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Die Erfindung betrifft einen Schwingsiehter, insbesondere für die Aufbereitung von Müllereiprodukten, mit einer aus federnden Abstützungen und etwa dazu senkrecht stehenden, in ihrer Länge verstellbaren Lenkern bestehenden Parallelogrammabstützung, welche ihrerseits auf einem Maschinenrahmen angeordnet ist, mit einem Elektromotor für den Antrieb des Sichters, z. B. über einem Schubkurbelantrieb, und einer Amplituden-Regelung für die Siebschwingungen.
Bekannte Sichter dieser Gattung sind z. B. in der DE-PS Nr. 950527, in den DE-AS 1012149 und 2215975, in der AT-PS Nr. 184046 und in der US-PS Nr. 2, 901, 111 vorbeschrieben. Diese bekannten Sichter können aber nur annähernd eine optimale Prozessführung gewährleisten. Einem schwankenden Materialfluss oder einem Produktwechsel können sich diese Systeme nur auf umständliche Weise anpassen.
Die Behebung dieser Mängel ist Aufgabe der Erfindung. Dies wird dadurch erreicht, dass die Lenker und die federnden Abstützungen verschiebbar und feststellbar auf dem Maschinenrahmen gelagert sind, so dass deren Neigung und die Neigung einer den Elektromotor tragenden Wippe einstellbar sind, und dass für den Elektromotor eine Drehzahl-Regeleinrichtung vorgesehen ist, als deren Regelgrösse die Schwingungamplitude dient.
Vorteilhafterweise kann die Drehzahl-Regeleinrichtung eine geschlitzte Schaltstange haben, in deren Schlitz einer der Lenker geführt ist, wobei der Schaltstange ein Schaltstift zugeordnet ist, durch welchen der Regelkreis veränderbar ist, wobei die Schaltstange einerseits in einer Lagerhülse und anderseits in einem als ölhydraulische Zylinder-Kolben-Anordnung mit federbelastetem, mit Drosselbohrungen ausgestattetem Kolben ausgebildeten Gegenlager gleitend gelagert ist.
Besonders vorteilhaft ist das Arbeiten im Bereich der kritischen Schwingungszahl, weil sich hier geringster Antriebs- und Energiebedarf mit dem grössten Siebeffekt paart. Diese Schwingungszahl wird bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung dadurch erhalten, dass der Lagerhülse ein Sperrstift zugeordnet ist, welcher die Lagerhülse bei Überschreiten der Drehzahl für die ResonanzAmplitude durchgreift und so ein Absinken der Motordrehzahl unter die der Resonanzfrequenz entsprechende Drehzahl durch einseitige Begrenzung des Weges der Schaltstange verhindert.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung können den Zeichnungen entnommen werden. In den Zeichnungen, in denen eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt ist, zeigt Fig. l die Abstützung des Siebkastens über Federn und Lenkarmen auf einen Maschinenrahmen, der auch den quergestellten, federnden Antriebsmechanismus trägt. Auch ist die Anordnung des Regelapparates an einem Lenkarm ersichtlich. Fig. 2 zeigt schematisch den Regelapparat selbst in seinem Zusammenwirken mit dem Regelkreis eines Elektromotors.
Der Siebkasten--l-des erfindungsgemässen Sichters ist über Lenker --2-- am Fundamentrahmen - gelagert und mittels eines Schubkurbelantriebes --9-- in Schwingung versetzbar. Die Lenker--2--
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das schwingende System, dessen Arbeitsfeder --5-- ist. Bedingt durch diese Art der Siebkastenabstützung ergibt sich für den Siebkasten-l-selbst eine in Richtung des Pfeiles --8-- liegende Schwingungsrichtung, die immer senkrecht zur Lenkung liegt. Die in ihrer Winkellage verstellbare Wippe --10- ist am Fundamentrahmen--3--durch verschiebbare Lager-12-abgestützt. Die Lenker --2-- sind ausziehbar und stützen sich ebenfalls durch verschiebbare Lager --11-- am Fundamentrahmen --3-- ab.
