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Die Erfindung betrifft einen verstellbaren Rückspiegel für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einem durch Lichteinfall vermittels eines lichtempfindlichen Empfängers steuerbaren und mindestens einen Elektromagneten aufweisenden elektromagnetischen Verstellantrieb, mittels dessen die Spiegelscheibe aus ihrer der Beobachtung des hinter dem Fahrzeug befindlichen Bereiches dienenden Normalstellung in eine bei Lichteinfall aus diesem Bereich blendungsfreie Stellung selbsttätig verschwenkbar ist, wobei der Elektromagnet des Verstellantriebes gemeinsam mit einer Haltevorrichtung, welche die Spiegelscheibe in ihrer Normalstellung zu halten trachtet, gemeinsam mit dem Empfänger und einem die Erregung des Elektromagneten steuernden Relais innerhalb desselben Gehäuses untergebracht ist.
Solche Rückspiegel sind in verschiedenerlei Ausführungsvarianten bekannt und beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift 1105297, in den franz. Patentschriften Nr. 1. 487. 851 und Nr. 1. 373. 932 sowie in der USA-Patentschrift Nr. 3, 075, 430 beschrieben.
Bei diesen vorbekannten Rückspiegeln wird die Spiegelscheibe mittels einer Feder oder lediglich durch Schwerkraft in ihrer Normalstellung gehalten ; im erstgenannten Fall muss der Elektromagnet des Verstellantriebes gegen die Kraft der Rückholfeder arbeiten.
Allen diesen Ausführungsformen ist der Nachteil gemeinsam, dass der Elektromagnet verhältnismässig stark dimensioniert werden muss und dementsprechend schwer wird. Ausserdem besteht die Gefahr, dass ein solcher kräftiger Elektromagnet bei längerdauernder Erregung sich stark erhitzt. Gemäss der deutschen Auslegeschrift 1105297 hat man zwar versucht, diesem übelstand abzuhelfen, indem der Widerstand einer elektrischen Glühlampe mit Wolframwendel, der einen positiven Temperaturkoeffizienten besitzt, mit der Wicklung des Elektromagneten in Reihe geschaltet wird, doch erweist sich dieser Vorschlag als viel zu kompliziert und teuer für eine praktische Verwirklichung.
Ziel der Erfindung ist die Behebung der geschilderten Nachteile durch Verzicht auf die Anordnung einer Rückholfeder und durch die Schaffung einer Haltevorrichtung, welche die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Elektromagneten des Verstellantriebes nicht vergrössert, sondern vorteilhafterweise verringert, dennoch aber die Spiegelscheibe völlig vibrationsfrei festzuhalten vermag.
Dieses Ziel der Erfindung wird ihren wesentlichsten Merkmalen zufolge dadurch erreicht, dass die Haltevorrichtung magnetisch ausgebildet ist und aus mindestens einem, vorzugsweise aus einem Paar von Permanentmagneten besteht, welcher Permanentmagnet mit der Spiegelscheibe verbunden und dem Elektromagneten des Verstellantriebes derart zugeordnet ist, dass er bei nicht erregtem Elektromagneten von diesem angezogen wird und die Spiegelscheibe in ihrer Normalstellung festhält, hingegen bei erregtem Elektromagneten abgestossen und mit der Spiegelscheibe in deren blendungsfreie Stellung verstellt wird, wobei ein mit dem Elektromagneten zusammenwirkender Weicheisenkern vorgesehen ist, der sich bei Erregung des Elektromagneten an dessen Kern anlegt.
Dadurch ergibt sich der für die Praxis ausserordentlich wertvolle Vorteil, dass die Leistung des genannten Elektromagneten sehr gering sein kann, wodurch weiters dieser Elektromagnet sehr klein und billig gestaltbar ist.
Für die Verstellung summieren sich nämlich die obengenannten magnetischen Kräfte (Anziehung + Abstossung) in optimaler Weise. Infolge des geringen Strombedarfes des Elektromagneten ist also dessen unerwünschte Erwärmung bei längerdauernder Erregung umso weniger zu befürchten.
Zahlreiche weitere Erfindungsmerkmale sind der besseren Verständlichkeit halber im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert, die einige Ausführungsbeispiele erfindungsgemässer Rückspiegel darstellen. Die Fig. l der Zeichnungen zeigt in einer Vorderansicht eine erste Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, in Fig. 2
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Normalstellung des Spiegels darstellt, die Fig. 4 hingegen die nichtblendende Spiegelstellung veranschaulicht. Die Fig. 5 und 6 zeigen dieselben Spiegeleinstellungen bei einer andern Ausführungsvariante gleichfalls in Querschnitten, die Fig. 7 und 8 wieder eine andere Ausführungsvariante in gleichartigen Darstellungen.
