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Die Erfindung betrifft eine Spule zur Aufnahme von Kinofilm zwischen zwei Deckscheiben, zwischen denen mehrere Auflagekörper zur Abstützung der innersten Windung eines Filmwickels angeordnet sind, die in verschiedenen Abständen von der Spulenachse einstellbar sind, wobei gegebenenfalls die Auflagekörper mit Fortsätzen in Schlitze, Nuten od. dgl. eingreifen, deren beide Enden sich jeweils in verschiedenem Abstand von der Spulenachse befinden und jeder Auflagekörper mit einem Lenker verbunden ist, der mit seinem vom Auflagekörper abliegenden Ende an einem koaxial zur Spulenachse angeordneten Kupplungsring angelenkt ist.
Bei Spulen dieser Art wurde es aus der CH-PS Nr. 221328 bekannt, die Spule zweiteilig auszuführen, wobei jeder Spulenteil mit einer Deckscheibe versehen ist und die beiden Spulenteile zusammengeschoben und gegeneinander verriegelt werden konnten. Zweck der geteilten Spulenausbildung war es hiebei, den einen Spulenteil auf einen Wickelapparat aufsetzen zu können, mit welchem ein Filmwickel, beginnend vom Grösstdurchmesser, fortschreitend nach innen gebildet werden konnte, so dass der Filmanfang am Filmwickel aussen gelegen ist, ohne dass es zur Erreichung dieser Lage eines Umspulens bedarf. Um den Filmwickel von dem Wickelapparat abzunehmen, wird der zweite Spulenteil mit dem auf dem Wickelapparat befindlichen und mit dem Wickel bereits versehenen Spulenteil gekuppelt.
Dieser zweite Spulenteil trägt hiebei die Auflagekörper für die Abstützung der innersten Windung des Filmwickels und es werden diese Auflagekörper zur Anlage an. die innerste Wicklung des Wickels gebracht, wodurch der Wickel ähnlich unterstützt ist wie durch den Kern üblicher Spulen. Sollen die Auflagekörper gleichzeitig verstellt werden, so kann eine Lagerung der Auflagekörper derart vorgesehen werden, dass sie mit Fortsätzen in Schlitze, Nuten od. dgl. eingreifen, deren beide Enden sich jeweils in verschiedenem Abstand von der Spulenachse befinden und jeder Auflagekörper mit einem Lenker verbunden ist, der mit seinem vom Auflagekörper abliegenden Ende an einem koaxial zur Spulenachse angeordneten Kupplungsring angelenkt ist.
Die Verstellung kann aber auch für jeden Auflagekörper gesondert von Hand aus erfolgen, etwa dadurch, dass die Deckscheiben mit Bohrungen versehen sind, in welche die Achse eines Auflagekörpers hindurchgesteckt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spule der eingangs erwähnten Art so zu gestalten, dass sie für die Wiedergabe eines endlos gemachten Filmbandes geeignet ist, wobei solche Filmbänder unterschiedliche Länge bzw. unterschiedliche Innendurchmesser der Wickel aufweisen, somit eine Spule erforderlich ist, welche Wickel unterschiedlichen Innendurchmessers aufzunehmen erlaubt. Die Aufgabe wird gelöst, wenn ausgehend von einer Spule der eingangs erwähnten Art, erfindungsgemäss in an sich bekannter Weise die Auflagekörper als Rollen ausgebildet sind und mindestens eine Deckscheibe eine Aussparung aufweist, und wenn die Radialerstreckung der Aussparung im wesentlichen mit der Radialerstreckung der Schlitze übereinstimmt und insbesondere Sektorform aufweist und frei im Rand der Deckscheibe endet.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Spule, können diese zur fortlaufenden Projektion eines Kinofilms verwendet werden, der zu diesem Zweck endlos gemacht wurde. Da bei dieser Verwendung der Wickel sich relativ zu den Auflagekörpern bewegt, ist durch die Erfindung dafür Sorge getragen, dass die Relativbewegung zwischen Auflagekörpern und Filmband ausgeschaltet bzw. zumindest herabgesetzt wird, wobei weiters auch ein einwandfreier Abzug des Filmbandes gesichert wurde. Bei Verwendung erfindungsgemäss gestalteter Spulen wird sichergestellt, dass der Film beim Abzug von der Rolle möglichst keiner Beanspruchung unterliegt, die zu einem Verkratzen der Filmoberfläche Anlass geben könnte.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die die Auflagekörper bildenden Rollen jeweils paarweise und voneinander beabstandet auf einer Achse angeordnet sind, wobei in den Zwischenraum zwischen den Rollen eines Rollenpaares der, insbesondere von einem Metallband gebildete, Lenker eingreift, der an der Achse gehalten ist, die insbesondere mit beiden Enden in die in beiden Deckscheiben vorgesehenen Schlitze eingreift. Diese Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes stellt sicher, dass die Berührungsfläche zwischen Filmband und Auflagekörper gering ist bzw. ein Teil der Filmoberfläche mit den Auflagekörpern überhaupt nicht in Berührung kommt, wobei die Konstruktion noch den weiteren Vorteil einer besonders günstigen Verbindung zwischen den Auflagekörpern und den Lenkern, die zu ihrer Verstellung dienen, bietet.
