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Die Erfindung betrifft einen Kunststoff-Druckknopf bestehend aus zwei zweiteiligen, jeweils aus einem Matrizen- und einem Patrizenteil bestehenden Kupplungsstücken, bei welchen die beiden Teile eines jeden
Kupplungsstückes, als auch die in der Schliessstellung des Druckknopfes aufeinanderliegenden Teile der Kupplungsstücke, jeweils durch druckknopfartige Schnappverschlüsse miteinander verbindbar sind, wobei die Haltekraft des Druckverschlusses zwischen den Kupplungsstücken kleiner ist als die Haltekräfte der Verschlüsse zwischen den Teilen der Kupplungsstücke.
Durch die deutsche Patentschrift Nr. 1919098 ist ein Druckknopf dieser Art bekanntgeworden, bei welchem die Haltekraft zwischen den Teilen der Kupplungsstücke jeweils durch vier in den Ecken des im wesentlichen rechteckigen Druckknopfes angeordneten Hohlnietverbindungen bewerkstelligt wird, die aus einem Hohlniet in einem der beiden Teile und einer hinterschnittenen Sackausnehmung mit Umlenkkegel am Boden des andern Teiles zum Ausweiten des Hohlnietendes bestehen. Druckknöpfe dieser Art erfordern zu ihrer Herstellung verhältnismässig aufwendige Werkzeuge.
Durch die USA-Patentschrift Nr. 3, 159, 890 ist wohl ein Druckknopf mit einfach ausgebildeten Kupplungsstücken bekanntgeworden, bei welchem sowohl die Verschlüsse der beiden Kupplungsstücke selbst, als auch der zwischen den Kupplungsstücken vorhandene Verschluss um die Mittelachse des Druckknopfes herum koaxial angeordnet sind, doch sind die Verschlüsse der beiden Teile jedes Kupplungsstückes durch eine unlösbare, durch Hitze und Druck hergestellte Nietverbindung gebildet, welche ein Lösen der Kupplungsstücke vom Stoff für den Fall der Beschädigung oder Abnutzung des Druckknopfes und erforderlichem Austausch desselben verhindert.
Um diese Mängel der bekannten Druckknopfausbildungen zu vermeiden, wird bei einer Ausführungsform der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass sowohl die Verschlüsse der beiden Kupplungsstücke selbst, als auch der zwischen den Kupplungsstücken vorhandene Verschluss um die Mittelachse des Druckknopfes herum koaxial angeordnet sind, und dass der zwischen den Teilen jedes Kupplungsstückes wirkende Schnappverschluss kräftiger wirksam ist, als der zwischen den in der Schliessstellung des Druckknopfes
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welcher eine sich nach aussen erweiternde Eintrittsöffnung begrenzt und eine lichte Weite aufweist, die wesentlich grösser als die der Schnappverschlüsse der beiden Kupplungsstücke ist, und dass der andere der beiden Teile eine den Nockenring aufnehmende, mit diesem einen Schnappverschluss eingehende,
umfangseitige Hinterschneidung od. dgl., aufweist.
Die vorteilhafte Massnahme des umfangseitigen Abschlusses und die daran geknüpfte Konstruktion des Druckknopfes gewährt einen ausreichenden Verschluss auch bei geringem Massunterschied zwischen Matrize und Patrize. Bei allen bisher bekannten Kunststoff-Druckknöpfen, bei welchen diese Massnahme nicht vorhanden ist, bedarf es einer tiefen Hinterschneidung zur Aufnahme eines Kopfes, dessen Aussendurchmesser um ein beachtliches Mass grösser als die lichte Weite der Matrize des Schnappverschlusses ist, demzufolge es einer erhöhten Kraft zum Schliessen und öffnen des Verschlusses bedarf. Dies ist mit dem Nachteil verbunden, dass beim öffnen des Verschlusses ungewollt auch die Klemmteile der Stoffbahnen geöffnet werden, und dass die Schnappteile durch die erhöhte Kraft frühzeitig ausleiern und dann nicht mehr ausreichend klemmen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen in den Fig. 1 bis 3 drei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Druckknopfes in zerlegtem Zustand im Längsschnitt dargestellt sind.
Allen Ausführungsformen der erfindungsgemässen Druckknöpfe gemeinsam ist die Massnahme, dass sie aus einem Oberteil-l--und einem Unterteil --2-- bestehen, von welchen beide wieder aus zwei Teilen --l', l"bzw. 2', 2"--gebildet werden, die ebenfalls einen druckknopfartigen Verschluss ergeben.
Bei der Ausführungsform des Druckknopfes nach Fig. 1 sind die aussen liegenden Teile--l'bzw. 2'--des Oberteiles--l--bzw. des Unterteiles--2--formmässig gleich ausgeführt und bestehen aus einem Ring --11 bzw. 21--mit einem innenseitigen in der Verschlussrichtung trichterförmig verjüngten Fortsatz--12 bzw. 22--, von welchem eine innen liegende Umlaufkante--13 bzw. 23--eine Öffnung begrenzt, deren Durchmesser um ein ganz geringes Mass kleiner als der Aussendurchmesser--a--eines komplementären trichterförmigen Fortsatzes-14 bzw. 24--des innen liegenden Teiles --1" bzw. 2"-- des Oberteiles
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befestigt, wobei die Stoffbahn die aussen zu liegen kommende öffnung des Fortsatzes--14 bzw.
