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Die Erfindung betrifft einen zweiteiligen Unterlenker eines für den Geräteanbau an einen Ackerschlepper dienenden Dreilenkersystems, bei dem der eine Lenkerteil im andern eine Hülse bildenden Lenkerteil längsverschiebbar eingesteckt und am Einsteckende schrägflächig verjüngt ist, beide Lenkerteile durch einen
Bolzen an dem einen Teil, der in ein Langloch des andern Teiles eingreift, miteinander gekuppelt sind und eine
Einrastsperre für die zusammengeschobenen Lenkerteile vorgesehen ist.
Diese Lenkerausbildung hat den Vorteil, dass sich der Lenker teleskopartig verlängern oder verkürzen und ausserdem der geräteseitige Lenkerteil dem schlepperseitigen Lenkerteil gegenüber der Höhe nach verschwenken lässt, um das am freien Lenkerende vorgesehene Anschlussauge leichter an den zugehörigen Anschlusszapfen am abgestellten Anbaugerät heranbringen zu können.
Bisher (deutsche Patentschrift Nr. 1044486) ist die Hülse mit rechteckigem Querschnitt rein prismatisch geformt. Der eingesteckte Lenkerteil weist nur an seinem Einsteckende die Schrägflächen mit geringer Länge auf.
Die Folge davon ist, dass ein Auf- und Abschwenken des geräteseitigen Lenkerteiles nur dann möglich ist, wenn sich dieser in ganz ausgezogener Stellung befindet, deren Kupplungsbolzen also am entsprechenden Langlochende anschlägt. Sobald der geräteseitige Lenkerteil aber nicht bis zur vollen Länge ausgeschoben wird, ergibt sich zwischen den beiden Lenkerteilen eine starre Verbindung, weil der eingesteckte Lenkerteil in der Hülse formschlüssig gehalten ist. Beim Anschliessen eines Gerätes an das Dreilenkersystem ist es je nach der Stellung dieses Gerätes in bezug auf den herangefahrenen Ackerschlepper aber häufig notwendig, den einen oder andern
Unterlenker nur um ein geringes Mass zu verlängern und dann das Anschlussauge der Höhe nach zu verstellen, was bei der bekannten Ausführung nach dem vorher Gesagten nicht ohne weiteres durchgeführt werden kann.
Beim bekannten Unterlenker ist der gefederte Verriegelungsbolzen der Einrastsperre an der einen
Lenkerseite angeordnet und greift in der Sperrstellung ebenfalls in das zur Kupplung dienende Langloch ein.
Wird nun der Verriegelungsbolzen aus dem Langloch herausgezogen und der Unterlenker verlängert, also der geräteseitige Lenkerteil ausgeschoben, so würde der Verriegelungsbolzen bei seiner Freigabe hinter den ausgeschobenen Lenkerteil einfallen und das Zurückschieben dieses Lenkerteiles verhindern. Um dies zu vermeiden, ist mit dem geräteseitigen Lenkerteil eine Gleitzunge verbunden, die den Riegel beim Ausschieben des geräteseitigen Lenkerteiles in der Freigabestellung hält, woraus sich ein erhöhter Konstruktionsaufwand ergibt.
Schliesslich - ist es bei der bekannten Ausführung nachteilig, dass die beiden Lenkerteile in der zusammengeschobenen Stellung nicht spielfrei zusammenhalten, weil, abgesehen von vornherein vorhandenen
Fertigungstoleranzen, keine Möglichkeit vorhanden ist, Abnutzungen auszugleichen.
