AT376623B - Zweileitungs-druckluftbremsenanlage fuer anhaengerfahrzeuge - Google Patents

Zweileitungs-druckluftbremsenanlage fuer anhaengerfahrzeuge

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AT376623B AT739978A AT739978A AT376623B AT 376623 B AT376623 B AT 376623B AT 739978 A AT739978 A AT 739978A AT 739978 A AT739978 A AT 739978A AT 376623 B AT376623 B AT 376623B
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Description


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   Die Erfindung bezieht sich auf eine Zweileitungs-Druckluftbremsanlage für Anhängerfahrzeuge, insbesondere Zweikreis-Bremsanlage, mit einer Notbremseinrichtung, die mit der Vorratsleitung verbundene Federspeicherbremszylinder aufweist, und mit mindestens einem als Relaisventil ausgebildeten Anhängerbremsventil, sowie mit einem den Vorratsbehälter absichernden und einen Ventilkörper aufweisenden Schutzventil. 



   Eine derartige Zweileitungs-Druckluftbremsanlage für Anhängerfahrzeuge ist aus der DE-OS 2232618 bekannt. Die Anlage weist einen Leitungsteil auf, zu dem die Federspeicherbremszylinder gehören. In diesem Leitungsteil findet ein Anhängerbremsventil Verwendung, welches als Relaisventil ausgebildet ist. Die Vorratsluft zu diesem Anhängerbremsventil wird über ein Rückschlagventil herangeführt. Nach dem Rückschlagventil zweigt eine Leitung zu dem Vorratsbehälter für Druckluft für diesen Leitungsteil ab. 



   Dem Rückschlagventil vorgeschaltet ist ein separat angeordnetes Schutzventil, an welches die Vorratsleitung herangeführt ist und von dem zwei Leitungen ausgehen, von denen die eine über das Rückschlagventil zu dem schon erwähnten Anhängerbremsventil führt. Die andere Leitung führt nochmals zu einem zweiten Vorratsbehälter für einen Leitungsteil, in welchem jedoch keine Federspeicherbremszylinder vorgesehen sind. Weiterhin ist der die Federspeicherbremszylinder aufweisende Leitungsteil hinsichtlich des Schutzventils durch eine Umgehungsleitung zur Vorratsleitung überbrückt, in welcher ein weiteres Rückschlagventil vorgesehen ist. Diese bekannte Anlage weist somit eine relativ grosse Anzahl an einzelnen Ventilen und an entsprechenden Leitungsverbindungen auf. 



   Es wurde bereits ein Anhängerbremsventil für Zweileitungs-Druckluftbremsen vorgeschlagen, welches ebenfalls mit einer Notbremseinrichtung versehen ist. Die Notbremseinrichtung besteht jedoch hier nicht aus mit der Vorratsleitung verbundenen Federspeicherbremszylindern, sondern im wesentlichen aus einem über die Vorratsleitung direkt beaufschlagbaren Notbremskolben im Anhängerbremsventil. Zusätzlich zu diesem Notbremskolben weist dieses Anhängerbremsventil ein integriertes Schutzventil auf, wie es bei   Mehrkreis-Drucksicherungseinrichtungen   bekannt ist. Damit wird ein Anhängerbremsventil geschaffen, welches sich bei doppelter Anordnung für zweikreisige Anhängerbremsen so einsetzen lässt, dass jeder Kreis bei einfacher Gestaltung der Bremsanlage abgesichert ist. 



   Aus der DE-OS 2135924 ist eine zweikreisige Anhängerbremsanlage bekannt, bei der zwei Relaisventile parallel in der Bremsleitung eingeschaltet sind. Darüber hinaus findet ein Handbremsventil Verwendung, welches über eine Leitung mit Vorratsluft versorgt wird und eine zweite Leitung besitzt, die zu der Vorratsleitung führt. Die von dem Handbremsventil ausgehende Leitung ist mit dem Federspeicherbremszylinder verbunden, um diesen insbesondere für Rangierzwecke des Anhängerfahrzeuges lösen bzw. festbremsen zu können. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die   Zweileitungs-Druckluftbremsanlage   für Anhängerfahrzeuge der eingangs beschriebenen Art so zu vereinfachen, dass sowohl bei einkreisiger Ausbildung als auch bei zweikreisiger Ausbildung der bzw. die Kreise bei einfacher Gestaltung der Bremsanlage abgesichert sind. 



   Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Ventilkörper des Schutzventils koaxial zum Ventilkörper des Anhängerbremsventils in dessen Gehäuse angeordnet, begrenzt beweglich gelagert und einerseits an dem Ventilkörper und anderseits, wie an sich bekannt, in einer Bohrung des Gehäuses bzw. einem ortsfesten Einsatz dichtend geführt ist, und dass der Ventilkörper des Schutzventils nach Art eines vorzugsweise gestuften Ringkolbens ausgebildet ist. Damit ist das Schutzventil in besonders einfacher Weise in dem Anhängerbremsventil integriert, wobei die ohnehin vorhandenen Teile des Anhängerbremsventils dazu benutzt werden, um auch die Funktion des Schutzventils zu erreichen.

   Dabei versteht es sich, dass das Schutzventil in den Leitungszweig zu schalten ist, der zu dem Vorratsbehälter führt,   u. zw.   in Strömungsrichtung vor der Vorratskammer des Anhängerbremsventils. Vor dem Schutzventil muss freilich der Federspeicherbremszylinder und die Vorratsleitung verbunden sein. Die Bremsanlage mit dem Anhängerbremsventil ist gleichermassen geeignet, eine einkreisige als auch eine zweikreisige Anhängerbremsung durchzuführen. Bei zweikreisiger Anhängerbremsung ist jeder Kreis gesondert abgesichert, so dass bei einem Defekt in einem der Kreise der Notbetrieb über den andern Kreis auf jeden Fall aufrecht- 

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 erhalten werden kann.

   Bei einkreisiger Ausbildung ist dieser Kreis abgesichert, so dass bei einem Defekt an der Vorratsleitung die Druckluft des Vorratsbehälters abgesichert wird, so dass sie beispielsweise für Rangierzwecke noch zur Verfügung steht. 



   In besonders einfacher konstruktiver Ausführung ist zwischen der Bohrung des Gehäuses und dem Ventilkörper des Schutzventils der durchbrochene Einsatz ortsfest angeordnet, der einen Vorsprung zur Bildung eines Einlassventils des Relaisventils und einen Einlasssitz des Schutzventils trägt. Da das Anhängerbremsventil ohnehin über zylindrische Bohrungen verfügt, ist der bauliche Aufwand des integrierten Schutzventils vergleichsweise gering. Insbesondere wird ein eigenes Gehäuse des Schutzventils eingespart. 



   Wenn der Einsatz an seinem Umfang mit gegeneinander abgedichteten Ringräumen versehen ist, kann der eine Ringraum an den Vorratsbehälter und der andere Ringraum an den Federspeicherbremszylinder angeschlossen sein. Der Anschluss dieser Ringräume stellt eine konstruktiv einfache Möglichkeit dar, trotz der Austauschbarkeit des Einsatzes, die Anschlüsse innerhalb der Druckluftbremsanlage zu verwirklichen. 



   Der Einsatz kann im Bereich beider Ringräume radial durchbrochen sein, so dass der mit dem Vorratsbehälter verbundene Ringraum an eine Vorratskammer und der mit den Federspeicherbremszylindern verbundene Ringraum an eine Schutzkammer des Schutzventils angeschlossen ist. 



  Damit wird die Luftführung in dem Einsatz vereinfacht. 