24-- überdeckt und damit in einfacher Weise ein stoffüberzogener Knopf herstellbar ist.
Zum druckknopfartigen Zusammenschliessen des Oberteiles--l--mit dem Unterteil--2--sind der innen liegende Teil-2"--des Unterteiles-2-mit einer Auskröpfung -27-- und einer umfangseitigen Hinterschneidung --26-- und der innen liegende Teil --1"-- des Oberteiles --1-- mit einer
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komplementären Ausnehmung --16-- mit einem Nockenring --17-- versehen. Die lichte Weite dieses Nockenringes--17--ist um ein geringes Mass kleiner als der Durchmesser der Auskröpfung--27--,
so dass das Einführen der Auskröpfung--27--und der Hinterschneidung --26-- in die Ausnehmung--16-unter überwindung des Verformungswiderstandes mindestens eines der beiden Teile Nockenring Auskröpfung-27-erfolgt.
Bei der Ausführungsform des Druckknopfes nach Fig. 2 ist der aussen liegende Teil des Oberteiles - l--geschlossen und kann aussenseitig mit einer Verzierung versehen sein. Die innen liegenden Teile--l" und 2"-- des Oberteiles --1-- bzw. Unterteiles --2-- besitzen zum Zusammenfügen mit den aussen liegenden Teilen-l', 2'-einen mit Kopf-18 bzw. 28-versehenen Hals-19 bzw. 29--, der von einer Öffnung --31 bzw. 41-- des aussen liegenden Teiles --1'bzw. 2'-- aufgenommen wird, die ähnlich der Öffnung --16-- einen Nockenring --32 bzw. 42-besitzt, welcher mit dem Kopfteil-18 bzw. 28-einen Schnappverschluss bildet.
Bei dieser Ausführungsform des Druckknopfes ist zum Befestigen des Oberteiles - l-und des Unterteiles-2-in der Stoffunterlage ein Loch angebracht, durch welches der Hals-19 bzw. 29-hindurchtreten kann. Um ein Verrücken der Stoffbahn zu verhindern, sind die einander gegenüberliegenden Flächen der Teile --1', 1" bzw. 2', 2"--mit einem Vorsprung--33 bzw. 43--und einer
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Massnahmen wie beim vorangehenden Ausführungsbeispiel getroffen, so dass die in ihrer Wirkung gleichen Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen sind.
Die Ausführungsform des Druckknopfes nach Fig. 3 ist ähnlich jener nach Fig. 2 mit dem Unterschied, dass
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die funktionsgleichen Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2 bezeichnet.
Für eine gute Funktionsfähigkeit des Druckknopfes ist es zweckmässig, die Teile desselben aus wasseraufnehmenden Kunststoffen z. B. Polyamid und/oder Azetalharz herzustellen, wobei es ausserdem vorteilhaft ist, die aufeinanderfolgenden Teile verschieden hart auszubilden. So können beispielsweise die Teile --l" und 2'--hart und die Teile--l'und 2"--weich ausgeführt sein, was zur Folge hat, dass beim Schliessen oder öffnen der Einzelteile der weiche Teil verformt wird und der harte über diesen darübergleitet.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Änderungen hinsichtlich Form und Material der Einzelteile vorgenommen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kunststoff-Druckknopf bestehend aus zwei zweiteiligen, jeweils aus einem Matrizen- und einem Patrizenteil bestehenden Kupplungsstücken, bei welchen die beiden Teile eines jeden Kupplungsstückes, als auch die in der Schliessstellung des Druckknopfes aufeinanderliegenden Teile des Kupplungsstückes jeweils durch druckknopfartige Schnappverschlüsse miteinander verbindbar sind, wobei die Haltekraft des Druckverschlusses zwischen den Kupplungsstücken kleiner ist als die Haltekräfte der Verschlüsse zwischen den Teilen der
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(1, 2) selbst, als auch der zwischen den Kupplungsstücken vorhandene Verschluss um die Mittelachse des Druckknopfes herum koaxial angeordnet sind, und dass der zwischen den Teilen (1', 1" bzw. 2', 2") jedes Kupplungsstückes (1 bzw.
2) wirkende Schnappverschluss kräftiger wirksam ist, als der zwischen den in der Schliessstellung des Druckknopfes aufeinanderliegenden Teilen (1", 2") der Kupplungsstücke (1, 2) vorgesehene, wobei vorzugsweise der eine dieser beiden Teile (1", 2") eine ringförmige, einen umfangsseitigen Abschluss des Teiles (1", 2") bildende Wand mit innenseitigem Nockenring (17) besitzt, welcher eine sich nach aussen erweiternde Eintrittsöffnung begrenzt und eine lichte Weite aufweist, die wesentlich grösser als die der Schnappverschlüsse der beiden Kupplungsstücke ist, und dass der andere der beiden Teile (1", 2") eine den Nockenring (17) aufnehmende, mit diesem einen Schnappverschluss eingehende, umfangsseitige Hinterschneidung (26) od. dgl. aufweist.
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