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Die Erfindung betrifft eine Innenschalung für raumgrosse Betonbauwerke, insbesondere Fertiggaragen bestehend aus einer durch ein Traggerüst höhenverstellbaren Deckenschalung und Stimwandsehalung sowie aus fahrbaren Seitenwandschalungen, die in einen oberen und einen unteren Schalungsabschnitt unterteilt sind, wobei die Schalbleche der einander zugekehrten Seiten von Deckenschalung und Seitenwandschalung im stumpfen Winkel zu den angrenzenden Schalungsteilen abgebogen sind.
Eine Innenschalung zur monolithischen Herstellung von Betonhohlkörpern ist z. B. durch die DE-OS 2154646 bekannt, bei der die Schalbleche zu den benachbarten Schalungsteilen nicht abgebogen sind. Die gegenüber den Seitenwandschalungen beweglichen Schalungsabschnitte bilden unabhängige Bauteile, die erst nachdem die Seitenwandschalungen in ihre Schalstellung gebracht worden sind, von aussen in die verbleibenden Lücken eingesetzt werden, was sich beim Arbeiten mit einer derartigen Innenschalung als äusserst umständlich erweist.
Eine verfahrbare Raumschalung wurde z. B. auch durch die DE-AS 1928196 bekannt, die eine Deckenschalung und zwei Wandschalungen aufweisen, bei denen die Schalflächen der Wandschalungen auch die Eckbereiche zwischen Decke und Wände mit einschliessen und die über mindestens zwei Lenker mit der Deckenschalung gegeneinander bewegbar verbunden und durch Sperrmittel in einer Lage gegenseitig verriegelbar sind, wobei ein Lenker im Bereich der Stossstelle zwischen Decken-und Wandschalung angeordnet ist.
Eine Innenschalung der eingangs angeführten Art ist in der DE-AS 1534872 beschrieben. Bei dieser Innenschalung ist die Deckenschalung fest mit dem Traggerüst verbunden und das Traggerüst selbst ist höhenverstellbar. Dazu besitzt das Traggerüst entsprechend ausgebildete Hebevorrichtungen. Da die Deckenschalung und Seitenwandschalung bis auf die seitliche Verschiebbarkeit der Seitenwandschalung sich in vorgegebener räumlicher Lage zueinander befinden, ist, um das Ein- und Ausschalen zu ermöglichen und ausserdem eine Dichtung zwischen Seitenwand- und Deckenschalung zu erreichen, die der Deckenschalung zugewandte Seitenfläche des am oberen Schalungsabschnitt angebrachten Aussteifungrahmens nach rückwärts verlängert,
wobei die Schalbleche um die äusseren Kanten des Aussteifungrahmens nach hinten einen keilförmigen Hohlraum zwischen sich und dem Aussteifungsrahmen bildend, abgebogen sind und die abgebogenen Schalbleche sich mit den an den freien Enden befindlichen Abbiegungen gegen die rückwärtigen Verlängerungen des Aussteifungsrahmens abstützen. Auf diese Abbiegungen stützen sich ihrerseits die abgebogenen Enden der Schalbleche der Deckenschalung auf, womit die Abdichtung erreicht wird. Der Nachteil dieser Ausführung besteht vor allem darin, dass im Zuge des Ein- bzw. des Aussehalens das Traggerüst zusammen mit sämtlichen Schalungsteilen der Höhe nach verstellt werden muss. Einfacher ist es, das Traggerüst auf dem ihm zugeordneten Fahrwerk zu belassen und lediglich die Deckenschalung der Höhe nach verstellbar anzuordnen.
In diesem Falle ergeben sich aber wieder Probleme hinsichtlich der Schalungsteile im Bereich zwischen oberer Seitenwandschalung und Deckenschalung, insbesondere Dichtungsprobleme.
Ziel der Erfindung ist nun eine Innenschalung der eingangs angeführten Art, die eine gegenüber dem Traggerüst höhenverstellbare Deckenschalung besitzt, welche ein einfaches Ein- und Ausschalen ermöglicht, die gleichzeitig aber auch eine einwandfreie Abdichtung der einzelnen Schalungselemente gegeneinander gewährleistet.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss dadurch, dass der obere Schalungsabschnitt der Seitenwandschalung als an den unteren Schalungsabschnitt um ein Lager schräg gegen den Innenraum des Tragg0rüsts schwenkbar angeschlossener, die obere Eckschalung bildender Schalungsteil ausgebildet ist, der aus einem Konstruktionsteil mit einem abgewinkelten Schalungsblech besteht, das im ausgeschwenkten Zustand sich gegen die abgewinkelten Enden der Schalbleche der Deckenschalung und des unteren Schalungsteiles der Seitenwandschalung abstützt.
Nach einem Merkmal der Erfindung ist der Konstruktionsteil am Aussteifungsrahmen des unteren Schalungsteiles angelenkt und auf einen seitlich abstehenden Tragarm abgestützt.
