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Die Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für Skibindungen, die zur Veränderung der wirksamen Vorspannung der auf ein Rastglied wirkenden Feder ein verstellbares, als Stellglied ausgebildetes Federwiderlager aufweist, welches mittels eines Spezialwerkzeuges betätigbar ist, dessen Kopf dabei in einen Schlitz des Stellgliedes ragt, wobei als Anzeigemarkierung die Aussenwand einer im Gehäuse der Skibindung befestigten Gewindebuchse ist.
Anzeigevorrichtungen dieser Art sind in den verschiedensten Ausführungsformen seit langem bekannt. Im allgemeinen wird dabei das Stellglied relativ zu einer Markierung verstellt oder das Stellglied trägt eine Markierung, z. B. einen Pfeil, welche bzw. welcher relativ zu gehäusefesten Markierungen. z. B. zu Einstellwerten, verstellbar ist.
Im allgemeinen weisen sämtliche moderne Skibindungen zur Veränderung der Auslösekraft zumindest eine Verstelleinrichtung auf. Ist nur eine Verstelleinrichtung vorhanden, so besteht die Gefahr, dass der Skifahrer an der vom Fachmann eingestellten Verstelleinrichtung eigenmächtige Änderungen vornimmt, wodurch die Auslösewerte nicht oder nicht immer den für den Skifahrer erforderlichen Auslösewerten entsprechen.
Zur Behebung dieser Nachteile ist aus der AT-PS Nr. 308602 eine Lösung bekannt, nach welcher die Einstelleinrichtung eine in Längsrichtung des Stellgliedes verlaufende Nase aufweist, in deren Umlaufsteg das Ende einer quer zur Längsrichtung des Stellgliedes liegenden kleinen Schraube ragt. Die Betätigung dieser Schraube ist an das Vorhandensein eines entsprechenden Spezialwerkzeuges gebunden, über welches nur der Fachhandel verfügen soll. Da die Feineinstellung durch den Skifahrer unter Anwendung einfacher Behelfe, z. B. einer Münze, vorgenommen werden kann, ist nicht anzunehmen, dass er zum Skifahren zusätzlich auch ein Spezialwerkzeug mit sich führt.
Trotzdem ist diese Lösung nicht ganz zufriedenstellend, weil der Skifahrer in Kenntnis der vom Fachhandel eingestellten Werte diese eigenmächtig verändern kann, wenn er ein geeignetes Werkzeug, nämlich einen Spezialschraubendreher besorgt und/oder verwendet.
Eine Anzeigevorrichtung der eingangs genannten Art ist näher beispielsweise in der AT-PS Nr. 307937 (Fig. 5) beschrieben. Bei dieser bekannten Lösung umfasst die Anzeigevorrichtung eine die Feder teilweise umgebende, ein Innengewinde aufweisende, verstellbare Hülse. Als Stellglied ist eine mit einem Aussengewinde in die Hülse eingeschraubte Scheibe vorgesehen. welche von der Feder, unter Zwischenschaltung einer Dichtscheibe, beaufschlagt ist. Die Hülse weist an ihrer äusseren Stirnseite eine Stirnwand auf, die zum Durchführen eines geeigneten Drehwerkzeuges, im vorliegenden Fall eines Sechskantschlüssels, mit einer Durchstecköffnung versehen ist. Die Scheibe ist zur Aufnahme des genannten Werkzeuges mit einer durchgehenden Innensechskantöffnung versehen ; aus diesem Grund ist die Verwendung einer gesonderten Dichtscheibe erforderlich.
Die Hülse weist zu ihrer Verstellung ein Aussengewinde auf, mit dem sie in ein feststehendes Innengewinde des Gehäuses eingeschraubt ist. Zur Drehung der Hülse ist ein abgesetzter Bereich der Stirnwand der Hülse als eine Sechskantmutter ausgebildet. Die Hülse ist von einer Kunststoffskala umgeben, an welcher das Mass der Drehung abgelesen werden kann. Die genaue Justierung erfolgt durch Drehen der als Stellglied dienenden Scheibe.
