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Die Erfindung betrifft einen Kunststoff-Bootskörper für ein Segelboot mit einer äusseren spantenlosen
Bootsschale, einem Innenboden, der umlaufend an der Innenseite der Bootsschale befestigt ist, wobei die
Bootsschale und der Innenboden einen Zwischenraum begrenzen.
Es sind bereits zahlreiche Ausführungsformen von Bootskörpern bekannt, bei welchen die eigentliche
Bootsschale mit einer mehr oder weniger angepassten Schaumstoffüllung versehen ist und bei denen im
Innenraum des Bootskörpers ein gegenüber der Bootsschale durch Längsstringer ausgesteifter Zwischenboden angeordnet ist (USA-Patentschriften Nr. 3, 435, 470, Nr. 3, 315, 284). Dabei ist es bekannt, den Innenboden mit der
Bootsschale zu verkleben. Damit kann jedoch keine genügende Verwindungs-und Verbiegungsstabilität des
Bootskörpers erzielt werden, was bei den verschiedenen auf einen Segelbootskörper einwirkenden Kräften und
Biegemomenten häufig zu Schwierigkeiten, Rissebildungen und nicht vernachlässigbaren Rumpfverformungen führt, was insbesondere für Regattaboote erwünscht ist.
Der Einbau von zusätzlichen Spanten, Kielen und
Stringern verbietet sich bei faserverstärkten Bootskörpern vor allem aus Gewichts- und Herstellungskosten- gründen.
In diesem Zusammenhang ist es auch bereits bekannt, einen Bootskörper aus einzelnen Profilteilen aufzubauen und in dem Innenraum profilierte Wände vorzusehen, wobei die Hohlräume mit fest eingebrachten
Schaumstoffplatten ausgelegt oder mit flüssig eingebrachtem Schaumstoff ausgeschäumt sind, um das Eindringen von Wasser zu vermeiden und die Festigkeit des Bootskörpers zu erhöhen (USA-Patentschrift Nr. 3, 531, 809).
Diese bekannten Ausführungsformen vermochten jedoch in der Praxis nicht zu befriedigen, da die
Befestigung der einzelnen Längsstringer mit ihrer Vielzahl von Verbindungsstellen an der Bootskörper-Innenseite zu Herstellungsfehlern führen kann und das blasenfreie Ausschäumen von grösseren Hohlräumen mit Schaumstoff äusserst schwierig ist. Dies trifft insbesondere für die zahlreichen engen winkligen Längsräume zu. Eine weitere
Schwierigkeit ergab sich durch das Aufbringen des inneren Bodens auf die Längsstringer, da hier blinde
Verbindungen hergestellt werden mussten, welche ebenfalls keine ausreichende Steifigkeit mit sich brachten.
Durch das Weglassen der Quer- und Längsspanten bei derartigen Bootskörpern und den Verzicht auf
Längsstringer ergeben sich weiche und biegeschlaffe Bootskörper, so dass diese den besonderen Bedingungen eines
Kiel-Segelbootes und insbesondere den hohen Anforderungen bei RegattÅabooten nicht gewachsen sind. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Kunststoff-Bootskörper für ein Segelboot zu schaffen, welcher bei geringem Arbeits- und Kostenaufwand sowie verhältnismässig geringem Gewicht aus einer äusseren spantenlosen Bootsschale sowie aus einem Innenboden hergestellt ist und eine maximale Festigkeit gegen Verwindung und Verbiegung aufweist, ohne dass hiezu das Einbringen von Längsstringern u. dgl. notwendig ist.
Dabei soll durch eine gegenseitige Abstützung aller Schalenteile des Bootskörpers eine solche Steifigkeit erreicht werden, dass das Boot auch härtesten Bedingungen im Regattabetrieb gewachsen ist und auf Grund seiner Verformungsfestigkeit die vom tiefgezogenen Flossenkiel aus in den Bootskörper eingeleiteten Kräfte verformungsfrei aufnehmen kann, wobei auch bei Wellengang und beim Ausreiten sowohl von der Takelage als auch vom Flossenkiel her eingeleitete Schwingbewegungen zu keinen Flattererscheinungen am Flossenkiel bzw.
