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Die Erfmdung betrifft eine Innenschalung für ein raumgrosses Betonbauwerk, insbesondere für eine
Beton-Fertigteilgarage, bestehend aus einem starren, fahrbaren Traggerüst, an dem eine vertikal angeordnete
Schalung für eine Stirnmauer, zwei vertikal angeordnete Seitenwandschalungen, welche gegenüber diesen
Seitenwänden senkrecht verschiebbar sind, und eine horizontal angeordnete Deckenschalung montiert sind.
Eine derartige Innenschalung ist z. B. durch die franz. Patentschrift Nr. 2. 059. 864 bekannt. Bei dieser bekannten Schalung sind die Seitenwandschalungen mit der Deckenschalung über Einsatzschalkörper gekoppelt, die an ihren auf den Abschlussflächen der Schalungsteile verschieblichen Stützflächen vorstehende Schrauben aufweisen, welche Langlöcher in den Abschlussflächen der Schalungsteile durchdringen. Dadurch bilden die
Einsatzschalkörper ein Keilgetriebe, mit dem die Deckenschalung und die Seitenschalungen auseinanderbewegt werden können, wenn der bzw. die Einsatzschalkörper zwischen die Schalungsteile gedrückt werden, und mit dem die Deckenschalung und die Seitenwandschalungen aufeinander zu bewegt werden können, wenn der bzw. die Einsatzschalkörper zurück, d. h. in das Innere der Schalung, gezogen werden.
Die Zylinderkolben für jeden
Einsatzschalkörper sind an beiden Schalungsteilen gelagert, wobei ebenfalls Schrauben vorgesehen sind, die in entsprechende Langlöcher eingreifen, so dass eine gegenseitige Verschiebung der Schalung nicht behindert wird.
Ausser den an die Einsatzschalkörper angeschlossenen Zylinderkolben sind keine weiteren Antriebe zum Bewegen der Schalungsteile vorgesehen. Das mag genügen, wenn es sich darum handelt, die Schalungsteile in Schalstellung zu bringen, weil dabei lediglich die Massen- bzw. Gewichtskräfte der Schalungsteile zu überwinden sind. Wenn dagegen nach dem Betonieren entschalt werden soll, sind nicht nur die Massen- und Gewichtskräfte, sondern auch die Haftkräfte zwischen den Schalflächen und dem Beton zu überwinden. Diese Haftkräfte erreichen bei den grossen Flächen, die bei der Herstellung von insbesondere Beton-Fertigteilgaragen entschalt werden müssen, so grosse Werte, dass es praktisch unmöglich ist, alle Schalflächen der Schalung gleichzeitig vom Beton zu lösen.
Bei der bekannten Innenschalung müssen alle beim Entschalen durch die Zylinderkolbenanordnungen aufzubringenden Kräfte von den Schrauben zwischen den Einsatzschalkörpern und den benachbarten
Schalungsteilen übertragen werden. Das kann im Einzelfall zu einer Deformation oder Zerstörung der kraftübertragenen Teile führen, indem z. B. die Schrauben abreissen.
Ferner sind Innenschalungen mit einer höhenverstellbaren Deckenschalung, einer Stirnwandschalung und ausfahrbaren Seitenwandschalungen aus mehreren Schalungsabschnitten durch die deutsche Offenlegungs- schrift 1534872 bekannt. Insbesondere die Seitenwandschalungen bestehen aus einem oberen und einem unteren
Schalungsabschnitt. Der obere Schalungsabschnitt bildet den grössten Teil der Seitenwandschalung und ist gegenüber einem Traggerüst verfahrbar. Dieser Schalungsabschnitt besteht aus einem Aussteifungsrahmen mit
Schalungsblech.
Im Bereich der Anschlussstelle von Seitenwandschalung und Deckenschalung ist die der Deckenschalung zugewandte Seitenfläche des Aussteifungsrahmens nach rückwärts verlängert, wobei die
Schalbleche um die äusseren Kanten des Aussteifungsrahmens nach hinten einen keilförmigen Hohlraum zwischen sich und dem Aussteifungsrahmen bildend abgebogen sind und diese abgebogenen Schalbleche sich mit den an den freien Enden befindlichen Abbiegungen gegen die rückwärtigen Verlängerungn des Aussteifungsrahmens abstützen. Auf diese Abbiegungen stützen sich ihrerseits abgebogene Enden der Schalbleche der Deckenschalung.
Dabei stört, dass im Bereich der Ecke zwischen Seitenwand und Decke des fertiggestellten Betonbauwerkes mit Rücksicht auf die von den abgebogenen Schalblechen gebildeten Räume gegenüber der Innenfläche der Decke erhabene Leisten entstehen, die den optischen Eindruck beeinträchtigen, aber auch das Anbringen von Türen oder Toren an der freien Stirnseite des fertiggestellten Betonbauwerkes erschweren.
