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Die Erfindung betrifft Futtermittelzusammensetzungen, in denen Nährstoffe, insbesondere Fleisch oder andere eiweisshaltige Materialien, entweder durch eine gelierte wässerige Phase zusammengehalten oder in ihr enthalten sind.
Eine Vielzahl von gelierenden und verdickenden Stoffen, z. B. Meerespflanzen (Algenextrakte), Galatine, modifizierte Stärken, Caseinate, Ei-Albumin und Bindemittel von Galaktose-Mannose-Struktur, werden verwendet, um Produkte wie Fleischlaibchen, Schinkenkonserven und Haustierfutter herzustellen.
Diese Materialien besitzen jedoch den Nachteil, dass sie aus schwer verfügbaren Rohmaterialien erhalten werden, wobei in einigen Fällen die jährlich verfügbare Menge von den Witterungsumständen abhängig ist.
Ausserdem sind diese Materialien oft teuer, was teilweise durch die arbeitsaufwendigen Reinigungsverfahren bei ihrer Herstellung bedingt ist.
Dagegen sind Pektin-Rohstoffquellen in reichem Mass vorhanden, da Pektinstoffe im Gewebe aller grünen Landpflanzen enthalten sind und laufend aus einer Vielzahl von Abfallprodukten erhalten werden, z. B. aus dem Fruchtfleisch und den Schalen der Zitrusfrüchte und der Apfelfruchtmasse.
Insbesondere sind Zitrusfruchtschalen u. ähnl. Protopektin-haltige Quellen in reichem Mass verfügbar. Beispielsweise produzierte der US-Staat Florida allein 1972/73 ungefähr 600000 t von getrockneten Zitrusabfällen, deren grösster Teil als Tierfutter verwendet wurde. Diese Zitrusabfälle fallen bei der Fruchtsaftextraktion aus Orangen, Zitronen und andern Zitrusfrüchten an und bestehen aus der Schale und dem Fruchtmark, das ungefähr 40 bis 60% der gesamten Frucht ausmacht.
Obwohl ein kleiner Anteil der Schalen getrocknet wird und zur Herstellung von Pektinen mit hohem und geringem Methoxygehalt verwendet wird, so wird doch der Grossteil als Tierfutter verbraucht, da keine andere Verwendung für das Material gefunden wurde. Insbesondere Orangenschalen schaffen bei der Pektinherstellung Probleme, da sie einen hohen Gehalt an Enzymen besitzen, die das Pektinmolekül angreifen.
Vor ungefähr 30 Jahren wurde in der US-PS Nr. 2, 132, 065 ein Verfahren zur Herstellung eines rohen, alkalisch von den Estergruppen befreiten Pektatbreies angegeben, doch scheint dieses Produkt keine bedeutsame Verwendung gefunden zu haben und wird gegenwärtig nicht erzeugt.
Pektinverbindungen sind kompliziert gebaute, kolloidale Kohlenhydratderivate, die in Pflanzen vorkommen und aus diesen gewonnen werden. Sie bestehen hauptsächlich aus Polymerisaten der
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Polymerisate können in einem kleineren oder grösseren Ausmass mit Methylgruppen verestert sein und nicht veresterte Gruppen können teilweise oder völlig durch eine oder mehrere Basen neutralisiert sein. Der wasserunlösliche Pektinstoff, der in Pflanzen vorkommt, wird als Protopektin bezeichnet und liefert bei teilweiser Hydrolyse Pektinsäuren, die einen bedeutenden Anteil an Methylestergruppen enthalten sowie an Pektinen, die jene wasserlöslichen Pektinsäuren darstellen, die unter geeigneten Bedingungen mit Zucker und Säure Gele bilden können.
Der Ausdruck Pektinsäure wird für kolloidale Polygalacturonsäuren verwendet, die im wesentlichen frei von Methylestergruppen sind und durch quantitative Hydrolyse anderer Pektinsubstanzen gewonnen werden. Das gelierende Verhalten der Pektinstoffe hängt wesentlich vom Anteil der methoxylierten Galacturonsäure-Rückstände ab. In einem völlig veresterten Material, das
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können in zwei Gruppen eingeteilt werden :
1. Pektine von hohem Methoxygehalt mit einem Veresterungsgrad von mehr als 50%, die Gele vom herkömmlichen Marmeladetypus bilden. Pektine dieses Typus bilden nur unterhalb PH =3, 5 Gele und in Gegenwart von Verbindungen, von denen angenommen wird, dass sie dehydratisierend auf das Pektinmolekül wirken.
Zuckergehalte von über 60% werden zu diesem Zweck allgemein verwendet, obwohl auch Materialien wie Alkohol oder Glyzerin verwendet werden können.
Pektine von hohem Methoxygehalt werden vorzugsweise als Gelierungsmittel in Konserven und bei mit Zucker eingemachten Nahrungsmitteln verwendet.
2. Pektine mit geringem Methoxygehalt, in denen gewöhnlich zwischen 20 bis 40% der Galacturon- säure-Rückstände verestert sind. Pektine dieses Typus können in Abwesenheit von Zucker in einem weiten PH-Bereich Gele bilden, erfordern aber die Anwesenheit von zweiwertigen Erd- alkaliionen. Sie besitzen im pH-Bereich von 4, 0 bis 4, 5 grösste Beständigkeit, insbesondere wenn
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das Pektingel einer Hitzebehandlung unterworfen wird (vgl. GB-PS Nr. 814, 549). Pektine mit geringem Methoxygehalt wurden als Gelierungsmittel in Futter- und Nahrungsmitteln, wie diätetischen Marmeladen und Frucht-Milch-Desserts, verwendet.
Handelsübliche Pektine von geringem Methoxygehalt werden im allgemeinen aus Pektinen von hohem Methoxygehalt entweder durch Behandeln mit Säuren über einen sehr langen Zeitraum oder durch Einwirkung von
Ammoniak im alkoholischen Milieu hergestellt. Im letzten Fall wird das anfallende Pektinprodukt etwas restliche Galacturonsäuren enthalten, in denen die Carboxylgruppen amidiert wurden.
In gewissen Fällen ist es erwünscht, gelierte oder verdickte Futtermittel bei annähernd neutralen PH-Werten herzustellen, die zwecks Pasteurisation oder Sterilisation einer Hitzebehandlung unterworfen wurden. Die Beschaffenheit des erforderlichen Gels kann im Bereich zwischen einer beständigen, festen Gallerte und einem dickflüssigen Fleischsaft (Brühe) liegen. Derartige Produkte werden im allgemeinen bevorzugt aus Fleisch oder Fisch zusammengesetzt sein, sie können aber auch aus Gemüse oder andern Futtermitteln bestehen. Es zeigte sich, dass es unmöglich ist, befriedigend verdickte oder gelierte, konservierte Produkte unter derartigen Hitzebehandlungs- und PH-Bedingungen herzustellen, wenn entweder Pektine von hohem Methoxygehalt oder Pektine mit einem Methoxygehalt im Bereich von 20 bis 40% eingesetzt werden.
Es wird angenommen, dass einer der Gründe dafür die Depolymerisation der Pektine dieses Typus bei hohen Temperaturen und neutralem PH ist, die dadurch ihre gelierenden Eigenschaften verlieren.
Es wurde nun gefunden, dass bei Verwendung von Pektinen, deren Carboxylgruppen zu weniger als 20%, vorzugsweise zu weniger als 10% methyliert sind, das Molekül eine ausreichende Hitzebeständigkeit besitzt, um seine gelierenden und verdickenden Eigenschaften nach Hitzebehandlung in Produkten bei neutralen oder nahezu neutralen PH-Werten zu behalten. Derartige Verbindungen können daher als gelierende oder verdickende Mittel oder Binder in pasteurisierten, sterilisierten eingedosten (konservierten) oder anderweitig hitzebehandelten Futtermitteln verwendet werden.