Steuerruder führen.
Die gestellte Aufgabe wird für einen Kunststoff-Bootskörper der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Innenboden als wichtigstes Versteifungselement für den Bootskörper schalenförmig ausgebildet ist und zu den Seitenwänden der Bootsschale parallel oder konvergent verlaufende Seitenabschnitte aufweist, und dass der Zwischenraum mit einem die beiden Bootsteile fest verbindenden Hartschaum ausgeschäumt ist.
Durch diese Massnahme ist es möglich, die eigentliche Bootsschale, welche bekanntlich sehr schwierig wegen der grossen Innenraumwölbung herzustellen ist, als einfache dünnschalige Laminatschicht herzustellen, während der weniger gekrümmte Innenboden leicht mit allen notwendigen Versteifungseinlagen bzw.
Festigkeitsverbänden hergestellt werden kann, wobei nach dem Ausschäumen des Hohlraumes zwischen der Bootsschale und dem Innenboden eine sichere sowie feste Verbindung zwischen den beiden Teilen besteht.
Durch die feste Verbindung der Bootsschale mit dem Innenboden über den Hartschaum wird der Bootskörper wesentlich verstärkt, wobei der Innenboden das wesentlichste Versteifungselement ist. Durch eine geeignete Anordnung und Ausbildung des Innenbodens und auf Grund einer zweckmässigen Befestigung des Flossenkiels ist es ohne weiteres möglich, auch bei grösseren Segeljachten eine ausreichende Festigkeit zu erzielen, ohne den Bootskörper mit Spanten oder Stringern zu versehen. Die Bootsschale kann daher aussen und innen glatt ausgebildet sein und in einer einfachen Negativform hergestellt werden. Durch das Vermeiden der Querspanten wird auch die häufig bei Kunststoffboden auftretende Welligkeit der Aussenfläche vermieden, wodurch es möglich ist, die Aussenfläche strömungsmässig ideal auszugestalten.
Da der Hartschaum eine sehr geringe Dichte aufweist, kann er gleichzeitig als Schwimmkörper dienen und auch bei schweren Beschädigungen sowie beim Vollaufen des Bootes dessen Unsinkbarkeit gewährleisten.
Um das Gewicht des Bootes weiter zu verringern, ist auch vorgesehen, dass im Zwischenraum zwischen Bootsschale und Innenboden allseitig von Hartschaum umgebene Schaumstoffverdrängungskörper angeordnet sind.
Der Innenboden kann einen umlaufenden Stringerflansch aufweisen, welcher an der Innenseite der
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Bootsschale befestigt ist. Dabei kann die Verbindungsstelle zwischen der Bootsschale und dem Innenboden durch mindestens eine Verbindungs-Laminatschicht verstärkt sein. Zur Erzielung einer besseren Abdichtung bzw. eines besseren Anpressdruckes kann dieser Stringerflansch einen etwas andern Schrägungswinkel aufweisen als der betreffende Bootsschalenwandabschnitt, so dass der Stringerflansch unter allseitiger Vorspannung an der
Bootsschale anliegt. Durch die Verbindungs-Laminatschicht längs dem Stringerflansch ergibt sich eine weitere verstärkte Profilierung, so dass insbesondere bei grossen Bootskörpern im Wasserlinienbereich eine wesentliche
Verstärkung erzielt werden kann.
Eine solche Versteifung des Bootskörpers wird auch dadurch erreicht, dass anschliessend an den Stringerflansch ein entlang der Bootsschale verlaufendes Profilelement angeordnet ist, und dass das Profilelement und die Bootsschale einen Zwischenraum begrenzen, der mindestens teilweise mit
Hartschaum ausgefüllt ist. Der weiteren Versteifung der Bootsschale dienen auch ein profilierter Längsträger sowie weitere im Innenboden angeordnete Längsprofilierungen.
