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Die Erfindung betrifft eine Metallverschlusskappe für Behälter, insbesondere für Flaschen, mit einem scheibenförmigen, an der Kappeninnenseite mit einem Dichtungsmaterial versehenen Mittelteil, welcher über einen wulstförmigen Übergangsbereich an einen an den Behälterkopf anformbaren verformbaren Mantelteil anschliesst, von dessen Rand ein Reisslappen ausgeht, wobei auf der Innenseite der Metallverschlusskappe eine nahe dem Reisslappenansatz vom Rand des Mantelteils ausgehende sowie innerhalb dieses Mantelteils und gegebenenfalls innerhalb des wulstförmigen Übergangsbereiches liegende Ritzlinie vorgesehen ist, die längs des Kappenumfanges einen Sektorwinkelbereich von zumindest 1400 einnimmt.
Eine Metallverschlusskappe dieser Art ist aus der DE-OS 2723460 bekannt. Bei dieser Metallverschlusskappe befinden sich beide Ritzlinienenden am Rand des Kappenmantelteils, derart, dass beim Öffnen der Kappe ein den Reisslappen enthaltender Bereich der Metallverschlusskappe abgetrennt wird. Der nach dem Abtrennen dieses Bereiches verbleibende Verschlusskappen-Rest kann dann vorteilhaft als Behelfsverschluss zum Wiederverschliessen des Behälters, also insbesondere einer Flasche dienen.
Es hat sich nun aber ergeben, dass trotz der Vorteile dieser bekannten Metallverschlusskappe ihre Handhabung als Behelfsverschluss nicht ganz problemlos ist. denn sie besitzt nach Abtrennung des Reisslappens keine Angriffsfläche mehr, welche die Manipulation beim Öffnen des Behelfsverschlusses erleichtern würde.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Metallverschlusskappe der genannten bekannten Art anzugeben, die nach dem Öffnen des Verschlusses zum behelfsmässigen Wiederverschliessen des Behälters geeignet ist und die, ausser dass sie sich leicht von der Behälteröffnung abziehen lässt, auch als Behelfsverschluss besonders leicht manipulierbar ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird in der erfindungsgemässen Metallverschlusskappe gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ritzlinie mit ihrem grössten Teil sowie an ihrem zweiten Ende ausserhalb des beim Verschliessen der Kappe zu verformenden Bereichs des Man-
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Ende zu stetig oder stufenweise abnimmt. Dabei nimmt der an das zweite Ritzlinienende anschliessende Ritzlinienteil mit abnehmender und/oder verringerter Ritzlinientiefe einen Sektorbereich von mindestens 400 ein.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Beispiels bzw. an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Metallverschlusskappe zum Verschliessen von Flaschen im Schnitt bzw. in perspektivischer Darstellung.
Der Metallteil-l-der Metallverschlusskappe wird aus einem 0, 14 mm starken geglühten Aluminiumband der Qualität AA 3005 (Legierungszusätze in Gew.-% : Fe 0, 3 ; Mn 1. 0 ; Mg 0, 5 ; sonstige < 0. 1) hergestellt, u. zw. analog wie in der DE-OS 2723460 beschrieben. Er weist einen scheibenförmigen Mittelteil --2-- auf, der über einen wulstförmigen Übergangsbereich --3-- an einem Mantel- teil -4-- anschliesst. dessen unterer Randbereich --5-- dazu bestimmt ist. beim Verschliessen der Flasche über den wulstförmigen Rand der Flaschenöffnung verformt zu werden.
Am Rand --6-- des Mantelteils --4-- schliesst ein Reisslappen-7-- (Fig. 2) an. dessen Kontur mit dem Mantelteil-Rand --6-- eine einspringende Ecke --8-- einschliesst. Eine Ritzlinie-9-, die an der Innenseite des Metallteils-l-angebracht ist. verläuft ausgehend von dieser einspringenden Ecke --8-- - nach einem ansteigenden Übergangsbereich --10-- - parallel zum Mantelteil-Rand - in Höhe des Überganges vom Mantelteil --4-- zum wulstförmigen Übergangsbereich --3-- und nimmt dabei einen Sektorwinkelbereich a von etwa 175 ein (s. Fig. 2).
In einem Sektorwinkelbereich ss von 450, der an das zweite Ritzlinienende-11-anschliesst, nimmt die Tiefe der Ritzlinie --9-- gegen dieses Ende --11-- zu kontinuierlich ab. und beträgt dort schliesslich nur noch 20% der Anfangstiefe.
Die Innenseiten des Mittelteils --2-- und des wulstförmigen Übergangsbereiches --2-- sind mit einem geschäumten thermoplastischen Kunststoff als Dichtungsmasse --12-- versehen (Fig.1).
Das Abnehmen der Verschlusskappe von der Flaschenöffnung erfolgt mit Hilfe des Reisslappens - -7--, der mit der Hand etwa in Richtung des Pfeiles 13 abgezogen wird. Dabei wird die Ritzlinie - ausgehend von ihrem Beginn an der einspringenden Ecke --8-- zügig aufgerissen, wobei
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schliesslich mit zunehmendem Abreissweg und abnehmender Ritzlinientiefe eine zunehmende Aufreisskraft benötigt wird, mit der dann auch das Abheben der Verschlusskappe von der Flaschenöffnung bewirkt wird.
Nach dem Abziehen bleibt der Mantelteil --4-- der Metallverschlusskappe etwa über die Hälfte seines Umfanges in seiner ursprünglichen Form erhalten, so dass die abgezogene Kappe in der Regel noch gut zum behelfsmässigen Verschliessen der Flaschenöffnung dienen kann.
Der Reisslappen --7-- bleibt mit der abgezogenen Metallverschlusskappe verbunden und erleichtert die Handhabung bei ihrer Verwendung als Behelfsverschluss.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Metallverschlusskappe für Behälter, insbesondere für Flaschen, mit einem scheibenförmigen, an der Kappeninnenseite mit einem Dichtungsmaterial versehenen Mittelteil, welcher über einen wulstförmigen Übergangsbereich an einen an den Behälterkopf anformbaren verformbaren Mantelteil anschliesst, von dessen Rand ein Reisslappen ausgeht, wobei auf der Innenseite der Metallverschlusskappe eine nahe dem Reisslappenansatz vom Rand des Mantelteils ausgehende sowie innerhalb dieses Mantelteils und gegebenenfalls innerhalb des wulstförmigen Übergangsbereiches liegende Ritzlinie vorgesehen ist, die längs des Kappenumfanges einen Sektorwinkelbereich von zumindest 1400 einnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass die Ritzlinie (9) mit ihrem grössten Teil sowie an ihrem zweiten Ende (11)
ausserhalb des beim Verschliessen der Kappe zu verformenden Bereichs (5) des Mantelteils verläuft und dabei längs des Kappenumfanges einen Sektorwinkelbereich (a) von 140 bis 2000 einnimmt, wobei die Tiefe der Ritzlinie (9) zumindest anschliessend an ihr zweites Ende gegen dieses Ende zu stetig oder stufenweise abnimmt.