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Die Erfindung betrifft eine Seilführungseinrichtung an einem eine Seilwinde oder ein Seilspill und eine bei Gebrauch der Seilwinde oder des Seilspills, vorzugsweise hydraulisch, heb-und senkbare Stützvorrichtung, z. B. in Form eines Rückschildes, aufweisenden Schlepper, wobei die Seilführungseinrichtung mindestens eine höhenverstellbar gelagerte Seilrolle für das Zugseil aufweist.
Schlepper mit Seilwinden werden bekanntlich im Forst zur rationellen Holzbringung eingesetzt. Solche Schlepper sind mit mindestens einer Seilwinde oder aber mit Zwillingswinden ausgerüstet.
Es ist nun bekannt, dass solche Schlepper hinten mit einer speziellen Bergstütze ausgerüstet sind, wobei diese Bergstützen mit einem abklappbaren Rückschildoberteil versehen sind. Die Bergstütze kann z. B. mittels am Schlepper angebrachten Hydraulikzylindern auf-und abbewegt werden. Die mittels der Seilwinden an die Bergstütze herangezogenen Holzstämme werden mit den Hydraulikzylindern abgehoben, während die Bergstütze vermittels den Hydraulikzylindern in den Boden gedrückt wird, zwecks Abstützung des Schleppers nach hinten. Durch das Rückschildoberteil werden Zapfwelle, Hydraulikzylinder, Anhängekupplung usw. vor Beschädigung geschützt.
Die bekannten Vorrichtungen haben grosse Nachteile, die darin erblickt werden müssen, dass in dem Moment, in dem ein Holzstamm abgehoben wird, der Schlepper sich vorderseits hebt u. zw. derart, dass die Vorderräder frei in der Luft hängen. Eine Steuerung des Schleppers ist in diesem Moment nicht mehr möglich. Wird das Seil, an dem der Holzstamm gezogen und gehalten wird, gelockert, so fällt derselbe von der Auflage der Bergstütze. In diesem Moment fällt auch der Schlepper auf seine Vorderräder. Dieser Fall kann z. T. schwerste Beschädigungen am Schlepper selbst bewirken. Um das Heben des Schleppers zu vermeiden, werden Gewichtsplatten zur Beschwerung angebracht. Selbst diese Massnahme erweist sich in den meisten Fällen als ungenügend.
Eine Variante der oben beschriebenen bekannten Vorrichtung besteht darin, dass die Seilrollen am Rückschild fest montiert werden, was bewirkt, dass durch die Auf- und Abwärtsbewegung des Rückschildes sich eine gewisse Höhenverstellbarkeit der Seilrolle ergibt. Nachteilig bei dieser Konstruktionsvariante ist, dass sich im schweren Seilzug die Bergstütze ganz in den Boden gräbt, wobei die Lage der Seilrollen zu tief ist, oder aber die Lage der Seilrollen ist für Zugarbeiten richtig, aber der Holzstamm wird auf das Rückschild aufgeladen, was wieder verhindert werden sollte, denn dadurch wird ein Aufbäumen des Schleppers begünstigt.
Es ist auch eine andere Vorrichtung (s. FR-PS Nr. 2. 061. 705) bekannt, die dadurch charakterisiert ist, dass die Seilrollen an der Seilwinde höhenverstellbar angebracht sind, um die erwähnten Nachteile zu eliminieren.
Diese Vorrichtung weist aber ebenfalls verschiedene Unzulänglichkeiten auf. Die Höhenverstellbarkeit der Seilrollen bedingt mindestens zwei Arbeitskräfte. Sie bezweckt, dass beim Ziehen eines schweren Holzstammens mit der Seilwinde ein Aufbäumen des Schleppers verhindert werden soll. Dies soll dadurch erreicht werden, dass die Seilrollen des Seilzuges möglichst tief eingestellt, d. h. möglichst tief fixiert werden.
Wenn der Holzstamm mit dem Rückschild für den Direktzug angehoben werden muss, bleibt der fixierte Tiefenzug bestehen. Dadurch wird ein automatisches Anheben mit dem Rückschild nicht mehr möglich, weil die tieffixierten Seilrollen hindernd entgegenwirken. Damit aber mit dieser Vorrichtung weiter rationell gearbeitet werden kann, müssen die tieffixierten Seilrollen wieder höher gestellt werden, was als zusätzlicher Arbeitsgang gewertet werden muss.