Bei einer weiteren Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, dass der schalenförmig ausgebildete Innenboden
Seitenabschnitte aufweist, die sich bis zu den oberen Seitenrändern der Bootsschale erstrecken. Durch das Hochführen der beiden Schalenteile unter stetiger Verminderung des schaumstoffgefüllten Abstandes zwischen
Bootsschale und Innenboden erhält man ein annähernd U-förmiges Tragprofil, das auch die seitlichen Wandabschnitte der Bootsschale sehr formfest aussteift.
Entsprechend einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Innenboden zweischalig ausgeführt sein, wobei sich zwischen den beiden Schalenteilen eine Hartschaumschicht befindet.
Der Innenboden kann sich über die ganze Länge des Bootskörpers erstrecken. Da jedoch die Beanspruchung im Bereich des Hecks normalerweise relativ klein ist, kann der Innenboden auch in seinem hinteren Bereich durch ein quer zum Bootskörper verlaufendes Schott mit dem Deck verbunden sein. Dadurch erhält man eine Querversteifung. Es ist jedoch auch vorgesehen, dass der Innenboden quer zum Bootskörper verlaufende, durch Profilierungen Rippen, Rohre oder Trennwände gebildete Versteifungen aufweist.
In der folgenden Beschreibung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand von schematischen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Bootskörper mit einem verbolzten Flossenkiel einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Bootskörper einer zweiten Ausführungsform, Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen Bootskörper, Fig. 4 ein Querschnitts-Detail im Bereich der Wasserlinie, in grösserem Massstab, Fig. 5 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführung eines Bootskörpers, mit einem verbolzten Flossenkiel, Fig. 6 einen Querschnitt durch einen Bootskörper mit einem Schwert, Fig. 7 einen Querschnitt durch einen Bootskörper, dessen Innenboden einen hochgezogenen Seitenrand aufweist, wobei die linke und die rechte Figurenhälfte verschiedene Ausbildungen enthalten, und Fig.
8 einen Querschnitt durch einen Bootskörper mit Schaumverdrängerkörpern, wobei die linke und die rechte Figurenhälfte ebenfalls verschiedene Ausbildungen enthalten.
In der Fig. l ist eine erste Ausführungsform eines Kunststoff-Bootskörpers für ein Segelboot dargestellt.
Seine aus faserverstärkten Kunststoff bestehende Bootsschale--l--weist eine im wesentlichen abgerundete Flachbodenspantform auf, welche im vorderen Bootskörperbereich in eine V-Form übergeht. Annähernd in Schiffsmitte ist ein Flossenkiel --2-- am Bootskörper befestigt, der eine schmale, Profilform aufweist.
Im unteren Innenbereich der Bootsschale-l-ist annähernd im Bereich der Wasserlinie-WL-ein Innenboden--5--angeordnet, welcher an seinen seitlichen Rändern einen hochgezogenen Stringerflansch --5"-- aufweist, dessen Form der Bootsschale--l--angepasst und mit ihr z. B. durch eine Kunstharzschicht od. dgl. verbunden ist.
Die Verbindungsstelle kann noch durch eine umlaufende, die Verbindungsstelle übergreifende und in die Fläche der zu verbindenden Teile überlaufende Verbindungslaminatschicht-6-abdeckt werden. Diese dient einerseits als Abdichtung und bewirkt zudem eine Verstärkung.
Der bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel zwischen dem annähernd eben ausgebildeten
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der Bootsschale und auf der späteren Unterseite des Innenbodens auf den noch nicht gelierten Kunststoff Fasern, Körner, Fäden oder andere Aufrauhungen aufgebracht. Stattdessen ist es auch möglich, aus den vorher aufgebrachten Verstärkungs-Matten,-Geweben od. dgl. Fäden, Fadenschlaufen, Faserbündel od. dgl. vorstehen zu lassen.
Der Schaumstoff wird dann vorteilhafterweise in den Hohlraum eingefüllt, bevor die obersten Kunststoffschichten auf den Innenseiten der Bootsschale-l-und des Innenbodens-5-völlig geliert, also ausgehärtet sind, so dass damit eine allseitige feste Verbindung zwischen der Hartschaumfüllung--4--und
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Hiedurch wird eine völlige Formsteifigkeit des Bootskörpers ohne zusätzliche Stringer und Spanten erzielt ; ferner ist der Innenboden --5-- auf seiner gesamten Fläche trotz seiner verhältnismässig geringen Dicke genügend versteift und es wird ein verdreh- und verbiegesteifer Bootskörper gebildet, der allen wesentlichen, üblicherweise auftretenden Belastungen gewachsen ist.