An einem der Lenker --2-- greift der Regelapparat --13-- an, der mittels einer geschlitzten Schaltstange --14-- den Lenker --2-- umfasst, so dass sich dieser darin bewegen kann. Diese Schaltstange - steht unter dem Druck einer Rückstellfeder des Gegenlagers --17--, in dem sich auch ein öldurchströmter Bremskolben befindet, der eine vibrationsdämpfende Wirkung haben soll. Wird nun der Elektromotor --4-- durch Schalter --21-- angeworfen, setzt sich auch Lenker --2-- durch Einwirkung von Feder --7-- in Bewegung. Die Schaltstange --14-- schaltet über Schaltstift --18--, Regelkreis --19--, Regler --20-- den Elektromotor --4-- auf eine höhere Drehzahl, aber nur so lange, bis sich die Amplitude der Schwingung infolge der überkritischen Schwingungszahl wieder verringert.
Es ist dann der Bewegungsbereich von Lenker --2-- kleiner und die Rückstellfeder von Lager --17-- kommt zur Wirkung. Die Drehzahl sinkt ab und die Amplitude steigt wieder an. Somit kann sich eine kritische Schwingungszahl einpendeln. Sollte durch eine plötzliche Überbelastung die Amplitude stark absinken, wird durch einen Sperrstift --16-- die in der Lagerhülse --15-- gleitende Schaltstange --14-- daran gehindert, eine gegenläufige Tendenz in Richtung Anfangsdrehzahl des Elektromotors --4-- einzuschlagen. Nach dem
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Stillsetzen des Sichters muss der Sperrstift wieder in seine Ruhestellung gebracht werden. Die Rückstellfeder von --17-- bringt auch die Schaltstange --14-- wieder in ihre Anfangsstellung.
Ein Zahnstangenabschnitt --22-- der Schaltstange --14-- steht mit einem Stirnrad in Eingriff auf dessen Achse ein Sperrklinkenrad --23-- sitzt, gegen welches eine Sperrklinke --24-- durch eine Feder gedrückt wird.
Sperrklinke --24-- ist gleichzeitig ein Teil des Schalters --25--, der wieder eine Kontrollampe --26-schaltet. So lange sich die Schaltstange-14-zeichnungsmässig nach links bewegt, gleitet das Klinkenrad über die Klinke hinweg, bewegt sich aber die Schaltstange --14-- nach rechts, so schaltet Klinke --24-mittels Schalter --25-- die Kontrollampe --26-- ein. Durch einen Exzenter, dessen Lagerung wegen eventueller ungleichmässiger Beschickung eine gewisse Elastizität aufweisen muss, kann auch jede andere, beliebige Schwingungszahl fixiert werden. Dadurch dass die Schaltstange --14-- festgehalten wird, ist das ganze Regelsystem ausgeschaltet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schwingsichter, insbesondere für die Aufbereitung von Müllereiprodukten, mit einer aus federnden Abstützungen und etwa dazu senkrecht stehenden, in ihrer Länge verstellbaren Lenkern bestehenden Parallelogrammabstützung, welche ihrerseits auf einem Maschinenrahmen angeordnet ist, mit einem Elektromotor für den Antrieb des Sichters, z.
B. über einen Schubkurbelantrieb, und einer Amplituden-Regelung für die Siebschwingungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lenker (2) und die federnden Abstützungen (5,6, 7) verschiebbar und feststellbar auf dem Maschinenrahmen (3) gelagert sind, so dass deren Neigung und die Neigung einer den Elektromotor (4) tragenden Wippe (10) einstellbar sind, und dass für den Elektromotor (4) eine Drehzahl-Regeleinrichtung (13) vorgesehen ist, als deren Regelgrösse die Schwingungsamplitude dient.