Der Einfachheit halber werden hier Pektinverbindungen mit einem Veresterungsgrad von weniger als 20% als"Pektate"bezeichnet, wobei dieser Ausdruck nicht nur den idealen Fall einschliesst, wo im wesentlichen keine Methoxygruppe vorhanden ist, sondern auch Pektinate mit einem Veresterungsgrad von bis zu 20%. Die Herstellung von Pektinen durch kalte alkalische Verseifung von Protopektin wurde durch Wilson in der US-PS Nr. 2, 132, 065 beschrieben.
Dementsprechend wird erfindungsgemäss ein Futterprodukt geschaffen, das ein festes Futtermittel in einer wässerigen, einen pH-Wert von 5 bis 8, 5 aufweisenden Phase und gewünschtenfalls ein das Pilzwachstum hemmendes Mittel enthält und dessen Wasseraktivität gewünschtenfalls durch Einschluss von
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65aufweisenden Pektates mit wenigstens einem nicht toxischen zwei-oder dreiwertigen Ion ist, wobei die wässerige Phase gewünschtenfalls auch Psylliumschote oder-gummi enthält.
Die Erfindung ist insbesondere dadurch wertvoll, dass sie das Verdicken und Gelieren von nahezu
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Steifigkeit eines Gels oder die Viskosität und gewöhnlich pseudoplastischen oder thixotropen Eigenschaften, die von verdickten Produkten, wie später beschrieben, verlangt werden, aufweisen.
Die erfindungsgemäss nützlichen Pektinverbindungen umfassen nicht nur isolierte oder gereinigte Pektate, sondern auch rohes, natürliches, pektinhaltiges Material, wie Äpfel, Treber oder Zuckerrübenrückstände, die, wo dies nötig ist, einer Esterspaltung, beispielsweise durch Alkalien oder Enzyme, unterworfen wurden, um ihren Veresterungsgrad auf weniger als 20% zu senken. Gewöhnlich müssen natürliche Pektinverbindungen einer vorsichtigen Esterspaltung unterworfen werden, beispielsweise durch alkalische Hydrolyse oder durch ein Enzym, wie Pektin-Esterase. Diese vorsichtige Esterspaltung ist jedoch nicht nötig, wenn natürliches Protopektin-haltiges Material verwendet wird, das einen Veresterungsgrad von weniger als 20% besitzt, beispielsweise weil das Pektin-haltige Material Pektin-Esterase enthält.
Ausserdem kann, wenn das Pektin-haltige Material ein derartiges Enzym enthält, durch blosses Aufweichen (Mazeration) dieses Materials oder dessen Zusatz zu einer im wesentlichen neutralen Futtermittelzusammen
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setzung vor der Pasteurisation oder Sterilisation eine für die Zwecke der Erfindung ausreichende
Herabsetzung des Veresterungsgrades bewirkt werden.
Wenn man Orangenschalen beispielsweise in einem Zeitraum von 30 min zu kleinen Teilchen vermahlt, dann mit einem alkalischen Reagens, wie Natriumkarbonat, vorzugsweise auf einen PH-Wert von 7-8 bringt, hierauf wäscht, um Zucker und zu verwerfende gelöste Stoffe zu entfernen, und trocknet, so kann das so erhaltene Produkt als ein Verdickung-un Gelierungsmittel in eingedosten Futtermitteln verwendet werden. Da die Mehrzahl der Aroma- und Farbstoffe der Orange in der Oberflächenschicht der
Schale (Flavedo) liegt, ist es erwünscht, dass die Flavedoschicht bei Verwendung der zu verarbeitenden Orangenschale zum Verdicken oder Gelieren von Produkten, wie Fleisch oder Fisch, vor der Verarbeitung entfernt wird, wobei die weniger stark mit Aromastoffen beladene Albedo-Schicht verbleibt.
Abschabeverfahren zum Entfernen der Flavedo-Schicht aus den zerquetschten Orangenhälften sind bekannt.
Der Reaktionsmechanismus, durch den das Protopektin der Schale in ein Geliermittel verwandelt wird, ist nicht völlig geklärt, wobei jedoch, ohne dass die Erfindung durch diese theoretische Erwägung eingeschränkt wird, eine mögliche Erklärung darin besteht, dass die beim Zermahlen der Orangenschale in Freiheit gesetzten Enzyme wenigstens teilweise die Methoxygruppen des Pektinmoleküls abspalten, von denen man annimmt, dass sie mit Hemizellulosen und andern Molekülen der Protopektinstruktur vernetzt sind und dass bei der nachfolgenden Hitzebehandlung in dem im wesentlichen neutralen Futtermittel eine weitere Abspaltung der Methoxygruppen des Pektins vor sich geht und Pektin in Lösung geht. Es wird angenommen, dass das anfallende Pektat dann mit Erdalkaliionen im Futtermittel reagiert, um ein eingedicktes oder gelierte Material zu ergeben.
Es ist wichtig, dass eine beliebige Hydrolyse oder anderweitige Behandlung des Pektinmaterials keine bedeutende Herabsetzung seines Molekulargewichtes verursacht, da dies die Gelierung und Verdickungsfähigkeiten herabsetzt. Es wird angenommen, dass bei Durchführung der Esterspaltung mit einem Enzym die für die Erfindung typischen Ergebnisse bei einem höheren Veresterungsgrad erreicht werden können, als wenn die Esterspaltung mit andern Mitteln erzielt wird, wahrscheinlich einerseits bedingt durch die schrittweise aufeinanderfolgende Hydrolyse dieses Typus und anderseits auf Grund der statistischen Entfernung der Methoxygruppe in der Kette bei Einsatz saurer oder alkalischer Hydrolyse.
Dies ist von besonderer Bedeutung bei intensiverer Hitzebehandlung, wie beim Verschluss eingedoster Produkte, und es kann angenommen werden, dass der Depolymerisationsgrad von Pektat unter diesen Bedingungen geringer ist als im Fall eines durch Enzyme von den Estergruppen befreiten Materials.
Die Bestimmung des Veresterungsgrades kann durch Bestimmung des Methoxygehaltes des Materials und durch Bestimmung seines Galacturonsäuregehaltes erfolgen. Obwohl eine Abänderung des Hintonschen Verseifungsverfahrens gewöhnlich zur Bestimmung des Methoxygehaltes von Pektinen mit hohem Methoxygehalt verwendet wird, wurde gefunden, dass diese Methode, wenn die untersuchten Proben ein rohes Protopektinmaterial darstellen, wahrscheinlich auf Grund einer Wechselwirkung mit andern Bestandteilen des Ausgangsmaterials, wie Eiweiss, ungenaue Ergebnisse liefern kann.
Beide Methoden, die abgeänderte Verseifungsmethode und ein spezifischeres Verfahren, das auf der
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bevorzugten Material dieser Erfindung, ähnliche Ergebnisse.
Abgeändertes Verseifungsverfahren :
Eine ausreichende Menge eines feingemahlenen, trockenen Materials (gewöhnlich 2 g, um eine Methanolhöchstmenge von 0, 02 g in Freiheit zu setzen) wurde mit 250 ml Wasser verrührt und 20 min am siedenden Wasserbad unter gelegentlichem Rühren erhitzt und anschliessend die Mischung mit einem schnelltourigen Rührer aufgeweicht (mazeriert).
