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Aufschäumung unzureichend und liegt bloss Nasssehaum vor, so ist nicht nur die Reinigungswirkung herabgesetzt, sondern ist auch die Gefahr einer Beschädigung des zu reinigenden Stoffes gegeben.
In diesem Zusammenhang sind bereits zahlreiche Reinigungsgeräte vorgeschlagen worden, welche eine bzw. mehrere Schaumstoffwalzen zur Aufschäumung des flüssigen Reinigungsmittels aufweisen. Bei allen bekannten Geräten wird jedoch der Schaum von jener Walze abgenommen, zu welcher das flüssige Reinigungsmittel zugeführt wird. Diese Walze kann jedoch keinen Trockenschaum erzeugen. Ferner sind in jenen Fällen, in denen Drehbürsten zur Einarbeitung des Schaumes in das zu reinigende Gut vorgesehen sind, diese in unmittelbarer Nähe der Schaumstoffwalzen angeordnet, so dass der noch stark feuchte Schaum durch die Bürsten direkt von den Walzen abgenommen wird und ein Trockenschaum sich nicht ausbilden kann.
Zur verbesserten Aufschäumung ist bei einem drei Schaumstoffwalzen aufweisenden Reinigungsgerät vorgeschlagen worden, die mittlere Schaumstoffwalze, welcher das Reinigungsmittel zugeführt wird, mit Nockenkörpern auszubilden. Schaumstoffwalzen haben jedoch nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit und können bei Übertränkung mit Reinigungsflüssigkeit keinen Schaum erzeugen. Ferner ist zur verbesserten Aufschäumung bei einem Reinigungsgerät mit drei Schaumstoffwalzen auch vorgeschlagen worden, die mittlere, das flüssige Reinigungsmittel aufnehmende Schaumstoffwalze gegenüber den zweiten und dritten Schaumstoffwalzen höher anzuordnen, wodurch sichergestellt ist, dass das flüssige Reinigungsmittel tatsächlich nur von der mittleren Walze aufgenommen und ein direkter Auftrag desselben auf die beiden Seitenwalzen vermieden wird.
Durch die solcherart trockeneren Seitenwalzen kann somit eine verbesserte Aufschäumung erreicht werden. Da aber nach diesem Vorschlag die Drehbürsten zur Einarbeitung des Schaumes in das zu reinigende Gut in unmittelbarer Nähe der Oberfläche der Schaumstoffwalzen angeordnet sind, wird der Schaum, noch bevor er sich überhaupt zu einem Trockenschaum verdichten könnte, von den Bürsten abgenommen.
Zur Behebung der oben genannten Nachteile wurde weiters ein Reinigungsgerät vorgeschlagen, welches darin besteht, dass zu beiden Seiten der mittleren, höher liegenden Schaumstoffwalze auf gleicher Höhe in bekannter Weise je die zweite und dritte Schaumstoffwalze tiefer angeordnet ist, dass jeweils zwischen der mittleren Walze und einer tiefer liegenden Walze eine mit Nockenkörpern versehene Presswalze angeordnet ist, und dass der Abstand der Borstenspitzen der Drehbürsten von den seitlichen Schaumstoffwalzen mindestens dem Abstand zwischen diesen Schaumstoffwalzen und dem zu behandelnden Stoff entspricht.
Hiedurch wird erreicht, dass zunächst die erste Walze den Feuchtschaum erzeugt, welcher dann auf die zweite und dritte Walze übergeführt wird. Die zweite und dritte Walze erzeugen dann insbesondere zufolge der Nockenkörper der gesonderten Presswalzen den Trockenschaum. Mit diesem Reinigungsgerät ist jedoch eine gleichmässige Schaumerzeugung nicht möglich. Ferner ist ein sehr leistungsfähiger Antrieb für ein solches Gerät erforderlich.
All die bekannten Ausführungen weisen jedoch den weiteren gemeinsamen Nachteil auf, dass die pro Zeiteinheit erzeugte Trockenschaummenge von der Grösse der Schaumstoffwalzen abhängt. Die Grösse der Schaumstoffwalzen ist jedoch einerseits durch die äusseren Abmessungen des Gerätes, anderseits durch die praktische Verwertbarkeit ziemlich begrenzt. Allzu grosse Geräte dieser Art werden von Konsumenten abgewiesen und das Durchdringen überdimensionaler Schaumstoffwalzen mit flüssigem Reinigungsmittel zwecks Erzeugung des Trockenschaumes kann nicht verwirklicht werden. Die inneren Teile einer zu grossen Schaumstoffwalze würden daher im Herstellungsvorgang des Trockenschaumes nicht teilnehmen.
Schliesslich ist aus der DE-OS 1428408 ein Teppiehreinigerzusatz für rotierende Bohner bekanntgeworden, bei welchem in einer Kammer ein motorisch angetriebenes Schaufelrad die in die Kammer eingespritzte Reinigungsflüssigkeit mit der gleichzeitig angesaugten Luft zu Schaum verarbeitet wird, der sodann über Öffnungen dieser Kammer drehenden, am Teppich aufliegenden Scheiben zugeführt und dort verteilt wird. Auch bei dieser bekannten Vorrichtung gelangt der nasse Schaum direkt auf den Teppich, so dass nur mit einem geringen Reinigungseffekt gerechnet werden kann.
