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Die Erfindung betrifft ein Schiebeschloss mit einem in einem Gehäuse zwischen Schliessstellung und Offenstellung verschiebbaren Riegel, der Magnetrotoren aufweist, die in bestimmter Drehlage eine Verschiebung des Riegels zulassen.
Durch die DE-OS 2421740 und 1728621 sind Schlösser bekanntgeworden, bei denen eine Betäti- gung durch Verdrehen des Zylinderkernes jeweils über eine Sperrnase erfolgt, die dann ein Sperren oder Entsperren bewirkt. Diese bekannte Konstruktion findet nur bei verhältnismässig komplizierten Drehzylinderschlössern Verwendung und ist auf einfache Schiebeschlösser ohne weiteres nicht übertragbar. Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, Schiebeschlösser zu bauen, die bei möglichst einfacher Konstruktion den heutigen Anforderungen gerecht werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Magnetrotoren in an sich bekannter Weise Rippen und/oder Nuten aufweisen, die in Schliessstellung des Riegels in im Gehäuse angeordnete Ausnehmungen ragen, so dass die Magnetrotoren frei drehbar sind und dass anschlie- ssend an die Ausnehmungen am Gehäuse entlang des Verschiebeweges der Magnetrotoren Rippen und/oder Nuten angeordnet sind, die mit den Nuten und/oder Rippen der Magnetrotoren bei entsprechender Drehlage kämmen.
Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung sind die Ausnehmungen, Rippen und Nuten des Gehäuses an einer mit dem Gehäuse gelenkig verbundenen Schwenkplatte angeordnet.
Weiters können bei dem erfindungsgemässen Schiebeschloss, bei dem im Riegel zwei Schlüsselkanäle für Bankschlüssel und Kundenschlüssel und zu beiden Seiten davon Magnetrotoren angeordnet sind, zu beiden Seiten des Riegels Schwenkplatten angeordnet sein. Gemäss einem weiteren Merkmal sind in der Schwenkplatte für die dem Bankschlüssel zugeordneten Magnetrotoren am Ende des Verschiebeweges weitere Ausnehmungen vorgesehen, so dass in Offenstellung des Riegels sich die Magnetrotoren nach Abziehen des Bankschlüssels beliebig verstellen können, um ein Abtasten der Magnetkodierung der Magnetrotoren zu verhindern. Dabei sind vorzugsweise die Schwenkplatten mittels Federn gegen den Riegel gedrückt und die Rippen, die den Magnetrotoren des Bankschlüssels zugeordnet sind, gegen die Ausnehmungen hin abgeschrägt und bilden Auflaufflächen.
Endlich weisen die Schwenkplatten Führungsrippen mit Rastfortsätzen und der Riegel Führungsnuten mit Rastkerben auf, wobei die Rastkerben an den Lagestellen der Rastfortsätze in Offenstellung und Geschlossenstellung des Riegels angeordnet sind.
Im folgenden wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel an Hand der Fig. l bis 3 beschieben.
Fig. l zeigt einen Schnitt durch das erfindungsgemässe Schiebeschloss, wobei einzelne Teile in verschiedenen Schnittebenen dargestellt sind. Fig. 2 zeigt links einen Schnit nach IIa-IIa und rechts nach IIb-IIb in Fig. l. Fig. 3 ist im oberen Teil eine Ansicht auf das Schloss gemäss dem Pfeil IIIa, der untere Teil ein Schnitt nach der Linie IIIb in Fig. l.
Das Schiebeschloss weist ein Gehäuse-l-auf. in dessen Ausnehmung --21-- ein Riegel - zwischen einer linken Geschlossenstellung und einer rechten Offenstellung verschiebbar ist. In Fig. l ist der Riegel in der linken Geschlossenstellung dargestellt. Mittels nicht dargestellter Schrauben kann das Gehäuse durch Bohrungen --22--, z. B. an der Innenwand der Tür eines Banksafes befestigt werden. Im Riegel --2-- sind nebeneinander zwei Schlüsselkanäle --23, 24-- vorgese- hen, in die der Bankschlüssel --19-- und der Kundensohlüssel-20-eingeschoben werden können.