Die Aufschlämmung wurde auf 20 C abgekühlt und unter Verwendung einer pH-Elektrode zur Feststellung des Endpunktes sowie einer n/10 NaOH auf PH = 8, 4 gebracht. 20 ml n/10 NaOH wurden anschliessend zugesetzt und nach Rühren 20 min absetzen gelassen.
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2 g des fein gemahlenen, getrockneten Materials wurden in 100 ml Wasser gerührt und unter Verwendung eines siedenden Wasserbades und gelegentlichem Rühren 20 min erhitzt, und anschliessend wurde die Mischung mit einem schnelltourigen Rührer aufgeweicht (mazeriert). Die Aufschlämmung wurde
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auf 200C abgekühlt und unter Rühren mit 20 ml einer 1 n NaOH versetzt.
Nach 20 min bei 20 C wurden 5 ml HCI (l : l) eingerührt und mit destilliertem Wasser auf genau 200 ml aufgefüllt. Die Aufschlämmung wurde zum Absetzen 10 min stehen gelassen.
Der Methanolgehalt der überstehenden Flüssigkeit wurde dann gaschromatographisch unter den von Krop (Lebensm. - Wiss. u. Techno !., Bd. 7, Nr. 1 [1974]) beschriebenen Bedingungen bestimmt.
Der Galacturonsäuregehalt der Probe wurde bestimmt, indem wie oben verfahren wurde, einschliesslich des 20minütigen Stehens mit 1 n NaOH, wobei anschliessend 20 ml konz. HCI unter Rühren zugesetzt wurden. 800 ml Propanol (Isopropanol) wurden hinzugefügt, und die Aufschlämmung 30 min absetzen gelassen.
Der ausgefallene Niederschlag wird durch einen Büchnertrichter filtriert und sorgfältig mit wässrigem, 60-Vol-%-igem Propanol gewaschen. Der Niederschlag wurde dann in Wasser aufgeschlämmt, mit 10 ml 0, 1 n NaOH versetzt und unter Verwendung eines hochtourigen Rührers aufgeschlämmt. Die Aufschläm-
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eines zwei-oder dreiwertigen Ions zusammen mit dem Pektat im Futtermittel vorliegt. Ein Zusatz eines derartigen Ions kann vermieden werden, wo ein Metallion in den betreffenden Futtermitteln oder im Pektin-haltigen Material bereits vorliegt. Das bevorzugte Metallion ist das Calciumion und geeignete Calciumsalze sind z. B. Dicalciumphosphat- Dihydrat, Calciumsu1fat- Dihydrat, Calciumcitrat, Calciumlactat und Calciumchlorid.
Es wurde gefunden, dass es von Vorteil ist, wenn ein Sequestrierungsmittel oder chelatbildendes Mittel im Produktansatz enthalten ist, insbesondere wenn ein Protopektin-haltiges Rohmaterial eingesetzt wird. Geeignete Sequestrierungsmittel sind u. a. Natriumtri (poly) phosphat, Natriumhexametaphosphat und Trinatriumcitrat. Ein derartiges Mittel dient zur Hemmung der Gelbildung und erlaubt dadurch die leichtere Handhabung der Mischung und deren Füllung, beispielsweise in Dosen, und ebenso eine raschere Hitzedurchdringung während der Pasteurisation oder Sterilisation. Sind Fleischprodukte vorhanden, wird ein alkalisches, chelatbildendes Mittel eine Abnahme des PH-Wertes, die bei Zusatz von 2-oder 3-wertigen Salzen zu Fleischprodukten beobachtet wurde, hintansetzen.
Einer derartigen Bildung eines sauren Milieus kann auch durch Zusatz eines alkalischen Reagens, wie Natriumhydroxyd, oder eines alkalischen Puffers entgegengewirkt werden.
Der Gehalt an Pektat oder rohem Pektinmaterial, dessen Estergruppen abgespalten wurden zwecks Bildung eines verdickten oder gelierten Futterproduktes, kann in weiten Grenzen schwanken. Wird reines Pektat verwendet, kann dieses in Anteilen von 0, 1-10 Gew.-% des Futterproduktes eingesetzt werden, vorzugsweise aber in Anteilen von 0, 5-2, 0%. Wird ein rohes, von den Estergruppen befreites Pektinmaterial verwendet, so kann der Gehalt eines derartigen Pektinmaterials, bezogen auf Trockensubstanz, in Anteilen von 0, 1-20 Gew.-%, vorzugsweise von 0, 5-3, 0 Gew.-% des Futterproduktes liegen. Das rohe Pektinmaterial, dessen Estergruppen abgespalten wurden, soll mehr als 5%, vorzugsweise mehr als 10% Pektin, bezogen auf Trockensubstanz, enthalten.
Das rohe Pektinmaterial, dessen Estergruppen abgespalten wurden, kann in trockener Form oder, wenn beispielsweise der Verbraucher sich in räumlicher Nähe zur Verarbeitungsanlage befindet, ohne Trocknung verwendet werden, wobei die erforderlichen Mengen vom Feststoffgehalt des rohen, von den Estergruppen befreiten Pektinmaterials abhängen.
Es wurde gefunden, dass die von den Estergruppen befreite Zitrusfruchtschale in unerwartet hoher Weise gelierende und verdickende Wirkungen besitzt. So wurde beispielsweise festgestellt, dass ein Fleischprodukt, das mit 1, 5 Gew.-% Orangenschale geliert wurde, fester war als ein gleiches Produkt, das mit 1, 0% reinem Pektat geliert wurde. Dies war überraschend, da die Analyse ergab, dass die Orangenschale nur 30% Pektin, ausgedrückt als Galacturonsäure, enthielt. Die Orangenschale kann einer alkalischen Esterspaltung unterworfen werden ; es wurde aber gefunden, dass dies kein für das Ziel der Erfindung wesentlicher Schritt ist.
Die getrocknete, verarbeitete Schale enthielt ungefähr 20 - 45in Pektin, ausgedrückt als Galacturon-
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säure, wobei dieser Gehalt von der Fruchtgattung, vom Reifungsgrad und andern Faktoren abhängt, und die verbleibenden trockenen Feststoffe enthalten Hemi-Zellulose, Arabinose und andere Ballaststoffe.
Eine Vielzahl von Futtermitteln, wie Gemüse, Früchte oder Saucen, kann durch Verwendung von
Pektaten oder verarbeiteten Protopektin-haltigen Materialien verdickt oder geliert werden. Von besonderem
Vorteil sind letztere im Falle von eingedosten Fleischprodukten, bei denen die vorliegenden unlöslichen, nicht pektinhaltigen Materialien aus dem Rohmaterial, wie etwa zerkleinerte Schalen, durch infolge von
Hitzekoagulation des löslichen Fleischeiweisses gebildeten Fleischstücke verdeckt werden.
Eine sehr nützliche Eigenschaft gewisser Geliermassen ist die der Thermoreversibilität. Ein thermoreversibles Gel kann für den vorliegenden Zweck als ein solches definiert werden, das einen
Schmelz- und Verfestigungspunkt innerhalb der Temperaturgrenzen besitzt, denen man bei der Herstellung und Verwendung der gelierten Masse begegnet.
Es wurde gefunden, dass der Schmelz- und Verfestigungspunkt des Pektatgels in erfindungsgemässer Weise durch Erhöhen oder Senken des verfügbaren (reaktionsfähigen) Calciums oder anderer nicht toxischer 2- oder 3-wertiger Metallionen im Futtermittel eingestellt werden kann. Die Verfügbarkeit von
Calcium oder anderer Metallionen bezüglich der Wechselwirkung mit dem Pektat hängt nicht nur vom Gehalt des Calciums oder anderer anwesender Metalle, sondern auch vom Typus des verwendeten Metallsalzes und vom Typus und der Menge des in der Masse vorhandenen Sequestrierungsmittels ab.