Ebensolche Querschnitte einer vierten Ausführungsvariante zeigen die Fig. 9 und 10 ; die Fig. 11 und 12 schliesslich sind eine Frontalansicht der letztgenannten Ausführungsform bei teilweise entferntem Spiegel sowie ein Schnitt nach XII-XII der Fig.11. Die Fig. 13 zeigt das Schaltschema einer Steuerung des Verstellantriebes.
Gemäss der ersten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, wie sie in den Fig. l bis 4 veranschaulicht ist, befindet sich die um ihre Oberkante um eine von Gelenken gebildete Schwenkachse --2-- schwenkbar gelagerte Spiegelscheibe--l--an der Frontseite des durch eine ortsfeste durchsichtige Scheibe--3-- verschlossenen aus Kunststoff oder Metall bestehenden Gehäuses-4--. Das Gehäuse-4--ist durch die
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etwa im Zentrum der Empfänger--5-. Dadurch, dass die Spiegelscheibe bei dieser Ausführungsform mit vorderseitiger durchsichtiger Glasscheibe --3-- ihre reflektierende Beschichtung an der äusseren, dem Betrachter zugewendeten Seite trägt, werden störende Doppelreflexionen verhindert.
Die späterhin noch in ihren Einzelheiten beschriebene elektronische Steuerungseinheit --6-- ist mittels Befestigungsorganen-7-an der Rückwand des Gehäuses --4-- befestigt, die in ihrem Zentrum eine Ausnehmung --8-- für einen-nicht dargestellten-Haltearm od. dgl. aufweist.
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B.Weicheisenkern --14--. Die elektromagnetische Wicklung--11--mit ihrem Kern--12--ist mit der ortsfesten Hinterwand des Gehäuses --4-- verbunden.
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Kern--12-desFig. 4 verschwenkt, wobei die Weicheisenkerne-14-an den beiden Enden des elektromagnetischen Kernes - zum Anliegen kommen. Die Kontinuität des magnetischen Flusses zwischen den Weicheisenkernen
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die Normalstellung nach Fig. 3.
Dadurch, dass der elektromagnetische Kern--12--mit beiden Enden aus der Wicklung --11-- ausragt und solcherart mit einem Paar von Permanentmagneten --13-- und mit einem Paar von Weicheisenkernen - -14-- zusammenarbeitet, ergibt sich ein besonders guter Wirkungsgrad des elektromagnetischen Verstellantriebes und eine vergleichsweise optimal geringe Dimension des Elektromagneten--11, 12--.
Die distanzierte Anordnung zweier lichtempfindlicher Empfänger --5-- (Fig. l, 2) hat den Vorteil, dass diese Empfänger-einzeln besehen-nicht allzu lichtempfindlich zu sein brauchen, um die Schalteinheit mit hinreichender Lichtempfindlichkeit wirksam werden zu lassen. Anderseits genügt aber-nach dem Auslösen des zur Verstellung der Spiegelscheibe--l-erforderlichen Impulses-auch die Lichtempfindlichkeit nur eines Empfängers--5-, um die Spiegelscheibe-l--in der nichtblendenden Stellung zu halten, so dass diese Spiegelscheibe--l--auch dann nicht zu flattern beginnt, wenn z. B. beim Überholen eines blendenden Fahrzeuges ein Schatten über den einen oder andern Empfänger wandert.
Die Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von der vorher beschriebenen Variante bloss
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Kante hin, so dass die Aussenfläche der Spiegelscheibe in verschwenkter, nichtblendender Stellung (Fig. 6) zur Ebene der frontalen Öffnung des Gehäuses --4-- parallel verläuft. Diese an sich bekannte Ausbildung hat den vorteil, dass von den beiden im Winkel zueinander verlaufenden Glasebenen, die hintere, mit einem Spiegelbelag versehene Ebene in der Normalstellung der Spiegelscheibe echt spiegelt und stark reflektiert, während die vordere Glasebene bei verschwenkter Spiegelscheibe blendfrei schwach reflektiert, dem Fahrer aber doch einen gewissen Überblick über den hinter dem Fahrzeug befindlichen Bereich gewährt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 und 8 ist jeweils einem von paarweise angeordneten elektromagnetischen Kernen--12, 12'--ein mit der Spiegelscheibe--l--verbundener Weicheisenkern - -14--, und dem andern Elektromagneten --12'-- ein mit der Spiegelscheibe--l--verbundener
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beitragen.
Gemäss der Ausführungsform der Erfindung nach den Fig. 9 bis 12 ist das Gehäuse --4-- um die Schwenkachse--2'--einer ortsfesten Spiegelhalterung--15--schwenkbar gelagert, die ihrerseits, z. B. vermittels einer Kugelgelenks-Pfanne--16--, mit irgend einem Spiegelträger verbunden werden kann.
Das schwenkbare Gehäuse--4-trägt die Spiegelscheibe--l--in einem Rahmen --17-- als Deckel und ist mit diesem Rahmen --17-- beispielsweise über eine einrastbare Verriegelung--17'--verbunden.