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Der Hartschaumstoffüllung 14-- können zur weiteren Verfestigung noch Verstärkungsfasern, wie Glas-,
Kunststoff-oder Metallfasern beigemischt werden, so dass eine weitere Erhöhung der Gesamtfestigkeit und
Formsteifigkeit erzielt wird.
Der Innenboden --5-- kann vom Bug bis zu dem Heck durchlaufen, wie dies in der Fig. 3 gestrichelt dargestellt ist, so dass der hintere Bootsteil ebenfalls durchgehend versteift ist. Da jedoch die Beanspruchung des
Bootskörpers im Bereich des Hecks normalerweise relativ klein ist, kann der Innenboden--5--zur Einsparung von Gewicht verkürzt werden, so dass er sich nicht bis zum Heck erstreckt.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, weist der Innenboden --5-- in seinen rückwärtigen Bereich ein bis zur
Höhe des Decks--31-hochgezogenes Querschott-20-auf, welches mit einer Öffnung-21- versehen sein kann. Diese Öffnung --21-- kann durch einen abdichtenden Deckel abgeschlossen werden. Auch das Querschott-20-besitzt einen umlaufenden Flansch--20'-, welcher seitlich mit der Wand der Bootsschale--l--und oben mit dem Deck --31-- beispielsweise mittels einer aushärtenden
Kunststoffschicht verbunden ist.
Hiedurch wird auch im hinteren Bootskörperbereich zusammen mit der Trennwand--22--eine grosse Verformungsfestigkeit von Rumpf und Deck erreicht ohne dass zusätzliche
Stringer und Spanten vorgesehen werden. Der dabei entstehende Hohlraum kann bei dichtem Abschluss durch einen Deckel als Hilfsauftriebsraum dienen.
Durch die Füllung des Zwischenraumes zwischen der Bootsschale-l-und dem Innenboden-5-- mit Hartschaum--4--ist jedoch bereits ein genügender Reserveauftrieb auch bei vollgelaufenem
Schiffsinnenraum gegeben. Da der Hartschaum --4-- geschlossene Poren und eine gewisse Elastizität aufweist, gewährleistet er auch bei starken Beschädigungen der Bootsschale-l-oder des Innenbodens-5-eine ausreichende Schwimmfähigkeit.
Die Versteifung des Bootskörpers durch den Innenboden --5-- und dem Hartschaum--4-- ermöglicht, sowohl die Bootsschale--l--als auch den Innenboden--5--relativ dünnwandig auszubilden, ohne dass deswegen zusätzliche Spanten, Stützleisten oder Bodenwrangen vorgesehen werden müssen. Zudem kann die Bootsschale-l-in demjenigen Bereich, in welchem sie mit dem Hartschaum --4-- verbunden ist, einen Abschnitt mit besonders dünner Wandstärke aufweisen. Eine solche Ausbildung ist in der Fig. 6 dargestellt, in der der dünnwandige, aus einer fasernverstärkten Laminatschicht bestehende Bootsschalen-Ab- schnitt mit--45--bezeichnet ist. Auf diese Weise ist es möglich, den Bootskörper bei grosser Formfestigkeit sehr leicht zu bauen.
Es ist weiterhin möglich, bei Booten, welche für sportliche Zwecke dienen und welche einen extremen
Leichtbau aufweisen sollen, den Hartschaum-4-, wie dies in Fig. 8 gezeigt ist, mit Schaumverdrängerkörpern --43-- zu versehen. Diese können beispielsweise durch luftgefüllte Schläuche aus geeignetem Kunststoff oder
Leichtschaumstoffkörper, welche von einer festen Kunststoffschicht eingehüllt sind, gebildet werden. Diese Schaumverdrängerkörper --43-- können sich über einen Abschnitt oder über die gesamte Länge des Zwischenraumes zwischen der Bootsschale--l--und dem Innenboden--5--erstrecken.
