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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Färbelungsplanes von Objekten, beispielsweise von Fassaden.
Bevor in städtischen Strassenzügen die Fassaden gefärbelt werden, müssen in der Regel Färbelungspläne vorgelegt werden, entweder der Behörde, die die geplante Färbelung unter städtebaulichen Gesichtspunkten beurteilt oder auch dem Hauseigentümer, damit sich dieser über das Aussehen der Fassade nach der geplanten Färbelung ein anschauliches Bild machen kann. Dasselbe gilt auch bei einzelstehenden Gebäuden, also beispielsweise bei Siedlungshäusern, Einfamilienhäusern u. dgl. Die Herstellung solcher Färbelungspläne ist sehr mühsam und der Aufwand für die Herstellung dieser Pläne ist umso grösser, je stärker die zu färbelnden Fassaden gegliedert sind, da ja die einzelnen, die Gliederung bildenden Teile der Fassade exakt ausgemalt und gefärbelt sein müssen. Das ist eine sehr aufwendige und mühsame Arbeit.
Als Unterlage dient dabei eine Strichzeichnung des Objektes. Unter diesem Begriff wird hier und im folgenden die Art der Darstellung verstanden, wie sie heutzutage bei technischen Zeichnungen üblich ist, d. h. auf einer Zeichenunter-
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wie sie in technischem Bereich heutzutage üblich ist, wird hier und im folgenden als Strichzeich- nung bezeichnet.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, hier eine Vereinfachung zu schaffen, was erfindungsgemäss dadurch gelingt, dass eine Strichzeichnung des Objektes auf hellem Untergrund ohne genaue Beach- tung der Konturen gefärbelt und mit einer allenfalls rückseitig zum Teil gefärbelten Transparentfo- lie. welche die Strichzeichnung in gleichem Massstab aufweist, überdeckt wird.
Es ist eine Zeichenunterrichtsmappe (DE-PS Nr. 357391) bekannt, mit der ein Zeichen schüler selbst die von ihm gemachten Fehler bei der Wiedergabe eines Zeichenobjektes feststellen kann.
Diese Zeichenunterrichtsmappe besteht aus einem durchsichtigen Papierblatt, auf welchem eine Zeichenvorlage als darzustellendes Objekt gedruckt ist. Das durchsichtige Papierblatt ist mit einer weissen Papierunterlage an zwei benachbarten Seiten verbunden, so dass eine Mappe entsteht. Der Schüler zeichnet die Vorlage ab, dann schiebt er sein Zeichenblatt in die Mappe, so dass seine Darstellung unter der Vorlage liegt. Da das Deckblatt dieser Zeichenunterrichtsmappe durchsichtig ist, kann er feststellen, ob seine Darstellung der Vorlage entspricht, bzw. wieweit seine Darstellung von der Vorlage abweicht. Der Schüler korrigiert dann seine Darstellung so lange, bis diese mit der Vorlage deckungsgleich ist.
Diese bekannte Zeichenunterrichtsmappe bietet jedoch keine Anregung zur Lösung des gegenständlichen, dieser Erfindung zugrundeliegenden Problems, da es hier nicht darum geht, eine vorgegebene Zeichenvorlage möglichst exakt zu übertragen, sondern darum, die Herstellung eines Planes, hier insbesondere eines Färbelungsplanes, zu erleichtern. Es muss hier bedacht werden, dass in der Regel nicht nur ein Färbelungsplan pro Fassade vorzulegen ist, sondern oft mehrere Pläne angefertigt werden müssen, wobei jeweils unterschiedliche Farben und Farbkombinationen in Betracht kommen, um dem Auftraggeber ein möglichst breites Angebot offerieren zu können. Es ist daher ausserordentlich wesentlich, hier eine möglichst einfache Verfahrensmassnahme zur Hand zu haben, mit der solche Pläne hergestellt werden können.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird nachstehend näher erläutert : Das zu färbelnde Objekt. sei es die Fassade eines Hauses in einem städtischen Strassenzug oder die Fassade eines Einfamilienhauses, wird mit einer herkömmlichen Strichzeichnung dargestellt und dann auf einen hellen Untergrund übertragen oder gleich auf einem hellen Zeichenpapier angefertigt. Die so gewonnene Darstellung wird nun auf eine Klarsichtfolie übertragen, u. zw. im Massstab 1 : 1 gegenüber der Vorlage, so dass zwei deckungsgleiche Bilder des Objektes in Strichzeichnung vorhanden sind. Als Klarsichtfolie kann beispielsweise eine Filmfolie verwendet werden, und die Übertragung der ersten Zeichnung kann auf photographischem Wege erfolgen.