   Es kann ein Rückschlagventil aus einer den Ringraum, der mit den Federspeicherbremszylindern verbunden ist, in einer Richtung absperrende Ringmanschette gebildet sein. Das Rückschlagventil kann in Durchflussrichtung des Vorratsdruckes vor oder hinter dem Schutzventil angeordnet sein. Es bewirkt, dass der Vorratsdruck im Behälter beim Abkuppeln des Anhängers, also bei einem Defekt in der Vorratsleitung, nicht auf den Schliessdruck des Schutzventils abgesenkt wird. Dieser Vorratsdruck bleibt somit voll erhalten und steht daher für eine grössere Anzahl von Rangiervorgängen zur Verfügung. 



   Der Verschiebeweg des Ventilkörpers des Schutzventils kann einerseits durch den Einlasssitz des letzteren und anderseits durch einen am Einsatz angeordneten Anschlag begrenzt sein. 



  Damit ist der Ventilkörper des Schutzventils in dem Einsatz unverlierbar angeordnet. 



   Der Ventilkörper des Schutzventils kann einen Anschlag für den Ventilkörper des Anhängerbremsventils aufweisen, so dass ein Öffnen des Schutzventils durch einen Steuerkolben des Anhängerbremsventils möglich ist. Dieses Merkmal dient der schnelleren Erreichung der Fahrbereitschaft beim Auffüllen der Anlage. Selbst wenn der vorgesehene Behälterdruck noch nicht erreicht ist, kann bei einer Betriebsbremsung das Schutzventil geöffnet und der gerade erreichte Druck in der Vorratsleitung zu den Bremszylindern geschickt werden. 



   Einige bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen nachfolgend beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 einen Schnitt durch ein Anhängerbremsventil mit integriertem Schutzventil zum Betrieb in einer mit Federspeicherbremszylindern arbeitenden Bremsanlage, Fig. 2 einen Schnitt durch ein Anhängerbremsventil mit zusätzlich angeordnetem Rückschlagventil, Fig. 3 einen Schnitt einer weiteren Ausführungsform eines Anhängerbremsventils, Fig. 4 eine einkreisige Zweileitungs-Bremsanlage eines Anhängers, Fig. 5 eine Zweikreis-Bremsanlage eines Anhängers und Fig. 6 eine Bremsanlage eines Motorwagens mit einem als Anhängersteuerventil eingesetzten Anhängerbremsventil. 



   Das in Fig. 1 dargestellte Anhängerbremsventil weist ein   Gehäuse-l-auf,   welches zweckmässig aus mehreren Teilen besteht. Das   Gehäuse-l-besitzt   einen   Anschluss --2-- für   eine Vorratsleitung --3--, einen   Anschluss --4-- für   eine zu   Bremszylindern --5-- führende   Leitung --6--, einen   Anschluss --7-- für   eine Bremsleitung --8--, sowie einen   Anschluss-11-   für eine zu einem   Vorratsbehälter --13-- führende Leitung --12--.   Dieses Anhängerbremsventil ist an sich für eine einkreisige Anhängerbremsung ausgebildet. Es kann aber selbstverständlich auch doppelt angeordnet werden, um so Bestandteil einer zweikreisigen Bremsanlage zu sein. 



   Im   Gehäuse-l-ist   ein Steuerkolben --14-- dichtend geführt und auf einer Feder --16-gehäuseseitig abgestützt. Oberhalb des Steuerkolbens --14-- befindet sich eine Steuerkammer --17--, die über den Anschluss --7-- Verbindung mit der Bremsleitung --8-- hat. Unterhalb des Steuerkolbens --14-- ist eine Bremskammer --21-- vorgesehen. Der Steuerkolben --14-- besitzt 

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 einen kolbenstangenähnlichen Fortsatz --22--, der durch eine gehäuseseitige Trennwand --23-hindurchreicht. Dabei ist ein Ringspalt --24-- vorgesehen, der einen Luftdurchtritt zulässt. Es versteht sich, dass an Stelle des Ringspaltes --24-- auch Längsspalte oder aber entsprechende Verbindungsbohrungen in der gehäuseseitigen Trennwand --23-- vorgesehen sein können.

