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Mechanischer Röstofen.
Bei den meisten bestehenden mechanischen Röstöfen findet ein ununterbrochener Betrieb statt, d. h. die Aufgabe und der Austrag der Erze erfolgt ohne erhebliche Unterbrechung. Die Erze fallen aus der Austragöffnung ohne Rücksicht darauf, ob sie völlig abgerostet sind oder nicht. Nun ist bekannt, dass auch Erze derselben Gattung, z. B. Zinkblende, selbst bei gleichem Schwefelgehalt ein verschiedenes Verhalten zeigf'n. sich also leichter oder schwerer abrösten lassen. Ein bestimmter ununterbrdchen arbeitender, mechanischer Ofen wird daher nur immer für eine bestimmte Erzsorte die geeignetste Bauart haben, für andere Krzsorten aber in seinen Abmessungen und seiner Einrichtung sich ungeeignet erweisen.
Es sind nun bereits Vorrichtungen und Verfahren zum Rösten von Erzen bekannt.
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weiterbefördert und so stufenweise in verschiedenen Stockwerken bis zum Totrösten be- handelt wird. Auch sind zur Ausführung eines ähnlichen Verfahrens bereits Rundherdröstöfen bekannt, bei denen das Röstgut auf einem umlaufenden Herde von verschieden einstellbaren Schaufeln je nach deren Einstellung fortbewegt oder ausgetragen wird.
Den Gegenstand der Krnndung bildet nun ein mechanischer Röstofen für diese bf- kannten Röstverfahren, bei dem der die Fortbewegung und das Durchrühren des Erzes bewirkenden Mechanismus derart sich trennen liisst, dass eine gewisse vor dem Austrage im Endteil des Ofens liegende Erzmenge bis zur Totröstung gerührt werden kann, während
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einander getrennte Vorrichtungen zu geben, welche das Rühren und Fortbewegen bewerkstelligen, ohne den Ofen selbst zu trennen und auf diese einfache Weise den Betrieb zu einem unterbrochenen zu gestatten.
Man ist dann in der Lage, durch die eine Vor- richtung eine gewisse Menge Erzes in den Endteil des Ofens zu bringen und mittels einer zweiten Vorrichtung durch nur ruhrende, aber nicht fortbewegende Arbeit totzurösten.
Während der Toträstung durch die zweite Vorrichtung wird die erste Vorrichtung still- gesetzt. Man könnte einwenden, dass sich eine gleiche Wirkung durch eine einzige Vorrichtung erzielen liesse, wenn man die Krähler umstellbar macht. so dass einmal eine fortbewegende, das andere Mal eine nur rührende Bewegung des Erzes bewirkt wird. Hiedurch würde stets das gesamte im Ofen befindliche Erz in Bewegung gehalten werden. Die Folge aber davon wäre, dass das Erz in ziemlich abgeröstetem Zustand in den Endteil des Ofens gelangte, wo infolge des geringen Schwefelgehaltes nicht mehr genügend Hitze zur TotrOstung entwickelt werden könnte.
In der Zeichnung ist beispielsweise die Erfindung in ihrer Verwendung an dem hekannten Herreshoffofen dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch den mittleren tel des mit der Ernndung versehenon Röstofens und Fig. 2 einen Querschnitt zu Fig. 1.
Die Rührarme a des untersten Herdes oder der untersten Merde des Ofens sind in eine besondere, die stehende Welle b umschliessende Muffe c eingesetzt. Diese Muffe und
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dadurch auch die Rührarme a erhalten einen besonderen, nicht mit der stehenden Welle in Zusammenhang stehenden Antrieb. Die'Zähne d der Arme können zweckmässig in bekannter Weise so gestaltet sein, dass sie beim Drehen nach der einen Richtung nur rühren, bei umgekehrter Drehung aber austragen.