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Elektrisches Telegraphensystem für gewöhnliche Punkt-Strich-Schrift.
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Zeichen, wie mit Strichen und Punkten, telegraphiert wird, die aber in der Weise eingerichtet ist, dass man die übermittelten Telegramme nicht durch Herstellung einer Ableitung von der Linie auffangen kann. Das wird in der Weise erreicht, dass die von dem Empfänger selbsttätig aufgenommenen Signale nicht mit den vom Sender anlangenden Impulsen übereinstimmen, sondern von diesen in bestimmter Weise abweichen.
Der 8ender gibt also jedesmal ein bestimmtes Zeichen, der zugehörige Empfänger gibt aber nicht dieses einfach wieder, sondern ändert es
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Gruppen gestellt, irgend ein Zeichen, wie einen Buchstaben oder ein Wort bedeuten, sind in allen Fällen solche, dass der Empfänger sie in der üblichen Punkt-Strich-Schrift wiedergibt. die einfach abgelesen oder durch die gebräuchlichen Apparate weitergegeben werden. Soll ein Punkt übermittelt werden, so wird wie gewöhnlich ein einfacher Impuls über die Leitung ge-
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gegebenen Weise zerlegt wird. wobei jedoch der Stromimpuls von entgegengesetzter Polarität zu jener der Stromimpulse ist, welche die Punktübertragung bewirken.
Die beliegenden Zeichnungne zeigen schematisch die Anordnung der neuen Telegraphenanlage für gewöhnliche Punkt-Strich-Schrift.
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werden, so wird er entsprechend länger in dieser Lage 'belassen usw., bis zur höchsten Zahl der Punkte, die für ein bestimmtes Signal zu geben sind. Die Wirkungsweise ist folgende : Wenn der
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schwingen. solange der Taster a an den Kontakt b gelegt bleibt.
Solange sich der Taster in dieser Stellung befindet, berührt er auch den Kontakt p, wo- durch der negative Pol der Haupthatterie q an die Linie r gelegt wird, der von dieser ausgehende
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u. zw. durch die Kontakte 3, 4 und die Leitungen 5, 6 und 7. Dadurch wird der Stromkreis des Magneten x bei den Kontakten z, l unterbrochen, so dass also auch hier ein Hin- und Herschwingen der Anker hervorgebracht wird. Durch entsprechende Einstellung der Anker kann nun bewirkt
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der Taster solange an den Kontakt b gelegt bleibt, bis die Magnetanker an der Senderstelle sechs Schwingungen gemacht haben, auch die Anker von x und 2 an der Empfangsstelle sechs Schwingungen gemacht haben werden.
So wird also durch die Sendung eines Stromstosses von bestimmter Dauer über die Linie eine der Dauer dieses Stromstosses entsprechende Anzahl von Punkten an dem Empfänger erzeugt.
Zur Hervorbringung von Strichzeichen wird der Taster a nach links bewegt und gegen den Kontakt 8 gelegt. Dadurch wird der Stromkreis des Magneten i geschlossen, u. zw. durch die Leitung 9, die Leitung n zur Batterie i und zum Taster a zurück. Zugleich wird der andere Pol der Hauptbatterie q an die Linienleitung gelegt, u. zw. bei dem Kontakt 10 und über die Leitung 11. Dadurch empfängt die Linie einen Stromstoss in der Richtung, dass das Relais s am
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bleibt erregt zur Erzeugung eines Strichzeichens, solange der Taster a in der Strichstellung. also links belassen wird. Der eigentliche Empfangsapparat 14, ein Relais zum Übertragen der regelmässigen Punkte und Striche, wird durch den Magnet 2 in seine Ortsbatterie eingeschaltet.
Er kann von irgend einer beliebigen Ausführungsform und selbstverständlich auch in einer beliebigen Entfernung vom Magneten 2 angeordnet sein, so dass Magnet 2 als Relais anzusehen ist.
Der Empfänger 14 kann ein Klopfer, ein Tintenschreiber, ein Siphonapparat oder ein chemischer Telegraph sein. Selbstverständlich können die über die Linie anlangenden 8tromstÜsse, die entweder einen oder mehrere Punkte oder eine Linie darstellen, durch ein Relais noch einmal auf eine zweite Linie übertragen werden, an deren Endpunkt dann erst die Zerlegung in die verschiedenen Teile bzw. Punkte erfolgt.
Fig. 2 zeigt eine Anordnung, gemäss welcher sowohl Punkt-als Strichzeichen in gewissen Kombinationen übertragen und auf der Empfangsstation zerlegt werden, u. zw. für den Gebrauch bei Kabelleitungen. Alle Signale, sowohl Striche als Punkte, u. zw. gleichgiltig, ob es sich um ein oder mehrere Zeichen handelt, werden dargestellt durch einen einzigen Stromstoss, dessen Dauer der Anzahl der Punkte oder Striche entspricht, die übertragen werden sollen. 28 und 29 bedeuten die Taster für die Punkte und Striche eines Kabelgebers. J ist die Hauptbatterie, 31 eine Orts-
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schwingen der beiden Anker eintritt.
Wird der Strichtaster S9 gedrückt, so werden in entsprechender Weise durch Vermittlung der Kontakte 40 und 41 die Anker der Magneten 34 uns Je in Schwingungen versetzt. Jedesmal, wenn bei 36, 37 bzw. 40, 41 ein Lokalstromkreis für Punkte oder Striche geschlossen wird, so wird auch die Hauptbatterie 30 durch gewöhnliche Kabelkontakte eingeschaltet. Soll also z. B. das Wort.. shoot", in fünf Impulsen, gegeben werden. so wird der Beamte darauf zu achten haben, dass die Magnetanker 14 Schwingungen ausführen, d. h. also das dem gebräuchlichen Telegraphenschlüssel entsprechende Zeichen angeben.
An der Empfangsstation werden die anlangenden Impulse, Punkte oder Striche, in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, entsprechend den Bewegungen des Ankers des Relais 42. Wird z. B. der Punkt-
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und damit die selbsttätige Aufnahme von Punkten veranlasst, solange wie der Punkttaster auf der Sendestelle niedergedrückt ist. Wird dagegen auf der Sendestelle der Strichtaster 29 gedrückt, so wird der Anker des Relais an den Kontakt 46 gelegt und schliesst dadurch den
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Die Regulierung der Magnetanker ist sehr einfach und kann auf verschiedene Weise bewirkt werden, z B. durch die Einstellung der Abzugfedern, die Verlängerung oder Verkürzung
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synchron erfolgen müssen. Das lässt sich stets leicht erzielen. Dabei ist noch zu bemerken, dass die auf die beschriebene Art, an der EmpJang8stion durch Zerlegung der anlangenden Impulse erzeugten Punktzeichen gleichförmiger und vollkommener werden als wenn sie einzeln über die Linie anlangen.