Diese Schaumverdrängerkörper-43--, von denen auch mehrere neben- oder hintereinander angeordnet werden können, sind zweckmässigerweise mit Abstandshaltern--44--versehen. Die Abstandshalter--44-ermöglichen, die Schaumverdrängerkörper --43-- beim Ausschäumen des Zwischenraumes derart abzustützen, dass die letzteren nach der Fertigstellung des Bootskörpers im wesentlichen allseitig von Hartschaum--4-umgeben sind. Die Hülle der Schaumverdrängerkörper-43-muss selbstverständlich aus einem Material bestehen, das im Lösungsmittel, das für die Schäumung des Hartschaumes-4-verwendet wird, unlöslich ist.
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass es für regattafähige Segelboote entscheidend ist, ob sie überhaupt, und von welcher Windstärke ab sie ins Gleiten kommen. Dies ist wieder vom Gewicht abhängig, so dass nur extremer Leichtbau bei Wahrung der Schiffsformsteifigkeit zu sportlichen Erfolgen führen kann, wenn bei einer wettkampffähigen Bootsklasse, wie üblich, die Segelfläche, die Schiffslänge und der Schiffsgewichtsbereich festgelegt sind. Demzufolge ist es durch die erfindungsgemässe Ausführung des Bootskörpers möglich, die Erfolgsaussicht einer ein solches Boot benutzenden Mannschaft erheblich zu verbessern.
Der Flossenkiel --2-- weist, wie bereits erwähnt, an seinem oberen Ende ein im Querschnitt keilförmiges Zentrierstück-8-auf, das in einer Ausnehmung --9-- der Bootsschale --1-- sitzt. Zur Aufnahme des aus der Krängung resultierenden statischen und dynamischen, an der Befestigungsstelle angreifenden Biegemomentes wird die Ausnehmung--9--in der Bootsschale--l--durch schräg zueinander geneigte Seitenwände --9'-- begrenzt, welche durch Abschnitte der Bootsschale gebildet werden und an ihrem oberen Ende in ein waagrechtes, sie verbindendes Bodenstück-9"-übergehen. Es ist jedoch auch möglich, einen mehr oder weniger spitz auslaufenden Keil vorzusehen, der also kein waagrechtes, oberes Bodenstück aufweist.
Des weiteren können auch mehrere parallele oder, in Längsrichtung unterteilte Ausnehmungen vorgesehen werden.
Die geneigten Seitenwände-9'--der Zentrieraufnahme-9--sind gegen die Symmetrieebene des Bootes unter einem Winkel A geneigt, der so gewählt ist, dass die zu übertragenden Flossenkräfte günstig mit geringstmöglicher Verformungswirkung auf die Bootsschale-l-übertragen werden können. Der Winkel A beträgt vorzugsweise 30 bis 600.
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Um ein Verformen der Ausnehmung --9-- und das Auftreten von örtlichen Flächenpressungsspitzen zu vermeiden, ist die Tiefe der Zentrierausnehmung --9-- bei der in der Fig. 1 dargestellten Ausführung so ausgelegt, dass das waagrechte Bodenstück --9"--, das die obere Begrenzung der Ausnehmung--9--bildet, den Innenboden--5--berührt. Die einander zugewandten Flächen des Bodenstückes --9"-- und des Innenbodens--5--können etwas durch eine aus ausgehärteten Kunststoff bestehende Verbindungsschicht --C- miteinander verbunden sein.
Die die seitlichen Begrenzungen bildenden Bootsschalenabschnitte-9'-bilden dann zusammen mit den anschliessenden Bootsschalen- und Innenbodenabschnitten zwei im Querschnitt ungefähr dreieckförmige Tragwerke.
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stabile Abstützung des Flossenkiels-2--.
Wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, erstreckt sich die Ausnehmung --9-- nur über einen verhältnismässig kurzen Längsabschnitt des Bootskörpers.
