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Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsanordnung für Seilförderanlagen, insbesondere
Umlaufbahnen, Sessellifte und Schlepplifte, mit einer Seilscheibe, welche von einem Antriebsmotor über ein Zahnradgetriebe angetrieben wird. Bei solchen Antriebsanordnungen ist es üblich, die
Seilscheibe an der Abtriebswelle des Getriebes zu lagern. Die auf die Seilscheibe wirkenden Seil- spannkräfte, welche ausserordentlich gross sind, müssen bei einer solchen Lagerung von der Ab- triebswelle und über diese von der Lagerung des Abtriebszahnrades aufgenommen werden. Dadurch entsteht eine hohe Beanspruchung dieser Lagerungen. Wenn diese Lagerungen abgenutzt sind, wird dadurch der Zahneingriff beeinträchtigt und die Folge ist ein Verschleiss des Abtriebszahnrades und des mit diesem kämmenden Zahnrades des Getriebes, wodurch hohe Reparaturkosten und Be- triebsstillstände entstehen.
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist es bekannt, die Seilscheibe geson- dert an einer Hohlachse zu lagern, so dass die Seilspannkräfte nicht auf die Abtriebswelle wirken.
Bei einer solchen bekannten Anordnung (AT-PS Nr. 254252) ist die Hohlachse in einem Träger festge- legt, welcher gleichzeitig auch das Getriebe trägt. Damit ist eine gesonderte Festlegung des Getrie- bes und der Hohlachse am Fundament erforderlich. Es ist auch bekannt (AT-PS Nr. 313362), die
Hohlachse starr mit dem Boden des Getriebegehäuses zu verbinden, wobei das Getriebegehäuse auf einem Trägergestell festgelegt ist. Am unteren Ende der Hohlachse ist nun die Seilscheibe angeordnet und eine solche Ausbildung setzt daher ein Gestell voraus, welches eine beträchtliche Höhe aufwei- sen muss. Ein solches Gestell ist aufwendig. Wenn dieses Gestell in der Bergstation angeordnet ist, so ist auch die Bauhöhe störend, da diese grosse Bauhöhe eine Angriffsfläche für Stürme bietet.
Die Erfindung bezieht sich nun im besonderen auf eine solche Antriebsanordnung, bei welcher das Abtriebszahnrad des Getriebes im Getriebegehäuse gelagert ist und die Seilscheibe an einer mit dem Getriebegehäuse starr und winkelsteif verbundenen Hohlachse gelagert ist, wobei die Seil- scheibe über eine die Hohlachse durchsetzende, nur Torsionskräfte übertragende Welle mit dem Abtriebszahnrad kuppelbar ist.
Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, eine niedrige Bauweise zu ermöglichen und das Getriebegehäuse stabil zu lagern und eine einfache Konstruktion des Getriebes zu ermöglichen.
Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass die Hohlachse am Oberteil des Getriebegehäuses angeordnet ist, dass das untere Ende der Hohlachse am Oberteil des Getriebegehäuses gegen Verschiebung nach unten und gegen seitliche Verschiebung gesichert abgestützt ist, dass die Hohlachse in Abstand von ihrem unteren Ende einen Bund aufweist, dass vom Oberteil des Getriebegehäuses ein mit diesem starr verbundenes Abstützelement nach oben ragt, welches den Bund umgreift und dass mit dem Abstützelement ein Ring verschraubt ist, der den Bund übergreift und die Hohlachse gegen Verschiebung nach oben sichert.
Dadurch, dass die Hohlachse am Oberteil des Getriebes angeordnet ist, wird ermöglicht, das Getriebegehäuse einfach auf einem Betonfundament festzulegen, wodurch einerseits eine stabile Lagerung des Getriebegehäuses und anderseits eine verhältnismässig geringe Bauhöhe ermöglicht wird. Dadurch, dass das untere Ende der Hohlachse am Getriebegehäuse gegen Verschiebung nach unten und gegen seitliche Verschiebung gesichert abgestützt ist, wird die in senkrechter Richtung durch die Seilscheibe auf die Hohlachse wirkende Belastung gut aufgenommen. Durch das mit dem Oberteil des Getriebegehäuses verbundene Abstützelement werden die vom Seil herrührenden Seitenkräfte mit grossem Hebelarm aufgenommen und dadurch, dass der mit dem Abstützelement verschraubte Ring den Bund der Hohlachse umgreift, wird diese Hohlachse gegen Verschiebung nach oben gesichert.
