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Die Erfindung betrifft eine Armbanduhr mit einem wendbaren, beidseitig verwendbaren Uhrgehäuse, welches an jeder Stirnfläche zumindest ein Ablese-und/oder Eingabefenster aufweist, wobei das Uhrgehäuse drehbar über zumindest ein Verbindungselement an Uhrbandansätzen des Uhrbandes befestigt ist.
Beidseitig verwendbare Armbanduhren, also beispielsweise Uhren mit zwei an gegenüberliegenden Seiten vorgesehenen Zifferblättern - sind bereits seit langem bekannt. Die Zeiger der Zifferblätter können dabei entweder von einem, oder von zwei Uhrwerken angetrieben werden. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl von Möglichkeiten wie etwa zwei verschiedene Zeitzonen für Reisende, oder auf einer Seite eine Stunden-, Minutenund Sekunden-Anzeige und auf der Rückseite eine Stoppuhr oder eine Datumsanzeige. Es kann auch in einer Gehäusehälfte eine Analog- und in der zweiten Gehäusehälfte eine Digitaluhr vorgesehen sein. Anstelle einer Zeitanzeige kann die zweite Gehäusehälfte auch beispielsweise einen Kompass, einen Behälter, eine Aufnahmeeinrichtung für ein Foto, ein Rechengerät, ein elektronischee Spiel, oder Ähnliches beinhalten.
Ein weiterer Aspekt ist die dem Zeitgeist entsprechende Kombination von unterschiedlichen Designs und Farbkombinationen, die speziell jüngere Konsumenten ansprechen soll. Derartige Verwendungsmöglichkeiten setzen allerdings eine leichte Handhabung und einen hohen Tragekomfort vorraus.
Aus der GB 2 213 612 A ist eine zweiseitig verwendbare Armbanduhr der eingangs genannten Art bekannt, dessen Uhrgehäuse drehbar über Zapfen an Aufnahmeelementen des Armbandes gelagert ist. Eine derartige Lagerung gestattet zwar ein unbehindertes Wenden des Uhrgehäuses, wenn das Armband vom Handgelenk abgenommen ist, macht es allerdings schwierig bis unmöglich das Uhrgehäuse- am Armgelenk zu wenden. Eine einfache Handhabung und ein hoher Tragekomfort ist dadurch nicht gegeben.
Die Tatsache, dass beidseitig verwendbare Armbanduhren bisher nicht ausreichend am Handgelenk drehbar waren, ist ein Grund, dass derartige Armbanduhren bisher nur vereinzelt im Fachhandel zu finden waren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es die Nachteile bekannter Armbanduhren mit einem wendbaren Uhrgehäuse zu
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vermeiden und bei einer solchen Armbanduhr eine einfache Handhabung zu erreichen und gleichzeitig hohem Tragekomfort zu ermöglichen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Verbindungselement zumindest teilweise elastisch ausgebildet ist. Dadurch kann das Uhrgehäuse unter zumindest teilweiser Dehnung des Verbindungselementes vom Handgelenk weggezogen, gewendet, und wieder auf das Handgelenk aufgesetzt werden, ohne das Armband vom Handgelenk zu entfernen.
In einer sehr einfachen Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Verbindungselement das Uhrgehäuse durch eine diagonal durch das Uhrgehäuse verlaufende Ausnehmung durchsetzt. Damit das Uhrgehäuse zwar drehbar gelagert ist, trotzdem sich aber dennoch entlang des Verbindungselementes nicht unerwünschter Weise verschieben kann, ist es vorteilhaft, wenn das Verbindungselement zumindest eine Verdickung innerhalb des Uhrgehäuses, vorzugsweise im Bereich des Uhrgehäusezentrums, aufweist, welche mit einer Erweiterung in der Ausnehmung des Uhrgehäuses zusammenwirkt.
