem Pfosten und einem auf dem Pfosten schwenkbar und vertikal in Richtung seiner Schwenkachse verstellbaren
Flügel, wobei der Flügel eine mit dem Flügel bewegliche Stützrolle und der Pfosten eine ortsfeste
Laufbahn für diese Stützrolle aufweisen, welche Laufbahn einen von einem der Schliessstellung des
Flügels entsprechenden Tiefstpunkt wenigstens nach einer Seite ansteigenden Verlauf aufweist, so dass der nach dieser Seite geöffnete Flügel durch die Schwerkraft bei auf der Laufbahn ablaufen- der Stützrolle in die Schliesslage rückstellbar ist.
Die US-PS Nr. 1, 609, 369 beschreibt ein Gattertor dieser Art, das durch ein gegen das Tor drückendes Fahrzeug in die Öffnungslage verschwenkt werden kann und nach der Durchfahrt des
Fahrzeuges durch die Toröffnung automatisch in die Schliesslage zurückschwingt.
Ein Nachteil dieses bekannten Gattertores besteht darin, dass es zu schnell in die Schliess- stellung zurückkehrt, so dass die Gefahr besteht, dass das durch die Gatteröffnung fahrende Fahr- zeug mit seiner Seite am Tor reibt, wobei das Tor vom Fahrzeug erfasst werden oder Beschädigun- gen am Fahrzeug verursachen kann.
Zur Beseitigung dieser Nachteile und zwecks Schaffung eines Tores od. dgl., das während der Durchfahrtszeit des Fahrzeuges durch die Toröffnung in der Öffnungslage verbleibt, wird er- findungsgemäss vorgesehen, dass zum Zurückhalten des Flügels in der Offenstellung eine in einer Fangstellung über die Laufbahn ragende Auflauframpe für die Stützrolle vorgesehen und mit einem ortsfesten, federbelasteten Dämpfer verbunden ist, der unter dem Druck der Stützrolle gegen die Federbelastung eine nur langsame Verstellung der Auflauframpe aus der Laufbahn heraus aber eine schnelle Rückstellung der Auflauframpe durch die Federbelastung in die über die Laufbahn ragende Lage zulässt.
Die Auflauframpe kann kammartig mit zwei nach entgegengesetzten Seiten unterschiedlich steil abfallenden Rampenteilen ausgebildet sein, wobei der steiler abfallende Rampenteil an der zu der in ihrer der Schliessstellung des Flügels entsprechenden Lage befindlichen Stützrolle gerichteten Seite der Auflauframpe vorgesehen ist und der andere Rampenteil vom Kamm sanft in Öffnungsrichtung abfällt.
Der Dämpfer wird als hydraulischer Dämpfer mit einem den Durchtritt zwischen den zu beiden Seiten des Kolbens liegenden Zylinderräumen bestimmenden Drosselventil ausgebildet, das bei der der Rückstellung der Auflauframpe in die über die Laufbahn ragende Lage entsprechenden Verstellrichtung einen starken und bei der Verstellrichtung der Auflauframpe aus der Laufbahn heraus einen schwachen Flüssigkeitsstrom zulässt.
Nach einer einfachen Ausführung ist die Laufbahn vom Rand einer Ausnehmung des rohrförmig ausgeführten. Torpfostens gebildet.
Dabei kann die Auflauframpe an einem rohrförmigen Element vorgesehen sein, das seinerseits im rohrförmigen Torpfosten axial verstellbar lagert.
Der eine aus Zylinder oder Kolben bestehende Teil des hydraulischen Dämpfers kann mit dem Torpfosten und der andere Teil mit der Auflauframpe verbunden sein.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. l ein als Gattertor ausgebildetes Tor in Seitenansicht und Fig. 2 in grösserem Massstab das wesentliche Detail dieses Gattertores, teilweise geschnitten im Schaubild.
Das Gattertor nach Fig. 1 besitzt einen als Rohrrahmenkonstruktion ausgebildeten Flü- gel-10-, der mit Hilfe eines vertikalen Rohres-11-auf einem Torpfosten --12- gelagert ist.
Das Tor hat vertikale Rohre-13-, die in einem geeigneten Abstand angeordnet sind, damit ein gegen das Tor fahrendes Fahrzeug dieses Tor mit seinen Stossstangen an den Rohren --13-- er- fasst und bei der Durchfahrt durch die Toröffnung aus dem Fahrweg stösst.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, ist das Rohr --11-- am rohrförmigen Torpfosten --12-- mit Hilfe von Lagern -14-- gelagert, die oben und unten und gegebenenfalls auch an einer oder mehreren Stellen dazwischen im Rohr --11-- vorgesehen sein können. Das Rohr ist am Torpfosten --12-- nicht nur schwenkbar, sondern auch vertikal in Richtung der Schwenkachse verstellbar gelagert und es sind ein oder mehrere Schmiernippel --15-- vorgesehen, um die Lager zwischen dem Rohr --11-- und dem Torpfosten zu schmieren, so dass das Rohr --11-- leicht auf dem Torpfosten läuft. Oben ist das Rohr -11-- durch eine Abdeckung --16-- geschlossen, die mit Hilfe eines Befestigungsbolzens-17-od. dgl. fixiert sein kann.