   Am unteren Ende besitzt der kolbenstangenähnliche Fortsatz --22-- einen Rand --25--, der einen Teil des Auslassventils bildet. 



   Im   Gehäuse-l-ist   ferner in der dargestellten Weise ein Einsatz --60-- vorgesehen. 



  Es ist auch möglich, den Einsatz --60-- direkt aus Teilen des   Gehäuses-l-zu   bilden. Der Einsatz --60-- besitzt Ringdichtungen --27, 28 und 28'--. Zwischen diesen Ringdichtungen sind   Ringräume --61   und 62-- gebildet, wobei der Ringraum --61-- an den Anschluss --11-- angeschlossen ist und vom Ringraum --62-- ein Anschluss --63-- abzweigt, der über eine Lei-   tung --64-- zu Federspeicherzylindern --65-- führt.   Von dem   Ringraum --61-- führt   eine Durchbrechung --35-- zu einer Vorratskammer --33--, die anderseits von einem Doppelventilkörper --36-- abgeschlossen ist. Der   Doppelventilkörper --36-- ist mit   Hilfe einer Feder --37-federnd angeordnet.

   Der   Doppelventilkörper --36-- weist   einen zentralen Kanal --39-- auf, der über eine am   Gehäuse-l-vorgesehene   und abgedeckte   Öffnung --40-- dauernd   mit Atmosphäre in Verbindung steht. Der   Doppelventilkörper --36-- besitzt   einen   Sitz --41--,   der mit dem Fortsatz --22-- und dem an ihm vorgesehenen   Rand --25-- das Auslassventil --25, 41-- bildet.   Der   Doppelventilkörper --36-- bildet   ausserdem mit einem   Vorsprung --42-- am Gehäuse --1-- oder   an dem   Einsatz --60-- das Einlassventil --36, 42-- für   die Vorratsluft für die Betriebsbremsung. 



  Oberhalb des Einsatzes --60-- ist eine Kammer --45-- vorgesehen, die immer mit den Bremszylindern --5-- in Verbindung steht. 



   Ein wesentlicher Teil des integrierten Schutzventils ist ein   Ventilkörper --48--,   der auf jeden Fall dichtend an dem   Doppelventilkörper --36-- geführt   ist. Der   Ventilkörper --48-- ist   auf seinem äusseren Umfang dichtend geführt,   u. zw.   entweder an dem Einsatz --60-- oder an einer Gehäusebohrung. Der   Ventilkörper --48-- besitzt   einen Dichtsitz --51--, der mit einem Ein-   lasssitz --47-- an   dem Einsatz --60-- oder am   Gehäuse-l-zusammenarbeitet.   Der Ventilkörper --48-- ist über   Anschläge --66-- begrenzt   beweglich gelagert. Er stützt sich gehäuseseitig über eine Feder --49-- ab. Die Feder --49-- ist auf den Sicherheitsdruck des Schutzventils eingestellt.

   Die Feder --49-- kann in bekannter Weise durch die Anordnung eines Federtellers und einer Gewindeschraube   od. dgl.   einstellbar ausgebildet werden. 



   Durch das Schutzventil--47, 48,49, 51-- wird von der Vorratskammer --33-- eine Schutzkammer --67-- getrennt, die über eine Durchbrechung --68-- dauernd Verbindung mit dem Ringraum --62-- bzw. den Federspeicherbremszylindern --65-- hat. 



   Darüber hinaus ist im   Gehäuse   --1-- eine Bohrung --69-- vorgesehen, die zur Aufnahme einer   Löseeinrichtung --70-- ausgebildet   ist. Diese besteht aus einem kolbenartigen Schieber, der auf seinem Aussenumfang eine Verbindungskammer --71-- aufweist, deren Ausdehnung und Gestaltung an die Entfernung zweier Kanäle --72 und   73-- angepasst   ist. Der   Kanal --72-- führt   zu dem Ringraum --61--, während der Kanal --73-- mit dem Ringraum --62-- verbunden ist. 