Das muss auch von der in der FR-PS Nr. 89. 188 geoffenbarten Reinigungsvorrichtung gesagt werden,
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bei welcher in einer Kammer mit Hilfe eines Luftkompressors und eines frei drehbar gelagerten Schlagrades Nassschaum erzeugt und dieser Drehbürsten der Vorrichtung zugeführt wird.
Die Erfindung hat die Aufgabe, die bekannten Reinigungsvorrichtungen so auszugestalten, dass Schaumstoffwalzen vermieden werden und ein Trockenschaum erzeugt wird, der höchsten Reinigungseffekt gewährleistet.
Die Erfindung geht dabei aus von einem Reinigungsgerät für Teppiche, Möbelbezüge u. dgl., mit einer Schaumerzeugungseinrichtung, bestehend aus einer über eine Zuleitung mit einem Reinigungsmittelbehälter verbundenen Kammer mit einem motorisch angetriebenen Schaufelrad, welches die aus einem Behälter zugeführte Reinigungsflüssigkeit zu Schaum verarbeitet, wobei der Schaum über eine Austrittsöffnung der Kammer zu einer motorisch angetriebenen Drehbürste gebracht und von dieser auf den zu reinigenden Teppich od. dgl. aufgebracht wird.
Erfindungsgemäss ist ein solches Reinigungsgerät so ausgebildet, dass zwei nebeneinanderliegende Kammern mit je einem Schaufelrad vorgesehen sind, dass die beiden Kammern untereinander durch eine Öffnung verbunden sind und die zweite Kammer an der der Drehbürste zugewendeten Wand die Öffnung für den Austritt des Schaumes aufweist. Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Gerätes mit zwei Kammern und zwei Schaufelrädern gelingt es auf einfache Weise, den in der einen Kammer vorbereiteten Nassschaum in der zweiten Kammer zu Trockenschaum zu schlagen, der in das zu reinigende Material in einer wesentlich grösseren Menge durch die Drehbürste eingearbeitet werden kann als dies bis jetzt mit Schaumstoffwalzen möglich war.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass eine weitere Kammer mit einem Schaufelrad vorgesehen ist und die drei Kammern nebeneinander angeordnet sind und die Schaufelräder durch eine die drei Kammern durchsetzende gemeinsame Welle angetrieben sind, dass die mittlere Kammer mit dem Reinigungsflüssigkeits-Behälter und über Seitenöffnungen mit den beiden andern Kammern verbunden ist, und dass die beiden seitlichen Kammern mit zur Drehbürste gerichteten Öffnungen zum Austritt des Schaumes versehen sind. Durch die gemeinsame Antriebswelle für alle drei Schaufelräder in den drei Kammern wird der Antrieb bei erhöhter Leistungsfähigkeit wesentlich vereinfacht.
Die Erfindung besteht ferner darin, dass die Schaufeln in der mittleren Kammer achsparallel, die Schaufeln in den seitlichen Kammern hingegen schräg zur Antriebswelle angeordnet sind. Durch diese Massnahme wird erreicht, dass die Steifigkeit des erzeugten Schaumes erhöht wird.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht.
Es zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf den unteren Teil eines Reinigungsgerätes gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linien II-II in Fig. 1 im vergrösserten Massstab, Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Knetkammer mit zum Teil weggelassenen Teilen, gleichfalls im vergrössertem Massstab zu Fig. l, und Fig. 4 eine Seitenansicht des Gerätes in verkleinertem Massstab.
Das Reinigungsgerät gemäss den Zeichnungen weist zwei Rahmenteile --1, 2-- auf, die in Draufsicht etwa H-förmig gestaltet sind, wobei der Rahmenteil --2-- im wesentlichen innerhalb des Bereiches des Rahmenteiles-l-liegt. Der besseren Übersicht halber sind die einzelnen Seitenteile von den von den Querwänden --lc bzw. 2c-- ungleichmässig abgeteilten Rahmenteilen--1 bzw. 2--mit-la, lb bzw.
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bekannte Drehbürste --3-- gelagert.
Zwischen den Seitenteilen --2a-- und der Querwand --2c-- des Rahmenteiles --2-- sowie von einem Teil der Querwand-Ic-begrenzt ist ein Raum --4-- gebildet, der durch Trennwände-14a, 14b-in drei Kammern --5, 6 und 7-- unterteilt ist. Die Kammern --6, 7-- weisen an ihren der Kammer --5-abgelegenen Seiten Endwände --15a, 15b-- auf. Die Kammern --5, 6 und 7-- sind von einer Drehachse - durchsetzt. Der Raum --4-- ist an seiner Oberfläche mit einem Deckel --16-- verschlossen.
