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Die Erfindung betrifft eine Skibremse für einen, mit einer Sicherheitsbindung ausgerüsteten Ski mit zwei seitlich der Skilängskante angeordneten, in eine etwa parallel zur Skioberseite verlaufende
Bereitschaftsstellung und durch Federwirkung in eine Bremsstellung unter die Lauffläche des Skis verschwenkbaren, mit einem Bremsflügel versehenen Bremsarmen, die an im rechten Winkel zur
Skilängsachse und parallel zur Skioberseite verlaufenden sowie in einer Halteplatte gelagerten Schwenk- achsen anschliessen,
die mit im Bereich der Bereitschaftsstellung an einer mindestens teilweise schräg gegen die Oberseite des Skis gerichteten Gleitfläche geführten Schenkeln eines in der Bremsstellung vorgespannten und während der Schwenkbewegung von der Bremsstellung in die Bereitschaftsstellung weiter elastisch spannbaren Betätigungsbügeln einen einzigen, aus Federstahldraht geformten Teil bilden.
Bei einer bekannten Skibremse (DE-OS 2417279) bilden zwei im rechten Winkel zur Skilängsachse und parallel zur Oberseite des Skis verlaufende Schwenkachsen, von denen eine an ihrem Ende einen
Bremsflügel trägt und ein Betätigungsbügel einen einzigen, aus Federstahldraht geformten Teil. Die beim
Verschwenken der Skibremse von der Brems- in die Bereitschaftsstellung zu erzeugende Federkraftreserve für die selbsttätige Verschwenkung in die Bremsstellung wird durch eine elastische Verformung des
Betätigungsbügels erzeugt. Nachteilig ist jedoch, dass die Verformung und dadurch die Grösse der
Federkraftreserve nicht genau berechnet werden kann und zudem die Restfederkraft in der Bremsstellung verhältnismässig klein ist.
Eine weitere bekannte Skibremse (DE-OS 2429719) weist zwei einzeln in einer Bohrung mit
Steilgewinde gelagerte Bremsarme auf, die in der Bereitschaftsstellung auf der Oberseite des Skis liegen und durch eine Druckfeder unter gleichzeitiger Verschiebung über die Skilängskante in die Bremsstellung geschwenkt werden. Nachteilig ist die Verwendung mindestens einer zusätzlichen Feder für die Erzeugung der Federkraftreserve. Bei zwei einzeln gelagerten Bremsarmen ist es auch bekannt (US-PS Nr. 3, 083, 028), die Federkraftreserve durch je eine in der Schwenkachse liegende Torsionsfeder zu erzeugen. Auch hier sind die zusätzlichen Federn nachteilig.
Bei älteren Skibremsen (DE-OS 2412623 und 2436155 sowie FR-OS 2. 272. 695) verlaufen die Schwenk- achsen eines in einer Halteplatte gelagerten einteiligen Betätigungsbügels schräg zur Skilängsachse und parallel zur Oberseite des Skis. Die Federkraftreserve wird beim Übergang von der Brems- in die Bereit- schaftsstellung durch Torsion des Betätigungsbügels erzeugt, wobei im Bereich der Bereitschaftsstellung die beiden Schenkel des Betätigungsbügels an zwei schrägen Flächen bzw. Nocken geführt sind.
Nachteilig ist, dass auch hier die Verformung des Bügels und damit die Grösse der Federkraftreserve schwer zu bestimmen ist und dass die Schwenkachsen mit grossem Spiel in ihren Lagern geführt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Skibremse der eingangs beschriebenen Art so auszugestalten, dass die Grösse der Federkraftreserve genau vorbestimmt ist und zudem der Bremsarm in der Bremslage durch Halterung der Schenkel des Betätigungsbügels in einer Nut annähernd formschlüssig gehalten ist.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die beiden Schwenkachsen des Betätigungsbügels miteinander fluchten und jedem Schenkel des Betätigungsbügels ein Steuersteg für die Führung desselben auf seinem gesamten Schwenkweg zugeordnet ist, dessen Gleitfläche sich von einer oberhalb der Schwenkachse liegenden Begrenzungsfläche einer Nut aus schräg zur Längsachse des Skis nach innen (von den Seitenkanten zur Längsachse des Skis hin) bis an die Oberseite des Skis erstreckt.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform liegt am Steuersteg eine zu der Gleitfläche spiegelbildlich angeordnete, an der Nut endende zweite Gleitfläche gegenüber. Dadurch wird erreicht, dass der Betätigungsbügel und damit der Bremsarm auch beim Angreifen einer der Bremskraft entgegengesetzt gerichteten Kraft ausweichen kann, so dass beim Auftreffen des Bremsarmes auf einen Gegenstand zwei Ausweichmöglichkeiten bestehen und dadurch die Unfallgefahr an Zweitpersonen herabgesetzt wird.