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An der Innenseite des Rohres --11-- ist eine Stützrolle --18-- drehbar gelagert, die aus einem Kugellager gebildet wird, welches mit einem Haltezapfen --19-- und über eine Schraubverbin- dung --20-- am Rohr --11-- befestigt ist. Die Schraubverbindung wird nach aussen durch ein Me- tallblechgehäuse --21-- abgedeckt. Die Stützrolle --18-- wird von einer Öffnung --22-- im Tor- pfosten --12-- aufgenommen, deren unterer Rand eine Laufbahn --23-- bildet, die progressiv in
Richtung des Pfeils 24 von der durch die Lage der Stützrolle --18-- in Fig. 2 (volle Darstellung) gegebenen Ruhestellung aus ansteigt. Die genannte Stellung der Stützrolle --18-- entspricht der
Ruhestellung des Gattertores --10--.
Im Inneren des Torpfostens --12-- ist ein rohrförmiges Element --25-- axial verstellbar ange- ordnet, welches rohrförmige Element durch eine Axialrippe --26--, welche innerhalb des Tor- pfostens --12-- angeordnet ist, undrehbar geführt wird. Mit Hilfe einer Pratze --27--, die am Aussenende einen Sockel --28-- trägt, ist das rohrförmige Element --25-- mit einer Kolben- stange --29-- eines hydraulischen Dämpfers --30-- verbunden, wobei die Verbindung durch eine Schraubverbindung --31-- vervollständigt wird. Das obere Ende des Dämpfers --30-- ist mit einem Ring oder erine Platte --32-- verbunden, die ihrerseits mit dem Torpfosten --12-- über eine Schraubverbindung verbunden wird.
Der hydraulische Dämpfer --30-- ist ähnlich wie ein Stossdämpfer aufgebaut und besitzt eine Feder, die den Kolben des hydraulischen Dämpfers in der einen Richtung vorspannt, von der man im vorliegenden Fall annimmt, dass sie der Verstellung der Kolbenstange --29-- nach oben entspricht.
Darüber hinaus besitzt der Kolben des hydraulischen Dämpfers --30-- eine von einem Drosselventil od. dgl. gesteuerte Verbindung zwischen den zu beiden Seiten des Kolbens vorhandenen, mit einem hydraulischen Mittel gefüllten Zylinderräumen. Die Verbindung gestattet den Flüssigkeitsdurchtritt zwischen den zu beiden Seiten des Kolbens liegenden Zylinderräumen, wenn der Kolben durch die Vorspannung der Feder nach oben verstellt wird, wogegen der Fluss der Flüssigkeit gedrosselt wird, wenn der Kolben gegen die Vorspannung der Feder nach unten in den Zylinder hineinverstellt wird.
Das rohrförmige Element --25-- bildet eine Auflauframpe --34-- mit einem sanft abfallenden Rampenteil --35-- und einem steileren Rampenteil --36--. Unter der Vorspannung der Feder im hydraulischen Dämpfer --30-- wird dieser Anschlag --34-- in den Verstellweg der Stützrol- le -18-- entlang der Laufbahn --23-- eingeschoben, wobei, wie sich aus Fig. 2 ergibt, die Rampe --34-- wie eine Nase über die Laufbahn --23-- nach oben ragt. Die Auflauframpe --34-wird durch die Feder in dieser Lage gehalten und kann nur in einer langsamen Bewegung gegen die Vorspannung der Feder aus dieser Lage nach unten gedrückt werden, da der gedrosselte Medienfluss zwischen den beiden Zylinderräumen das Eindrücken verzögert.
Der Kolbenweg ist genügend gross, um ein Eindrücken in eine Lage zu gestatten, in der die Auflauframpe --34-- mit der Laufbahn --23-- fluchtet oder zumindest nur wenig über die Laufbahn --23-- vor. - steht.
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ge zurück, da dann das Medium schnell von der einen Kolbenseite zur andern fliessen kann.
Wenn das Gattertor in Richtung des Pfeils in Fig. l auf die Öffnungslage zu geschwenkt wird, was mit Hilfe eines an das Gatter heranfahrenden und dieses aus dem Fahrweg stossenden Fahrzeuges erfolgen kann, dann rollt die Stützrolle -18-- in Richtung des Pfeils 24 und wird von der Laufbahn --23-- abgehoben, wenn sie den Rampenteil-36-des Anschlages-34-nach oben rollt, wonach sie entlang des Rampenteils --35-- wieder auf die Laufbahn -23-- zurück- kehrt. Während dieser Bewegung wird das Gattertor angehoben und das Rohr -11-- wird am Torpfosten --12-- in Vertikalrichtung verlagert.