  Der Schieber weist eine Kolbenstange --74-- auf, die in einem manuell bedienbaren   Griff --75--   endet. Die   Gehäusebohrung --69-- verbindet   den   Anschluss --2-- mit   dem Kanal --73--. Die Löseeinrichtung --70-- wird durch den am   Anschluss --2-- wirksam   werdenden Vorratsdruck in der Vorratsleitung --3-- in die gezeigte Endstellung verschoben, so dass der Kanal --72-- abgesperrt, jedoch der Kanal --73-- mit dem Anschluss --2-- und der Vorratsleitung --3-- verbunden ist. Wird der Schieber mit einem Handgriff --75-- in die andere Endstellung überführt, so ist die Vorratsleitung --3-- abgeschlossen, während die Kanäle --72 und 73-- miteinander in Verbindung stehen. 



   Die Funktion des Anhängerbremsventils gemäss Fig. 1 ist folgende :
Nachdem der Anhänger mit dem Zugfahrzeug verbunden und die entsprechenden Verbindungen der Vorratsleitung --3-- und der Bremsleitung --8-- hergestellt worden sind, strömt bei betätigtem Kompressor der Druckluftbeschaffungseinrichtung Vorratsluft über die Vorratsleitung --3-- und den Anschluss --2-- in die   Gehäusebohrung --69-- und   von dort in den Kanal --73--, den Ringraum --62-- und über die Durchbrechung --68-- in die Schutzkam- 

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 einer Motorwagen-Anhängerkombination die Federspeicherbremszylinder --65-- bereits gelöst sind, während der Sicherheitsdruck des Schutzventils --47, 48,49, 51-- noch nicht erreicht ist. In diesem Zeitpunkt kann das Fahrzeug schon gefahren werden.

   Eine Bremsung des Anhängers ist aber im Stand der Technik bisher nicht möglich, weil in dem   Vorratsbehälter --13-- noch   nicht entsprechender Druck zur Verfügung steht. Wird in diesem Fall eine Betriebsbremsung durch Einströmung von Druck in die Steuerkammer --17-- eingeleitet, so wird das   Auslassventil --25, 41--   geschlossen und anschliessend der   Doppelventilkörper --36, 38-- so   weit bewegt, bis er auf die   Anschläge --76-- trifft   und damit das   Schutzventil --47,   48,49, 51-- öffnet, so dass jedenfalls der gerade erreichte Druck in der Vorratsleitung --3-- zu den   Bremszylindern --5-- fliessen   kann. 



  Gleichzeitig gelangt dieser Druck auch in den   Vorratsbehälter --13--.   



   In Fig. 2 ist ein Anhängerbremsventil dargestellt, welches im wesentlichen demjenigen nach Fig. 1 entspricht. Lediglich in dem Ringraum --62-- ist eine Ringmanschette angeordnet, die als   Rückschlagventil --29-- wirkt.   Stattdessen könnte auch ein Rückschlagventil in der Durchbrechung --68-- eingesetzt sein. Das   Rückschlagventil --29-- kann   in Durchflussrichtung des Vorratsdruckes vor oder hinter dem   Schutzventil --47,   48,49, 51-- angeordnet sein. Das Rückschlagventil --29-- bewirkt, dass der Vorratsdruck im   Behälter --13-- beim   Abkuppeln des Anhängers, also bei einem Defekt in der Vorratsleitung --3--, nicht auf den Schliessdruck des Schutzventils --47, 48,49, 51-- abgesenkt wird.

   Dieser Vorratsdruck bleibt voll erhalten und steht daher für eine grössere Anzahl von Rangiervorgängen zur Verfügung. 



   In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform des Anhängerbremsventils dargestellt, die sich durch einen besonders einfachen konstruktiven Aufbau kennzeichnet. 