Der bug- und heckseitige Endabschnitt --9"'-- der Ausnehmung --9-- wird je durch einen geneigten Abschnitt der Bootsschale-l-gebildet. Die Abschnitte --9"'-- gewährleisten eine gute Querversteifung der Ausnehmung-9-, so dass diese, auch wenn grosse Lateralkräfte auf den Flossenkiel einwirken, nicht verbreitert wird. Die Abschnitte --9'''-- sind derart geneigt, dass sie gegen ihr oberes Ende hin zusammenlaufen und eine bezüglich der Wasserlinie-WL-senkrecht Gerade unter einem Winkel-B-- schneiden, der für die bug-und heckseitigen Endabschnitte --9"'-- verschiedene Werte aufweisen kann.
Da beim vorgenannten beschriebenen Bootskörper das Unterwasserschiff im rückwärtigen Bereich sehr flach ausgebildet ist, um den Gleitzustand schon bei geringer Geschwindigkeit zu erreichen, werden die wesentlichen, den Segeldruck kompensierenden Seitenführungskräfte vom Flossenkiel --2-- aufgebracht. Deshalb ist dessen präzise und stabile Halterung von ausschlaggebender Bedeutung.
Der in den Fig. l bis 3 dargestellte Flossenkiel --2-- besteht aus zwei Schalen, deren glatte Aussenflächen-Abschnitte --17-- die Lateralplanfläche des Flossenkiels bilden. An seinem unteren Ende weist der Flossenkiel eine Erweiterung auf, in deren Bereich der Ballast--16--untergebracht ist.
Bei den in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen ist der Flossenkiel --2-- mit Befestigungsbolzen--12--, die das Bodenstück --9"-- der Bootsschalen-Ausnehmung und den Innenboden - durchdringen, befestigt. Die Befestigungsbolzen-12-können etwa, wie dies in den Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, an einer parallel zum Bodenstück --9"-- verlaufenden, im Innern des Zentrierstückes --8-einlaminierte platte --18-- angreifen, die eine gute Kraftverteilung gewährleistet. Bei dem in der Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel verlaufen die Befestigungsbolzen bis zum unteren Ende des Flossenkieles und sind dort mit dem Ballast--16--verschraubt.
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--5-- umlaufendenwie auch die vorerwähnten Flansche --5" und 20'-- mit einem Kunststoff-Auftrag versehen werden.
Hiebei können in vorbestimmten Abständen Lücken im Kunststoffauftrag vorgesehen sein, durch welche, wie später beschrieben wird, Lufteinschlüsse abziehen können. Durch eine geeignete Ausbildung des Flansches - 5"--, beispielsweise dadurch, dass er einen andern Neigungswinkel aufweist als der betreffende Bootsschalenabschnitt, kann erreicht werden, dass er nach dem Einfügen des Innenbodens--5--mit leichter Vorspannung an der Innenseite der Bootsschale--l--anliegt, so dass sich eine innige Verbindung mit dem Kunststoff-Auftrag ergibt.
Dann wird der gesamte, noch in der Form befindliche Bootskörper samt Innenboden
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--4-- eingegossenBefestigungsflansch versehene Trennwand--22--mittels eines entsprechenden Kunststoffauftrages im Bereich der Befestigungsflansche bzw. im Überlappungsbereich mit dem Querschott-20-verschlossen und so ein Eindringen von Leckwasser verhindert. Wie weiter hinten noch beschrieben wird, ist es jedoch auch möglich, den Hohlraum bei horizontaler Lage des Bootskörpers auszuschäumen.
Anschliessend kann der umlaufende Stringerflansch-5"--, wie dies besonders deutlich aus den Fig. l, 2 und 5 ersichtlich ist, durch eine oder mehrere auflaminierte Verbindungslaminate --6-- völlig abgedichtet und zusätzlich verstärkt werden, so dass im Wasserlinienbereich des Bootskörpers ein Höchstmass an Steifigkeit erzielt wird. Des weiteren kann auch der Querschottflansch-20'-durch ein Verbindungslaminat zusätzlich abgedichtet werden.
Das Bootsheck ist ohne weitere Spanten und Stringer genügend formsteif ausgebildet, um den Ruderschaft --24-- samt dem angeformten Ruderblatt--23--sichter tragen und führen zu können.