Da das Öl im hydraulischen Dämpfer --30-- durch die Drosselwirkung des Ventils im Kolben weitgehend daran gehindert wird, durchzuströmen, also eine Bewegung der Auflauframpe --34-- nach unten verzögert, wird die Auflauframpe --34-- nicht nach unten gedrückt, wenn sich die Stützrolle --18-- darüberbewegt. Es kann selbstverständlich beim Durchgang der Stützrolle zu einem leichten Eindrücken kommen, doch hat dies keine praktische Auswirkung.
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Die Stützrolle -18-- wird von der Auflauframpe --34-- an jeder Seite gefangen, an der der Rampenteil --35-- vorgesehen ist und befindet sich nun in der durch strichpunktierte Linien angedeuteten Stellung 181, in der das Gattertor voll geöffnet und somit etwa 900 oder vorzugsweise
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der Auflauframpe --34-- passiert hat, wird sie unter dem Gewicht des Gattertores den Rampen- teil -35-- nach unten rollen, so dass das Gattertor als Folge davon automatisch in die voll ge- öffnete Stellung schwingt, ohne dass das Fahrzeug noch gegen das Gattertor stösst. Diese automati- sche Schwingbewegung kann in einer zwischen 45 und 600 Schwenkstellung des Gattertores betra- genden Öffnungslage beginnen.
Die auf der Laufbahn -23-- und der Auflauframpe --35-- in der Stellung 18' aufliegende Führungsrolle --18-- wird in der Stellung 18'auf die Auflauframpe --34-- einen Druck ausüben, der vom Gewicht des Gattertores abhängt, und die Auflauframpe wird sich dann gegen die Vorspannung der im hydraulischen Dämpfer -30-- vorgesehenen Feder langsam nach unten bewegen, wie es der gedrosselte Medienfluss zwischen den beiden Kolbenseiten zulässt.
Möglicherweise wird die Auflauframpe -34-- eine Stellung erreichen, in der die Stützrol- le -18-- die Laufbahn --23-- entlang in die mit vollen Linien in Fig. 2 eingezeichnete Lage zurückrollen kann. Durch Einstellung der Drosselung des Medienflusses im Kolben und der Neigungswinkel der Laufbahn -23-- und des Rampenteils-36-in geeigneter Weise in Abhängigkeit vom Gewicht des Gattertores ist es möglich, im Bedarfsfall die Zeit einzustellen, die das Gattertor in der Öffnungslage benötigt, um die Auflauframpe --34-- niederzudrücken, so dass dann das Gattertor in die Schliesslage zurückschwingen kann.
Sobald die Stützrolle -18-- bei der Verstellung aus der Öffnungs- in die Schliesslage die niedergedrückte Auflauframpe --34-- passiert hat, wird die Feder des hydraulichen Dämpfers --30-- die Auflauframpe --34-- schnell in die dargestellte Lage zurückbewegen, da diese Bewegung nicht in merklichem Ausmass durch den Medienfluss im hydraulischen Dämpfer verzögert bzw. verhindert wird. Das Gattertor kann dann neuerlich auf die beschriebene Weise geöffnet werden.
Somit kann festgestellt werden, dass bei der erfindungsgemässen Anordnung das Tor automatisch in die geöffnete Lage schwingt, wenn diese Bewegung durch ein an das Tor heranbewegtes und dieses aus dem Weg stossendes Fahrzeug ausgelöst wurde, wobei das Tor od. dgl. auch in seiner Öffnungslage sicher festgehalten wird und erst nach einer Verzögerung in die Schliessstellung zurückkehren soll. Darüber hinaus ist es möglich, die Verzögerung so einzustellen, dass das Tor genügend lang in der Öffnungslage festgehalten wird, um auch bei niedriger Geschwindigkeit die Durchfahrt eines Fahrzeuges maximaler Länge durch die Toröffnung zu ermöglichen.
Bei der beschriebenen Ausführungsform ist es nur möglich, das Tor nach der einen Seite aufzuschwenken, doch ist es selbstverständlich auch möglich, zwei diametral gegenüberliegende Auflauframpen-34-vorzusehen und die Öffnung --22-- im Torpfosten genügend gross zu machen, damit das Tor nach der einen oder andern Seite aus der Ruhestellung, in der das Tor geschlossen ist, aufgeschwenkt und für eine Verzögerungszeit in der jeweiligen Öffnungslage festgehalten werden kann, die davon unabhängig ist, nach welcher Seite das Tor geöffnet wurde. Das glei-
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Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern kann auch auf andere Weise verwirklicht werden. Dies trifft beispielsweise für
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wogegen die Kolbenstange --29-- fest mit dem Torpfosten --12-- verbunden ist. Das rohrförmige Element --25-- kann auf verschiedene Weise ausgebildet und angeordnet sein, doch wird die dargestellte Ausbildung bevorzugt, wenn man bedenkt, dass das rohrförmige Element dadurch auf verhältnismässig einfache Weise geführt werden kann. Die Feder kann auch ausserhalb des Zylinders und nicht, wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel, innerhalb des Zylinders angeordnet werden.