Ähnliche Schwierigkeiten ergeben sich bei Verwendung einer Innenschalung, bei der die Deckenschalung geteilt und ebenso wie die Seitenwandschalungen schwenkbar am Traggerüst angelenkt ist, z. B. die deutsche Offenlegungsschrift 1559045.
Schliesslich sind auch Innenschalungen bekannt, bei denen in Schalstellung zwischen ausgefahrenen Seitenwandschalungen und ausgefahrener Deckenschalung Einsatzschalkörper angebracht werden, die von aussen auf die Innenschalung aufgesetzt werden (franz. Patentschrift Nr. 1. 292. 349). Die Einsatzschalkörper werden mittels Schraubverbindung gegen die Schalbleche von Seitenwandschalungen und Deckenschalung verspannt. Das ist nicht nur aufwendig, sondern erschwert auch das Entschalen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Innenschalung, mit der sich raumgrosse Bauwerke mit einem definierten rechteckigen Querschnitt herstellen lassen, zu verbessern, um das Ausschalen zu erleichtern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Deckenschalung in an sich bekannter Weise senkrecht zur Schalebene der Decke verschiebbar ist und dass in den beiden Ecken zwischen der Deckenschalung und den beiden Seitenwandschalungen in an sich bekannter Weise Schalkörper angeordnet sind, welche durch hydraulische Zylinderkolben senkrecht zur Schalebene der Decke und bzw. oder der Seitenwände verschiebbar sind.
Bei dieser Innenschalung können die einzelnen Schalungsteile nacheinander in einer günstigen Reihenfolge entschalt werden, nachdem die Schalkörper zurückgezogen worden sind. Die voneinander unabhängige Lagerung bzw. Abstützung der Schalungsteile an einem starren verfahrbaren Traggerüst bietet die Möglichkeit, die Schalungsteile unabhängig voneinander mit dafür geeigneten Antrieben zu bewegen, wobei auch Rücksicht auf die unterschiedliche Verteilung und Wirkungsrichtung von Haft- bzw. Massen- oder Gewichtskräften an den
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einzelnen Schalungsteilen genommen werden kann.
Die mit der Innenschalung hergestellten raumgrossen Betonbauwerke besitzen einen definierten rechteckigen Querschnitt, insbesondere dann, wenn der Schalkörper als Winkel ausgebildet ist, der die von den Schalblechen der Deckenschalung bzw. der Seitenwandschalungen gebildeten Ebenen vervollständigt und abschliesst.
Das Einführen des Schalkörpers in die zwischen Deckenschalung und Seitenwandschalung gebildete Lücke lässt sich automatisch durchführen, wenn die hydraulischen Zylinderkolben über Konsolen an jeweils daneben angeordneten Seitenwandschalungen angeschlossen sind.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch eine Innenschalung im Bereich der von Deckenschalung und Seitenwandschalung gebildeten Ecke.
Die in der Zeichnung dargestellte Innenschalung dient der Herstellung von raumgrossen Fertiggaragen. Sie besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einem im einzelnen nicht dargestellten Traggerüst, an das eine Deckenschalung--l--sowie eine ausfahrbare Seitenwandschalung--2--angeschlossen sind. Die
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zusammenwirkt.
Der Einsatzschalkörper --9-- ist auf einer Zylinderkolbenanordnung--20--montiert, die auf einer Konsole --21-- befestigt ist, welche ihrerseits an die Seitenwandschalung--2--angeschlossen ist.
Zum Einschalen der Innenschalung ist es lediglich erforderlich, Deckenschalung--l--und
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Richtung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Innenschalung für ein raumgrosses Betonbauwerk, insbesondere für eine Beton-Fertigteilgarage, bestehend aus einem starren, fahrbaren Traggerüst, an dem eine vertikal angeordnete Schalung für eine Stirnmauer, zwei vertikal angeordnete Seitenwandschalungen, welche gegenüber diesen Seitenwänden senkrecht verschiebbar sind, und eine horizontal angeordnete Deckenschalung montiert sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckenschalung (1) in an sich bekannter Weise senkrecht zur Schalebene der Decke verschiebbar ist und dass in den beiden Ecken zwischen der Deckenschalung (1) und den beiden Seitenwandschalungen (2) in an sich bekannter Weise Schalkörper (9) angeordnet sind, welche durch hydraulische Zylinderkolben (20) senkrecht zur Schalebene der Decke und bzw. oder der Seitenwände verschiebbar sind.
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