Daher können bei hohen Calciumgehalten Futtermittel einer derartigen Beschaffenheit gebildet werden, dass diese gegen Hitzebehandlung beständig sind, während bei geringeren Anteilen an reaktionsfähigem Calcium thermoreversibel gelierte oder verdickte Massen erhalten werden können.
Es wurde weiters gefunden, dass bei Zusatz von Psyllium-Schote oder-Gummi zu Futtermitteln, die behandelte Orangenschalen enthielten, eine unerwartete synergetische Wechselwirkung während der Hitzebehandlung auftritt und so im Fertigprodukt eine festere, zähere, elastischere Gelstruktur als bei getrennter Verwendung dieser beiden Materialien entsteht. Psyllium-Schote und-Gummi leiten sich von einer Pflanzengattung ab, die zu Plantago genus gehört und für verschiedene Arzneimittelverabreichungen verwendet wird.
Obwohl gefunden wurde, dass die Zitrusfruchtschale für die beschriebenen Anwendungen besonders geeignet ist, sind auch andere Protopektin-haltigen Ausgangsmaterialien, wie Apfel- oder Birnenfrucht- fleisch oder Zuckerrübenrückstände, für den erfindungsgemässen Zweck brauchbar.
Erfindungsgemässe Produkte können erhalten werden, indem feste Futtermittel mit einer wässerigen Lösung von Pektat und einem Erdalkallionen enthaltenden Produkt sowie allenfalls einem Sequestrierungsmittel gemischt werden, wonach die Mischung hitzebehandelt und dann erkalten gelassen wird, wodurch sich die wässerige Lösung durch Gelieren des Pektates verdickt.
Dieses Verfahren kann bei einer Vielzahl von Futtermitteln und unter den verschiedensten Bedingungen durchgeführt werden. Beispielsweise können Pektate bei der Herstellung von Futterprodukten in verschlossenen Packungen oder Behältern, z. B. Konservendosen, verwendet werden.
Derartige Produkte beinhalten Fleischlaibchen und Tierfutter, insbesondere für Hunde und Katzen, als auch Futtermittel, die eine eingedickte wässerige Phase enthalten, wie etwa Eintopfgerichte. Obwohl das Pektatgel in Abhängigkeit vom Gehalt an aktivem Calcium unterhalb der Verschlusstemperatur der Konservendosen schmelzen kann, behält die Pektatmasse ihre gelierenden Eigenschaften und verfestigt sich beim Abkühlen wieder.
Pektate können auch als Bindemittel verwendet werden, um den hergestellten Produkten eine feste Beschaffenheit zu erteilen. Derartige Produkte erreichen bei der Verarbeitung nicht so hohe Temperaturen wie eingedoste Futtermittel, werden aber zumindest Pasteurisationsbedingungen unterworfen. Pasteurisation kann als die Anwendung ausreichender Hitze, gewöhnlich bei Temperaturen unter 100 C, zur wirksamen Zerstörung von vegetativen Bakterien bezeichnet werden, während unter Sterilisation die Anwendung von Hitze bei Temperaturen über 100 C zur wirksamen Zerstörung sowohl der vegetativen Form der Bakterien als auch der Sporen verstanden wird.
Weitere Beispiele für die Anwendung der Pektate als Binder umfassen die Herstellung von Fleischersatz oder geformten Fleischstückchen, die beispielsweise bei Einschluss in ein eingedostes Produkt ihren Zusammenhalt zu behalten imstande sind. Derartige Produkte können durch Formgebung, beispielsweise Extrudieren, eines Gemisches von zerkleinertem Fleisch oder Fleischnebenprodukten oder Pflanzeneiweiss zusammen mit dem Pektat-haltigen Material und dem erwünschten bindenden Mittel
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hergestellt werden. Das Produkt kann in einer Erda1kallionen-haltigen Lösung nachbehandelt werden.
Pektate können auch als Binder in halbflüssigen Futtermitteln verwendet werden, nämlich in solchen, die durch Einschluss von genügend wasserlöslichen Stoffen stabilisiert sind, um die Wasseraktivität auf Werte von 0, 65 bis 0, 85 herabzusetzen, und die ein das Pilzwachstum hemmendes Mittel enthalten.
Im Falle von eingedostem Fleisch oder Fleischnebenprodukten enthalten die bevorzugten Ansätze in
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:Orangenschalen, bezogen auf Trockensubstanz), bis zu 5% einer bekömmlichen, nichttoxischen Erdalkaliverbindung, bis zu 5% bindendes Mittel und bis zu 50% Wasser (oder 50 bis 90% Wassergehalt im Produkt).
Im Falle von geformten Fleischprodukten, die Würste umfassen und durch Verbinden von zerkleinerten Fleischprodukten und Fleischnebenprodukten hergestellt werden, enthalten die bevorzugten Ansätze : 40 bis 95% Fleisch oder Fleischnebenprodukte, 0, 1 bis 5% Pektat (oder 0, 1 bis 10% zerkleinerte Zitrusfruchtschale, bezogen auf Trockensubstanz), bis zu 5% einer bekömmlichen Erdalkaliverbindung, 0 bis 5% bindendes Mittel und 20 bis 50% Wasser (oder 50 bis 95% Wassergehalt im Produkt).
Bei Stücken aus einem Fleischersatzmaterial, das nicht aus Fleisch hergestellt wurde, beispielsweise aus Gemüse (Pflanzenmaterial) oder Eiweiss, enthalten die bevorzugten Ansätze : 5 bis 50% Pflanzeneiweiss, 0, 1 bis 5% Pektat (oder 0, 1 bis 10% zerkleinerte Zitrusschale, bezogen auf Trockensubstanz), bis zu 5% einer bekömmlichen Erdalkaliverbindung ; bis zu 5% bindendes Mittel und 20 bis 50% Wasser (oder 50 bis 95% Wasser in den fertigen Stücken).
Im folgenden werden Beispiele gegeben, welche die Beständigkeit der Gelier- und Eindickungsmittel bei heisser Verarbeitung erweisen. Alle Mengen- und Prozentangaben beziehen sich, falls es der Zusammenhang nicht anders erfordert, auf Gewichtsangaben.
Beispiel l : Verwendung von isoliertem Pektat
5 g eines handelsüblichen Natriumpektats mit einem Restgehalt an Methoxygruppen von ungefähr 1% wurden in 200 ml Wasser gelöst und zu 250 g zerhackter Lunge hinzugefügt. Ein Brei von 20 g Dicalcium-
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in Dosen von 454 g eingefüllt, verschlossen und 1 h in einem Dampfautoklaven bei 1, 4 bar sterilisiert.
Nach dem Erkalten wurden die Dosen geöffnet ; die Lungenstücke waren in einer festen, klaren, zusammenhängenden Gallerte eingebettet. Der pH-Wert des Produktes betrug 6, 2.
Zu Vergleichszwecken wurde die Wirkung bei Verwendung von Pektinen mit höherem Methoxygehalt untersucht, indem Beispiel 1 wiederholt wurde, wobei jedoch das Natriumpektat durch eine gleiche Gewichtsmenge von reinem Pektin mit geringem Methoxygehalt ersetzt wurde, u. zw. durch ein Pektin mit einem Veresterungsgrad von 35%. Das sterilisierte Produkt bestand aus gekochten Lungenstückchen in einer dünnen, wässerigen Flüssigkeit und besass einen PH-Wert von 6, 1.