Sind die Lenker als Metallbänder ausgebildet, so ergibt sich eine besonders elastische Lagerung der Auflagekörper, die den Effekt, der durch die Ausbildung der Auflagekörper als Rollen erzielt wird, noch weiter steigert.
Bei endlosen Filmen liegt das ablaufende und das auflaufende Filmtrum nicht in einer senkrecht zur Spulenachse verlaufenden Ebene. Um nun hier eine möglichst günstige Spulenlage, d. h. eine möglichst
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günstige Lage der Deckscheiben der Spule zu erzielen, ist in besonderer Ausgestaltung der erfindungsgemässen Spule die Aufnahmebohrung für die Anschlussachse des Projektors in einem eine kugelförmige Aussenfläche aufweisenden Einsatzstück der Spule ausgebildet, wobei gegebenenfalls der Einsatzkörper zur drehschlüssigen Verbindung mit der Spule mit einer Feder versehen ist, die in einer die Achse der Aufnahmebohrung enthaltenden Ebene liegt und eine kreisförmige Aussenkontur aufweist.
Die drehschlüssige Verbindung zwischen dem Einsatzkörper und den Spulendeckscheiben bzw. dem Spulenkern kann jedoch auch durch Reibungsschluss erfolgen, wobei jedoch die Justierung der Spulenscheiben auf dem Einsatzkörper so erfolgen muss, dass der Reibungsschluss zwar die Mitnahme sichert, jedoch eine Schrägstellung der Spulendeckscheibe nicht behindert.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Spule ist dadurch gekennzeichnet, dass mindestens von einem Auflagekörper die Achse durch die Deckscheibe nach aussen geführt ist und ausserhalb der Deckscheibe eine Verstellhandhabe, z. B. einen Verstellknopf, trägt, der insbesonders vor einer Skala auf der Deckscheibe spielt. Hiedurch wird in einfacher Weise eine Betätigung aller Auflagekörper durch Verschieben bloss eines einzigen Elementes sichergestellt. Die Verstellung kann jedoch auch so ausgeführt werden, dass an dem Kupplungsring ein Verstellhebel angreift, der durch einen Schlitz, der sich koaxial zur Spulenachse erstreckt, durch die Deckscheibe nach aussen geführt ist und an seinem aussenliegenden Ende gegebenenfalls mit einem Zeiger, der vor einer Skala auf einer der Deckscheiben spielt, versehen ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Spule nach der Linie 1-1 in Fig. 2, und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 1. Mit strichpunktiertem Linienzug ist hiebei in Fig. 1 die oberhalb der Schnittebene gelegene Deckscheibe eingezeichnet.
In den Zeichnungen sind mit --1 und 2-- Deckscheiben der Spule bezeichnet. Zwischen den Deckscheiben --1 und 2-- sind mehrere, im dargestellten Ausführungsbeispiel als Rollen ausgebildete Auflagekörper --3-- zur Abstützung der innersten Windung --4-- des Filmwickels --5-- angeordnet. Die Auflagekörper --3-- können anstatt als Rollen auch als Stifte ausgebildet sein oder auch beliebige Form aufweisen, wobei jedoch darauf zu achten ist, dass die Reibung an der Oberfläche der Auflagekörper möglichst gering ist, um eine Beschädigung des Filmes, der mit dem Auflagekörper in Berührung kommt, zu vermeiden. Die Auflagekörper --3-- können in verschiedenen Abständen von der Spulenachse --6-eingestellt werden.