Die Hohlachse kann einfach in das Getriebegehäuse und in das Abstützelement eingesetzt und durch den mit dem Abstützelement verschraubten Ring niedergespannt werden. Damit ist eine stabile Lagerung der Hohlachse am Oberteil des Getriebes gewährleistet.
Das Abstützelement kann beispielsweise durch radiale Versteifungsrippen gebildet werden.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung jedoch ist das Abstützelement von einem auf den Oberteil des Getriebegehäuses aufgesetzten und mit diesem verschweissten kastenförmigen Aufsatz gebildet, durch dessen obere Wandung die Hohlachse hindurchragt, und mit dessen oberer Wandung der Ring verschraubt ist. Hiedurch ergibt sich eine einfache und leichte Bauart des Getriebegehäuses. Eine solche Ausbildung ist insbesondere bei einem geschweissten Getriebegehäuse vorteilhaft. Bei Ausbildung des Oberteiles des Getriebegehäuses aus Stahlguss kann gemäss der Er-
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findung das Abstützelement auch von einem mitgegossenen Kragen gebildet sein.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist mit dem Oberteil des Getriebegehäuses eine nach innen ragende Büchse fest verbunden, insbesondere verschweisst, in welche das untere Ende der Hohlachse eingesetzt ist. Dadurch wird die dem Getriebegehäuse zugewendete Abstützstelle der Hohlachse in das Getriebegehäuse hineinverlagert und der Abstand zwischen der oberen Abstützung an dem Abstützelement und der unteren Abstützung wird vergrössert, so dass die Seilspannkräfte über einen grösseren Hebelarm aufgenommen werden können. Bei einer solchen Ausbildung kann gemäss der Erfindung das der Seilscheibe zugewendete Lager des Abtriebszahnrades in die nach innen ragende Büchse eingesetzt sein, wodurch sich eine konstruktive Vereinfachung ergibt.
Hiebei kann die nach innen ragende Büchse durch mit der Büchse und dem Gehäuse versteifte Rippen, welche beispielsweise radial zur Hohlachse angeordnet sind, versteift sein.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch erläutert.
Fig. 1 stellt eine Ausführungsform mit einem Getriebegehäuse aus Stahlguss dar. Fig. 2 und
3 stellen eine Anordnung in aus Blechplatten geschweisster Konstruktion dar, Fig. 4 stellt in grö- sserem Massstab einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3 dar.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 stellt --1-- den Antriebsmotor und --2-- das Getriebegehäuse dar. Bei dieser Anordnung besteht das Getriebe --2-- aus Stahlguss. An den Oberteil --3-- des Getriebegehäuses --2-- ist ein Kragen --4-- angegossen. in welchen eine Hohlachse --5-- eingesetzt ist. Durch diesen Kragen --4-- ist die Hohlachse --5-- winkelsteif mit dem Getriebe --2-- verbun- den. Der Unterteil des Getriebegehäuses ist mit --6-- bezeichnet. Auf der Hohlachse --5-- ist die nicht dargestellte Seilscheibe gelagert, welche über eine in der Hohlachse --5-- geführte Welle vom Abtriebszahnrad des Getriebes angetrieben wird.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 und 3 besteht das Getriebegehäuse aus zusammengeschweissten
Blechplatten und ist wieder in einen Oberteil einen und einen Unterteil --8-- unterteilt. --5-- ist wieder die Hohlachse, welche mit dem Oberteil --7-- des Getriebegehäuses winkelsteif verbunden ist. Die winkelsteife Verbindung ist hier durch einen auf den Oberteil --7-- des Getriebegehäuses aufgesetzten Kasten --9-- gebildet. welcher gleichfalls aus Blechplatten zusammengeschweisst ist und mit dem Oberteil --7-- des Getriebegehäuses verschweisst ist. Diese Ausbildung nach Fig. 2 und 3 ist in Fig. 4 in grösserem Massstab im Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3 dargestellt.
Im Getriebegehäuse --7, 8-- ist das Abtriebszahnrad --10-- in Lagern --11 und 12-- gelagert.
Die Hohlachse --5-- ist in eine nach innen ragende Büchse --13-- eingesetzt, welche mit dem Oberteil des Getriebegehäuses verschweisst und durch radiale Stege --14--, welche gleichfalls mit dem Oberteil des Getriebegehäuses verschweisst sind, versteift ist. In diese Büchse --13-- ist gleichzeitig auch das obere Lager --12-- des Abtriebszahnrades --10-- eingesetzt, so dass auch dieses sicher gelagert ist.