Gemäss weiteren Erfindungsmerkmalen kann der erwähnte Konstruktionsteil über zwei gelenkig miteinander verbundene Laschen am Tragarm abgestützt und mittels einer am Aussteifungsrahmen und an der Lasche angelenkten Kolben-Zylinderanordnung schwenkbar sein. Die Kolben-Zylinderanordnung kann unterhalb des Tragarmes am Aussteifungsrahmen angelenkt sein.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels, welches in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist, näher erläutert. In diesen zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch eine
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Innenschalung in Schalstellung und Fig. 2 einen Ausschnitt aus dem in Fig. 1 dargestellten Gegenstand in vergrössertem Massstab.
Die in den Figuren dargestellte Innenschalung dient der Herstellung von Fertiggaragen. Sie besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einem starren Traggerüst --1--, das auf einem nicht dargestellten Fahrwerk verfahrbar ist. An dieses Traggerüst--l-ist mittels Spindeln --2-- höhenverstellbar eine Deckenschalung --3-- angeschlossen. Die Deckenschalung --3-- besteht aus einem Aussteifungsrahmen --4-- mit Schalblechen --5--, die den Aussteifungsrahmen --4-- überragen und an ihren Enden --6-- im
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--7-- hinTräger --10-- und Lager --11-- sind so angeordnet, dass die Seitenwandschalungen --7-- schräg nach unten ausfahrbar sind.
Die Seitenwandschalungen bestehen aus einem oberen Schalungsabschnitt --13-- und einem unteren Schalungsabschnitt --14--. Der untere Schalungsabschnitt besteht aus einem Aussteifungsrahmen --15-mit Schalblech --16--. Am unteren Ende des unteren Schalungsabschnittes --14-- ist das Schalblech
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-16-- um den Aussteüungsrahmen herumgezogenSchalungsabschnitts --14-- überragt das Schalblech --16-- den Aussteifungsrahmen --15--, sein Ende - ist in einem stumpfen Winkel zur Deckenschalung --3-- hin abgewinkelt.
Am oberen Ende des unteren Schalungsabschnitts --14-- befindet sich am Aussteifungsrahmen-15- ein Lager --18--, in dem schwenkbar der obere Schalungsabschnitt --13-- gelagert ist. Der obere Schalungsabschnitt --13-- besteht aus einem Rahmen --19-- und einem abgewinkelten Schalungsblech --20--, das aus einem parallel zum Schalblech --16-- geführten Teil --21--, einem unter 450 von diesem Teil --21-- abgebogenen Teil --22-- und einem parallel zum Schalblech --5-- geführten Teil besteht. Das Schalungsblech --20-- bildet in eingeschaltem Zustand einen Hohlraum, durch den im Bereich der oberen Ecke der herzustellenden Fertiggarage eine voutenähnliche Verstärkung entsteht, die die Festigkeit der Fertiggarage vergrössert.
In ausgeschwenktem Zustand liegen die Teile --21 und 23-- an den Enden --6 und 17-- der Schalbleche --5 und 16-- an und dichten die Anschlussstellen ab. Dazu sind die Enden--6 und 17--so abgeschrägt, dass sie mit ihrer Stirnkante auf den von den Teilen --21 und 23-- gebildeten Flächenplan aufliegen. Dadurch werden Kanten und Stossstellen im Bereich der oberen Ecke der Fertiggarage vermieden.
Der Rahmen --19-- des oberen Schalungsabschnittes--13--ist auf einem seitlich abstehenden Tragarm --24-- abgestützt. Der Tragarm --24-- ist unterhalb des oberen Schalungsabschnittes --13-- am unteren Schalungsabschnitt --14-- angebracht, er besitzt ein Lager --25-- für eine beweglich daran angeschlossene Lasche --26--, die ebenfalls beweglich mit einer weiteren Lasche --27-- verbunden ist, welche an dem Rahmen --19-- angelenkt ist. An der unteren Lasche-27-- greift eine Kolben-Zylinderanordnung --28-- an, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel noch unterhalb des Tragarms --24-am unteren Schalungsabschnitt --14-- angelenkt ist, u. zw. in einem Lager --29--.
In den Fig. 1 und 2 ist der Rahmen --19-- in ausgeschwenktem Zustand und die Innenschalung in Schalstellung dargestellt. Durch Betätigen der Kolben-Zylinderanordnung --28-- kann der Rahmen --19-um zirka 900 geschwenkt werden, so dass der an dem Aussteifungsrahmen-15-- des unteren Schalungsabschnittes --14-- anliegt, so dass auch die Seitenwandschalung --7-- zum Traggerüst --1-- hin verfahren werden kann.
Zusätzlich ist in Fig. 1 eine Aussenschalung --30-- dargestellt, wie sie bei der Herstellung von Fertiggaragen verwendet wird. Die Aussenschalung --30-- ist stationär an einem Träger --31-- befestigt, sie besteht aus einem Aussteifungsrahmen --32-- mit Schalblech --3--. Der Aussteifungsrahmen-32-- ist auf Rollen --34-- verfahrbar und wird geführt von Kniehebelgelenken --35--, die über eine am Träger - 31-- befestigte Zylinderkolbenanordnung --36-- betätigt werden.