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Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Anheben und Abtransportieren von Kraftfahrzeugen, insbesondere zur Anwendung in Parkgaragen. Die bekannten Geräte, welche dazu dienen, falsch geparkte, verkehrsbehindernde Kraftfahrzeuge oder auch solche, die vom Besitzer in fahrunfähigem Zustand auf der Strasse abgestellt worden sind, abzutransportieren, bestehen zumeist aus Kraftwagen mit aufmontiertem Kran, der dazu dient, das Fahrzeug anzuheben und auf die Plattform des Wagens oder eines Anhängers zu stellen. Diese Geräte sind aber infolge ihrer grossen Bauhöhe nur zur Anwendung im Freien geeignet. Nun ist es aber in steigendem
Mass auch erforderlich, widerrechtlich in Parkgaragen abgestellte Fahrzeuge abzutransportieren, wo wegen der geringen Raumhöhe, die manchmal weniger als 3 m beträgt, die Verwendung von Kranwagen ausgeschlossen ist.
Ferner sind für das Abschleppen von Kraftwagen fahrbare Geräte bekannt, welche eine hydraulisch oder mit
Motorkraft angetriebene Einrichtung besitzen, an die der abzuschleppende Wagen an einem Ende mittels eines
Zugorgans angehängt und angehoben wird, so dass er auf dem zweiten Räderpaar rollend transportiert werden kann. Aber auch ein solches Abschleppen ist dabei in vielen Fällen nicht möglich, z. B. wenn die Reifenluft ausgegangen ist oder wenn das Fahrzeug mit angezogener Bremse und verschlossen abgestellt ist. Hier müsste der
Abschleppdienst den Wagen gewaltsam öffnen, was unter Umständen zur Beschädigung desselben und zu
Schadenersatzansprüchen führen kann.
Durch die Erfindung wurde die Aufgabe gelöst, ein Gerät zum Abtransportieren von Kraftwagen zu schaffen, welches infolge seiner geringen Bauhöhe, die kleiner sein kann als die Höhe eines abzutransportierenden Kraftwagens üblicher Ausführung, zur Anwendung in Parkgaragen u. dgl. geeignet ist, ohne dass die Gefahr einer
Beschädigung beim Abtransport besteht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Gerät nicht selbst mit einem Motor ausgerüstet sein muss, sondern als Anhänger gebaut werden kann, der mit einem Kraftwagen mittlerer
Leistung ohne weiteres samt aufgeladenem Fahrzeug abgeschleppt werden kann.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Gerät der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass es einen auf mindestens drei Rädern fahrbaren U-förmigen Rahmen aufweist, dessen Schenkelabstand grösser ist als die Breite der abzuschleppenden Kraftfahrzeuge, wobei zwei, je einem Schenkel des U-Rahmens zugeordnete, über dem Rahmen liegende Tragbalken vorgesehen sind, die mittels einer von Hand oder motorisch betätigbaren Vorrichtung gemeinsam anhebbar sind, wobei ein zwischen den Schenkeln des U-Rahmens stehendes Kraftfahrzeug zum Abtransport daran anhängbar und anhebbar ist. Um die Tragbalken anzuheben, wird zweckmässig auf jedem Schenkel des U-Rahmens mindestens ein hydraulisches oder pneumatisches Zylinder-Kolben-Aggregat angeordnet, durch dessen Bedienung der zugeordnete Tragbalken im wesentlichen lotrecht anhebbar ist.
In diesem Fall wird auf dem Wagen eine hydraulische oder pneumatische Kraftquelle angeordnet, wobei aber vorzugsweise auch Einrichtungen zur Handbedienung vorgesehen sind, um z. B. einen Druckluftbehälter durch Betätigung einer Handpumpe aufzuladen oder ein hydraulisches Aggregat durch Betätigung einer Handpumpe in Betrieb zu setzen, was zwar viel Zeit und Mühe kostet, jedoch für den Fall durchaus wichtig sein kann, wenn die Kraftquelle erschöpft ist und an der Stelle, von der der Wagen abzuschleppen ist, kein entsprechendes Hilfsmittel zur Verfügung steht.
Es können aber auch auf jedem Schenkel des U-Rahmens im wesentlichen lotrecht stehende Schraubspindeln angeordnet sein, welche mit an den zugeordneten Tragbalken angebrachten Spindelmuttern zusammenwirken und alle gleichzeitig durch einen Elektromotor über entsprechende Getriebe und Wellen antreibbar sind. Hiezu kann als Kraftquelle auf dem Gerät eine Sammelbatterie vorgesehen werden. Es ist aber auch hier vorteilhaft, die Anordnung so zu treffen, dass das Anheben der Tragbalken hilfsweise unter Einschaltung einer entsprechend grossen Übersetzung mittels einer Handkurbel od. dgl. vorgenommen werden kann.
Als Mittel zum Anhängen des abzutransportierenden Kraftwagens werden vorzugsweise Klemmapparate verwendet, wie sie z. B. in der Schweizer Patentschrift Nr. 521251 des Patentinhabers beschrieben sind und die aus einer im wesentlichen dreieckigen Platte bestehen, an deren beiden unteren Ecken Greifer angebracht sind, welche unterhalb der Radmitte am Radreifenumfang festklemmbar sind und an deren oberer Ecke ein Einhängeorgan, z. B. eine Öse oder ein Zapfen, angebracht ist, an dem ein Zugorgan, z. B. ein Nylonseil, eingehängt wird, dessen anderes Ende an einer entsprechenden Einhängestelle des Tragbalkens anbringbar ist.