Durch den mit dem Oberteil --7-- des Getriebegehäuses verschweissten Kasten --9-- ist die Hohlachse --5-- versteift. Die Hohlachse --5-- ragt durch eine Bohrung --15-- der oberen Wandung --16-- des Kastens --9-- hindurch. An der Stelle, an welcher die Hohlachse --5-- durch die Bohrung - hindurchtritt, weist die Hohlachse --5-- einen Bund --17-- auf, gegen dessen obere Schulter - ein mit der Wandung --16-- des Kastens --9-- durch Schrauben verspannter Ring --19-anliegt. Durch diesen Ring --19-- wird die Hohlachse in ihrer Lage gehalten.
Die Hohlachse --5-- ist somit in der Büchse --13-- und in der Bohrung --15-- der Wand --16-- des Kastens --9-- gelagert. Dadurch, dass die Büchse --13-- vom Oberteil --7-- des Getriebegehäuses nach innen ragt, wird die Entfernung zwischen den Abstützstellen --20-- in der Büchse - 13 und 15-- in der Wandung --16-- verhältnismässig gross, so dass eine starre winkelsteife Lagerung der Hohlachse --5-- gewährleistet ist.
Auf der Hohlachse --5-- ist die Nabe --21-- der Seilscheibe --22-- mittels Lagern --23-- gela- gert. Durch einen Ring --24--, der mittels Schrauben --25-- mit der Hohlachse verschraubt ist und durch einen gegen den Ring --19-- abgestützten Ring --26-- sowie durch einen Distanzring --27-- sind die Lager --23-- und damit die Seilscheibe --21-- gegen axiale Verschiebung gesichert.
Mit der Seilscheibennabe --21-- ist eine Kappe --28-- durch Passstifte --29-- und Schrau-
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ben --30-- drehsicher verbunden. Die Kappe --28-- weist eine Innenverzahnung --31-- und die Nabe --32-- des Abtriebszahnrades --10-- weist eine Innenverzahnung --33-- auf. --34-- ist eine Torsionswelle, welche an ihren Enden verzahnte Abschnitte --35 und 36-- aufweist, welche mit den Innenverzahnungen --31 und 33-zusammenwirken. Durch diese Torsionswelle --34-- erfolgt der Antrieb der Seilscheibe --22-- vom Abtriebszahnrad --10-- aus. Durch Herausziehen der Torsionswelle --34-- kann die Drehverbindung zwischen dem Abtriebszahnrad --10-- und der Seilscheibe - unterbrochen werden, so dass die Seilscheibe --22-- auf der Hohlachse --5-- frei verdrehbar ist.
Auf diese Weise kann im Falle einer Getriebeblockierung durch Verdrehen der Seilscheibe eine Bergung der auf dem Sessellift od. dgl. befindlichen Personen erfolgen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Antriebsanordnung für Seilförderanlagen, insbesondere Umlaufbahnen, Sessellifte und
Schlepplifte, mit einer Seilscheibe, welche von einem Antriebsmotor über ein Zahnradgetriebe ange- trieben wird, bei welcher das Abtriebszahnrad des Getriebes im Getriebegehäuse gelagert ist und die Seilscheibe an einer mit dem Getriebegehäuse starr und winkelsteif verbundenen Hohlachse ge- lagert ist, wobei die Seilscheibe über eine die Hohlachse durchsetzende, nur Torsionskräfte über- tragende Welle mit dem Abtriebszahnrad kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlachse (5) am Oberteil (3,7) des Getriebegehäuses (2) angeordnet ist, dass das untere Ende der Hohlachse (5) am Oberteil (7) des Getriebegehäuses (2) gegen Verschiebung nach unten und gegen seitliche
Verschiebung gesichert abgestützt ist,
dass die Hohlachse in Abstand von ihrem unteren Ende einen
Bund (17) aufweist, dass vom Oberteil (7) des Getriebegehäuses (2) ein mit diesem starr verbundenes
Abstützelement (4,9) nach oben ragt, welches den Bund (17) umgreift und dass mit dem Abstützele- ment (4,9) ein Ring (19) verschraubt ist, der den Bund (17) übergreift und die Hohlachse (5) gegen Verschiebung nach oben sichert.