<Desc/Clms Page number 1>
Akustische Signalvorrichtung.
Die Erfindung bezieht sich auf akustische Signalvorrichtungen von Lichtschiffen, Lichthäusern, Bojen, Unterseesignalen usw., welche durch längere Zeit ohne Unterbrechung und ohne Wartung bei geringen Kosten arbeiten. Die üblichen Signalvorrichtungen werden entweder mittelst Bojen durch die Wellenbewegung oder durch einen Motor betätigt, u. zw. wird entweder der Ton unmittelbar erzeugt oder bloss der Zutritt des den Ton erzeugenden Mittels zu der Vorrichtung überwacht. Die durch die Wellenbewegung betätigten Vorrichtungen geben bei ruhiger See kein Signal und bei ihrer Betätigung ein verhältnismässig leises Signal ab. während die von einem Motor betätigten Vorrichtungen im allgemeinen in ihrer Bauart weniger einfach sind und einer fortwährenden Überwachung und Instandhaltung bedürfen.
Durch die Erfindung sollen die Nachteile beider Arten von Signalvorrichtungen vermieden und eine auf dem Lande und auf dem Wasser ununterbrochen und selbsttätig wirkende Vor- richtung geschaffen werden, welche durch Explosionen betätigt wird, die in einer mit einer Zünd-
EMI1.1
wird ein an der Kammer angeschlossenes Schallrohr zum Ertönen gebracht oder es wird ein Hchall. körper, wie eine Glocke oder dgl., durch einen infolge der Explosionsstösse vorgestossenen Klöppel angeschlagen, wobei in beiden Fällen Schallverstärkungsvorrichtungen der bekannten Art verwendet werden können.
EMI1.2
In Fig. 1 ist eine Ausführungsform im Schnitt und in Fig. 2 und 3 im Schnitt nach Linie 2-2 bzw.
3-3 der Fig. 1 gezeigt. Fig. 4 veranschaulicht eine Einzelheit im Schnitt. Fig. 5 stellt eine andere Einzelheit in grösserem Massstabe im Schnitt, Fig. 6 im Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 5.
Fig. 7 in Draufsicht und Fig. 8 in Perspektive dar. Fig. 9 zeigt eine weitere Einzelheit der Vor- richtung. In Fig. 10 ist eine mit der vorliegenden Vorrichtung ausgerüstete Leuchtboje veranschaulicht. Fig. H und 12 zeigen Einzelheiten zweier anderer Ausführungsformen der Vor-
EMI1.3
einen Schnitt nach Linie 50-50 bzw. 60--60 der Fig, 13.
Die Signalvorrichtung besteht aus einer Glocke A, unterhalb welcher ein Kammer B angeordnet ist, die durch eine Leitung a mit einem Behälter für das Explosionsmittel, zweckmässig einem leuchtenden Gas, verbunden ist. In die Leitung a ist ein Gasdruckregler ', ein Reguner- ventil P, eine Vorrichtung D zum abwechselnden Absperren und Freigeben des Gasdurchflusses und eine Vorrichtung E zum Mischen von Luft mit dem Gas eingeschaltet.
Die Kammer B ist auf zwei gegenüberliegenden Seiten mit Öffnungen z und b für den Einlass
EMI1.4
über diese Höhe angehoben worden ist. Zum Entzünden des Gases dient zweckmässig eine automatische Zündvorrichtung, welche aus einem Gasbrenner G besteht, welcher in der Nähe der Mündung eines aus der Kammer B rührenden Kaiiales g angeordnet ist.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
tritts- und Austrittsöffnungen wird durch Klappenventile 8 und t geregelt, welche an den Enden eines in einem Ansatz v des Gehäuses gelagerten Hebels u angeordnet sind.
Die Verdrehungen dieses Hebels werden selbsttätig durch den Durchtritt des Gases in der Weise geregelt, dass die Eintrittsöffnung nach dem Eintritt einer gewissen Gasmenge in das Gehäuse geschlossen und hierauf die Austrittsöffnung geöffnet wird, während nach dem Austritt des Gases die Austritts-
EMI2.2
ist an einen Vorsprung x des Gehäuses ein Hebel w angelenkt, der an seinem Ende mit einer U-förmig gebogenen Feder y ausgestattet ist, deren Arme 7, 8 in an dem Gehäuse befestigten Führungen 5. 6 bewegbar sind.
