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Das Stammpatent Nr. 326865 betrifft eine Führungsschiene für Schubladen, die in einer Nut einer
Schubladen-Seitenwand mittels aus dem Material der Führungsschiene unter Zuhilfenahme eines Werkzeuges verformbarer Lappen befestigbar ist, wobei die Führungsschiene an ihrer am Nutengrund anliegenden Fläche die
Lappen aufweist, die durch Verformung parallel zum Nutengrund in die Seitenwände der Nut eindrückbar sind.
Eine Führungsschiene mit verformbarem Lappen ist beispielsweise aus der Zeitschrift "Die moderne
Küche", Heft 1/75 bekanntgeworden. Bei dieser Anordnung kann jedoch die Werkzeugklinge, die zur
Verformung des Lappens in eine Ausnehmung eingesetzt wird, leicht verrutschen, da sich für den Ansatz der
Werkzeugklinge kein fester Angriffspunkt ergibt. Darüber hinaus ist es bei dieser Anordnung nur möglich, mit
Hilfe der Werkzeugklinge Lappen durch Verformung parallel zum Nutengrund in die Seitenwände der Nut einzudrücken. Es ist jedoch nicht möglich, diese einmal durchgeführte Verformung der Lappen wieder rückgängig zu machen und die Führungsschiene durch Rückverformung der Lappen wieder aus dem Nutengrund an der
Schubladen-Seitenwand herauszulösen.
Mit der bekannten Anordnung ist es nicht möglich, eine einmal an der
Seitenwand einer Schublade befestigte Führungsschiene wieder zu entfernen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die bereits vorgeschlagene Führungsschiene nach dem Stammpatent so weiter zu bilden, dass es auf einfache Weise möglich ist, bei Bedarf den oder die herausgebogenen Lappen wieder in die Ausgangslage zurück zu drücken.
Ausgehend von einer Führungsschiene der eingangs genannten Art gelingt dies gemäss der Erfindung dadurch, dass zur Verformung jedes Lappens mindestens ein in beiden Schwenkrichtungen des Werkzeuges wirksames Ansatzelement für das Werkzeug am verformbaren Teil des Lappens vorgesehen ist.
Das Werkzeug wird somit wie beim geschilderten Ausführungsbeispiel des Gegenstandes des Stammpatentes mit seinem Zapfen in die Öffnung der Fläche der Führungsschiene eingesetzt, wobei zum Eindrücken des Lappens in die Seitenwand der Nut der Ansatz des Werkzeuges am betreffenden Angriffspunkt des Lappens bzw. der am Nutengrund anliegenden Fläche der Führungsschiene angreift. Bei Durchführung der geschilderten Schwenkbewegung des Werkzeuges wird dann der Lappen in die Seitenwand eingedrückt. Will man den Lappen wieder in seine Ausgangslage zurückdrücken, so sind wieder zwei Angriffspunkte für das Werkzeug am Lappen bzw. an der Fläche der Führungsschiene gegeben, nämlich die Öffnung und der Angriffspunkt.
Bei unverändertem Einsatz des Werkzeuges an der Führungsschiene brauchte somit die Schwenkbewegung des Werkzeuges lediglich in entgegengesetzter Richtung durchgeführt zu werden, um den Lappen wieder in seine Ausgangslage zurückzudrücken, wodurch dann die Führungsschiene frei wird. Das Werkzeug führt somit ähnlich wie beim Gegenstand des Stammpatentes um seinen Zapfen eine Schwenkbewegung durch.
Für die Ausbildung des Angriffspunktes mit dem damit zusammenwirkenden Ansatzelement gibt es mehrere bevorzugte Ausführungsformen. Eine erste Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Ansatzelement als Nase ausgebildet ist, an der sich eine Profilierung des Werkzeuges anlegt. Eine zweite Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Ansatzelement als Bohrung ausgebildet ist, in die ein Zapfen des Werkzeuges einsetzbar ist. Den beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, dass bei der Schwenkbewegung des Werkzeuges in beiden Richtungen eine Kraft vom Werkzeug auf den Lappen ausgeübt wird, u. zw. in beiden Schwenkrichtungen, nämlich zum Eindrücken bzw. zum Zurückdrücken in die Ausgangsstellung des Lappens.
Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass in der am Nutengrund anliegenden Fläche der Führungsschiene eine der Nase gegenüberliegende Ausnehmung vorgesehen ist, die zur Aufnahme einer Werkzeugklinge dient, die gleichzeitig auf der Nase aufliegt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, aus denen sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Es zeigen : Fig. 1 den oberen Teil einer an einem Nutengrund anliegenden Fläche einer Führungsschiene mit einem Lappen nach der Erfindung in der Ausgangsstellung ; Fig. 2 die Situation von Fig. l mit angesetztem Werkzeug in der herausgedrückten Stellung des Lappens ; Fig. 3 die Situation von Fig. l bei einer abgeänderten Ausführungsform des Lappens ; Fig. 4 die Situation von Fig. 2 bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 3 ; Fig. 5 einen Schnitt längs V-V in Fig. 4.
In den Zeichnungen bezeichnen dieselben Bezugsziffern dieselben Bauteile. In Fig. 1 ist eine an einem Nutengrund anliegende Fläche--l--einer Führungsschiene angedeutet. (Der Nutengrund ist in Fig. 5 mit Position--2--bezeichnet. Die Seitenwände der Nut mit Pos.--3 und 4--). Bei der ersten Ausführungsform
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1--8-- mit dem Rand der Fläche--l--verbunden ist. Dadurch wird eine Profilierung des Lappens--S-- derart geschaffen, dass dieser an seinem vorderen Ende (das ist links in Fig. l) eine Nase--9--hat.
Soll der Lappen--5--in Pfeilrichtung--10--herausgedrückt werden, um in die Seitenwand--3-der Nut --2-- eingedrückt zu werden, so wird ein Werkzeug angesetzt (vgl. Fig. 2). Dieses Werkzeug--11-besteht aus einer Stange mit einem Zapfen-12--, der in die Öffnung-7-passt. Am vorderen Ende der Stange bzw. des Werkzeuges --11-- ist eine Profilierung oder üb ergreifung --13-- ausgebildet, die mit geringem Spiel über die Nase-9-passt. Beim Herausdrücken des Lappens --5-- wird somit das Werkzeug
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