Die Erfindung wird in den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und nachfolgend beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht einer auf der Skioberseite befestigten Skibremse in der Bremslage, Fig. 2 eine Draufsicht der Skibremse nach Fig. 1, Fig. 3 eine Draufsicht auf die eine Seite der Halteplatte in vergrösserter Darstellung, Fig. 4 die Halteplatte nach Fig. 4 in räumlicher Darstellung und Fig. 5 einen Schnitt durch eine Halteplatte, wobei jedoch die Schwenkachse der Skibremse auf einer von der Halteplatte gebildeten Auflage liegt.
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In den Fig. 1 und 2 ist ein Ski --1-- angedeutet, auf dessen Oberseite --2-- eine Skibremse --3-mit Hilfe einer Halteplatte --4-- schwenkbar befestigt ist. Die Halteplatte --4-- wird durch Schrauben --5-- gehalten und ist ein quer über die Breite des Skis verlaufender Steg (Fig. 2).
Die Skibremse --3-- setzt sich aus zwei Bremsarmen --7--, zwei Schwenkachsen --8-- und einem Betätigungsbügel --9-- mit Schenkeln --11--, z.B. aus einem Federstahl-Runddraht, zusammen, wobei die Schwenkachsen --8-- in jeweils in einer auf der Unterseite eines Steuerstegs --13-- angeordneten
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erzeugt, dass die Schenkel --11-- quer zur Skilängsachse, d. h. in Richtung der Schwenkachsen --8-bzw. der Ausnehmung --10-- verschoben werden. Der mit der Halteplatte --4-- verbundene Steuersteg --13-- weist eine Gleitfläche --12-- auf, an welche sich der Schenkel --11-- in der Nähe ihres Übergangs zur Schwenkachse --8-- anlegt.
Diese Gleitfläche erstreckt sich von einer oberhalb der Schwenkachse - liegenden Begrenzungsfläche einer Nut --17-- aus schräg zur Skilängsachse nach innen, d. h. von den Skilängskanten zur Skilängsachse, bis an die Oberseite des Skis --1--.
In der Bremsstellung der Skibremse --3-- liegt jeweils der Schenkel --11-- am inneren Rand der Gleitfläche --12-- an und wird dadurch in der in Fig. 1 dargestellten Bremsstellung gehalten. Wird der Betätigungsbügel --9-- durch den Skischuh niedergedrückt und damit der Bremsarm --7-- bzw. die Bremsarme in die Bereitschaftsstellung geschwenkt, so bewegt sich der Schenkel --11-- längs der Gleitfläche --12-- und wird nach einwärts gedrückt. In Fig. 2, wo die Halteplatte --4-- mit zwei Gleitflächen --12-- versehen ist, werden die Schenkel --11-- aus einem Abstand c um das Mass a nach einwärts gedrückt, so dass der Abstand der Schenkel --11-- voneinander in der in Fig. 2 dargestellten Bereitschaftsstellung der Bremsarme --7-- nur noch das Mass b aufweist.
Durch die Verringerung des Abstandes c der beiden Schenkel --11-- wird dem Betätigungsbügel --9-- eine erhebliche zusätzliche Spannung erteilt, so dass eine verhältnismässig grosse Federkraft zum selbsttätigen Verschwenken der Bremsarme --7-- in die Bremsstellung zur Verfügung steht.
Bei der Ausführung nach den Fig. 1 und 2 könnte auch einer der Bremsarme --7-- weggelassen werden. Durch die Formgebung der Gleitfläche --12-- kann die Charakteristik der auf den Bremsarm - wirkenden Kraft beeinflusst werden, z. B. in der Weise, dass in der Bereitschaftsstellung eine verhältnismässig geringe Kraft auf die Skisohle des in die Skibindung eingesetzten Skischuhs drückt, die beim Übergang in die Bremsstellung zunimmt und in der Bremslage in einen annähernden Formschluss
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nach innen gerichteten Bewegung des Schenkels --11-- näher an der Skilängskante als in der Bremsstellung. Der Bremsarm --7-- kann deshalb mit einem verhältnismässig breiten blattartigen Bremsflügel, z.