In der GB-PS Nr. 1, 283, 056 ist eine Vorrichtung für Baumschlepper beschrieben, bei der vertikal und horizontal gelagerte Seilführungsrollen an einem Chassis fest verankert sind. Eine Höhenverstellung der Führungsrollen ist nur durch Verstellung des Chassis möglich. Hiebei werden in Löcher eingesteckte Bolzen verwendet. Diese bekannte Vorrichtung ist ziemlich schwierig zu handhaben.
In der US-PS Nr. 2, 537, 604 ist eine Vorrichtung zum Bewegen von Baumstämmen geoffenbart, welche aus einem schwenkbaren Rahmen mit hydraulisch zu betätigenden Armen besteht, die für die Seilführung und für das Bewegen eines Baumstammes vorgesehen sind. Diese bekannte Vorrichtung ist sowohl in der Herstellung als auch in der Handhabung ziemlich aufwendig.
Ziel der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Seilführungseinrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche leicht zu handhaben ist und mit der eine Beschädigung des Schleppers auf alle Fälle verhindert wird.
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Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die, vorzugsweise um 3600 um eine in Fahrtrichtung des Schleppers verlaufende Achse schwenkbare, Seilrolle oder mindestens ein, vorzugsweise schwenkbares, Seilrollenpaar an einem Schlitten befestigt ist, der in einem vorzugsweise mit der Stützvorrichtung fest verbundenen, im wesentlichen vertikalen Rahmen höhenverstellbar angebracht ist, wobei die im wesentlichen vertikalen Teile des Rahmens mit je einer Führungsrinne versehen sind, in welchen Führungsrinnen der Schlitten durch Führungsrollen gelagert ist.
Durch diese Merkmale wird folgender Vorteil erzielt : Ist z. B. die Stützvorrichtung bzw. der Rückschild im Boden fest verankert, was bei der Gebrauchsstellung für schweren Seilzug der Fall ist, so stellt sich die schwenkbare Seilrolle bzw. das schwenkbare Seilrollenpaar mit dem Schlitten in eine Lage, in der ein Aufbäumen des Schleppers mit Sicherheit verhindert wird. Im Direktzug mit angehobenem Rückschild bzw. angehobener Stützvorrichtung und aufgelegtem Holzstamm wird dann die Seilrolle oder das Seilrollenpaar automatisch mit dem Schlitten in die untere Lage des Rahmens gezogen. Die Seilrolle bzw. das Seilrollenpaar des Seilzuges geht dabei z.
B. in eine möglichst tiefe Lage, ohne dass in diesem Falle ein Aufbäumen des Schleppers im Moment des Anfahrens und während der Fahrt mit angehängtem und/oder aufgelegtem Holzstamm eintritt. Die Seilrolle bzw. das Seilrollenpaar ist ausserdem vorzugsweise um 360 schwenkbar, wodurch die Anpassungsfähigkeit der Seilführungseinrichtung weiter erhöht wird.
Eine vorzugsweise Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Führungsrinne mindestens zwei mit ihren Achsen senkrecht zueinanderliegende Rollengruppen vorgesehen sind, deren Rollen jeweils in einem Abstand voneinander angeordnet sind, wodurch ein Verkanten des Schlittens während seiner Höhenverstellung verhindert wird.
Besonders günstig ist es hiebei, wenn jede Führungsrinne von einem U-Profil oder von einem C-Profil gebildet ist.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen Längsschnitt der erfindungsgemässen Einrichtung, Fig. 2 ein Detail der Einrichtung gemäss Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt III-III gemäss Fig. 1.
Die erfindungsgemässe Seilführungseinrichtung besteht aus einem im wesentlichen vertikalen Rahmen - -1--, der z. B. aus U-Profilen gefertigt sein kann. Mit --2-- ist ein Schlitten bezeichnet, der seitlich mit Führungsrollen--4 und 6-- versehen ist, wobei die Rollen --6-- ein Verkippen von Seilrollen --3, 3'-- mit einem Schlitten --2-- während des Arbeitsvorganges verhindern. Die Rollen --4 und 6--laufen im U-Profil des Rahmens --1--.
Die Führungsrollen --4, 4'-- geben dem Schlitten --2-- die Führung nach oben, wie auch nach unten. Die schwenkbaren Seilrollen --3, 3'--, können in jeder beliebigen Winkellage am Schlitten fixiert
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--1-- istautomatisch in die untere Lage des Rahmens --1-- gezogen.
Die Seilrollen --3, 3'-- des Seilzuges gehen dabei z. B. in eine möglichst tiefe Position, ohne dass in diesem Falle ein Aufbäumen des Schleppers im Moment des Anfahrens und während der Fahrt mit angehängtem und/oder aufgelegtem Holzstamm eintritt. Die Seilrollen--3, 3'--sind zudem um 360 um die Achse-A--schwenkbar gelagert.
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