Der bekannten Lösung haftet somit der Nachteil an, dass zum Erreichen der gestellten Aufgabe mehrere Bauteile erforderlich sind, so die Dichtscheibe, welche, wie erwähnt wurde, zur einwandfreien Funktion der bekannten Anzeigevorrichtung erforderlich ist. Dabei besteht ein weiterer Nachteil darin, dass bei dieser bekannten Anzeigevorrichtung nur jene Stellwerte abgelesen werden können, welche durch die Drehung der Hülse erreicht werden ; die durch das Drehen der als Stellglied dienenden Scheibe erfolgende genaue Justierung, welche im Inneren der Hülse erfolgt, ermöglicht kein Ablesen der eingestellten Werte.
In der US-PS Nr. 3, 289, 472 (Fig. 3) ist eine Zusatzvorrichtung beschrieben, welche aus einem in einem Gehäuse versenkbaren Teil besteht, der ebenfalls Markierungen aufweist. In der genannten Druckschrift weist jedoch der Kolben einen Teil mit reduziertem Durchmesser auf, welcher Teil mittels eines O-Ringes an der Schulter des Kolbens anliegend an der Öffnung (oder Mündung) des Gehäuses abgedichtet ist. Ausserdem ist noch ein weiterer O-Ring zur Dichtung an der Aussenseite des Kolbens vorgesehen. Diese bekannte Ausführung ermöglicht daher kein einfaches Einsetzen oder Einführen eines als Schraubendreher ausgebildeten Werkzeuges, wie dies nach dem berücksichtigten Stand der Technik und auch gemäss der eingangs angeführten klassifizierenden Merkmale möglich ist.
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In der US-PS Nr. 2,917, 954 ist ein Werkzeug beschrieben, welches im wesentlichen aus einem Schaft besteht, dessen beide Endbereiche als Arbeitswerkzeuge unterschiedlicher Abmessungen ausgebildet sind und welcher Schaft in einem Teilbereich seiner Längserstreckung ein Gewinde trägt, mit welchem ein Gegenstück einer den Schaft zum Teil umgebenden Hülse in Eingriff steht.
Durch das Drehen der Hülse wird eine Relativbewegung zum Schaft, abhängig von der Drehrichtung, nach vorwärts oder nach rückwärts erzielt. Am Schaft sind ein Ausgangspunkt und ein aus diesem in Spiralform ausgehender Zeiger markiert, wobei auch die Hülse eine Skala trägt.
Das durch das Drehen der Hülse verursachte Verstellen kann somit an der hiedurch gebildeten Anzeigeeinrichtung abgelesen werden.
Ein solches Werkzeug könnte an und für sich in Verbindung mit einer Verstelleinrichtung für die Federkraft eines Skibindungsteiles Verwendung finden, hat jedoch den Nachteil, dass ein Spezialwerkzeug mit höheren Anschaffungs- und Herstellungskosten verwendet werden muss und am Skibindungsteil das Stellglied ungeachtet dessen erforderlich ist. Dabei könnten keine Bereiche des sowieso vorhandenen Skibindungsteiles als Bestandteile der gesamten Anwendung finden.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Anzeigevorrichtung der eingangs genannten Art derart zu gestalten, dass dem Monteur ein Ablesen der eingestellten Federkraft leicht ermöglicht, dem Skifahrer die Möglichkeit, an den Einstellwerten in Kenntnis der eingestellten Auslösekraft zu manipulieren, weitgehendst genommen wird. Weiters soll der Aufbau der Anzeigevorrichtung kompakt und möglichst aus wenigen Bauteilen bestehend sein.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäss dadurch, dass das gesamte Stellglied durch einen Schraubendreher betätigbar ist, welcher selbst die Markierungen (Einschnitte) für die erforderlichen Einstellwerte trägt und dass im der Gehäusewand benachbarten Endbereich der Gewindebuchse eine Aufnahmestelle für jeweils einen Einstellbereich des Schraubendrehers vorgesehen ist.
