DE474925C - Verfahren zur Herstellung von Schwefeloxyd durch Verbrennung von Schwefel unter Druck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefeloxyd durch Verbrennung von Schwefel unter Druck

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DE474925C
DE474925C DER64396D DER0064396D DE474925C DE 474925 C DE474925 C DE 474925C DE R64396 D DER64396 D DE R64396D DE R0064396 D DER0064396 D DE R0064396D DE 474925 C DE474925 C DE 474925C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide
    • C01B17/54Preparation of sulfur dioxide by burning elemental sulfur

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schwefeloxyd durch Verbrennung von Schwefel unter Druck Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Schwefeloxyd. Sie besteht darin, daß Schwefel und ein die Verbrennung förderndes Gas (Verbrennungsmittel) in den Zylinder einer Brennkraftmaschine eingeführt wird, die im normalen KreisprOZeß arbeitet, und daß auf diesem Wege eine Ausbeute von Schwefeltrioxyd unmittelbar erhalten werden kann, während gleichzeitig die erzeugte Kraft zu beliebigen Zwecken Verwendung findet.
  • Die Oxydation des Schwefels kann z. B. in der Weise vorgenommen werden, daß man Schwefel in entsprechend feinverteiltem Zustand dampfförmig oder als einen Strahl flüssigen oder pulverisierten Schwefels zusammen mit einem die Verbrennung fördernden Gas in den Zylinder einer in normalen Arbeitstakten laufenden Brennkraftmaschine einführt. Auf ' diese Weise entstellt bei der Vereinigung des Brennstoffes (Schwefels) mit dem Sauerstoff des die Verbrennung fördernden Gases eine plötzliche Temperatursteigerung der Brenngase, welche für Kraftzwecke nutzbar gemacht wird.
  • Nachdem die Oxydation des Schwefels zu Schwefeltrioxyd unter günstigen Bedingungen vor sich gegangen ist, wird zur Sicherung dieser leicht zerfalleuden Schwefelverbindung eine schnelle Abkühlung der Brenngase durch adiabatische Expansion derselben herbeigeführt. Durch die schnelle Abkühlung wird das Schwefeltrioxyd in Schwefeldioxyd und Sauerstoff zerlegt.
  • Die Menge der bei der Oxydation des Schwefels frei werdenden Energie ist aus den folgenden Gleichungen ersichtlich: " S + OZ = SO, 7z,ooo cal. SO, + O = SO, 23,000 cal.
  • Gelangt Luft als Verbrennungsmittel zur Verwendung, so ergibt die Verbrennung von i kg Schwefel mit der theoretischen Menge Luft 2,2 cal. i kg Schwefel wird zu seiner Verbrennung etwa 3, 63 cbm Luft benötigen, während bei der Oxydation des Schwefels zu Schwefeltrioxyd etwa 3,63 cbm Brenngas gebildet werden.
  • Angenommen, Petroleum besteht aus Hexanen, so wird i kg Petroleum etwa 14,39 kg Luft zur Verbrennung benötigen, wobei 12 ooo .cal. frei werden. - Die Menge der hierbei entstehenden Brenngase ist also erheblich größer als bei dem Gegenstand der Erfindung. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß die Verbrennungstemperatur für Petroleum etwa 26oo° C, die Verbrennungstemperatur des Schwefels dagegen etwa i6oo° C beträgt. Am Ende des Expansionshubes wird bei einem Abfallen des ]Druckes auf etwa 3i/4kg/cm2 die Terp,peratur der Gase 83o° C betragen. Demzufolge muß eine schnelle Abkühlung angestrebt werden.
  • Abgesehen von der Möglichkeit der Krafterzeugung bringt das Verfahren im Zusammenhang mit einer schnellen Abkühlung zur Erzeugung von Schwefeltrioxyd noch den Vorteil mit sich, daß zur Herstellung von Schwefeltrioxyd keine kostspieligen Katalysatoren gebraucht werden.
  • Es ist hervorzuheben, daß im vorheTgehenden die Verwendung des reinen Schwefels als Brennstoff erörtert wurde. Wenn reiner Schwefel im Gegensatz zu einer Mischung von Schwefel und Kohlenwasserstoff verwendet wird, sind die Verbrennungsgase frei von Wasser. Sie besitzen also eine weit geringere ätzende Wirkung als die durch Verbrennung von Schwefel mit Kohlenwasserstoff (wie z. B. Schwefel enthaltendes Öl) hergestellten Gase.
  • Zuweilen wird es indessen erwünscht oder auch notwendig sein, dem Schwefel eine bestimmte Menge Kohlenwasserstoff oder andere brennbare, Stoffe hinzuzufügen. Obgleich einer der mit der Erfindung verfolgten Zwecke dahin geht, eine wirksamere Ausnutzung der bei der Oxydation des Schwefels frei werdenden Energie zu erzielen, muß berücksichtigt werden, daß die Erfindung nicht unbedingt dazu bestimmt ist, solche Wirkung hervorzurufen, zumal sobald die industriellen Erfordernisse auch dann erfüll; t werden, wenn viel Energie nutzlos vergeudet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schwefeloxyd durch Verbrennung von Schwefel unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel zusammen mit einem die Verbrennung fördernden Gas (Verbrennungsmittel) in den Zylinder einer im normalen Kreisprozeß arbeitenden Brennkraftmaschine eingeführt wird, in dem die Verbrennung des Schwefels erfolgt.
DER64396D 1924-05-23 1925-05-23 Verfahren zur Herstellung von Schwefeloxyd durch Verbrennung von Schwefel unter Druck Expired DE474925C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121411B (de) * 1960-02-05 1962-01-04 Basf Ag Verfahren zur Schmierung der beweglichen Teile einer mit Schwefel und Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen betriebenen Verbrennungskraftmaschine
DE1133348B (de) * 1961-02-17 1962-07-19 Basf Ag Verfahren und Vorrichtung zur Verbrennung von Schwefel mit sauerstoffhaltigen Gasen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1121411B (de) * 1960-02-05 1962-01-04 Basf Ag Verfahren zur Schmierung der beweglichen Teile einer mit Schwefel und Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen betriebenen Verbrennungskraftmaschine
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