Auf diese Art und Weise ist es möglich, unterschiedliche, für einen Filmwickel charakteristische Durchmesser zu erzielen. Zur Führung der Auflagekörper --3-- sind die Deckscheiben --1, 2-- mit Schlitzen --7-- versehen. Die Enden --8, 9-- der Schlitze liegen hiebei in unterschiedlichen Abständen von der Spulenachse--6--. Die Schlitze können gekrümmt angeordnet sein, können jedoch auch streng radial verlaufen.
Die Führungskörper --3-- greifen mit Fortsätzen, im dargestellten Ausführungsbeispiel sind diese Fortsätze von den Achsen --10--, auf welchen die als Rollen ausgebildeten Auflagekörper --3-- drehbar gelagert sind, gebildet, in die Schlitze --7-- ein. Jeder Auflagekörper --3-- ist hiebei mit einem Lenker --11-- verbunden. Die Lenker --11-- greifen im dargestellten Ausführungsbeispiel an den Achsen --10-- der Auflagekörper --3-- an. Gebildet sind die Lenker --11-- von Metallbändern. Jeder Lenker ist mit seinem vom Auflagekörper --3-- abliegenden Ende --12-- an einem koaxial zur Spulenachse angeordneten Spulenring --13-- angelenkt. Der Kupplungsring --13-- ist hiebei schwenkbar am Spulenkern gelagert.
Der Spulenkern wird hiebei von einen kreiszylindrischen Mantel aufweisenden, aus der Ebene der Deckscheiben --1, 2-- aufragenden Bunden gebildet. Die Aufnahme- bohrung --14-- für die Anschlussachse des Projektors ist in einem Einsatzstück --16-- des Spulenkernes ausgebildet und weist eine kugelförmige Aussenfläche --15-- auf. Dadurch ist es möglich, dass die Deckscheiben --1, 2-- am Einsatzstück --16-- schwenken können. Der Einsatzkörper --16-- ist zwecks drehschlüssiger Verbindung mit der Spule mit einer Feder --17-- versehen, die in einer die Achse --6-der Aufnahmebohrung --14-- enthaltenden Ebene liegt und eine kreisförmige Aussenkontur --18-- aufweist.
Zur Betätigung der Auflagekörper --3-- ist ein Verstellknopf --19-- vorgesehen, der an einer Achse - -10-- der Auflagekörper --3-- angreift. Der Verstellknopf --19-- kann hiebei eine Markierung tragen, die vor einer Skala --20-- spielt, die aussen an einer der Deckscheiben --1 bzw. 2-- angeordnet, insbesonders dort eingeritzt ist und die der Stellung des Verstellknopfes --19-- und damit auch der Stellung der Auflagekörper --3-- zugeordneten Durchmesser des Filmwickels --5-- angibt. Zur Verstellung muss jedoch nicht unbedingt ein Verstellknopf-19-vorgesehen sein.
Es kann auch mit dem Kupplungs-
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ring --13-- ein Hebel verbunden sein, der durch einen Schlitz einer der Deckscheiben nach aussen ragt und zur Betätigung des Kupplungsringes --13-- dient, so dass auch dadurch alle Auflagekörper --3-- gleichzeitig jeweils um den gleichen Betrag in den Schlitzen --7-- verstellt werden können. Die Deckscheibe --2--, die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt ist, besitzt eine Aussparung --21--, durch welche das Ende der inneren Windung des Filmwickels --5-- nach aussen geführt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spule zur Aufnahme von Kinofilm zwischen zwei Deckscheiben, zwischen denen mehrere Auflagekörper zur Abstützung der innersten Windung eines Filmwickels angeordnet sind, die in verschiedenen Abständen von der Spulenachse einstellbar sind, wobei gegebenenfalls die Auflagekörper mit Fortsätzen in Schlitze, Nuten od.
dgl. eingreifen, deren beide Enden sich jeweils in verschiedenem Abstand von der Spulenachse befinden und jeder Auflagekörper mit einem Lenker verbunden ist, der mit seinem vom Auflagekörper abliegenden Ende an einem koaxial zur Spulenachse angeordneten Kupplungsring angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise die Auflagekörper (3) als Rollen ausgebildet sind und mindestens eine Deckscheibe (2) eine Aussparung (21) aufweist, und dass die Radialerstreckung der Aussparung (21) im wesentlichen mit der Radialerstreckung der Schlitze (7) übereinstimmt und insbesonders Sektorform aufweist und frei im Rand der Deckscheibe (2) endet.