Dadurch, dass die Markierungen (Einschnitte) am Schraubendreher vorgesehen sind, kann durch Betätigen des Schraubendrehers die jeweils erforderliche Federkraft eingestellt werden, wobei die Einstellwerte der Reihe nach mit der Aussenseite der Gewindebuchse in Schnitt gebracht ein leichtes Ablesen ermöglichen. Nach Einstellen des erforderlichen Auslösewertes, bei welchem die Skibindung den Skischuh freigeben soll, entfernt der Monteur den Schraubendreher und der Skifahrer hat nun den für ihn persönlich erforderlichen, richtig eingestellten Auslösewert, ohne dass ihm eine Handhabe geboten wäre, in Kenntnis der Einstellung am eingestellten Auslösemechanismus willkürlich eine Änderung vorzunehmen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung gegenüber der bekannten Lösung nach der US-PS Nr. 2, 917, 954 besteht offensichtlich darin, dass am Schraubendreher lediglich eine Skala auszubilden ist, diese Skala unmittelbar an einem Bereich des Skibindungsteiles als "Zeiger" abgelesen werden kann und es ist auch keine gesonderte Hülse mit einer zusätzlichen Skala erforderlich.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass jede Markierung (Einschnitt) des Schraubendrehers durch eine oder durch mehrere Unterteilungen zum Ablesen von Halboder Viertelwerten unterteilt ist. Auf diese Weise wird eine Feineinstellung ermöglicht, ohne dass das Ablesen erschwert und dadurch die Genauigkeit der Einstellung gefährdet werden würde.
Wenn auch durch die erfindungsgemässe Massnahme eine eigenmächtige Änderung des Auslösewertes nicht zur Gänze ausgeschlossen ist, ist doch eine solche Änderung so umständlich und so ungenau, dass die meisten Skifahrer allein durch diesen Umstand von einer Änderung des eingestellten Wertes Abstand nehmen werden. Wird jedoch vom Fachhandel eine grössere Sicherheit für das Beibehalten des eingestellten Wertes gefordert, so kann der Aufnahmebereich für den Schraubenzieher, wie an sich bekannt, versiegelt und mit einer Punze des Monteurs versehen werden.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung werden nun an Hand der Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel darstellen, näher beschrieben. Hiebei zeigen : Fig. 1 eine erfindungsgemässe Anzeigevorrichtung, wobei nur ein erfindungswesentlicher Teilbereich der Bindung dargestellt ist, Fig. 2 den Schraubenzieher in Seitenansicht, Fig. 3 den Schraubenzieher von vorne gesehen und Fig. 4 die Skibindung von hinten gesehen.
Im Gehäuse --2-- einer Skibindung --1-- ist eine Gewindebuchse --3-- unverdrehbar und unverschiebbar befestigt. Mit dem Gewinde --3a-- der Gewindebuchse --3-- ist ein als ein Federwiderlager wirksames Stellglied --4-- eingeschraubt und gegen die Kraft einer Feder --5-- mittels
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eines Schraubendrehers --6-- verstellbar. Die Gewindebuchse --3-- weist eine Aufnahmestelle für den mit noch zu beschreibenden Markierungen versehenen Schaft --6a-- eines Schraubenziehers - auf, dessen Kopf --6b-- in einen Schlitz --4a-- des Stellgliedes --4-- einsetzbar und das Stellglied --4-- mittels der Handhabe --6c-- des Schraubendrehers --6-- in bekannter Weise betätigbar ist.
Der der Feder --5-- zugewandte Endbereich des Stellgliedes --4-- ist als ein Kragen - -4b-- ausgebildet, welcher an der einen Seite eines tellerförmigen Federwiderlagers --10-- abgestützt ist. Ap der andern Seite dieses Federwiderlagers --10-- ist die Feder --5-- abgestützt.