Bei Wiederholung dieses Beispiels, wobei an Stelle von Natriumpektat eine gleiche Gewichtsmenge eines handelsüblichen Pektinamides mit geringem Methoxygehalt vom Veresterungsgrad 20 bis 33% und einem Amidierungsgrad von 20 bis 25% verwendet wurde, bestand das sterilisierte Produkt aus gekochten Lungenstücken in einer dünnen, wässerigen Flüssigkeit und besass einen pH-Wert von 6, 1.
Beispiel 2 : 5g eines handelsüblichen Natriumpektats, das im wesentlichen keine Methoxygruppen besass, wurden in 150 ml Wasser gelöst und zu 288 g einer Mischung von Fleischabfallstücken, wie sie üblicherweise in eingedostem Hundefutter verwendet werden, zugesetzt. Ein Brei von 20 g Dicalciumphosphat und 5 g Natriumtri (poly) phosphat (NagPgOic) in 60 ml Wasser wurde unter Rühren zugesetzt und die Mischung wie in Beispiel l beschrieben eingedost und behandelt.
Nach dem Erkalten wurden die Dosen geöffnet ; das Produkt bestand aus einer zusammenhängenden Masse von Fleischabfällen, die von einer klaren, zusammenhängenden Gallerte umgeben waren.
Beispiel 3 : Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch 20 g Dicalciumphosphat durch 5 g Caleiumsulfat-Dihydrat (CaS04. 2H20) ersetzt wurden.
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eine weichere Beschaffenheit besass.
Beispiel 4 : Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch der Gehalt an Dicalciumphosphat von 20 g auf 5 g herabgesetzt wurde und die 5 g Natriumtri (poly) phosphat durch 0, 25 g NaOH ersetzt wurden.
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Das sterilisierte Produkt bestand aus Lungenstückchen, die in eine weiche, zusammenhängende Gallerte eingebettet waren, und besass einen PH-Wert von 6, 4.
Beispiel 5 : Einsatz frischer zerkleinerter Orangenschale : (a) Bereitung der behandelten Orangenschale : 5, 2 kg südafrikanische Navel-Orangen wurden zur
Entfernung der Oberflächenschicht der Schale (Flavedo) durch eine Abschabmaschine treten gelassen, dann halbiert und zur Entfernung des Saftes ausgepresst. Die anfallende Schale (3, 45 kg) wurde durch ein mit einer 4, 8 mm starken Platte ausgerüstetes Zerkleinerungsgerät durchtreten gelassen. Die zermahlene Schale wurde mit 2 l Trinkwasser gewaschen und in einen
Musselinbeutel gepresst. 4, 16 kg gewaschener Orangenbrei wurden erhalten. Der PH-Wert der behandelten Schale betrug 5, 2.
(b) Herstellung eines gelierten Fleischproduktes :
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<tb>
<tb> Zerhackte <SEP> Lunge <SEP> 150 <SEP> g
<tb> Fleischabfälle <SEP> 150 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> 37, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 6, <SEP> 25 <SEP> g
<tb> Feingemahlene <SEP> Calciumsulfat- <SEP> Dihydrat <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> g
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 150 <SEP> g
<tb>
Diese Bestandteile wurden in einer Schale gemischt und mit ausreichendem Natriumkarbonat (etwa 0, 4 g) versetzt, um den PH-Wert der Mischung auf 7, 5 zu bringen, und zwei Stunden stehen gelassen, um den Veresterungsgrad des Pektins auf weniger als 20% herabzusetzen. Die Mischung wurde dann in Dosen gefüllt, verschlossen und 50 min bei 1, 68 bar sterilisiert.
Nach Stehen über Nacht wurden die Dosen geöffnet ; sie enthielten eine zusammenhängende Fleischmasse, die aus in einer festen, spröden und klaren Gallerte eingebetteten Fleischstückchen bestand. Der pH-Wert des Produktes betrug 6, 0.
Beispiel 6 : Verwendung von getrockneter Orangenschale : (a) Der getrocknete Brei wurde wie in Beispiel 5 beschrieben hergestellt, wobei jedoch nach dem
Waschen und Pressen das Trocknen der zermahlenen Schale bei 60 C in einem Laboratoriums-
Fliessbetttrockner erfolgte. Durch die klebrige Natur der gemahlenen Schale erwies sich das
Trocknen als schwierig und benötigte mehrere Stunden.
Der Veresterungsgrad des Pektins der
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<tb>
<tb> Zerhackte <SEP> Lunge <SEP> 15 <SEP> %
<tb> Fleischersatz <SEP> 10 <SEP> %
<tb> Abgeschnittenes <SEP> Abfallfleisch <SEP> 22, <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Kutteln <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> % <SEP>
<tb> Knochenmehl <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> %
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 1, <SEP> 25% <SEP>
<tb> Calciumsulfat-Dihydrat <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> %
<tb> Behandelte <SEP> Schalen <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> % <SEP>
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0,3 <SEP> %
<tb> Karamel <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Wasser <SEP> 38, <SEP> 95% <SEP>
<tb>
Diese Bestandteile wurden vermischt, in Dosen gefüllt, verschlossen und im Autoklaven 1 h bei 1, 68 bar sterilisiert. Nach dem Stehenlassen über Nacht stellte das Produkt eine feste Fleischmasse dar, die Taschen einer festen, spröden Gallerte besass.
Geringer oder kein Geschmack bzw. Aroma nach Orangen war feststellbar. Der PH-Wert betrug 5, 85.
Beispiel 7 : Verwendung alkalisch behandelter Orangenschalen : a) 11, 56 kg unzerteilte kalifornische Orangen wurden abgeschabt, um die Flavedoschicht zu entfernen, halbiert und ausgepresst, um den Saft zu entfernen. Die 4, 91 kg an erhaltenen
Schalen wurden durch ein mit einer 4, 8 mm starken Platte ausgerüstetes Zerkleinerungsgerät treten gelassen, mit 3 kg Wasser gewaschen und ausgepresst.
Die ausgepressten Schalen wurden mit 2, 5 kg Wasser versetzt und der PH-Wert wurde durch Zusatz von 55 g Natriumkarbonat auf 8, 5 eingestellt. Der Brei wurde 18 h bei Raumtemperatur stehen gelassen und anschliessend durch einen Musselinbeutel gepresst. Die entwässerte Schale wurde bei 60 C in einem
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einer Mischung der andern Bestandteile zugesetzt. Nach sorgfältigem Mischen wurde das Produkt in Dosen gefüllt, verschlossen und bei 1, 68 bar 1 h sterilisiert. Nach Stehen über Nacht bestand das Produkt aus einer zusammenhängenden, festen Fleischmasse mit Taschen von klarer, fester und spröder Gallerte. Das Produkt besass einen PH-Wert von 6, 6.
Beispiel 8 : Verwendung einer alkalisch behandelten Orangenschale mit herabgesetzten Gehalten an Calcium und bindendem Mittel :
Die trockene, alkalisch behandelte Orangenschale, die in Beispiel 7 beschrieben wurde, wurde in der folgenden fleischhaltigen Mischung verwendet.
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<tb>
<tb>
Zerhackte <SEP> Lunge <SEP> 20 <SEP> %
<tb> Fleischersatz <SEP> 10 <SEP> %
<tb> Abgeschnittenes <SEP> Abfallfleisch <SEP> 20 <SEP> %
<tb> Kutteln <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Knochenmehl <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Wasser <SEP> 5 <SEP> % <SEP>
<tb> Calciumsulfat-Dihydrat <SEP> 0, <SEP> 25% <SEP>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> %
<tb> Brühe <SEP> : <SEP>
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Karamel <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> %
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> %
<tb> Wasser <SEP> 30, <SEP> 45% <SEP>
<tb>
Die Brühe wurde bereitet, indem die Bestandteile der Brühe, mit Ausnahme der behandelten Schale, vermischt und auf 90 C erhitzt wurden, wonach die behandelte Orangenschale unter lebhaftem Rühren zugesetzt wurde.