Nun wird die Darstellung auf dem hellen Zeichengrund gefärbelt, wobei auf den Verlauf der einzelnen Konturlinien kein besonderer Bedacht genommen werden muss, vielmehr können die die Gliederung der Fassade darstellenden und wiedergebenden Linien und Linienzüge sogar übermalt werden, wobei dadurch diese erwähnten Konturlinien unsichtbar oder nicht mehr deutlich sichtbar werden. Auch die Rückseite der Transparentfolie kann zumindest zum Teil in dieser Weise bemalt werden, wobei sich hier die Bemalung hauptsächlich auf relativ kleinflächige Objekte beschränkt, die Teil der Fassadengliederung sind.
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Ist die Färbelung auf diese Weise aufgebracht und'die Farbe getrocknet, so wird nun die
Klarsichtfolie auf das helle Zeichenpapier aufgelegt, wobei die durch die Bemalung der Zeichnungen auf dem hellen Grund überwiegend überdeckten und daher nicht mehr sichtbaren Linienzüge, die die Gliederung darstellen, in markanter Weise hervortreten und sichtbar werden. Der Arbeitsaufwand für diese Art der Herstellung von Demonstrationsunterlagen ist gering und beträgt nur einen Bruch- teil jener Zeit, die bislang für solche Zwecke verwendet werden musste, da die ganze mühsame
Arbeit entfällt, mit der die einzelnen die Fassadengliederung bildenden Teilelemente ausgemalt werden mussten, wobei streng darauf zu achten war, dass die erwähnten Konturlinien nicht durch die Farbe überdeckt wurden.
Ist dies geschehen, so musste bei der herkömmlichen Arbeitsweise nachträglich die ganz oder teilweise übermalte Konturlinie nachgezogen werden, so dass der Zeichen- aufwand in der Regel zweimal erbracht werden musste. All dies fällt nunmehr weg und die Vorlage auf dem hellen Zeichenpapier kann in "grosszügiger" Weise gefärbelt werden, wie dies oben im einzelnen geschildert worden ist.
Die Zeichnungen veranschaulichen das Gesagte : Fig. l zeigt einen Ausschnitt aus einer in Strichzeichnung auf hellem Untergrund dargestellten Fassade ; Fig. 2 gibt denselben Ausschnitt wieder, jedoch sind hier bereits die einzelnen Gliederungen der Fassade gefärbelt, auf die Zeichnung wurde Farbe aufgetragen, wobei im Vergleich mit Fig. l ersichtlich ist, dass zahlreiche Konturlinien nicht mehr oder nur noch teilweise sichtbar sind, so dass die Gliederung der Fassade nicht mehr erkennbar ist. Von den Zeichnungen nach Fig. l wurde eine Kopie auf eine Klarsichtfolie übertragen, u. zw. im Massstab 1 : 1. so dass die beiden Zeichnungen auf dem hellen Untergrund und die Zeichnung auf der Klarsichtfolie im wesentlichen deckungsgleich sind.
Diese Klarsichtfolie wird nun auf die bemalte und gefärbelte Zeichnung nach Fig. 2 aufgelegt, so dass nunmehr über der Färbelung die Konturlinien klar und deutlich sichtbar sind, was durch die Fig. 3 veranschaulicht ist.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen diesen Vorgang nochmals im Detail : Fig. 4 gibt die Zeichnung auf dem hellen Untergrund wieder, die auch auf eine Klarsichtfolie übertragen wird ; Fig. 5 zeigt das Detail nach Fig. 4 gefärbelt, wobei die aufgetragene Farbe die Konturlinien überdecken und die Begrenzungslinien zum Teil ebenfalls verwischen kann ; in Fig. 6 ist die Klarschichtfolie auf die gefärbelte Unterlage aufgelegt worden, die Konturlinien treten wieder scharf hervor.