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Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für einen Bandwickel mit einem um wenigstens zwei Rollen, von denen eine als Spannrolle ausgebildet ist, geschlungenen Riemenring und mit einer auf einem bewegbaren Träger gelagerten, an den Riemenring von innen her anlegbaren weiteren Rolle, mit der ein Trum des Riemenringes an den Umfang des Bandwickels anlegbar ist.
Die für den Antrieb eines in einer Kassette angeordneten Wickels bekanntgewordenen Einrichtungen sind in den meisten Fällen auf einer dreieckförmigen Platine angeordnet, wobei an jedem der Eckpunkte Rollen drehbar gelagert sind. Diese drei Rollen werden von einem elastischen Riemen umschlossen, der in der Betriebsstellung der Antriebseinrichtung direkt mit dem Wickel in Reibkontakt kommt. Um von der Ruhestellung in die in die Kassette eingeschwenkte Stellung zu gelangen, wird die Antriebseinrichtung um eine Achse geschwenkt, die im allgemeinen gleichzeitig mit der Achse einer der beiden, nicht mit dem Wickel in Kontakt kommenden Rollen zusammenfällt. Da der Abstand von der an der Schwenkachse gelagerten Rolle zu den beiden andern auf der Platine gelagerten Rollen verhältnismässig gross ist, beansprucht demgemäss auch die Einschwenkung viel Platz.
Ein weiterer Nachteil derartiger Einrichtungen liegt darin, dass die Spannung des Antriebsriemens stets auf demselben Wert gehalten wird. In der Folge hat sich gezeigt, dass der Riemen ermüdet und die Funktionstüchtigkeit beim Ausfädeln nicht mehr gewährleistet ist.
Es sind in diesem Zusammenhang aus den österr. Patentschriften Nr. 279358 und Nr. 280051 Einrichtungen zum Entlasten der Riemenspannung in der Ruhelage der Antriebseinrichtung bekanntgeworden, jedoch sind diese Einrichtungen mit den oben bereits angeführten Nachteilen bezüglich Platzaufwand behaftet und sind zusätzlich noch kompliziert über Kurvennuten gesteuert.
Es wird deshalb gemäss der Erfindung vorgeschlagen, dass wenigstens an dem einen der beiden, von der weiteren Rolle unmittelbar abgehenden Abschnitte dieses Riementrums eine Umlenkrolle von aussen anliegt. In der Arbeitslage der Platine wird der Riemen zwischen der Spannrolle und der am Wickel anlegbaren Rolle von der Leitrolle umgelenkt, so dass die Form des Riemens etwa L-förmig ist. Dadurch kann auch bei sehr schmalen Kassettenöffnungen die Bandabnahmeeinrichtung eingefahren werden. Aber auch bei Geräten ohne Kassettenbetrieb wirkt sich diese Massnahme in bezug auf Platzbedarf vorteilhaft aus.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich an Hand der Beschreibung des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles, wobei die Fig. l schematisch die Stellung der Ausfädeleinrichtung in der Ruhelage, die Fig. 2 die Stellung der Ausfädeleinrichtung in der Arbeitslage zeigt.
In einer Kassette--l-- (Fig. l) befindet sich ein Bandwickels--2-, dessen Bandanfang einer nicht dargestellten Transporteinrichtung zugeführt werden soll. Einer in den Zeichnungen nicht näher bezeichneten Kassettenöffnung ist eine Ausfädeleinrichtung --3-- gegenüberliegend angeordnet.
Diese Ausfädeleinrichtung --3-- wird von einem Abstreifer--4--und einer Antriebseinrichtung --5-- gebildet. Letztere besteht im wesentlichen aus fünf von einem Riemen--6--umschlungenen Rollen--7, 8,9, 10 und 11--, von welchen die Rollen--8, 9 und 10--auf einer Platine--16--gelagert sind, wobei die Rollen--9 und 10-Umlenkrollen darstellen, deren Anordnung besonders in der später beschriebenen Arbeitsstellung der Antriebseinrichtung --5-- bezüglich der Führung des Riemens vorteilhaft ist.
Die Rolle--7--und ein Zahnrad--13--sind auf einer gerätefesten Achse--12--gelagert, wobei das Zahnrad--13--mit einem Zahnsegment --14-- zusammenwirkt. Dieses Zahnsegment --14-- ist mit der Platine --16-- verbunden, die um eine weitere, gerätefeste Achse--15--schwenkbar gelagert ist. Auf derselben Achse--15--ist ein Arm --17-- gelagert, der an seinem der Achse-15-gegenüberliegenden Ende die Spannrolle-11trägt. Mittels einer Schenkelfeder--18--, deren Federarme--19, 20--sich in der Ruhestellung der
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--5-- einerseitsSpannrolle--11--den Riemen--6--auf einem Spannungsminimum hält, gegebenenfalls vom Riemen überhaupt abgehoben ist.
Bei Inbetriebnahme des Gerätes wird gleichzeitig der Abstreifer --4-- um eine Achse --24-- und die Platine --16-- über das Zahngetriebe-13, 14-um die Achse-15-in die Kassette-l-- eingeschwenkt, wobei die auf der Platine gelagerte Rolle-8-von ihrer Ruhestellung gemäss Fig. l in die Arbeitsstellung gemäss Fig. 2 übergeführt wird, bis sie am Wichkel --2-- reibungsschlüssig anliegt.
Gleichzeitig treibt die Rolle--7--den Riemen--6--an. Bei der Schwenkbewegung der Platine--16--legt sich ein mit ihr verbundener Winkelarm--25--an den am Anschlag--23--liegenden Arm--17--an und hebt
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2).Riemen --6-- ein Spannen desselben durch die Feder-18-möglich ist.
Durch das Anbringen einer Umlenkrolle--10--auf der Platine--16--ergibt sich vor allem in der eingeschwenkten Lage der Antriebseinrichtung ein Vorteil. Da nämlich der Umschlingungswinkel des Riemens --6-- bei der Reibrolle --8-- fast 1800 beträgt, kann die Antriebseinrichtung --3-- auch in sehr kleine
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Kassettenschlitze eingeführt werden. Somit istdie Anwendung dieser Einrichtung nicht auf bestimmte Kassettensysteme beschränkt. Weiters ist zusätzlich zu dem Platzvorteil ein relativ geräuscharmer Arbeitsablauf durch das Wegfallen der Stift-Schlitzführung gegeben.