Nach 3 min wurde die viskose Brühe heiss der Fleischmischung zugesetzt und sorgfältig vermischt. Das Produkt wurde in Dosen gefüllt und bei 1, 68 bar autoklaviert. Nach Stehen über Nacht war das Aussehen des Produktes gleich dem Aussehen des Produktes, das in Beispiel 7 beschrieben wurde.
Beispiel 9 : Verwendung einer alkalisch behandelten Orangenschale als Verdickungsmittel ohne Zusatz von Calcium und bindendem Mittel :
Die getrocknete, alkalisch behandelte Orangenschale, die in Beispiel 7 beschrieben wurde, wurde in der folgenden fleischhaltigen Mischung verwendet :
<Desc/Clms Page number 9>
EMI9.1
<tb>
<tb> Zerhackte <SEP> Lunge <SEP> 30 <SEP> %
<tb> Zerkleinertes <SEP> Fleisch <SEP> 30 <SEP> %
<tb> Wasser <SEP> 10 <SEP> %
<tb> Brühe <SEP> :
<SEP>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 3 <SEP> %
<tb> Karamel <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP>
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Wasser <SEP> 26, <SEP> 2% <SEP>
<tb>
Die behandelte Schale wurde in kaltes Wasser, welches Karamel und Farbstofflösung enthielt, eingetragen und der erhaltene Brei nach 3minütigem Mischen mit dem fleischhaltigen Material und dem restlichen Wasser vermischt. Die Mischung wurde in Dosen gefüllt, verschlossen und bei 1, 68 bar 1 h autoklaviert. Nach dem Stehenlassen über Nacht bestand das Produkt aus einer nicht zusammenhängenden Masse von gequollenen Fleischbrocken, die in einer zähen, dickflüssigen und glänzenden Brühe eingebettet waren. Das Produkt besass einen pH-Wert von 6, 3.
Beispiel 10 : Verwendung einer getrockneten, alkalisch behandelten Orangenschale unter Zusatz eines bindenden Mittels, aber ohne Zusatz von Caleiumionen :
Die getrocknete, alkalisch behandelte Orangenschale, die in Beispiel 7 beschrieben wurde, wurde zur Bereitung der folgenden fleischhaltigen Mischung verwendet :
EMI9.2
<tb>
<tb> Zerhackte <SEP> Lunge <SEP> 30 <SEP> %
<tb> Zerkleinertes <SEP> Fleisch <SEP> 30 <SEP> % <SEP>
<tb> Wasser <SEP> 20 <SEP> %
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 2 <SEP> %
<tb> Zusammensetzung <SEP> der <SEP> Brühe <SEP> :
<SEP>
<tb> Getrocknete <SEP> gemahlene <SEP> Orangenschale <SEP> 1 <SEP> %
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 0, <SEP> 25% <SEP>
<tb> Karamel <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Farbstoff <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> %
<tb> Wasser. <SEP> 15, <SEP> 95% <SEP>
<tb>
Die Bestandteile der Brühenzusammensetzung wurden vermischt, zum Sieden gebracht und dann der fleischhaltigen Mischung zugesetzt. Nach weiterem Mischen wurde die Mischung in Dosen gefüllt, verschlossen und bei 1, 68 bar 1 h autoklaviert. Nach Stehen über Nacht bestand das Produkt aus einer zusammenhängenden Fleischmasse, die besonders an ihrer Oberfläche Taschen einer klaren, glatten und spröden Gallerte enthielt. Das Produkt besass einen PH-Wert von 6, 5.
Beispiel 11 : Verwendung einer getrockneten, alkalisch behandelten Pampelmusenschale (Grapefruitschale) :
Südafrikanische Grapefruits wurden halbiert, ausgequetscht, um den Saft zu entfernen, und in einem mit einer 4, 8 mm Platte ausgerüsteten Zerkleinerungsgerät gemahlen. Die 814 g so erhaltene gemahlene Schale wurden mit Leitungswasser gewaschen und gepresst, um überschüssiges Wasser zu entfernen. 500 ml Wasser wurden zur Bildung eines Breies zugesetzt, dessen pH-Wert durch Zusatz von 11 g Natriumkarbonat von 4, 6 auf 8, 5 eingestellt wurde. Der Brei wurde 18 h bei Raumtemperatur stehen gelassen, die überschüssige Flüssigkeit anschliessend abgepresst, der Brei einmal mit Leitungswasser gewaschen, neuerlich gepresst und dann in einem Fliessbetttrockner bei 600C getrocknet.
Die behandelte Schale, die Pektin mit einem Veresterungsgrad von weniger als 20% enthielt, wurde zu einem feinen Pulver vermahlen und in der folgenden Mischung verwendet :
<Desc/Clms Page number 10>
EMI10.1
<tb>
<tb> Zerhackte <SEP> Lunge <SEP> 25 <SEP> %
<tb> Zerkleinertes <SEP> Fleisch <SEP> 15 <SEP> %
<tb> Faseriges <SEP> Fleisch <SEP> 10 <SEP> %
<tb> Abgeschnittenes <SEP> Abfallfleisch <SEP> 10 <SEP> %
<tb> Wasser <SEP> 10 <SEP> %
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 1, <SEP> 25% <SEP>
<tb> Calciumdisulfat-Dihydrat <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> %
<tb> Brühe <SEP> :
<SEP>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> %
<tb> Karamel <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> %
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> %
<tb> Wasser <SEP> 23, <SEP> 95% <SEP>
<tb>
Die behandelte Schale wurde in kaltem Wasser, das Karamel und Farbstofflösung enthielt, aufgeschlämmt und diese "Brühe" zu dan andern Bestandteilen der fleischhaltigen Mischung unter sorgfältigem Rühren zugesetzt. Die Mischung wurde in Dosen gefüllt, verschlossen und bei 1, 68 bar autoklaviert. Nach Stehen über Nacht bestand das Produkt aus einer festen, zusammenhängenden Masse mit einer Oberflächenschichte aus einer glatten, spröden Gallerte. Das Produkt besass einen PH-Wert von 6, 2 und wies Fleischaroma mit einem nur geringen Nebengeschmack nach Grapefruit auf.
Beispiel 12 : Getrocknete Zitronenschale wurde aus südafrikanischen Zitronen in gleicher Weise bereitet, wie dies für Grapefruit in Beispiel 11 beschrieben ist. Ein Fleischprodukt, das unter Verwendung von getrockneter Zitronenschale in derselben Weise bereitet wurde wie in Beispiel 11 beschrieben, bildete eine feste, zusammenhängende Fleischmasse mit einer Oberflächenschicht von glänzender, spröder Gallerte. Der pH-Wert des Produktes, das einen schwachen Geschmack nach Zitronen aufwies, betrug 6, 2.
Beispiel 13 : Verwendung von Orangenschale und Psylliumschote :
Getrocknete Orangenschale wurde wie in Beispiel 6 beschrieben bereitet, wobei jedoch bei einer Temperatur von 90 C getrocknet wurde. Gepulverte Psylliumschote wurde aus dem Handel bezogen.
