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Die Erfindung betrifft eine Sprüheinrichtung zum Aufsprühen eines Gleitschutzmittels auf die
Lauffläche des Reifens eines Kraftfahrzeuges, mit einem durch elektromagnetisch beättigbaren Verschluss versehenen Behälter, in welchem das Gleitschutzmittel aufbewahrt ist und der über eine Leitung mit einer auf die Lauffläche des Reifens gerichteten Sprühdüse verbunden ist.
Eine derartige Einrichtung ist z. B. durch die US-PS Nr. 3, 336, 064 bereits bekanntgeworden.
Es handelt sich hiebei um eine Einrichtung, die einen Flüssigkeitsbehälter und ein Sprührohr besitzt, wobei in dem Flüssigkeitsbehälter mittels eines Kolbens und einer Druckfeder der Druck im der aufzusprühenden Flüssigkeit erhalten wird. Die Einrichtung ist fest am Kraftfahrzeug angeordnet, so dass zwischen der Sprühdüse un der Lauffläche des Rades ein ziemlicher Abstand eingehalten werden muss, um die Bewegungen des Rades gegenüber dem Fahrzeugkörper nicht zu behindern. Durch diesen grossen erforderlichen Abstand zwischen Lauffläche des Rades und Sprühdüse kann der Fall eintreten, dass die
Enteisungsflüssigkeit durch Luftwirbelungen nicht oder nur zu einem sehr kleinen Teil auf die Lauffläche des Rades gelangt.
Zur Vermeidung des vorangeführten Nachteiles und Erzielung eines einwandfreien Gleitschutzes von
Kraftfahrzeugen wird erfindungsgemäss eine Sprüheinrichtung zum Aufsprühen eines Gleitschutzmittels auf
Kraftfahrzeugreifen der eingangs genannten Art vorgeschlagen, bei welcher die Sprühdüse hinsichtlich ihrer Breite und ihrer Form der Breite und Form der Lauffläche des Reifens angepasst ist, die Sprühdüse in Richtung zur Lauffläche des Reifens verschiebbar geführt ist, so dass der Abstand der Sprühdüse von der Lauffläche des Reifens veränderbar ist und die Sprühdüse mittels eines Elektromagneten aus ihrer Ruhelage in die Arbeitsstellung verschiebbar ist, in welcher Stellung der Abstand der Sprühdüse von der Lauffläche des Reifens gegenüber dem in der Ruhelage vermindert ist.
Durch diese Ausgestaltung einer Sprüheinrichtung wird erzielt, dass das Gleitschutzmittel auf die gesamte Reifenoberfläche gleichmässig aufgebracht wird, wobei der Abstand der Sprühdüse bei Nichtgebrauch der Einrichtung, also in ihrer Ruhelage so gross sein kann, als es für die Ermöglichung der Radbewegungen wünschenswert ist, aber während des Aufsprühens so vermindert wird, dass das Sprühmittel mit Sicherheit auf die Lauffläche aufgebracht wird. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass ein Abschnitt der den Behälter mit der Sprühdüse verbindenden Leitung als den Elektromagneten durchsetzender Anker ausgebildet ist. Es ergibt sich dadurch ein mechanisch einfacher, robuster Aufbau der Sprüheinrichtung, der wenig Verschleissstellen aufweist.
Erfindungsgemäss wird ferner vorgeschlagen, dass der Elektromagnet ortsfest am Kraftfahrzeug angeordnet ist und die Führung für die Sprühdüse bildet. Dadurch ergibt sich ein besonders leichter nachträglicher Einbau am Kraftfahrzeugchassis.
In den Zeichnungen wird der Erfindungsgegenstand näher dargestellt und beschrieben : Fig. l zeigt eine erfindungsgemässe Einrichtung in einem Kraftfahrzeug. Fig. 2 zeigt die Sprüheinrichtung für ein Rad.
In Fig. 3 ist die Sprüheinrichtung in Seitenansicht und in Fig. 4 in Vorderansicht dargestellt. Fig. 5 zeigt das Blockschaltbild für die Steuerung der Sprüheinrichtung.
