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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Hochbinden der Zweige eines Beerenobststrauches od. dgl., mit einem in die Erde einsteckbaren Stab, an dem mittels einer Verspannung ein Band, vorzugsweise aus formbeständigem Kunststoff, aufgehängt ist, das zu einem elastischen, vorzugsweise in seinem Umfang veränderbaren, Trägerring für die Zweige zusammenschliessbar ist.
Beerenobststräucher wie Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren usw. haben zumeist verhältnismässig schwache Zweige, die bei reichem Fruchtbehang bis auf den Boden zurückgebogen werden. Von solchen Zweigen sind die Früchte schwerer zu ernten als von hochragenden Zweigen. Abgesehen davon treten an den Früchten solcher bis in den Bodenbereich zurückgebogenen Zweige durch Tiere, wie Mäuse oder Schnecken, aber auch durch die vom Boden herrührende Feuchtigkeit Beeinträchtigungen der Früchte auf, so dass das von diesen Zweigen geerntete Beerenobst in seiner Qualität minderwertig und daher schwerer verkäuflich ist. Man hat daher bereits versucht, die Zweige von Beerenobststräuchern durch Schnüre, Draht od. dgl. hochzubinden, jedoch ist dies mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden und es bringen solche Massnahmen nur unvollkommene
Abhilfe.
Es sind nun auch Einrichtungen der eingangs geschilderten Art bekanntgeworden, bei denen die Zweige durch einen Trägerring gehalten werden, der an einem in die Erde eingesteckten Stab aufgehängt ist. Die
Montage einer solchen Einrichtung ist äusserst einfach, da lediglich das Band um die Zweige des
Beerenoberstrauches herumgeführt und zu einem Ring zusammengeschlossen zu werden braucht, worauf dieser
Ring an dem in die Erde eingesteckten Stab zu befestigen ist. Da sich die vom Ring gehaltenen Zweige annähernd gleichmässig über dessen gesamten Umfang verteilen, heben sich die auf den Ring von den Zweigen ausgeübten Kräfte gegenseitig auf, so dass der Stab nur geringe, von den Zweigen herrührende Kräfte aufnehmen muss und daher nicht stark bemessen zu werden braucht und nicht sehr tief in den Boden eingetrieben werden muss.
Kunststoffbänder sind weitgehend witterungsbeständig, so dass die Einrichtung für eine Vielzahl von Jahren verwendbar ist. Durch die Verwendung eines formbeständigen Kunststoffes, z. B. Polyvinylchlorid, wird der Ring im wesentlichen formsteif, jedoch elastisch gestaltet, so dass der am Stab aufgehängte Ring nicht durchhängt, was sowohl die Montage der Einrichtung erleichtert als auch eine sichere Halterung der Zweige ergibt.
Nachteilig an dieser bekannten Einrichtung ist aber, dass die Zweige zu einem dichten Büschel zusammengedrängt werden, so dass Licht, Luft und Wasser nur schwer zu den innen im Büschel liegenden
Zweigen gelangen können. Diese innenliegenden Zweige sind daher benachteiligt und können leicht absterben bzw. es verkümmern die Früchte dieser Zweige.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, diese Schwierigkeiten zu vermeiden und eine Einrichtung der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass ihre Vorteile gewahrt bleiben, jedoch der erwähnte Nachteil vermieden wird. Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass an der Verspannung zumindest ein Verteilerbügel für Zweigbüschel befestigt ist. Durch solche Verteilerbügel können die aufeinander liegenden Äste bzw. Zweige des Beerenobststrauches in mehrere Teilbüschel aufgeteilt werden, wodurch Licht, Wasser und Luft besser zu den einzelnen Teilbüscheln und auch zu den Früchten gelangen können.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung hat das Band in an sich bekannter Weise an seinem einen Ende eine Öse, in die das andere Bandende einsteckbar ist, wobei beide Bandenden je mit einer Lochreihe versehen sind und ein Stift, Splint od. dgl. vorhanden ist, der in die Löcher einsteckbar ist. Auf diese Weise ist die Weite des vom Band gebildeten Trägerringes stufenweise verstellbar, wobei die eingestellte Weite sicher eingehalten wird. Dies ist wesentlich günstiger als die Ausbildung bei der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion, bei der beide Bandenden mit einer Öse versehen sind, durch die das jeweils andere Bandende hindurchgeführt ist. Die Einstellung des Umfanges des Ringes kann hiebei nur durch Reibungsschluss des das Band bildenden Drahtes in der Öse erfolgen, was unzuverlässig ist, da die auf dem Ring lastenden Zweige den Ring aufzuweiten trachten.