Diese Stoffe wurden benutzt, um das folgende gelierte Fleischprodukt herzustellen :
EMI10.2
<tb>
<tb> Fleischhaltige <SEP> Mischung <SEP> : <SEP>
<tb> Geformtes <SEP> Fleisch <SEP> 3, <SEP> 7% <SEP>
<tb> Textiertes <SEP> Pflanzeneiweiss <SEP> 26, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Knochenmehl <SEP> 9, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Abgeschnittenes <SEP> Abfallfleisch <SEP> 13, <SEP> 8% <SEP>
<tb> Kutteln <SEP> 9, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Zugesetztes <SEP> Wasser <SEP> 4, <SEP> 7% <SEP>
<tb> Calciumsulfat-Dihydrat <SEP> 0, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Psylliumschote <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP>
<tb> Zusammensetzung <SEP> der <SEP> Brühe <SEP> :
<SEP>
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP>
<tb> Karamel <SEP> 0, <SEP> 9% <SEP>
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 0, <SEP> 5% <SEP>
<tb> Wasser <SEP> 29, <SEP> 2% <SEP>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 1, <SEP> 0% <SEP>
<tb>
Die verschiedenen Bestandteile der fleischhaltigen Mischung wurden vermischt, und die Brühe wurde nach Erwärmen auf 950C zugesetzt und gründlich vermischt. Die Mischung wurde in Dosen gefüllt und bei 1, 68 bar 1 h sterilisiert. Nach Abkühlen und Stehenlassen über Nacht bildete das Produkt eine feste Fleischmasse, die in ein festes, zähes und elastisches Gel eingebettet war.
Das Produktgel war fester und zäher als jenes, das erhalten wurde, wenn entweder Psylliumschote oder behandelte Orangenschale getrennt verwendet wurden.
Beispiel 14 : (a) Herstellung einer behandelten Orangenschale :
10 kg südafrikanische Navel-Orangen wurden halbiert, ausgequetscht, um den Saft zu entfernen, und dann durch ein mit einer 4, 8-mm-Platte ausgerüstetes Zerkleinerungsgerät treten
<Desc/Clms Page number 11>
gelassen. Die zermahlene Schale wurde mit Leitungswasser gewaschen, abgepresst, in Wasser angeteigt und unter Mischen mit einer ausreichenden Menge Natriumkarbonat versetzt, um den pH-Wert auf 9, 0 anzuheben. Der Brei wurde 18 h stehen gelassen, dann gepresst, gewaschen, gepresst und in einer Trommel getrocknet. Die in der Trommel getrockneten Flocken wurden zu einem feinen Pulver vermahlen. Die Ausbeute betrug 520 g ; der Veresterungsgrad des Pektins lag unter 20%.
(b) Verwendung in geformten Fleischstückchen :
EMI11.1
<tb>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 1, <SEP> 6% <SEP>
<tb> Wasser <SEP> 31, <SEP> 7% <SEP>
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 0, <SEP> 2% <SEP>
<tb> Faserloses, <SEP> abgeschnittenes <SEP> Abfallfleisch <SEP> 63, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Farbstofflösung <SEP> 1, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Karamel <SEP> 1, <SEP> 9% <SEP>
<tb>
Natriumtri (poly) phosphat, Farbstoff und Karamel wurden in Wasser aufgelöst, das vorher zum Sieden erhitzt wurde. Gemäss a) hergestellte Schale wurde unter lebhaftem Rühren zugesetzt und die Lösung mit dem faserlosen Fleisch innig gemischt. Die Mischung wurde in kugelförmigen Teilchen in eine 10% igue Calciumchloridlösung extrudiert und vier Stunden stehen gelassen.
Die festen Stücke wurden dann entfernt, in Wasser gewaschen und in Gegenwart von zerkleinertem fleischhaltigem Material bei 1, 68 bar autoklaviert.
Nach dem Erkalten wurde der Inhalt der Dose untersucht ; die geformten Teilchen besassen die Festigkeit und innere Beschaffenheit von Lunge.
Beispiel 15 : Verwendung in Fleischersatzstücken :
EMI11.2
<tb>
<tb> Wasser <SEP> 65, <SEP> 4% <SEP>
<tb> Karamel <SEP> 2, <SEP> 2% <SEP>
<tb> Farbstofflösung <SEP> 1, <SEP> 5%
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 0, <SEP> 3% <SEP>
<tb> Weizen-Kleber <SEP> 28, <SEP> 0% <SEP>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 2, <SEP> 6% <SEP>
<tb>
EMI11.3
<Desc/Clms Page number 12>
EMI12.1
<tb>
<tb> Fleischnebenprodukte <SEP> 92 <SEP> Teile
<tb> Weissfisch <SEP> (Seehering) <SEP> 370 <SEP> Teile
<tb> Geflügelnebenprodukte <SEP> 186 <SEP> Teile
<tb> Getreide <SEP> 375 <SEP> Teile
<tb> Salzwasser <SEP> 63 <SEP> Teile
<tb> Reines <SEP> Blut <SEP> 322 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 770 <SEP> Teile
<tb> Dorsch- <SEP> (Kabeljau-)
<SEP> Leberöl <SEP> 26 <SEP> Teile
<tb> Milcheiweiss-haltiges <SEP> Material <SEP> 65 <SEP> Teile
<tb> Farbstofflösung <SEP> 19 <SEP> Teile
<tb> Karamel <SEP> 7 <SEP> Teile
<tb> Ansatz <SEP> mit <SEP> behandelter <SEP> Schale <SEP> : <SEP>
<tb> Fleischnebenprodukte <SEP> 92 <SEP> Teile
<tb> Weissfisch <SEP> 370 <SEP> Teile
<tb> Geflügelnebenprodukte <SEP> 186 <SEP> Teile
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 94 <SEP> Teile
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 10 <SEP> Teile
<tb> Reines <SEP> Blut <SEP> 322 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 1051 <SEP> Teile
<tb> Dorschleberöl <SEP> 26 <SEP> Teile
<tb> Milcheiweiss-haltiges <SEP> Material <SEP> 65 <SEP> Teile
<tb> Farbstofflösung <SEP> 19 <SEP> Teile
<tb> Karamel <SEP> 7 <SEP> Teile
<tb>
In jedem Fall wurden die Bestandteile vermischt, zum Sieden erhitzt und 5 min bei dieser Temperatur gehalten.
Die Mischung wurde in Dosen gefüllt, die dann verschlossen und in einem Autoklaven sterilisiert wurden. Nach dem Erkalten wurden die Dosen geöffnet und die Produkte verglichen. Der Ansatz mit der behandelten Schale gab eine zusammenhängende Fleischlaibchenmasse, die in ihrer Festigkeit der Masse aus dem Getreideansatz entsprach, sich aber durch ein besseres Aroma und Aussehen auszeichnete.
Beispiel 17 : Dieses Beispiel soll die Beziehung zwischen dem Veresterungsgrad der behandelten Schalenproben und ihrer Brauchbarkeit bezüglich der Bildung verdickter Brühen nach der Hitzesterilisation aufzeigen. Drei Proben behandelter Orangenschalen wurden, wie in Beispiel 16 beschrieben, hergestellt, wobei jedoch in der ersten Probe kein, in der zweiten Probe 10 g und in der dritten 15 g Natriumkarbonat dem Orangen-Albedomaterial nach dem Zerkleinern hinzugefügt wurden.
Die Veresterungsgrade der drei Proben wurden wie schon beschrieben bestimmt, wobei die folgenden Ergebnisse erhalten wurden :
EMI12.2
<tb>
<tb> Probe <SEP> Veresterungsgrad
<tb> 1 <SEP> 56
<tb> 2 <SEP> 15
<tb> 3 <SEP> 11
<tb>
Produktherstellung :
Ofengebackene, geformte Fleischbrocken wurden unter Verwendung von für diesen Zweck gebräuchlichen Ansätzen und Verfahren aus Fleischabfällen und Bindemitteln bereitet. 3 Brühen wurden aus den drei behandelten Schalenproben hergestellt, indem die Bestandteile des folgenden Ansatzes zum Sieden erhitzt wurden :
EMI12.3
<tb>
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 0, <SEP> 7 <SEP> Teile
<tb> Karamel <SEP> 1, <SEP> 6 <SEP> Teile
<tb> Farbstofflösung <SEP> 1, <SEP> 1 <SEP> Teile
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 96, <SEP> 1 <SEP> Teile
<tb>
45 Gew.-Teile der gebildeten Fleischbrocken und 55 Gew.-Teile der geeigneten Brühe wurden vermischt, in Dosen gefüllt, verschlossen und in einem Autoklaven sterilisiert.