Weitere Vorteile und Merkmale des Erfindungsgegenstandes gehen aus dem nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläuterten Ausführungsbeispiel der Erfindung hervor. In den Zeichnungen zeigt Fig. l ein erfindungsgemässes Gerät im Aufriss mit in punktierten Linien eingezeichnetem Kraftwagen, zu dessen Anheben das Gerät dient, Fig. 2 ist eine Seitenansicht eines Teiles des Gerätes im Sinn des Pfeiles II der Fig. l, Fig. 3 zeigt das Gerät im Grundriss, Fig. 4 zeigt ein als selbstfahrender Kraftwagen ausgebildetes Gerät nach der Erfindung.
Das in den Fig. l bis 3 dargestellte Gerät zum Anheben und Abtransportieren von Kraftfahrzeugen ist als Anhänger zum Abschleppen mittels eines Kraftwagens ausgebildet und besitzt einen waagrecht liegenden U-Rahmen --1-- mit geschlossenem Rechteckprofil, der aus einem Quersteg --2-- und zwei daran
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Vorderteil des Rahmens sind an lotrechten Lenkwellen--7--und schräg nach hinten ragenden Traggabeln --8-- beiderseits Lenkräder--9--gelagert. Die beiden Lenkwellen--7--sind durch einen Kettentrieb --10-- auf drehende Mitnahme gekuppelt und von einer Lenkkurbel--11--oder einem Lenkrad aus verdrehbar.
Die Bedienung dieser Lenkräder ist nur beim Manövrieren am Ort des Aufladens erforderlich, wogegen bei der Fahrt auf Strassen eine solche Bedienung entfallen kann.
Oberhalb jedes Schenkels --3-- des U-Rahmens --1-- ist je ein heb- und senkbarer Tragbalken - -14-- angeordnet, welcher in Fig. 1 in der tiefsten (Ruhe-) Stellung in vollen Linien und in der höchsten Stellung (über einen Teil seiner Länge) in strichpunktierten Linien--14'--eingezeichnet ist. In der Ruhelage ruhen die Balken--14--auf je einem Puffer--15--auf, der am Schenkel --3-- angebracht ist. Die Tragbalken--14--besitzen beispielsweise ein winkelförmiges Profil. Sowohl am hinteren Endteil als auch am vorderen Teil sind in Abständen mehrere quer ausragende, mit verdickten Köpfen versehene Zapfen--16-vorgesehen, welche zum Anhängen der Hubseile--16'--dienen, wobei die verwendeten Einhängezapfen --16--je nach der Länge des abzutransportierenden Kraftwagens wählbar sind.
Zum Anheben bzw. Absenken der Tragbalken --14-- ist an jedem der Schenkel--3--des U-Rahmens ungefähr in der Mitte zwischen den beiden Enden ein hydraulischer Zylinder --17-- an einem quer
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kann.
Um einen abgestellten Kraftwagen abzutransportieren, geht man wie folgt vor :
Man versieht die vier Räder--29--des abzutransportierenden Kraftfahrzeuges mit Klemmvorrichtungen - -30--, z. B. nach der Schweizer Patentschrift Nr. 521251, welche aus einer im wesentlichen dreieckigen Platte bestehen, an deren zwei unteren Ecken Greifer--31--angebracht sind, welche durch Anziehen einer Schraube mittels eines Schraubenschlüssels fest am Umfang des Luftreifens an dessen unterer Hälfte angeklemmt werden kann, wogegen an einem mittig gelegenen Punkt der dreieckigen Platte ein mit verdichtem Kopf versehener Zapfen --32-- angebracht ist, in welchen die Endöse-33-eines Zugorgans, z. B. Nylonseiles-16'--, eingehängt werden kann.
Man verbindet nun die Einhängezapfen --32-- der Klemmapparate --30-- aller vier Räder durch je ein Zugseil --16'-- mit dem passenden Einhängezapfen-16-am Tragbalken-14-
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Um zu verhindern, dass beim Fahren ein Pendeln des an den Seilen hängenden Kraftwagens eintritt, das zum Anschlagen an Teile des Abschleppgerätes und daher zur Beschädigung der Karosserie führen könnte, sind entsprechende Vorkehrungen getroffen. Beispielsweise wird an den Klemmapparaten--30--der beiden vorne befindlichen Räder--29--des Kraftwagens das eine Ende einer Stange--40--lösbar angebracht, deren anderes Ende mit einem Haken--41--in eine Öse--42--eingehängt ist, die an einer längsverschiebbaren
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passender Stelle festgeklemmt werden. Dadurch ist die Lage des Kraftwagens gegenüber den Schenkeln des U-Rahmens festgelegt und es kann daher ein Längspendeln beim Fahren nicht eintreten.
Gegen ein Anstossen durch Querpendeln können an den Schenkeln des U-Rahmens entsprechende elastische Polster (nicht dargestellt) angeordnet sein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist das Gerät als selbstfahrender Lastkraftwagen ausgebildet. An der Stelle der Plattform --4-- mit den Lenkereinrichtungen-7 bis 11-tritt ein für Lastkraftwagen übliches Führerhaus--50--, das den Motor samt Getriebe für Vorderradantrieb, sowie die Lenkereinrichtung und auch die hydraulische oder pneumatische Kraftquelle oder die Sammlerbatterie für das Anheben der Tragbalken --14--enthält.