Eine herstellungsmässig sehr einfache und kostengünstige Ausführungsform sieht vor, dass das Verbindungselement aus einem elastischen Band bzw. einer elastischen Schnur besteht. Es kann aber in einer exklusiveren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen sein, dass das Verbindungselement zumindest ein aufrollbares Band bzw. eine aufrollbare Schnur sowie eine federbelastete Rollvorrichtung aufweist, deren Feder das Band bzw. die Schnur in der Ruhelage aufrollt und spannt.
Das Verbindungselement kann auch zwei Schnüre oder Bänder aufweisen, welche entweder über ein elastisches Element, vorzugsweise eine Feder, miteinander verbunden sind, oder elastisch sind und mit ihren Enden drehbar jeweils in einem Uhrbandansatz und einem benachbarten Bereich des Uhrgehäuses verankert sind.
Die Verankerung kann dadurch erfolgen, dass die Bänder bzw. Schnüre an Ihren Enden Verdickungen aufweisen, welche mit entsprechenden Erweiterungen in den Ausnehmungen des Uhrgehäuses und mit Ösen des Uhrbandansatzes zusammenwir- ken. sE
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass in der Ruhestellung des Verbindungselementes die Uhrbandansätze mit entsprechend komplemen- zär geformten Bereichen des Uhrgehäuses zusammenwirken und in
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diese einrasten. Durch die Uhrbandansätze wird einerseits eine Sicherung des Uhrgehäuses gegen unbeabsichtigtes Verdrehen erreicht, andererseits der Tragekomfort erhöht.
Falls das Uhrgehäuse zwei voneinander unabhängige Uhrwerke beinhaltet, ist es vorteilhaft, wenn das Verbindungselement innerhalb des Uhrgehäuses etwa in einer zwischen den zwei Uhrwerken verlaufenden Symmetrieebene angeordnet ist.
Dadurch wird eine gleichmässige Lagerung des Uhrgehäuse am Verbindungselement erzielt.
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erläutert. Es zeigen : Fig. l eine Armbanduhr mit dem erfindungs- gemässen Verbindungselement, Fig. 2a die Armbanduhr aus Fig. 1 mit einem entfernten Uhrgehäuseteil, Fig. 2b dieselbe Armbanduhr bei eingerastetem Uhrgehäuse, Fig. 2c diese Armbanduhr bei geöffnetem Uhrgehäuse, Fig. 3 und 4a Ausführungsvarianten der Erfindung, Fig. 4b die Armbanduhr aus Fig. 4a bei geöffnetem Uhrgehäuse, Fig. 5 die Lage der erfindungsgemässen Armbanduhr am Handgelenk und Fig. 6 ein Detail der Armbanduhr
Das Prinzip einer drehbaren Doppeluhr besteht darin, dass zwei von einander unabhängige Uhren in einem gemeinsamen Uhrgehäuse 1 untergebracht sind.
Durch ein durch das Uhrgehäuse 1 laufendes als Band oder Schnur ausgebildetes Verbindungselement 2 werden die Armbandhälften 3 über die Armbandansätze 4 auf elastische Weise miteinander verbunden. Dadurch wird erreicht, das die drehbare Doppeluhr direkt am Handgelenk gedreht werden kann, wie in Fig. 1 gezeigt ist.
Durch das Anheben des Uhrgehäuses 1 rasten die Armbandansätze 4 aus entsprechenden komplementären Bereichen 14 des Uhrgehäuses 1 aus. In diesem Zustand ist die Uhr um die Längsachse, bei geschlossenem Armband 3, am Handgelenk drehbar. Nach dem Drehen rasten die Armbandansätze a wieder in komlementäre Bereiche 14, beispielsweise Vertiefungen, des Uhrgehäuses 1 ein, und-fixieren die wendbare Uhr in der gewünschten Stellung, sodass auf jeden Fall ein Zifferblatt bzw. ein Ablese-und/oder Eingabefenster genau nach oben, d. h. vom Handgelenk wegweist. Die Armbandansätze 4 sorgen dafür, dass die wendbare Uhr sich dem Armgelenk anpasst, wie in Fig. 5 gezeigt ist.
Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemässe Armbanduhr mit einem elastischen Verbindungselement 2, welches die Verbindung zwischen der wendbaren Uhr und den beiden Uhrbandansätzen 4
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herstellt. Das als Band oder Schnur ausgebildete Verbindungs- element 2 verläuft in einer Ausnehmung 5 im Uhrgehäuse 1 und kann im Bereich des Uhrgehäusezentrums eine Verdickung 6 aufweisen, welche einen Schutz gegen Verrutschen darstellt. Die Verdickung 6 ist in einer entsprechenden Erweiterung des Uhrgehäuses 1 positioniert. Genauso können die beiden Enden des Verbindungselementes 2 mit einer Verdickung 7 versehen sein, um die Uhrbandansätze 4 zu befestigen.
Das Band bzw. die Schnur besteht idealerweise aus einem elastischen Material, dessen Zusammensetzung und Elastizitätsmodul so gewählt wird, dass zwar ein einfaches Drehen der Uhr möglich ist, ein Herausgleiten der Verdickungen 7 aus den Uhrbandansätzen 4 aber verhindert wird.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante mit zwei Bändern bzw. Schnüren 2, die in der Mitte über eine Feder 15 miteinander verbunden sind. An Stelle einer Feder 15 kann auch eine federbelastete Rollvorrichtung verwendet werden, welche die beiden Verbindungselemente über eine Rolle in der normalen . Tragposition fixiert. Beim Drehen der wendbaren Uhr gibt die Rolle genug Schnur bzw. Band frei und fixiert die Uhr wieder in der umgedrehten Position.
Eine weitere Möglichkeit besteht in zwei kurzen Verbindungselementen 8, die auf beiden Seiten des Uhrgehäuses 1 in 12 Uhr und 6 Uhr Stellung - anstelle eines durchgehenden Verbindungsbandes - durch eine entsprechende Ausnehmung 9 im Uhrgehäuse verankert sind, wie in Fig. 4 gezeigt ist.
Das Uhrgehäuse 1 der Uhr besteht aus zwei formidenten Hälften 10, die auf der Innenseite über einen Bajonettverschluss 11 miteinander verbunden sind und auf den Aussenseiten mit einem Uhrglas 12 - welches im Ausführungsbeispiel das Ablese-bzw. Eingabefenster bildet-versehen den Blick auf die Zifferblätter und die Zeiger ermöglichen. Beide Uhrgehäusehälften 10 sind so konstruiert, dass sie das jeweilige Uhrwerk komplett umschliessen, aber bei Bedarf einen Zugang zum Uhrwerk, sowie zur Batterie 13 ermöglichen.
Die Armbandansätze 4 verbinden die Armbänder 3 über das Verbindungselement 2 mit der wendbaren Uhr. Ein Armbandan- satz 4 ist im Detail in Fig. 6 dargestellt. Wie ersichtlich er- folgt die Verbindung zum Verbindungselement 2 durch Einklinken einer Verdickung 7 in eine Öse 16 des Armbandansatzes 4. Durch Verschrauben der beiden formidenten Hälften 10 werden die in
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der beispielweise durch eine Vertiefung gebildeten komplementären Bereiche 14 des Uhrgehäuses l eingerasteten und mit dem Verbindungselement 2 verbundenen Armbandansätze 4 so fixiert, dass sie die wendbare Uhr in einer der beiden Tragepositionen halten. Die Armbandansätze 4 sorgen dafür, dass sich das Uhrband 3 den unterschiedlichen Handgelenken individuell anpasst und erhöht dadurch den Tragekomfort.
An Stelle eines zweiten Uhrwerkes und einer zweiten analogen Zeitangabe können auch die eingangs aufgezeigten alternativen Optionen, wie Kompass, Rechner, Digitaluhr, Behälter, elektronisches Spiel, etc. in vorteilhafterweise verwendet werden.