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Gehäusehinterwand mindestens einen Weicheisenkern --14-- und anderseits des Kernes--12--ist ihm mindestens ein, vorzugsweise ein Paar, von mit der Rückseite des die Gehäusevorderwand verkörpernden Spiegelscheibe verbundenen Permanentmagneten --13-- zugeordnet.
In dem nur beispielsweise dargestellten, in den Einzelheiten mannigfach abwandelbaren Schaltschema nach Fig. 13 bezeichnet --5-- den lichtempfmdlichen Empfänger, der über die Leitungen--18, 19--an eine Stromquelle angeschlossen ist. In der Leitung --19-- ist ein regelbarer Widerstand-20-- (Potentiometer) vorgesehen, mit dem der Grenzwert der Lichtempfindlichkeit des Empfängers --5-- beliebig wählbar und regelbar ist. Es ist allerdings zweckmässig, die einmal richtig bestimmte Einstellung zu fixieren, um unbeabsichtigten, durch Unachtsamkeit verursachten Fehleinstellungen vorzubeugen.
Ein vom Empfänger --5- ausgesandter Impuls gelangt über die Leitung --21-- zum Transistor --22--, der über die Leitung --23-- durchgesteuert werden kann, um über die Leitung--24--den Impuls an das Relais--6abzugeben. In der die Leitungen--18 und 24-- verbindenden Leitung --25-- ist eine Diode--26-
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Selbstverständlich könnte an Stelle des Relais--6--auch eine vollelektronisch arbeitende kontaktlose Steuerung benutzt werden.
Die Schwenkachse-2 bzw. 2'-- der Spiegelscheibe --1-- bzw. des Gehäuses --4-- ist vorteilhafterweise stets so anzuordnen, dass ausser der Haftung des Permanentmagneten auch das Eigengewicht der Spiegelscheibe bzw. des Gehäuses mitwirkt, um die Spiegelscheibe in der Normalstellung zu halten und einer ungewollten Lösung aus dieser Normalstellung, z. B. infolge Fahrzeugvibration, zuverlässig vorzubeugen.
Selbstverständlich ist die Erfindung mannigfach abwandelbar und ausbaufähig ; sie eignet sich gleichermassen für die Ausbildung von Innen- wie von Aussen-Rückspiegeln, für beliebige Spiegelgläser und für Gehäuse aus beliebigen Materialien.
Mit der erfindungsgemässen Anordnung des elektronisch gesteuerten Relais lässt sich, gegebenenfalls durch Hinzufügen weiterer Bauteile, z. B. Kondensatoren, in vorteilhafter Weise eine gewisse Steuerungsträgheit (Verzögerung) bei der Rückstellung der Spiegelscheibe in die Normalstellung erzielen, mit der einer allzugrossen und störenden Sensibilität der Steuerung bei rasch wechselndem Lichteinfall und somit einem unerwünschten, z. B. durch Lichtblitze bzw. Schatten verursachten, Flattern der Spiegelscheibe zuverlässig vorgebeugt wird.
Da die Intensität des Tageslichtes wesentlich stärker ist als jene eines bei Nacht blendenden künstlichen Lichtes, muss die erfindungsgemässe Einrichtung bei Tag ausgeschaltet werden. Um auch diese Tätigkeit dem Fahrer abzunehmen und selbsttätig durchzuführen, können ein oder mehrere Photozellen an geeigneten Stellen des Fahrzeuges angeordnet werden, die in Verbindung mit der elektronischen Schalteinheit des Verstellantriebes oder einer gesonderten Schalteinheit die Steuerung des Verstellantriebes erst bei Eintritt der Dunkelheit selbsttätig in funktionsfähigen Zustand versetzen, bei Erreichen eines bestimmten Helligkeitswertes des Tageslichtes jedoch ausschalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verstellbarer Rückspiegel für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit einem durch Lichteinfall vermittels eines lichtempfindlichen Empfängers steuerbaren und mindestens einen Elektromagneten aufweisenden elektromagnetischen Verstellantrieb, mittels dessen die Spiegelscheibe aus ihrer der Beobachtung des hinter dem Fahrzeug befindlichen Bereiches dienenden Normalstellung in eine bei Lichteinfall aus diesem Bereich blendungsfreie Stellung selbsttätig verschwenkbar ist, wobei der Elektromagnet des Verstellantriebes gemeinsam mit einer Haltevorrichtung, welche die Spiegelscheibe in ihrer Normalstellung zu halten trachtet, gemeinsam mit dem Empfänger und einem die Erregung des Elektromagneten steuernden Relais innerhalb desselben Gehäuses
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und aus mindestens einem, vorzugsweise aus einem Paar von Permanentmagneten (13)
besteht, welcher Permanentmagnet (13) mit der Spiegelscheibe (1) verbunden und dem Elektromagneten (11, 12 ; 11,12') des
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Elektromagneten (11,12, 11,12') zusammenwirkender Weicheisenkern (14) vorgesehen ist, der sich bei Erregung des Elektromagneten an dessen Kern (12) anlegt (Fig. l bis 12).
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