   Fig. 4 zeigt eine Bremsanlage für einkreisige Anhängerbremsung über eine Zweileitungsbremse. In Fig. 5 sind zwei Anhängerbremsventile gemäss Fig. 1 oder 2 zum Zwecke einer Zweikreisbremsanlage angeordnet. 



   Das Anhängerbremsventil lässt sich gemäss Fig. 6 aber auch vorteilhaft in einer Motorwagenbremsanlage einsetzen, um auf diese Weise beispielsweise eine Drucksicherung der oder des Anhängerbremskreises zu erreichen. Das Anhängerbremsventil wird dabei als Anhängersteuerventil in der üblichen Weise eingesetzt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Zweileitungs-Druckluftbremsanlage für Anhängerfahrzeuge, insbesondere Zweikreis-Bremsanlage, mit einer Notbremseinrichtung, die mit der Vorratsleitung verbundene Federspeicherbremszylinder aufweist, und mit mindestens einem als Relaisventil ausgebildeten Anhängerbremsventil, sowie mit einem den Vorratsbehälter absichernden und einen Ventilkörper aufweisenden Schutzventil, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (48) des Schutzventils (47,48, 49,51) koaxial zum Ventilkörper (36) des Anhängerbremsventils in dessen Gehäuse   (1)   angeordnet, begrenzt beweglich gelagert und einerseits an dem Ventilkörper (36) und anderseits, wie an sich bekannt, in einer Bohrung des Gehäuses   (1)   bzw.

   einem ortsfesten Einsatz (60) dichtend geführt ist, und dass der Ventilkörper (48) des Schutzventils (47,48, 49,51) nach Art eines vorzugsweise gestuften Ringkolbens ausgebildet ist.

Claims (1)

  1. 2. Zweileitungs-Druckluftbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Bohrung des Gehäuses (1) und dem Ventilkörper (48) des Schutzventils (47,48, 49,51) der durchbrochene Einsatz (60) ortsfest angeordnet ist, und dass dieser Einsatz (60) einen Vorsprung (42) zur Bildung eines Einlassventils (41,42) des Relaisventils und einen Einlasssitz (47) des Schutzventils (47,48, 49,51) trägt (Fig. 1 und 2).
    3. Zweileitungs-Druckluftbremsanlage nach Anspruch 2, bei der der Einsatz an seinem Umfang mit gegeneinander abgedichteten Ringräumen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Ringraum (61) an den Vorratsbehälter (13) und der andere Ringraum (62) an die Federspeicherbremszylinder (65) angeschlossen ist.
    4. Zweileitungs-Druckluftbremsanlage nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (60) im Bereich beider Ringräume (61 und 62) radial durchbrochen ist, so dass <Desc/Clms Page number 6> der mit dem Vorratsbehälter (13) verbundene Ringraum (61) an eine Vorratskammer (33) und der mit den Federspeicherbremszylindern (65) verbundene Ringraum (62) an eine Schutzkammer (67) des Schutzventils (47,48, 49,51) angeschlossen ist.
    5. Zweileitungs-Druckluftbremsanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rückschlagventil (29) aus einer den Ringraum (62), der mit den Federspeicherbremszylindern (65) verbunden ist, in einer Richtung absperrenden Ringmanschette gebildet ist (Fig. 2).
    6. Zweileitungs-Druckluftbremsanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebeweg des Ventilkörpers (48) des Schutzventils (47,48, 49,51) einerseits durch den Einlasssitz (47) des letzteren und anderseits durch einen am Einsatz (60) angeordneten Anschlag (66) begrenzt ist.
    7. Zweiteilungs-Druckluftbremsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkörper (48) des Schutzventils (47,48, 49,51) einen Anschlag (76) für den Ventilkörper (36) des Anhängerbremsventils aufweist, so dass ein Öffnen des Schutzventils (47,48, 49,51) durch einen Steuerkolben (14) des Anhängerbremsventils möglich ist.
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