Wie man es der Fig. 2 besser entnehmen kann, sind am Schaft --6a-- des Schraubendrehers - 6-mit Ziffern-3, 5,7, 9-- bezeichnete Markierungen vorgesehen, welche zum besseren Erkennen des jeweils einzustellenden Wertes durch Einschnitte --6d-- gekennzeichnet bzw. begrenzt sind. Der jeweils eingestellte volle Wert kann dadurch abgelesen werden, dass einer der die Markierungen begrenzenden Einschnitte'-6d-- mit der Aussenwand --3d-- der Gewindebuchse --3-- in Deckung gebracht wird. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel zeigt der Schraubendreher --6-- den eingestellten Wert --3-- an. Die angeführten Werte --3, 5,7, 9-- entsprechen der Einheitsskala nach DIN 7881/5.
Die Fig. 3 zeigt den Schraubendreher --6-- in Vorderansicht, wo insbesondere die Form des Kopfes --6b-- des Schraubenziehers --6-- gut erkennbar ist.
In der Fig. 4 ist die Skibindung-l-auf einem Ski --9-- mittels einer skifesten Führungsschiene --8-- und einer Grundplatte --7-- gehalten gezeigt. Dabei wurde hier der Schraubendreher weggelassen, so dass man den Schlitz --4a-- des Stellgliedes --4-- sowie die Gewindebuchse --3-mit dem Gewinde --3a-- gut erkennen kann. Es ist auch erkennbar, dass die Gewindebuchse --3--
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der Skibindung-l-ist die Gewindebuchse --3-- mittels eines Flansches --3c-- an der Innenseite des Gehäuses --2-- abgestützt.
Wie bereits erwähnt wurde, dient zum Ablesen des eingestellten Auslösewertes die Aussenwand - der Gewindebuchse. Dabei ist die Ausgestaltung zweckmässigerweise so, dass die Gewindebuchse --3-- mit ihrer Aussenwand --3d-- mit der Aussenwand --2a-- des Gehäuses --2-- eben abschliesst. Dadurch ergibt sich eine wesentlich grössere Fläche, entlang welcher der jeweils eingestellte Einschnitt --6d-- und somit der eingestellte Auslösewert leicht und zweifelsfrei abgelesen werden kann.
Da in der erfindungsgemässen Vorrichtung keine leicht beschädigbaren Teile, insbesondere keine Fenster, vorgesehen sind, ist auch die Gefahr, dass derartige Bauteile beschädigt werden oder verloren gehen, nicht gegeben.
Nachdem vom Monteur der richtige Auslösewert eingestellt worden ist, können bzw. kann der Schlitz --4a-- des Stellgliedes --4-- und/oder die Aufnahmestelle --3b-- für den Kopf --6b-- des Schraubenziehers --6-- mit einem geeigneten, auf Raumtemperatur erhärtenden Material ausgegossen werden. Somit ist dieser Bereich mittels eines Pfropfens versiegelt, welcher nur durch Gewalt entfernt werden kann. Der Monteur hat auch die Möglichkeit, eine Punze zu verwenden, wodurch sichergestellt ist, dass nach einem willkürlichen Entfernen der Versiegelung die Haftung des Monteurs nicht mehr gegeben ist.
Um die Versiegelung widerstandsfähiger zu gestalten, kann die die Aufnahmestelle umschlie- ssende Wand der Gewindebuchse Rillen aufweisen, welche ein willkürliches Entfernen des Pfropfens ohne sichtbare Schäden zusätzlich verhindern. Die Rillen können radial und/oder axial verlaufend in die Wand eingearbeitet werden. Die Verwendung von derartigen Versiegelungen ist für sich bekannt ; sie bildet keinen Gegenstand der Erfindung. Diese Massnahme wurde lediglich aus dem Grund beschrieben, um nachzuweisen, dass die erfindungsgemässe Lösung auch die Verwendung dieser Massnahme gestattet.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel eingeschränkt. Beispielsweise kann der Schlitz des Stellgliedes als ein Kreuzschlitz oder als ein Mehrkantschlitz ausgebildet sein. Sinngemäss ist in diesem Fall auch der in den Schlitz einzuführende Endbereich des Schraubendrehers als ein kongruentes Werkzeug gestaltet.