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Es sind bereits Vorrichtungen zur Erteilung einer Schüttelbewegung für Maschinenteile, insbesondere für Schüttelsiebe u. dgl., bekannt, bei denen die Schüttelbewegung mit Hilfe eines in eine oszillierende Bewegung versetzten, auf einen Kolben einwirkenden flüssigen oder gasförmigen Mediums erzielt wird. Diese Vorrichtungen weisen zwar gegenüber jenen Anordnungen, bei denen bloss mechanische Mittel, wie Exzenter, Federn od. dgl., verwendet werden, den Vorteil einer stossfreien und weichen Schüttelung auf, doch besteht bei diesen der Nachteil, dass eine genaue Anpassung der Art der Schüttelbewegung an die jeweiligen Betriebsbedingungen und insbesondere an die Art des zu schüttelnden bzw. zu siebenden Materials nicht möglich ist.
Namentlich bei Verwendung dieser bekannten Einrichtungen zum Antriebe von Schüttelsieben macht sich als besonders nachteilig der Umstand bemerkbar, dass eine genaue und innerhalb weiter Grenzen rasch und ohne Betriebsunterbrechung mögliche Anpassung der Hublänge der Schüttelbewegung an die jeweilige Form und Grösse des zu behandelnden Materials nicht durchführbar ist, so dass diese Einrichtungen für wechselnde Betriebsbedingungen unbrauchbar sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen und eine Vorrichtung zu schaffen, bei der eine sehr genaue und überdies auch stetige Abstimmung der Sehüttellänge an die Betriebserfordernisse ermöglicht wird. Der Erfindung gemäss wird dies dadurch erreicht, dass das flüssige oder gasförmige Medium zwecks Regelung der Schüttellänge unter dem Einflusse eines oder mehrerer Ausgleichsorgane steht. Ein weiteres erfindungsgemässes Merkmal ist dabei darin gelegen, dass diese Ausgleichsorgane als Gefässe ausgebildet sind, deren Fassungsvermögen elastisch veränderbar und einstellbar ist.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungsformen einer Vorrichtung gemäss der Erfindung zur Darstellung gebracht. Die Fig. 1 und 3 zeigen diese Ausführungsbeispiele schematiseh, während die Fig. 2 und 4 die Oszillationspumpe, den Schüttelzylinder und die Ausgleichsgefässe in grösserem Massstabe im Aufriss und teilweise im Schnitt veranschaulichen.
Gemäss der in den Fig. 1 und 3 dargestellten Ausführungsform ist in einem Zylinder 1 ein Kolben 2 vorgesehen, dessen Kolbenstange 3 mit dem in Schüttelbewegung zu versetzenden Maschinenteil, z. B. einem Schüttelsieb, verbunden ist. Die eine Seite des Kolbens 3 ist durch eine Feder 4 belastet, während auf die andere Seite des Kolbens 3 ein flüssiges Medium 5 einwirkt, das durch eine in der Zeichnung strichpunktiert angedeutete Leitung 6 von einer Oszillationspumpe 7 dem Zylinder 1 zugeführt wird. Die Oszillationspumpe 7 weist in bekannter Weise einen Kolben 8 auf, der von der Pleuelstange 9 von der durch die Antriebsscheibe 10 bewegten Kurbelwelle 11 aus angetrieben wird.
Durch die Auf-und Abbewegung des Kolbens 8 wird das flüssige Medium 5 auf den Kolben 2 des Zylinders 1 einwirken und ihn unter Zusammendrüekung der Feder 4 verschieben, worauf beim Rück- gang des Kolbens 8 die Feder 4 den Kolben 2 zurüekbewegt, wodurch eine weiche, stossfreie Hin-und Herbewegung der Kolbenstange 3 und des mit ihr verbundenen Maschinenteiles bewirkt wird. Die Hubzahl der Schüttelbewegung kann durch Änderung der Umlaufzahl der Oszillationspumpe 7 geregelt werden.
Um auch die Hublänge der Sehüttelbewegung verändern zu können, ist in die Leitung 6 ein Ausgleichsgefäss 12 eingebaut, dessen Kolben 13 einerseits unter dem Druck des flüssigen Mediums 5 steht, anderseits durch einen mittels eines Handrades 15 verstellbaren Anschlag 14 in der Aufwärts-
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bewegung gehemmt wird, so dass nur ein bestimmtes einstellbares Quantum Öl in den Zylinder 12 eintreten kann.
Bei der in den Fig. 2 und 4 veranschaulichten Ausführungsform steht der Kolben 16 des Zylinders 17 beiderseits unter dem Einflusse des flüssigen Mediums 18, wobei zwei Leitungen 19. 20 den Raum vor bzw. hinter dem Kolben 16 mit den Räumen vor bzw. hinter dem Kolben 21 der Oszillationspumpe 22 verbinden, die, wie Fig. 2 zeigt, durch einen Kurbelantrieb 2. 3 angetrieben wird. Durch Hin-und Herbewegen des Kolbens 21 der Oszillationspumpe 22 wird das flüssige Medium in den Leitungen 19, 20 in eine oszillierende Bewegung versetzt und der Kolben 16 des Zylinders 17 hin- und herbewegt, wodurch durch die Kolbenstange 24 der an sie angeschlossene Maschinenteil eine weiche und stossfreie Schüttelbewegung erhält.
Die in die Leitungen 19, 20 eingebauten Ausgleichsgefässe 25, 26, welche gleichartig wie das ausgleichsgefäss 12 gemäss Fig. 3 gebaut sind, gestatten durch Betätigung der Handräder 27, 28 auch bei dieser Ausführungsform die Verstellung der Hublänge der Schüttelbewegung. Um eine gleichmässige Verstellung der Hublänge zu gewährleisten, können die beiden Verstelleinriehtungen 27, 28 der Ausgleiehsgefässe 25, 26 miteinander gekuppelt sein. Durch Änderung der Umlaufzahl der Oszillationspumpe 22 ist die Hubzahl der Schüttelbewegung in weitem Bereiche regelbar.
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Vorrichtung zur Erteilung einer Schüttelbewegung für Maschinenteile, insbesondere für Schüttelsiebe u. dgl., mit Hilfe eines in eine oszillierende Bewegung versetzten, auf einen Kolben einwirkenden, flüssigen oder gasförmigen Mediums, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige oder gasförmige Medium zwecks Regelung der Schüttellänge unter dem Einflusse eines oder mehrerer Ausgleichsorgane (13 bzw. 25, 26) steht.