B. aus Kunststoff, versehen sein, welcher in der Bereitschaftsstellung sogar über die Skilängskante innerhalb der Skibreite eingezogen ist. Da die Sohle des Skischuhs entsprechend der Höhe der Halteplatte --4-- etwas höher liegt, ist der dazu notwendige Platz für den Bremsarm --7-- vorhanden.
Durch die Form der Gleitfläche --12-- kann somit nicht nur eine Querbewegung des Bremsarmes - beim Übergang von der Brems- in die Bereitschaftsstellung, sondern auch eine Beeinflussung der wirkenden Kraft erreicht werden. Zweckmässig ist es, wenn der Betätigungsbügel --9-- in der Bremsstellung eine Vorspannung aufweist.
Ist es erforderlich, z. B. zur Verminderung der Unfallgefahr, dass bei Überschreiten einer entgegengesetzt zur Verschwenkkraft gerichteten Kraft die Betätigungsbügel --9-- mindestens um einen gewissen Betrag in entgegengesetzter Richtung schwenken, kann dies in einfacher Weise erreicht werden,
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--9-- eine Gleitfläche --12, 12'-- am- angeordnet wird (Fig. 3 und 5). Die beiden Gleitflächen --12, 12'-- gehen in die Nut --17-- im Steuersteg --13-- über, an deren Grund jeweils der Schenkel --11-- des Betätigungsbügels --9-- in der Bremsstellung annähernd formschlüssig gehalten ist, so dass die Bremsarme --7-- aus der Bremsstellung in der einen oder in der andern Richtung geschwenkt werden können.
Hiebei ist es möglich, den beiden Gleitflächen --12, 12'-- eine unterschiedliche Form zu geben, so dass der Widerstand gegen das Verschwenken unterschiedlich ist. Dies ist erwünscht, da die Skibremse --3-- nur in einer Richtung von der Brems- in die Bereitschaftsstellung geschwenkt wird, während die Bewegung in entgegengesetzter
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Richtung, z. B. nur dann eintreten soll, wenn die Bremsarme --7-- mit Wucht auf ein Hindernis auftreffen. Damit kann die Gefahr für den Skifahrer oder für Dritte durch den in der Bremsstellung nachgebenden Bremsarm --7-- vermindert werden.
Aus Fig. 4 ist die Form der von den Gleitflächen --12, 12'-- am Steuersteg --13-- gebildeten Ausnehmung besonders deutlich ersichtlich.
Ist ein Kontakt der Schwenkachse --8-- mit der Skioberseite nicht erwünscht, so kann der Steuersteg gemäss Fig. 5 ausgebildet sein und einen Lappen --4" -- als Auflagefläche für die Schwenkachsen --8-- aufweisen. Diese Ausführung schafft zudem die Möglichkeit, die Schenkel --11-- und damit die Skibremse --3-- nach beiden Seiten vollständig in die Bereitschaftsstellung zu schwenken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skibremse für einen, mit einer Sicherheitsbindung ausgerüsteten Ski mit zwei seitlich der Skilängskanten angeordneten, in eine etwa parallel zur Skioberseite verlaufende Bereitschaftsstellung und durch Federeinwirkung in eine Bremsstellung unter die Lauffläche des Skis verschwenkbaren, mit einem Bremsflügel versehenen Bremsarmen, die an im rechten Winkel zur Skilängsachse und parallel zur Skioberseite verlaufenden sowie in einer Halteplatte gelagerten Schwenkachsen anschliessen, die mit im Bereich der Bereitschaftsstellung an einer mindestens teilweise schräg gegen die Oberseite des Skis gerichteten Gleitfläche geführten Schenkeln eines in der Bremsstellung vorgespannten und während der Schwenkbewegung von der Bremsstellung in die Bereitschaftsstellung weiter elastisch spannbaren Betätigungsbügels einen einzigen,
aus Federstahldraht geformten Teil bildenden, dadurch ge- kennzeichnet, dass die beiden Schwenkachsen (8) des Betätigungsbügels (9) miteinander fluchten und jedem Schenkel (11) des Betätigungsbügels (9) ein Steuersteg (13) für die Führung desselben auf seinem gesamten Schwenkweg zugeordnet ist, dessen Gleitfläche (12) sich von einer oberhalb der Schwenkachse (8) liegenden Begrenzungsfläche einer Nut (17) aus schräg zur Längsachse
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