Bei dem in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Innenboden --5-- von der Mittellinie
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ausgehend dachartig nach aussen geneigt. Damit wird, wenn sich das Boot in der ebenen Lage befindet, ein besseres Abfliessen von Spritzwasser erzielt. Ausserdem wird dadurch erreicht, dass bei der üblichen winddruckbedingten Schräglage des Bootes beim Segeln der jeweils von der Mannschaft benutzte luvseitige Bodenteil eine geringere Schräglage einnimmt, wodurch eine bessere Standsicherheit erzielt wird.
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Zum Abführen des eingedrungenen und in der Lenzrinne--5"--gesammelten Spritzwassers kann an geeigneter Stelle, also an der bei Krängung des Bootes tiefstliegenden Stelle, auf ein oder beiden Bootsseiten eine Lenzklappe--7--angeordnet werden.
Diese befindet sich vorteilhafterweise über der Wasserlinie--WL--, so dass beim Liegen des Bootes am Steg die Lenzklappen-7-dauernd geöffnet bleiben und Regen- und Spritzwasser jeweils sofort ablaufen.
Das umständliche Abdecken des Bootes mit einer Persenning kann somit entfallen. Das Boot ist dabei immer gut durchlüftet, so dass also keine Schimmelbildung und Korrosion auftreten kann. Es kann zusätzlich auch eine Mittelmulde in Form einer Einwölbung--48-- (vgl. die rechte Hälfte der Fig. 7) im Innenboden --5-- vorgesehen sein, welche dann mit einer zusätzliche Heck-Lenzklappe in Verbindung steht.
Wie die Fig. 2 ausserdem zeigt, kann der Innenboden--5--mit einer entlang seiner Mittellinie verlaufenden, rippenartigen Erhöhung --5""-- verschen werden, welche sich über die gesamte Länge des Innenbodens--5--erstreckt und vorzugsweise einen trapezförmigen Querschnitt aufweist. Diese Erhöhung --5""-- dient zur weiteren Versteifung des Innenbodens und damit des Bootskörpers. Dadurch kann ohne besondere Verstärkung der Bootsschale--l--im Bereich der Flossenkiel-, Mast-, Vorstag- und der Grossschot-Befestigung eine genügende Längs-, Quer-und Verdrehsteifigkeit sowie Ausreissfestigkeit erzielt werden.
Die vorerwähnte erhöhung --5""-- bildet daher ein Gegenstück zum Flossenkiel--2--ohne dass das Gesamtgewicht des Bootes merkbar erhöht wird.
Die Erhöhung kann statt der trapezartigen, nach unten offenen Profilform auch ein rechteckiges, quadratisches, rundes, I-förmiges, T-förmiges, doppel-T-förmiges oder H-förmiges Profil aufweisen.
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2,Bootschalen-Abschnitten--9'--und sind vorteilhafterweise sowohl am Innenboden--5--als auch an der Bootsschale--l--anlaminiert.
Die mit --11'-- bezeichneten Laminatschichten verlaufen entlang der Erhöhung --5""-- und sind nur
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dieser Abschnitte anlaminiert.
Des weiteren können in diese Verstärkungs-Laminate Distanzrohre --13-- eingeformt werden, die die Befestigungsbolzen --12-- umschliessen und die von diesen erzeugten Axialkräfte aufnehmen können.
Ferner können noch zusätzlich auch quer zur Längsachse verlaufende, versteifend wirkende Profilierungen,
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können sie zusätzlich zur besseren und gleichmässigeren Verteilung des Schaumstoffes bei dessen Einfüllen dienen.
Die nach oben vorstehenden Verstärkungen verhindern das Hin- und Herschwappen von eingedrungenem Wasser. Die rippenartige Erhöhung--5""--ermöglicht des weitem eine stabile Befestigung des Mastfusses an
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--5""-- kannErhöhung befestigt werden, wobei auch hier wieder auf der unteren Seite eine Vorstag-Beschlags-Verstärkung --32"-- anlaminiert werden kann.