Wie in Fig. l dargsetellt, wird an dem Fahrzeugchassis-l-an der Innenseite der Kotschützer die Sprüheinrichtung --2-- derart angeordnet, dass ihre breite Düse --3-- quer zum Kraftfahrzeugreifen und dessen Lauffläche angeordnet ist, wobei für jedes Rad eine eigene Sprühdüse vorgesehen ist.
Die Sprüheinrichtung --2-- besteht aus einem breiten Düsenkopf --3--, der mit einem rohrförmigen Ende --4-- ausgestattet ist, dessen Verlängerungsrohr --5-- an seinem freien Ende einen Schlauchan- schluss-6-- four einen Druckschlauch --7-- angeordnet hat, wie in Fig. 2, 3 und 4 ersichtlich.
Dieser Rohrteil --5-- ist im Kern eines Magneten --8-- beweglich verschiebbar angeordnet, welcher gleichzeitig als Führungselement für den Rohrteil --5-- dient. Das Ende des Druckschlauches --7-- besitzt eine Ansatzkupplung für den Flüssigkeitsbehälter --10--. An der Verbindungsstelle des Druckschlauches --7--
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Das Magnetventil --9-- bewirkt den Durchfluss der Sprühflüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter --10-, während der Magnet --8-- den Düsenkopf --3-- entweder nach oben hält oder in Richtung des Rades transportiert. In dem Flüssigkeitsbehälter --10-- wird eine Flüssigkeit, die mit dem Gleitschutzmittel vermischt ist, unter Druck gehalten.
Wird nun die erfindungsgemässe Einrichtung zur Anwendung gebracht, beaufschlagt man den Magnet-8-mit einer Spannung, wodurch die Sprühdüse --3-- in Richtung zum Kraftfahrzeugrad gebracht wird und unmittelbar darauf gibt das Magnetventil --9-- die Behälteröffnung des Behälters --10-- frei, so dass das unter Druck stehende Gleitschutzmittel in die
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Sprühdüse --3-- und anschliessend auf das Profil des Kraftfahrzeugreifens aufgespritzt werden kann. Die elektrische Steuerung der gesamten Sprüheinrichtung erfolgt über Relais. Auf dem Armaturenbrett des
Kraftfahrzeuges befindet sich der Ein- und Ausschalter der Anlage.
Nach Freigabe des Magnetventils - gelangt die unter Druck stehende Gleitschutzflüssigkeit über das Schlauchstück --7-- in die Sprühdüse-3-.
Es wird vorzugsweise ein flüssiges Gleitschutzmittel, das eine sehr schnelle Aushärtung der auf dem
Kraftfahrzeugreifen aufgesprühten Schicht besitzt, zur Anwendung gebracht, wobei die Reifenoberfläche von diesem Gleitschutzmittel chemisch nicht angegriffen, bzw. beschädigt werden kann.
Durch Betätigung des am Armaturenbrett befindlichen Schalters wird die erfindungsgemässe Einrichtung in Betrieb genommen, in der Weise, dass das Gleitschutzmittel während der Fortbewegung des Kraftfahrzeuges auf die vier Räder aufgetragen wird, so dass eine Gleitschutzschicht auf dem Fahrzeugreifen entsteht, die weder den Fahrzeugreifen noch den Fahrbahnbelag in irgend einer Weise beschädigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sprüheinrichtung zum Aufsprühen eines Gleitschutzmittels auf die Lauffläche des Reifens eines Kraftfahrzeuges, mit einem durch einen elektromagnetisch betätigbaren Verschluss versehenen Behälter, in welchem das Gleitschutzmittel aufbewahrt ist und der über eine Leitung mit einer auf die Lauffläche des Reifens gerichteten Sprühdüse verbunden ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Sprühdüse (3) hinsichtlich ihrer Breite und ihrer Form der Breite und Form der Lauffläche des Reifens angepasst ist, dass die Sprühdüse (3) in Richtung zur Lauffläche des Reifens verschiebbar geführt ist, so dass der Abstand der Sprühdüse (3) von der Lauffläche des Reifens veränderbar ist und dass die Sprühdüse (3) mittels eines Elektromagneten (8) aus ihrer Ruhelage in die Arbeitsstellung verschiebbar ist,
in welcher Stellung der Abstand der Sprühdüse (3) von der Lauffläche des Reifens gegenüber dem in der Ruhelage vermindert ist.