Nach dem Abkühlen wurden die Produkte auf ihr Aussehen untersucht und zusätzlich objektiv durch Viskositätsbestimmungen der Produktbrühen geprüft.
<Desc/Clms Page number 13>
EMI13.1
<tb>
<tb>
Probe <SEP> Aussehen <SEP> Viskosität <SEP> gemessen <SEP> im
<tb> Brookfield-Viskosimeter
<tb> LVT, <SEP> Spindel-Nr. <SEP> 2, <SEP>
<tb> Geschwindigkeit <SEP> 12
<tb> 1 <SEP> Geformte <SEP> Fleischbrocken <SEP> in <SEP> einem
<tb> grossen <SEP> Volumen <SEP> einer <SEP> wässerigen,
<tb> braunen <SEP> Flüssigkeit <SEP> 100 <SEP> cPs
<tb> 2 <SEP> Geformte <SEP> Fleischvolumen <SEP> in <SEP> einem
<tb> geringeren <SEP> Volumen <SEP> einer <SEP> viskosen,
<tb> braunen <SEP> Flüssigkeit <SEP> 1225 <SEP> cPs
<tb> 3 <SEP> Geformte <SEP> Fleischbrocken <SEP> in <SEP> geringem <SEP> Volumen <SEP> einer <SEP> sehr <SEP> viskosen, <SEP> braunen <SEP> Flüssigkeit <SEP> 1750 <SEP> ePs
<tb>
Beispiel 18 : Verwendung in gelierten Fleischprodukten :
Die drei in Beispiel 17 beschriebenen behandelten Orangenschalen wurden verwendet, um ihre Eignung zur Herstellung gelierter Fleischprodukte zu vergleichen.
EMI13.2
<tb>
<tb>
Produktansatz
<tb> Geformtes <SEP> Fleisch <SEP> 26, <SEP> 2 <SEP> Teile
<tb> Texturiertes <SEP> Pflanzeneiweiss <SEP> 2, <SEP> 4 <SEP> Teile
<tb> Kutteln <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP> Teile
<tb> Rindfleischabfall <SEP> 19, <SEP> 3 <SEP> Teile
<tb> Knochenmehl <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 7, <SEP> 1 <SEP> Teile
<tb> Brühe <SEP> 31, <SEP> 7 <SEP> Teile <SEP>
<tb> Brühenansatz
<tb> Behandelte <SEP> Schale <SEP> 4, <SEP> 7 <SEP> Teile
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 1, <SEP> 6 <SEP> Teile
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> Teile
<tb> Karamel <SEP> 1, <SEP> 1 <SEP> Teile
<tb> Wasser <SEP> 90, <SEP> 6 <SEP> Teile
<tb> Calciumhydroxid <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> Teile
<tb> Kaliumchlorid <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> Teil
<tb>
Die Brühenbestandteile wurden vermischt und zum Sieden erhitzt.
Die entsprechende Menge wurde dann mit den andern Bestandteilen vermischt und die Mischung in Dosen gefüllt, verschlossen und im Autoklaven sterilisiert. Nach dem Erkalten wurden die Dosen geöffnet und das Aussehen festgehalten :
EMI13.3
<tb>
<tb> Probe <SEP> Aussehen <SEP> des <SEP> Produktes
<tb> 1 <SEP> Sehr <SEP> weiche <SEP> Masse, <SEP> die <SEP> bei <SEP> Entnahme <SEP> aus <SEP> der
<tb> Dose <SEP> ihre <SEP> Form <SEP> verliert <SEP> und <SEP> aus <SEP> Fleischteilen
<tb> in <SEP> einer <SEP> dünnen <SEP> wässerigen <SEP> Sauce <SEP> besteht
<tb> 2 <SEP> Feste, <SEP> zusammenhängende <SEP> Masse <SEP> mit <SEP> einem
<tb> glänzenden, <SEP> festen <SEP> Gel
<tb> 3 <SEP> Ähnlich <SEP> wie <SEP> in <SEP> Probe <SEP> 2, <SEP> wobei <SEP> jedoch <SEP> das <SEP> Gel
<tb> weniger <SEP> fest <SEP> war
<tb>
<Desc/Clms Page number 14>
Beispiel 19 :
Verwendung in einem halbfeuchten Hundefutteransatz :
EMI14.1
<tb>
<tb> A <SEP> Abgeschnittenes <SEP> Abfallfleisch <SEP> 25, <SEP> 8 <SEP> %
<tb> Zucker <SEP> 31, <SEP> 0 <SEP> % <SEP>
<tb> Wasser <SEP> 12, <SEP> 98% <SEP>
<tb> 'Glyzerinmonostearat <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> %
<tb> Rindsfett <SEP> 6, <SEP> 4 <SEP> %
<tb> Zitronensäure <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> %
<tb> Butyliertes <SEP> Hydroxyanisol <SEP> 0, <SEP> 02% <SEP>
<tb> Propylenglycol <SEP> 3, <SEP> 9 <SEP> %
<tb> Farbstofflösung <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> %
<tb> B <SEP> Behandelte <SEP> Schale <SEP> wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 14 <SEP> 12, <SEP> 9 <SEP> %
<tb> Natriumtri <SEP> (poly) <SEP> phosphat <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> %
<tb> Dicalciumphosphat <SEP> 3, <SEP> 6 <SEP> %
<tb> Kaliumsorbat <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> % <SEP>
<tb> Vitaminzusatz <SEP> 1,
<SEP> 3 <SEP> %
<tb>
Die Bestandteile der Mischung"A"wurden vermischt und zum Sieden erhitzt. Nach 10minütigem Kochen wurde das Mischungsgewicht durch Zusatz von kochendem Wasser auf das ursprüngliche Gewicht eingestellt, und die vermischten Bestandteile der Mischung"B"unter lebhaftem Rühren zugesetzt. Die gesamte Mischung wurde dann in eine flache Schale eingetragen, abkühlen gelassen, in Brocken geschnitten und in Kunststoffsäcken verschlossen.
Das Produkt besass einen PH-Wert von 6, 5, eine zähe Beschaffenheit und einen angenehmen, fleischartigen Geruch ohne den üblichen unangenehmen Sojageschmack, der dann vorliegt, wenn in den herkömmlichen Produkten Sojagries und Mehl zur Erreichung der Bindewirkung zugesetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Futterprodukt, das ein festes Futtermittel in einer wässerigen, einen PH-Wert von 5 bis 8, 5 aufweisenden Phase und gewünschtenfalls ein das Pilzwachstum hemmendes Mittel enthält und dessen Wasseraktivität gewünschtenfalls durch Einschluss von wasserlöslichen Stoffen auf Werte von 0, 65 bis 0, 85
EMI14.2
mittel in der wässerigen Phase ein thermoreversibles oder wärmebeständiges Gelreaktionsprodukt eines einen Veresterungsgrad von unter 20% aufweisenden Pektates mit wenigstens einem nicht toxischen zweioder dreiwertigen Ion ist, wobei die wässerige Phase gewünschtenfalls auch Psylliumschote oder-gummi enthält.