Die entlang der Bootsmittellinie verlaufende, rippenartige Erhöhung kann auch mit nach unten oder nach oben vorstehenden Stegen versehen sein. Die nach unten ragenden Stege können dann an den Seitenabschnitt --9'-- der Ausnehmung --9-- anliegen und diese dadurch zusätzlich verstärken.
Die frei nach oben vorstehenden Stege ermöglichen den Mastfuss und verschiedene andere Beschläge zu befestigen, ohne dass hiezu Schraubenbohrungen im eigentlichen Innenboden angebracht werden müssen. Dies hat
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den Vorteil, dass trotz der vielen Befestigungsbohrungen nirgends Wasser in den den Hartschaum--4-- enthaltenden Hohlraum eindringen kann.
Bei dem in der Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Innenboden zweischalig ausgebildet und
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--51-- auf.geführt ist.
Wie dies auf der rechten Seite der Fig. 5 dargestellt ist, kann anschliessend an den Stringerflansch-5"--
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eine Stabilisierung, so dass auch bei starken Brechern ein Durchkentern vermieden wird.
Zwischen dem Deck--31--, das etwa mittels eines Verbindungs-Profilelementes --42-- mit der Bootsschale-l-verbunden ist, und der oberen Begrenzungsfläche des Profilelementes --38-- wird ein Stauraum --40-- gebildet, der zur Aufnahme der Schwimmwesten des Paddels und andern Gerätschaften dienen kann.
In der Fig. 6 ist ein Bootskörper mit einem Steckschwert-46-dargestellt. Bei dieser Ausführung ist die mit--9""--bezeichnete Ausnehmung auf der oberen Seite offen und der Innenboden--5-weist ebenfalls eine entsprechende Öffnung auf. Die Öffnung wird seitlich durch nach unten ragende Ränder-5'-begrenzt,
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Klebstoffes direkt mit diesen verbunden werden.
Die an die seitlichen öffnungsränder-5'-anschliessenden Innenboden-Abschnitte-48-sind nach aussen hin ansteigend und bilden also zusammen eine rinnenförmige Profilierung des Innenboden-5-, durch die der Bootskörper zusätzlich versteift wird. Zur Ableitung des Spritzwassers kann die von den Innenboden-Abschnitten-48-gebildete Rinne beim Heck mit einer Lenzklappe verbunden sein. An die Abschnitte --48-- kann etwa in der Mitte zwischen dem Schwert--46-und der Lenzrinne --5'''-- eine rippenartige Aufwölbung--49--anschliessen die ebenfalls eine Versteifung ergibt und die zusätzlich als Stemmleiste für die Mannschaft dient.
In den vier Figurenhälften der Fig. 7 und 8 sind verschiedene Bootskörper-Ausführungen dargestellt, bei denen der Innenboden --5-- schalenförmig ausgebildet ist und sich nach oben bis zu den Seitenrändern der Bootsschale-l-erstreckende Seitenabschnitte aufweist. Bei den in der rechten Hälfte der Fig. 7 und der linken Hälfte der Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispielen verlaufen die Innenboden-Seitenabschnitte parallel zu den Bootsschalen-Seitenwänden. Dagegen laufen die letzteren bei den in der linken Hälfte der Fig. 7 und der rechten Hälfte der Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispielen gegen den oberen Rand hin konvergent zusammen.
Zwischen den Seitenabschnitten des Innenbodens--5--und der Bootsschale--l--ist ein Zwischenraum vorhanden, der mit dem vom unteren Haupt-Abschnitt des Innenbodens-5-und von der Bootsschale --l-- begrenzten Zwischenraum zusammenhängt und ebenfalls mit Hartschaum --4-- gefüllt ist. Mit andern Worten gesagt, erstreckt sich also bei diesen Ausführungsbeispielen der vom Innenboden und der Bootsschale begrenzte, mit Hartschaum ausgefüllte Zwischenraum bis zu den Seitenrändern der Bootsschale.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kunststoff-Bootskörper für ein Segelboot mit einer äusseren spantenlosen Bootsschale und einem Innenboden, der umlaufend an der Innenseite der Bootsschale befestigt ist, wobei die Bootsschale und der
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