AT32215B - Verfahren zur Erzeugung von Betriebsgas für Explosionskraftmaschinen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Betriebsgas für Explosionskraftmaschinen.

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AT32215B
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alcohol
carbide
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generating operating
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Frederick William Barker
Thomas Lough White
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Frederick William Barker
Thomas Lough White
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Erzeugung von Betriebsgas für Explosionskraftmaschinen. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Karburation von Luft durch ein Gemisch von Alkoholdampf und Azetylengas. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die in dem Karburator einer   Explosionskraftmaschine   stattfindende Verdampfung von Alkohol durch Hinzufügung von innerhalb des Alkohols selbst chemisch frei werdender Wärme beschleunigt, sowie eine Entwässerung des Alkohols bis zu einem gewissen Grade durch denselben chemischen Prozess hervorgerufen wird, während gleichzeitig infolge der Vermischung des Alkohols mit in diesem selbst erzeugten Azetylengas eine Bereicherung des Alkohols stattfindet. 



   Bekanntlich bietet bei der Verwendung von Alkohol als Brennstoff für Explosions-   luaftmaschinen   der   Karburatol die Hauptschwierigkeit. Vor   allem ist die notwendige Wärme zur Verdampfung von   Alkohol cchr beträchtlich,   so dass eine besondere Wärmequelle nötig ist, um eine genügende Menge von Alkohol verdampfen zu können. Wenn, wie es oft bei 
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 wandelt wird, werden die Ventilsitze verschmutzt und Stoffe gebildet, welche auf das Material des Zylinders sehr nachteilig einwirken. 



   Ferner kann, wenn die Verbrennung auch noch so günstig ist, in den Auspuffgasen stets Essigsäure nachgewiesen werden und wenn der Alkohol Wasser enthält, wie es bei dem im Handel gebräuchlichen denaturierten Alkohol der Fall ist, bringen die Essigsäure und das Wasser zusammen eine angreifende Wirkung auf das Material des Zylinders hervor. 



   Endlich ist Alkoholdampf gemischt mit Luft schwer zu verbrennen oder zu entzünden. 



  Die hiedurch nötig werdende Wärmezuführung ist insofern nachteilig, als dieselbe gerade im Augenblicke der höchsten Verdichtung und nicht während des ersten Teiles der Expansion stattfinden muss. 



   Diese Schwierigkeiten werden durch die Erfindung behoben. Dies wird dadurch erreicht, dass verdünnter Alkohol mit   Kalziumkarbid   in   Berührung   gebracht und gleichzeitig Luft durch das Karbid gesaugt wird. Es wird die Luft und der verdünnte, zerstäubte Alkohol miteinander vermischt, bevor sie mit dem Karbid in Berührung gebracht werden. 



   Die zur Ausführung des Verfahrens zu verwendende Vorrichtung kann verschiedener 
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 mit einem   Karbidträgor,   der zwischen Zerstäuber und Verbrennungskammer angeordnet ist. 



   An die Verbrennungskammer a ist der Gaserzeuger e angeschlossen. Der Alkohol 
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 uinen Kanal   d     Luft zuströmt.   Die in kräftigem Strome eintretende Luft zerstäubt den Alkohol. 



    Selbstverständlich kann die durch Rohr   d zuzuführende Luft durch den Saughub des Kolbens angesaugt oder auch auf andere Weise in Bewegung gesetzt worden. In dem Be-   hälter   e ist auf einem   Siebe f das Kalziumkarbid   in körniger Form aufgeschichtet. Ein Fülltrichter   9   dient zur Einführung von Karbid, wobei ein Ventil      die   Möglichkeit   einer 
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 zerstaubtem Alkohol, während durch die infolge des Zersetzungsprozesses frei werdende Wärme die weitere Verdampfung des zerstäubten Alkohols unterstützt wird. Die Mischung gelangt auf diese Weise in eine vollständig verbrennbare Dampfform, bevor sie in die Vorbrennungskammer eintritt. 



   Der   Karbidbehälter   kann von einem Rohre i umgeben sein, welches mit dem Auspuff oder dem Kühlmantelraume in Verbindung steht, um das Karbid dauernd zu erhitzen und so die Bildung von Azetylengas beim Gange der Maschine zu unterstützen. 



   Der Wassergehalt des verwendeten Alkohols kann zwischen gewissen Grenzen schwanken. 



  Beispielsweise erhält man mit dem gewöhnlichen denaturierten Alkohol, welcher dem Volumen nach etwa   100/0   Wasser enthält, zufriedenstellende Ergebnisse. Sollte es wünschenswert erschoinen, Äthylalkohol oder Methylalkohol oder beide zusammen zu verwenden, so muss ein grösserer Prozentsatz Wasser zugefügt werden. Ein grösserer oder kleinerer Gehalt an Wasser kann angewendet werden, je nachdem es erwünscht ist, die Alkoholdämpfe in einem grösseren oder geringeren Grade mit Azetylengas zu bereichern und die bei der Entwicklung von Azetylen frei werdende Hitze zu erhöhen oder zu verringern. Die Gegenwart anderer z. B : denaturierender Bestandteile im Alkohol ist ohne Einfluss auf die beschriebenen
Vorgänge. 



   Die Anwendung von Kalziumkarbid als entwässerndes Agens für einige Alkoholarten ist zwar bekannt ; demgegenüber jedoch besteht das Verfahren nach der Erfindung in der
Karburation der Luft an solcher Stelle, wo die Reaktion zwischen Karbid und zerstäubtem
Alkohol stattfindet, wobei das entwässernde Mittel zur Bereicherung des Alkohols mit
Azetylen dient und dadurch der kalorimetrische Wert, sowie die Geschwindigkeit der Ent- /. ündung desselben erhöht wird. Gleichzeitig tritt der Vorteil ein, dass durch die Ent- wässerung des Alkohols das Zylindermaterial geschont wird. 



   Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass das sich ergebende Gemisch von Alkoholdampf, Azetylen und Luft vollkommen gleichförmig ist und eine grössere Ab- weichung in der Zusammensetzung ausgeschlossen erscheint. Auch wird das Gemisch immer gleichmässig erhitzt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erzeugung von Betriebsgas für Explosionskraftmaschinen, dadurch ge- kennzeichnet, dass mit wasserhaltigem Alkohol karburierte Luft im Augenblicke ihrer Ent- stehung mit Kalziumkarbid in Berührung gebracht wird, um den Alkohol teilweise zu entwässern und durch die bei der Zersetzung des Karbids entstehende Wärme vollständig zu verdampfen, sowie ihn durch das gebildete Azetylengas zu bereichern und seine Ent- zündung zu erleichtern. EMI2.1
AT32215D 1906-12-24 1906-12-24 Verfahren zur Erzeugung von Betriebsgas für Explosionskraftmaschinen. AT32215B (de)

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