Die Enden der federnden Arme 7 und 8 sind nach Art einer Kuie hebelverbindung mit dem einen Arm des Hebels u durch Stangen 9, 10 verbunden, deren Länge ein wenig grösser ist, als die Entfernung der Arme 7, 8 von dem Hebe ! M, so dass die Stangen 9, 7 jederzeit miteinander einen stumpfen Winkel einzuschliessen trachten.
Wenn der Hebel M'an- gehoben wird, dann wird in dem Augenblicke, in welchem die Verbindungspunkte zwischen den Stangen 9, 10 und den federnden Armen 7, 8 unter Auseinandertreiben und Spannen der letzteren über die Verbindungspunkte der Stangen mit dem Hebel u gehoben sind, infolge der Kniehebelwirkung der Hebel u samt der Scheibe s gesenkt und dadurch die Eintrittsöffnung abgeschlossen, wie in Fig. 6 punktiert veranschaulicht ist.
Die Bewegung des Hebels w wird durch die Menge des in das Gehäuse eintretenden Gases mittelst einer in das Gehäuse eingebauten Membrane 12 geregelt, die unter Wirkung einer mittelst einer Schraube 15 einstellbaren Feder 13 steht und durch einen Bolzen 14 mit dem Hebel M'ver-
EMI2.3
Die GröUe des Druckes des der Vorrichtung D zugeführten Gases wird durch ein Nadelventil P oder dgl. geregelt (Fig. 4). Das Ventil besteht aus einem Gehäuse 24, in welchem ein
EMI2.4
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
In dem Rahmenwerk ist auch die Signalvorrichtung angeordnet, zu deren Explosionskammer B und zu deren. Gasbrenner Leitungen 18 bzw. 17 von der Leitung 16 abzweigen. Auf diese Weise erfolgt sowohl die Speisung des Lichtes als auch die Betätigung des Signales von ein und derselben Gasquelle aus.
Bei der in Fig. 11 veranschaulichten Ausführungsform der Signalvorrichtung ist die Öffnung b in dem oberen Teil der Explosionskammer durch eine Platte 19 abgedeckt, welche an einem bei 21 gelagerten Hebel 20 angeordnet ist ; die Platte 19 trägt mittelst eines Armes einen Klöppel 22, um die Glocke zu betätigen.
Bei einer anderen Ausführungsform (Fig. 12) wird das Geräusch der Explosion allein zur Signalgebung benützt, indem die Öffnung b der Explosionskammer in ein Schallrohr N oder eine andere Schallverstärkungsvorrichtung mündet.
Wenn der Ton der Glocke verstärkt und in eine bestimmte Richtung geworfen werden soll, wird die Glocke gleichachsig in ein Schallrohr eingesetzt (Fig. 13-15). Da das verhältnis- mässig geringe Volumen der Explosionsgase ungenügend ist, um das Schallrohr zu voller Wirkung zu bringen, ist der Fortsatz d der Kammer von einem weiteren Rohr 24 umgeben, so dass zwischen beiden ein Ringraum 25 frei bleibt, durch welchen Luft bei dem Ausstossen der Explosionsgase mitgerissen wird. Der Ton des Schallrohres wird durch die mitgerissene Luft bedeutend verstärkt.
Dadurch, dass der Klöppel nach dem Auftreffen auf die Glocke infolge seines Eigengewichtes und Aufschlagskraft schnell zurückspringt, werden die störenden und den Schall abschwächenden Nebengeräusche der Glocke vermieden.
Die Wirkung der vorliegenden Signalvorrichtung ist von der der bisher bekannt gewordenen Vorrichtungen verschieden, bei welch letzteren das Explosivgemisch in einer Kammer zusammen- gedrückt und dann explodieren gelassen wird, während im vorliegenden Fall das Gasgemisch nicht zusammengedrückt wird, sondern bei ungefähr atmosphärischer Pressung zur Explosion kommt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Akustische Signalvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass durch aufeinanderfolgende Explosionen in einer mit einer Zündvorrichtung versehenen Kammer (B) ein an die Kamn1Pr angeschlossenes Schallrohr direkt zum Ertönen gebracht oder ein Schallkörper ( (Hocke) mittftst eines vorgestossenen Klöppels angeschlagen wird.