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Die Erfindung betrifft einen Behälter zur Aufnahme von Harnproben für die ärztliche Harnuntersuchung, bestehend aus einem becherartigen Behälterkörper aus Klarsichtkunststoff mit einem im Behälteröffnungsbereich umlaufenden und nach aussen abgewinkelten, waagrecht verlaufenden Randabschnitt mit einer obenseitigen waagrechten Auflagefläche und mit einem auf dem umlaufenden Behälterrand angeordneten Deckelteil aus Kunststoffolie oder flüssigkeitsundurchlässiger Pappe, Karton oder Papier mit oder ohne Kunststoffkaschierung.
Für die ärztliche Harnuntersuchung ist es erforderlich, dass eine Menge Harn zur Verfügung gestellt wird, für die als Aufnahmebehälter Flaschen, röhrchenartige oder andersartig gestaltete Gefässe, die mit einem Deckelverschluss versehen sind, verwendet werden. Nachteilig bei diesen bekannten Aufnahmegefässen ist es, dass diese nur schwer beschriftbar sind, wenn die Flaschenwandung nicht mit einem beschriftbaren Etikett versehen ist. Hinzu kommt, dass bereits an der Wandfläche des Aufnahmebehälters angebrachte Etiketten mühevoll beschriftbar sind. Darüber hinaus müssen diesen Gefässe für die Harnuntersuchung entsprechende Harnproben entnommen werden.
Aufgage der Erfindung ist es, einen Behälter zur Aufnahme von Harnproben zu schaffen, der in der Herstellung wirtschaftlich und mühelos verwendbar ist, der darüber hinaus raumsparend untergebracht werden kann, der ferner die mühelose Anbringung von Namen. Daten u. dgl. ermöglicht, wobei gleichzeitig der Behälter mit einem flüssigkeitsundurchlässigen und festsitzenden Deckelteil versehen ist, der für die Durchführung der Harnuntersuchung leicht vom Gefäss entfernbar ist, und der gleichzeitig die Durchführung von Tests ermöglicht, z. B. zum enzymatischen Harnzuckernachweis verwendet werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Behälter zur Aufnahme von Harnproben für die ärztliche Harnuntersuchung gemäss der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen, der erfindungsgemäss in der Weise ausgebildet ist, dass der Deckelteil einen gegenüber dem Innendurchmesser der Öffnung des Behälterkörpers etwas grösser bemessenen Durchmesser oder mindestens zwei einander gegenüberliegende Grifflaschen und eine auf der der Auflagefläche des umlaufenden Behälterrandes zugekehrten Verschlussseite angebrachte Beschichtung aus einem selbstklebenden Klebstoff aufweist und dass der Behälterkörper auf der Innenseite seiner Behälterwand eine Farbumschlagbeschichtung oder einen Teststreifen aufweist.
Mit dem derart ausgebildeten Behälter ist ein Aufnahmegefäss für Harnproben geschaffen, welches mühelos handhabbar ist und das nach Aufnahme der Harnprobe flüssigkeitsdicht verschliessbar ist, ohne dass hiezu Schraubverschlüsse oder andere geeignete Verschlusseinrichtungen Verwendung finden. Durch die Ausbildung des Deckelteils mit einer selbstklebenden Beschichtung ist es möglich, nach Abziehen des die Klebmittelschicht abdeckenden Schutzblattes den Deckelteil auf den umlaufenden Rand des Behälters aufzulegen und festzukleben, wobei die Handhabung des Deckelteils durch die zwei sich gegenüberliegend angeordneten Grifflaschen an dem den Deckelteil bildenden Zuschnitt wesentlich erleichtert wird.
Insbesondere durch die sich gegenüberliegend an dem Deckelteil angeformten Grifflaschen ist ein straffes Aufziehen und Befestigen des Deckelteils auf dem umlaufenden Rand des Behälterkörpers möglich, so dass ein flüssigkeitsdichter Abschluss zwischen dem umlaufenden Behälterrand und dem Deckelteil erreicht wird.
Ein mit einer Harnprobe gefüllter, derart verschlossener Behälter, kann mühelos transportiert werden, ohne dass die Gefahr besteht, dass Flüssigkeit aus dem Behälter austreten kann.
Besonders vorteilhaft ist darüber hinaus die becherartige Ausgestaltung des Behälterkörpers für die Aufnahme von Harnproben, da mehrere Behälter ineinandergesetzt raumsparend gestapelt werden können.
Ausserdem ist auch die Möglichkeit gegeben, für die Aufnahme von Harnproben den Patienten in einer Verpackung eine grössere Anzahl von derartigen Bechern zur Verfügung zu stellen, wobei durch das Ineinanderstapeln der einzelnen Becher eine platzsparende Unterbringung in entsprechend gestalteten Umkartons möglich ist. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, dass in denjenigen Fällen, in denen in kürzeren Abständen Harnproben zur Untersuchung abgegeben werden müssen, den Patienten eine grössere Anzahl von Harnprobeaufnahmebehältern zur Verfügung steht, die raumsparend, beispielsweise in einem Arzneischrank od. dgl., untergebracht werden können.