Die Erfindung bezweckt, diese Mängel zu beseitigen und den eingangs geschilderten Unterlenker so zu verbessern, dass ein relatives Verschwenken der beiden Teile auch in nicht voll ausgezogener Stellung möglich und ein spielfreier Zusammenhalt beider Lenkerteile im zusammengeschobenen Zustand gewährleistet ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass sich die obere und/oder untere Schrägfläche des eingesteckten Lenkerteiles über die ganze Einstecklänge erstreckt und die Hülse der sich durch die Schrägfläche bzw. -flächen ergebenden Keilform angepasst ist. Somit bildet der eingesteckte Lenkerteil einen Flachkeil mit oberer und/oder unterer Schrägfläche, und die Hülse hat die dazu passende Negativform, so dass die beiden Lenkerteile im zusammengeschobenen Zustand satt und spielfrei ineinandergreifen. Sobald aber eine
Längsverschiebung der beiden Teile gegeneinander vorgenommen wird, lüftet sich der Keil in der Hülse und es ergibt sich die gewünschte relative Schwenkbewegungsmöglichkeit, die in ihrem Ausmass selbstverständlich zunimmt, je weiter die beiden Lenkerteile auseinandergezogen werden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist die Rast für die Einrastsperre in der bzw. in der einen Schrägfläche eingearbeitet, und es sind vorzugsweise gegen die gegenüberliegende Fläche drückende Stellschrauben vorgesehen. Da also der gefederte Riegel der Einrastsperre gegen die eine Keilschrägfläche gerichtet ist, wird er auch beim Zusammenschieben der beiden Lenkerteile durch die Schrägfläche selbsttätig zurückgedrückt, bis er einrasten kann, so dass sich eine eigene Gleitzunge od. dgl. erübrigt. Mit Hilfe der Stellschrauben können die zusammengeschobenen verriegelten Lenkerteile auch nach Abnutzung jederzeit spielfrei gehalten werden.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 und 2 das geräteseitige Ende eines Unterlenkers im Teilschnitt und in Draufsicht.
Der insgesamt mit --1-- bezeichnete Unterlenker besteht aus einem schlepperseitigen Teil--2--aus hochkant gestelltem Bandstahl und einem geräteseitigen hülsenförmigen Teil--3--, wobei der Lenkerteil --2-- in dem die Hülse bildenden Lenkerteil --3--längsverschiebbar eingesteckt ist. Der Teil-3--weist ein Anschlussauge --4-- zur Aufuahme eines Anschlusszapfens auf, der an dem an den Schlepper anzubauenden Gerät vorgesehen ist. Die beiden Lenkerteile--2, 3--sind durch einen im Teil--3festsitzenden Querbolzen--5-, der in ein Langloch--5a--im Lenkerteil--2--eingreift, miteinander gekuppelt.
Die dargestellte, zusammengeschobene Stellung der beiden Lenkerteile-2, 3- ist durch eine Einrastsperre, die aus einem im Teil--3--gelagerten, federbelasteten Riegelbolzen--6--besteht, gesichert.
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eingearbeiteten Rast--8--herausgezogen, so kann der Lenkerteil --3-- nach hinten verschoben werden, bis der Querbolzen --5-- am andern Ende des Langloches --5a-- anschlägt. Das Einsteckende --2a-- des Lenkerteiles --2-- erhält dabei im hülsenförmigen Abschnitt des Lenkerteiles --3-- genügend Spiel, um den letzteren Lenkerteil --3-- auf- und abschwenken zu können.
Die beiden strichpunktierten Kurven-9-- geben dabei die Grenzstellungen des Mittelpunktes des Anschlussauges --4-- an. Der Mittelpunkt des Anschlussauges--4--kann also je nach dem Verschiebeweg des Querbolzens --5-- im Langloch --5a--
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Stellschrauben--10--vorgesehen,PATENTANSPRÜCHE :
1. Zweiteiliger Unterlenker eines für den Geräteanbau an einen Ackerschlepper dienenden Dreilenkersystems, bei dem der eine Lenkerteil im andern eine Hülse bildenden Lenkerteil längsverschiebbar eingesteckt und am Einsteckende schrägflächig verjüngt ist, beide Lenkerteile durch einen Bolzen an dem einen Teil, der in ein Langloch des andem Teiles eingreift, miteinander gekuppelt sind und eine Einrastsperre für die
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