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Die Erfindung betrifft eine Lamelle für eine Jalousie od. dgl. mit Anlenknaben für den Trag- bzw.
Verstellmechanismus, wobei die Anlenknaben mit der Lamelle eine Einheit bilden, aus dieser geformt sind und sich über die gesamte Länge der Lamellenrückseite erstrecken.
Bei den bekannten Lamellen, die durch Verstellbänder auf-und zuklappbar sind, sind entweder die
Lamellen seitlich mit Lagerzapfen versehen, oder es sind an der Innenseite der Lamelle Anlenknaben zusätzlich angebracht. Solche Lamellen haben den Nachteil, dass sie sich bei breiterer Ausbildung entweder in der Mitte durchbiegen oder beim Schliessen verwinden. Darüber hinaus erfordert das Anbringen der Anlenknaben zusätzlich
Arbeit, wobei noch hinzukommt, dass beim Zusammenbau einer Jalousie der Verstellmechanismus das Anbringen weiterer Einzelteile erforderlich macht.
Eine weitere bekannte Jalousie weist beispielsweise Lamellen auf, die an ihren beiden Enden mit durchgehenden Anlenknaben versehen sind. Die Lamellen sind seitlich jeweils in streifenartigen Halterungen gelagert und ihre Verstellung erfolgt über ein kompliziertes Gestänge. Besonders nachteilig ist dabei, dass die streifenartigen Halterungen links und rechts der Lamelle einen verhältnismässig grossen Teil der Gesamtfläche der Jalousie einnehmen.
Weiters ist von Nachteil, dass beispielsweise beim Einbau der Jalousie in eine Fensteröffnung die Anordnung der Anlenknaben an den Längskanten der Lamellen und der dadurch sich entsprechend tief in der Fensteröffnung erstreckende Verstellmechanismus einen relativ grossen Raum zur Öffnung der Jalousie bedingen, der nicht bei allen Fenstern vorhanden ist.
Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass die Jalousie selbst in geöffneter Stellung keinen Anschlag für die Lamellen aufweist, so dass zum Feststellen der Jalousie eine eigene Vorrichtung vorgesehen ist.
Bei einfachster Bauart vermeidet die Erfindung der eingangs erwähnten Art diese Nachteile dadurch, dass die Anlenknabe für den Verstellmechanismus auf einem zur Lamellenrückseite abgewinkelten Fortsatz angeordnet ist.
Dabei ist es auch von Vorteil, dass der Fortsatz unter einem Winkel von 75 abgewinkelt ist.
Durch die Ausbildung der beiden Anlenknaben, die in an sich bekannter Weise nach einer Seite hin offen sind, ergibt sich, dass diese in einem gewissen Sinn elastisch sind, was das Einbringen der Lamelle in den Betätigungs- und Haltemechanismus erleichtert. Es können dadurch auch die Lamellen mit grösseren Toleranzen hergestellt werden. Es gibt auch keine beweglichen Teile, die beim Montieren der Lamelle einzeln eingehängt und justiert werden müssten, da die Lamelle, die als fortlaufender Strang gefertigt werden kann, bereits mit allen für die Funktion wichtigen Teilen versehen ist.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Fig. 1 zeigt einen schematischen Schnitt der erfindungsgemässen Lamelle, Fig. 2 eine Jalousie mit Lamellen in geschlossener Stellung, Fig. 3 eine Jalousie mit Lamellen in geöffneter Stellung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Lamelle--l--aus einer vorzugsweise glatten Vorderseite--4--, einem kurzen rechtwinkelig von der Lamellenrückseite--5--abstehenden Steg--7--und einem längeren, oberen Fortsatz--6--, an dessen Ende die Anlenknabe --3-- für den Verstellmechanismus sitzt. Die Hauptanlenknabe--2--für den Tragmechanismus befindet sich an der Lamellenrückseite.
Die Fig. 2 zeigt eine Jalousie mit erfindungsgemässen Lamellen in geschlossener Stellung, wobei der Steg --7-- mit der nächsten Lamelle einen dichten Abschluss bildet, indem er an der obersten Kante der Lamellvorderseite--4--der benachbarten Lamelle anliegt. Die Hauptanlenknaben--2--bzw. die Anlenknaben--3--sind seitlich über Haltestifte--10--mit dem Tragmechanismus--9--bzw. dem Verstellmechanismus --8-- verbunden. Das Öffnen und Schliessen der Lamellen geschieht durch den im Querschnitt L-förmigen Verstellmechanismus--8--, der an den Stirnseiten der Lamellenreihe angeordnet ist.
Die Lamelle ist um die Hauptanlenknabe--2--schwenkbar.
Die Fig. 3 zeigt eine Jalousie mit erfindungsgemässen Lamellen in geöffneter Stellung. Ist die Jalousie ganz geöffnet, liegt der Fortsatz--6--mit seinem Rücken flach am freien Schenkel des Verstellmechanismus --8-- an. Der Winkel, den der Fortsatz--6--mit der Lamellenrückseite --5-- bildet, bedingt daher zwangsläufig den Öffnungswinkel der einzelnen Lamellen.
Da die Lamelle aus einem Stück gefertigt, beispielsweise gepresst od. dgl., ist, gibt es keine beweglichen Teile und es können jederzeit Lamellen für Jalousien jeder gewünschten Breite zugeschnitten werden. Dadurch, dass sich die Anlenknaben über die gesamte Breite der Lamelle erstrecken, gibt es kein Durchbiegen oder Verwinden. Der an der Stirnseite der Lamellen angeordnete, im Querschnitt L-förmige Verstellmechanismus, der über die Stifte--10--gelenkig mit der Anlenknabe--3--verbunden ist, gibt der Lamelle die gewünschte Neigung.
Das Zusammensetzen einer Jalousie erfolgt auf einfachste Weise dadurch, dass die in der gewünschten Länge zugeschnittenen Lamellen--l--an der Seite mittels der Stifte--10--mit dem Trag- bzw. Verstellmechanismus verbunden werden. An der Aussenseite der Jalousie sind dann weder Bänder noch Scharniere zu sehen, so dass sich ein besonders gefälliges Aussehen ergibt.