Ein weiterer Vorteil ist dadurch gegeben, dass die Behälterwand des Behälterkörpers mit einer Farbumschlagbeschichtung oder einem Teststreifen versehen ist, die mit dem Behälterinhalt in Berührung kommt und somit eine Bestimmung spezifischer Komponenten im Harn, wie beispielsweise Harnzucker, zulässt, so dass insbesondere dem Diabetiker gleichzeitig die Möglichkeit gegeben ist, einen Harnzuckertest durchzuführen und bei der Verwendung eines entsprechend gefärbten Vergleichsstreifens auf der
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umlaufenden Randabschnitt --11-- des Behälterkörpers --10-- wird durch die beiden Grifflaschen - 22 und 22a-erleichtert, zumal diese Grifflaschen an der dem umlaufenden Randabschnitt --11-- zugekehrten Fläche keine Klebmittelbeschichtung tragen.
Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, den Zuschnitt --21-- des Deckelteils --20-- mit mehr als zwei Grifflaschen zu versehen. Die Grifflaschen sind dann in gleichen Abständen voneinander angeordnet. In denjenigen Fällen, in denen von einer geraden Anzahl von Grifflaschen ausgegangen wird, sind die Grifflaschen derart angeordnet, dass sich jeweils zwei Grifflaschen gegenüberliegend sind.
Vor dem Aufsetzen des Deckelteils --20-- auf den umlaufenden Randabschnitt --11-- des Behälterkörpers --10-- ist die selbstklebende Beschichtung --30-- des Zuschnittes --21-- mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Schutzblattes abgedeckt. Dies ermöglicht es, den Zuschnitt --21-- vor dem Abziehen des Schutzblattes und Aufsetzen auf den umlaufenden Randabschnitt --11-- des Behälterkörpers - mühelos zu beschriften.
Der Deckelteil --20-- ist mit einem zusätzlichen beschriftbaren Zuschnitt --50-- versehen, der auf dem Zuschnitt --21-- mittels einer selbstklebenden Beschichtung gehalten ist, so dass dieser beschriftbare Zuschnitt --50-- von dem Deckelteil --20-- abgezogen werden kann. Hiefür weist der Zuschnitt --50-eine leicht angewinkelte Grifflasche --51-- auf. Diese Ausführungsform ermöglicht es dem Arzt, nach Entnahme der Harnprobe den beschrifteten Zuschnitt --50-- vom dem Deckelteil --20-- abzuziehen, so dass dann dieser beschriftete Zuschnitt --50-- auf entsprechende Untersuchungsgefässe aufgeklebt oder in die ärztlichen Unterlagen mit aufgenommen werden kann.
Wie Fig. 1 zeigt, ist auf der Innenseite der Behälterwand eine Farbumschlagbeschichtung oder ein Teststreifen --60-- angebracht, die mit dem Behälterinhalt in Berührung kommt und indikatorpapierähnlich bei Anwesenheit, beispielsweise von Harnzucker, mit einem Farbumschlag von gelb nach blau reagiert, wenn die Beschichtung aus Glukoseoxydase und Peroxydase und Chromogen für die Harnzuckerbestimmung besteht.
Die Farbumschlagbeschichtung --60-- ist siebdruckartig oder in anderer geeigneter Weise auf der Behälterwand aufgetragen.
Um beispielsweise auch aus der Intensität eines Farbumschlages Aussagen über den Gehalt von Harnzucker zu erhalten, ist auf der Aussenseite der Behälterwand im Bereich der Farbumschlagbeschichtung oder des Teststreifens --60-- ein entsprechend gefärbter Vergleichs streifen --70-- angebracht. Aus der Farbintensität des Teststreifens lässt sich dann der Harnzuckergehalt bestimmen.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Farbumschlagbeschichtung oder den Teststreifen --60-an der Innenseite des Deckelteils --20-- anzubringen, so dass nach einem Verschwenken des mit einer Harnprobe versehenen Behälters der Behälterinhalt mit dem Teststreifen --60-- in Berührung kommt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter zur Aufnahme von Harnproben für die ärztliche Harnuntersuchung, bestehend aus einem becherartigen Behälterkörper aus Klarsichtkunststoff mit einem im Behälteröffnungsbereich umlaufenden und nach aussen abgewinkelten, waagrecht verlaufenden Randabschnitt mit einer obenseitigen, waagrechten Auflagefläche und mit einem auf dem umlaufenden Behälterrand angeordneten Deckelteil aus Kunststoffolie oder flüssigkeitsundurchlässiger Pappe, Papier oder Karton mit oder ohne Kunststoffkaschierung, da-
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der Öffnung (12) des Behälterkörpers (10) etwas grösser bemessenen Durchmesser oder mindestens zwei einander gegenüberliegende Grifflaschen (22,22a) und ein auf der der Auflagefläche (lla) des umlaufenden Behälterrandes (11) zugekehrten Verschlussseite angebrachte Beschichtung (30)
aus einem selbstklebenden Klebstoff aufweist und dass der Behälterkörper (10) auf der Innenseite seiner Behälterwand eine Farbumschlagbeschichtung oder einen Teststreifen aufweist.