Symmetrisch zu beiden Seiten der Schlüsselkanäle liegen in Sackbohrungen --25-- Magnetrotoren. Mit --3-- sind jene Magnetrotoren bezeichnet, die dem Bankschlüssel zugeordnet sind, mit - jene, die dem Kundenschlüssel zugeordnet sind. Aus Fig. l ist die Symmetrie der Anordnung der Magnetrotoren nicht ersichtlich, da die obere Hälfte des Riegels ein Schnitt nach der Linie [b-Ib ist, wohingegen der untere Teil des Riegels ein Schnitt nach der Linie Ia-Ia ist.
Zu beiden Seiten des Riegels liegen Schwenkplatten --11--, die um ein Stabgelenk --26-schwenkbar sind. Die Schwenkplatten --11-- werden durch Federn --13--, die sich an den Wänden --27, 28-des Gehäuses-l-abstützen, gegen den Riegel --2-- gedrückt.
Aus den Fig. 2 und 3 kann man die Gestalt der jeweils einander zugekehrten Oberflächen des Riegels und der Schwenkplatten erkennen. Der linke Abschnitt IIa der Fig. 2 entspricht dabei
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Fläche des Riegels, die durchgehende Nuten --16 und 29-- aufweist. Die aussenliegenden, mit - bezeichneten Nuten sind von den Sackbohrungen --25-- für die Magnetrotoren --3, 4-- an jenen Stellen unterbrochen, die im rechten Abschnitt IIb'der Fig, 2 strichliert angedeutet sind.
Die mit --16-- bezeichneten Führungsnuten tragen in einem Abstand --8-- voneinander je 2 Rast- kerben-18- (Fig. l).
Die andere, unten liegende Seite des Riegels gleicht der soeben beschriebenen um 180. verdreht.
Die Schwenkplatten --11-- weisen auf der dem Riegel zugewendeten Seite Rippen auf, die in die Nuten des Riegels eingreifen. Mit --15-- sind die Führungsrippen bezeichnet, die mit je einem Rastfortsatz --17-- versehen sind. Mit --9-- sind jene Rippen bezeichnet, die mit den Magnetrotoren --3, 4-- zusammenwirken und die Freigabe oder Sperre des Schiebeschlosses bewirken. Die Rippen --9-- sind an jenen Stellen unterbrochen, an denen sich die Magnetrotoren frei drehen sollen. In Fig. 2 sind die Magnetrotoren strichliert in jener Lage eingezeichnet, die sie bei Geschlossenposition des Schlosses einnehmen. Nach einer Verschiebung des Riegels --2-- um den Verschiebeweg --8-- nehmen dann die Magnetrotoren im Hinblick auf die Schwenkplatte --11-- eine Lage ein, die in Fig. 2 punktiert dargestellt ist.
Wie man sieht, befinden sich in der rechten Offenstellung des Riegels die beiden Magnetrotoren --3--, die dem Bankschlüssel zugeordnet sind, wieder in einer Lücke der Rippen --9--, so dass die Magnetrotoren auch in dieser Stellung frei verdrehbar sind. Die dem Kundenschlüssel zugeordneten Magnetrotoren --4-- hingegen können sich zufolge der Rippen --9-- in der rechten Stellung nicht verdrehen.
Im folgenden sei die Funktionsweise des Schiebeschlosses gemäss den Fig. l bis 3 beschrieben. Ist das Schiebeschloss, wie in Fig. 1 dargestellt, in Geschlossenposition, so ist der Riegel
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rechten Rastkerben --18-- und die Magnetrotoren nehmen die in Fig. 2 strichliert dargestellte Lage ein. Sind in die Schlüsselkanäle --23, 24-- keine oder die falschen Schlüssel eingeschoben, so sind die Magnetrotoren --3, 4-- in irgendeine nicht definierte Stellung verdreht, und der Riegel--2-- kann nicht verschoben werden, da die Ringe --9-- an den zylindrischen Aussenflächen der Magnetrotoren anstossen. Werden zum Öffnen des Schlosses die richtigen Schlüssel eingesteckt, so drehen sich die Magnetrotoren in eine solche Lage, dass die Nuten --6-- der Magnetrotoren mit den Rippen - fluchten, s. Fig. 2.