Zwischen den Seitenteilen --2b--, der Querwand --2c-- und dem zugeordneten Teil der Unterrahmen - -41a-- ist ein Antriebsmotor --8-- angeordnet. An der Drehachse des Antriebsmotors --8-- sitzt eine Zahnscheibe --11--, die über einen Zahnriemen --35-- eine an der Drehachse --13-- angeordnete Zahnscheibe --12-- antreibt. Die Drehachse --13-- durchsetzt den gesamten Raum --4-- und trägt an einer in der Kammer --5-- angeordneten Nabe --18-- Schaufeln --32-- bzw. an in den Kammern
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--6,7-- angeordneten Naben --19,20-- Schaufeln --33,34--. Die Trennwände --14a, 14b-- weisen Durchgänge --21, 22-- auf, die die Kammer --5-- mit den Kammern --6, 7-- verbinden.
Die Durchgänge - 21, 22-sind an der der Drehbürste --3-- abgelegenen Seite der Trennwände --14a, 14b-- vorgesehen, so dass ein frühzeitiger Austritt des Reinigungsmittels über in der Querwand --lc-- des Rahmenteiles - im Bereich der Kammern --6,7-- vorgesehene Durchbrechungen --22,24-- verhindert wird.
Zwischen den Seitenteilen --lb und 2a, 2b-- ist ein Getriebe --25-- angeordnet. Durch dieses wird die Drehbürste --3--, die auf einer Drehachse --36-- gelagert ist, mit dem Antriebsmotor --8-verbunden. Zu diesem Zweck ist an der Drehachse --13-- ein Ritzel --26-- angeordnet, das über einem die Drehrichtung umkehrenden weiteren Ritzel --27-- mit einem Zahnrad --28-- in Eingriff steht, an dessen Achse ein weiteres Ritzel --29-- über einem Zahnrad --30-- mit einem noch weiteren Ritzel --31-kämmt. An der Achse --37-- des Ritzels --31-- sitzt eine Zahnscheibe --38--, von der über einen Zahnriemen --40-- eine Zahnscheibe --39-- der Drehachse --36-- angetrieben wird.
Das Gerät ist von oben mittels einer Abdeckung --41-- abgedeckt. Durch eine Durchbrechung der Abdeckung --41-- ragt ein Anschluss --42-- (Fig. 4) heraus, an den eine Leitung --45-- angeschlossen ist.
Das andere Ende der Leitung --45-- endet in einem am Schaft --43-- des Gerätes befestigten Behälter --44--, der eine näher nicht bezeichnete Einfüllöffnung mit Deckel zur Aufnahme des flüssigen Reinigungsmittels aufweist. Der Schaft --43-- ist über einem Haltebügel --46-- in beidseitig angeordnete Halteösen --47-- der Abdeckung --41-- einsetzbar, wobei die Abdeckung in diesem Bereich eine eingeprägte Ausnehmung --48-- aufweist, die die seitlichen Lagen des Schaftes --43-- bestimmt. An der Abdeckung --41-- ist noch ein Druckknopf --49-- zur Betätigung des Antriebsmotors --8-- erkennbar.
Ein nur angedeutetes Anschlusskabel --50-- durchsetzt die Abdeckung --41-- und dient zur Stromversorgung des Elektromotors --8--.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist wie folgt : Die Reinigungsflüssigkeit wird zunächst durch die
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über die Leitung --45-- in die Kammer-5-. Nach Betätigung des Druckknopfes --49-- läuft der Elektromotor --8-- an, wobei die Reinigungsflüssigkeit in der Kammer --5-- von den Schaufeln --32-vorgeschäumt und über die Durchgänge --21,22-- in die Kammern --6, 7-- gedrückt wird, um dort von den Schaufeln --33,34-- zu Trockenschaum geschlagen zu werden. Da in den Kammern --6, 7-kontinuierlich Trockenschaum erzeugt wird, tritt der überschüssige, steif geschlagene Trockenschaum durch die Öffnung --23, 24-- aus den Kammern --6, 7-- aus und wird von der Drehbürste --3-abgestreift und in an sich bekannter Weise auf die zu reinigenden Faserstoffe aufgebracht.
Um die Steifigkeit des Schaumes zu erhöhen, stehen die Schaufeln --33, 34-- auf den zugehörigen Naben --19, 20-- in einem spitzen Winkel zur Drehachse --13--. Die Schaufeln --32--der Kammer --5-sind auf der Nabe --18-- achsparallel angeordnet. Dabei sind die Schaufeln-33, 34-- so angeordnet, dass der offene Winkel in Richtung der Durchgänge-21, 22-gerichtet ist.
Die im Getriebe --25-- vorgesehene Übersetzung kann auch anders gestaltet sein. Beispielsweise könnte zur Übertragung der notwendigen Übersetzung zwischen der Drehachse --13-- und der Achse --36-- der Drehbürsten-3-- auch ein Schneckengetriebe zwischengeschaltet sein.
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