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Die Erfindung betrifft einen Gummireifen mit im Laufstreifen verankerten Gleitschutzstiften, die durch im Laufstreifen vorgesehene und von aussen auszulösende Einrichtungen mit ihren Spitzen über die Lauffläche hinaus aus-und wieder einfahrbar sind, mit im Laufstreifen des Reifens eingesetzten die Gleitschutzstifte aufnehmenden und führenden Einsätzen, wobei unterhalb der Gleitschutzstifte je ein Hohlraum zur Aufnahme zumindest einer die Gleitschutzstifte hinausdrückenden Einrichtung vorgesehen ist. Aus der deutschen Offenlegungsschrift 2316368 ist bekannt, die mit einem elastisch verformbaren Stützkörper in der Reifendecke sitzenden Gleitschutzkörper durch innere Druckwirkung, z. B. den Reifenluftdruck, nach aussen über die Hüllfläche des Reifenprofiles zu verschieben.
Da die Unterseiten der Gleitschutzkörper mit dem Luft-Schlauch, wenn auch über eine Zwischenlage, in Berührung stehen und von diesem zum Ausfahren veranlasst werden, kann es leicht zur Beschädigung des Schlauches oder zumindest zu Undichtheiten kommen.
Gemäss dem Vorschlag in der Schweizer Patentschrift Nr. 417370 kann das Ausfahren der Gleitschutzstifte hydraulisch, pneumatisch oder mittels an ihnen angreifender und von aussen verstellbarer Nocken erfolgen, wobei die Gleitschutzstifte durch Druckfedern eingefahren werden, wenn sie nicht mehr durch die Nocken beaufschlagt sind.
Diese bekannten auf die Gleitschutzstifte einwirkenden Betätigungseinrichtungen sind kompliziert, störanfällig und nicht immer leicht im Reifen montierbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Gummireifen mit im Laufstreifen verankerten Gleitschutzstiften so auszubilden, dass deren Aus- und Einfahren erleichtert und die dazu erforderliche Betätigungseinrichtung vereinfacht wird. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Einrichtungen zum Ein- und Ausfahren der Gleitschutzstifte aus je einer Walze und aus einem im Laufstreifen schwenkbar befestigten mit Hilfe der Walze gegen die Unterseite des Gleitschutzstiftes drückbaren Löffel besteht und die Walzen, beispielsweise durch Seilzüge, verstellbar sind, wobei die Gleitschutzstifte in den Einsätzen von zwei Federn gehalten sind, die im eingezogenen Zustand der Gleitschutzstifte an einer Einschnürung derselben eingreifen.
Damit kommen einerseits besonders einfache mechanische Mittel zum Einsatz, die vor dem Einführen der Gleitschutzstifte in den Gummireifen leicht montierbar sind, anderseits ist das Ausfahren der Gleitschutzstifte mit dem Seilzug rasch und ohne Zuhilfenahme einer Pumpe oder eines Werkzeuges möglich.
Die Erfindung besteht auch darin, dass die Einsätze in ihrer Längsrichtung, vorzugsweise in der Symmetrieebene der die Gleitschutzstifte aufnehmenden und führenden Durchgänge, und in Axialrichtung des Reifens geteilt ausgebildet sind.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind an Hand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäss ausgestalteten Reifen, Fig. 2 eine Draufsicht auf einen einzigen Gleitschutzstift mit Halterung, Fig. 3 einen solchen in ausgefahrener Stellung in vergrössertem Massstab und Fig. 4 einen Gleitschutzstift in versenkter Stellung.
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die in zugehörige Ausnehmungen Laufstreifens-2-eingreifen.
Die einzelnen Einsätze--3-weisen Durchgänge-6-auf, in denen ausfahrbare Gleitschutzstifte --7- eingesetzt sind. Diese weisen an ihren Seiten eine Einschnürung --8-- auf und werden von zwei Federn--9--gehalten. Wie insbesondere der Fig. 4 entnommen werden kann, beaufschlagen die Federn --9-- die Gleitschutzstifte--7--in der eingezogenen Stellung derart, dass sie auch bei der Einwirkung erheblicher Fliehkräfte nicht hinausgeschleudert werden können.
Unterhalb der einzelnen Einsätze --3-- sind im Laufstreifen-2-Aushöhlungen-10- vorgesehen, in denen Betätigungseinrichtungen angeordnet werden können. Im dargestellten Ausführungsbeispiel bestehen die Betätigungseinrichtungen aus quer zur Achsrichtung verstellbaren Walzen die gegen je einen an der Grenze der Aushöhlung --10-- und des Laufstreifens--2--um ein Gelenk--12-- schwenkbaren Löffel --13-- anliegen. Dabei ist die mit den Gleitschutzstiften--7--in Berührung tretende Oberfläche-14--der Löffel-13-sitzartig ausgebildet. Zur Verstellung der Walzen --11-- dient ein
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die Seilzüge in Umfangsrichtung des Reifens--l--verlaufen zu lassen, wodurch die Anzahl der Seilzüge verringert werden kann.
Dabei können die Seilzüge dieser Art (nicht dargestellt) auch bis auf die Nuten des Laufflächen-Profiles herangebracht werden, um von einer Stelle aus die Hin- und Herbewegung der Walzen - -11-- herbeiführen zu können.
Die Betätigung der erfindungsgemässen Einrichtung erfolgt so : Werden Reifen mit Gleitschutzstiften gewünscht, so müssen die Seilzüge --15-- in der einen Richtung gezogen werden, wodurch die Walzen --11-- über die Löffel-13-die Gleitschutzstifte-7-in den Durchgängen-6-aus der Oberfläche --2a- des Laufstreifens Reifen --1-- hinausdrücken. Sollen die Gleitschutzstifte-7-versenkt werden, so werden die Seilzüge --15-- in die entgegengesetzte Richtung gezogen. Die
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gruppenweise oder sämtliche über ein Sammelseil zusammengefasst und gruppenweise oder auf einmal betätigt werden.
Diese Ausführung ermöglicht auch eine leichtere Befestigung der aus den Reifen herausstehenden Seilzugenden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gummireifen mit im Laufstreifen verankerten Gleitschutzstiften, die durch im Laufstreifen vorgesehene und von aussen auszulösende Einrichtungen mit ihren Spitzen über die Lauffläche hinaus aus-und wieder einfahrbar sind, mit im Laufstreifen des Reifens eingesetzten die Gleitschutzstifte aufnehmenden und führenden Einsätzen, wobei unterhalb der Gleitschutzstifte je ein Hohlraum zur Aufnahme zumindest einer die
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Einrichtungen zum Ein- und Ausfahren der Gleitschutzstifte aus je einer Walze (11) und aus einem im Laufstreifen (2) schwenkbar befestigten mit Hilfe der Walze (11) gegen die Unterseite des Gleitschutzstifes (7) drückbaren Löffel (13) besteht und die Walzen (11), beispielsweise durch Seilzüge (15), verstellbar sind, wobei die Gleitschutzstifte (7) in den Einsätzen (3) von zwei Federn (9) gehalten sind,
die im eingezogenen Zustand der Gleitschutzstifte an einer Einschnürung (8) derselben eingreifen.
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