Der Riegel --2-- kann jetzt nach rechts verschoben werden, wobei die Rastfortsätze --17-- aus den Rastkerben --18-- herausgehoben und damit die Schwenkplatten --11-gegen den Druck der Federn --13-- angehoben werden. Durch das leichte Anheben der Schwenkhebel - werden die Magnetrotoren an ihren Lagerstellen gegenüber den Schwenkplatten freigegeben, wodurch das Verschieben des Riegels erleichtert wird.
Bei weiterem Verschieben des Riegels --2-- nach rechts rasten die Rastfortsätze --17-- in die linken Rastkerben --18-- ein und die Magnetrotoren --3, 4-- erhalten wieder ein definiertes Gegenlager. Die Magnetrotoren --3, 4-- nehmen gegenüber den Schwenkplatten --11-- jene Lage ein, die in Fig. 2 punktiert dargestellt ist. Das Schloss ist geöffnet und es kann z. B. die mit diesem Schloss versehene Tresortür geöffnet werden.
Nach dem Öffnen des Schiebeschlosses kann der Bankbeamte den Bankschlüssel --19-- abziehen und den Kunden allein im Tresor manipulieren lassen. Dadurch, dass die zum Bankschlüssel zugeordneten Magnetrotoren --3-- in Offenstellung des Riegels in den Ausnehmungen --12-- der Schwenkplatte --11-- liegen und somit frei verdrehbar sind, verdrehen sich die Magnetrotoren --3-- nach Abziehen des Bankschlüssels in eine beliebige Lage, wodurch ein Abtasten der Kodierung der Magnetrotoren --3-- erschwert wird.
Zum Verschieben des Riegels --2-- nach links und somit zum Verschliessen des Schiebeschlosses wird der Bankschlüssel nicht mehr benötigt. Beim Verschieben des Riegels laufen die Auflaufflä- chen --14-- auf den zylindrischen Aussenflächen der Magnetrotoren --3-- auf und die Schwenkplat- ten-11-- werden gegen die Kraft der Federn --13-- über diese Magnetrotoren --3-- darübergeho- ben, bis die Magnetrotoren in die Ausnehmungen --7-- wieder einrasten, wonach sich das Magnetschloss wieder in Geschlossenstellung gemäss Fig. l befindet.
Das oben beschriebene Ausführungsbeispiel kann im Bereich der Erfindung in vielen Hinsichten abgeändert werden. So wäre es z. B. möglich, die Schwenkplatte --11-- mit dem Gehäuse - einstückig und damit starr vorzusehen.
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In diesem Fall sind jedoch für das Schliessen des Schlosses beide Schlüssel (Bank-und Kun- denschlüssel) notwendig. Auch die Magnetrotoren könnten im Rahmen der Erfindung anders ausgebildet sein. Es kann z. B. vorteilhaft sein, die Magnetrotoren nicht mit Nuten --6-- auszustatten, sondern statt dessen Stege vorzusehen, die in entsprechenden Nuten in der Schwenkplatte --11-geführt sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schiebeschloss mit einem in einem Gehäuse zwischen Schliessstellung und Offenstellung verschiebbaren Riegel, der Magnetrotoren aufweist, die in bestimmter Drehlage eine Verschiebung des Riegels zulassen, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetrotoren in an sich bekannter Weise Rippen (5) und/oder Nuten (6) aufweisen, die in Schliessstellung des Riegels (2) in im Gehäuse H) angeordnete Ausnehmungen (7) ragen, so dass die Magnetrotoren frei drehbar sind, und dass anschliessend an die Ausnehmungen (7) am Gehäuse H) entlang des Verschiebeweges (8) der Magnetrotoren Rippen (9) und/oder Nuten HO) angeordnet sind, die mit den Nuten und/oder Rippen der Magnetrotoren bei entsprechender Drehlage kämmen.