Bei der erfindungsgemässen Konstruktion wird aber sowohl der Trägerring als auch die Verteilerbügel und damit die von diesen Bauteilen gehaltenen Zweige stets sicher in der Lage gehalten, so dass die Relativlage der einzelnen Zweigbüschel, die durch den Trägerring und die darüber angeordneten Verteilerbügel eingestellt ist, stets erhalten bleibt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Pig. l zeigt die am Beerenobststrauch angebrachte Einrichtung in Seitenansicht, während Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Trägerringes samt seiner Aufhängung zeigt. Fig. 3 zeigt im grösseren Massstab ein Detail im Schnitt.
Der Beerenobststrauch--l-- (Fig. l), z. B. ein Johannisbeerenstrauch, hat eine Vielzahl von Zweigen --2--, die Früchte --14-- tragen. Zur Vereinfachung sind nur die Früchte der beiden äussersten Zweige --2-- dargestellt. Um zu vermeiden, dass die Zweige, insbesondere durch den Einfluss des Gewichtes der Früchte, bis auf den Boden zurückgebogen werden, sind sämtliche Zweige--2--des Strauches durch ein Band --3-- zusammengefasst, das aus wetterbeständigem Kunststoff besteht, der so formbeständig ist, dass das zu einem Trägerring zusammengebogene Band--3--seine Kreisform beibehält. Das eine Bandende trägt eine Öse --4--, durch die das andere Bandende hindurchgesteckt ist.
Beide Bandenden weisen je eine Lochreihe --5-- auf, wobei die Abstände zweier benachbarter Löcher zweckmässig stets gleich sind. Durch je ein Loch der beiden Bandenden ist ein Splint--6--aus wetterbeständigem Material, z. B. Kunststoff oder Aluminium hindurchgeführt, der die beiden Bandenden des Bandes--3--in ihrer Relativlage sichert. Dadurch ist der
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Umfang des zur Ringform zusammengebogenen Bandes --3-- festgelegt. Das Band-3-ist durch eine Verspannung-7--, z. B. einen Kunststoffaden an einem Stab --8-- aufgehängt, der an seinem unteren Ende --9-- zugespitzt ist, um sein Eintreiben in den Erdboden --10-- zu erleichtern.
An seinem oberen Ende hat der Stab-8--zwei in geringem Abstand untereinander angeordnete Löcher durch deren jeweils eines der die Verspannung --7-- bildenden Kunststoffaden hindurchgeführt ist. Die Achsen der beiden Löcher --11-- stehen senkrecht aufeinander, was die Montage erleichtert, da nunmehr der Faden von zwei verschiedenen Richtungen auf den Stab --8-- zugeführt werden kann. Die Enden des die Verspannung --7-- bildenden Kunststoffdrahtes od. dgl. sind um den vom Band --3-- gebildeten Trägerring herumgewickelt, was im allgemeinen zur Befestigung ausreicht.
Diese Befestigung der Verspannung --7-- am Band --3-- erfolgt zweckmässig an zwei einander gegenüberliegenden Stellen des vom Band --3-- gebildeten Trägerringes, um Schiefstellungen desselben zu vermeiden.
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Befestigung des Verteilerbügels --12-- ausreicht.
Das Band-3-und zweckmässig auch der Verteilerbügel --12-- sind an ihrer Innenwand, an der die Zweige --2-- anliegen, mit einem abgerundeten Profil-13- (Fig. 3) versehen, um Aufscheuerungen der Zweige -- 2-- zu vermeiden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Hochbinden der Zweige eines Beerenobststrauches od. dgl., mit einem in die Erde einsteckbaren Stab, an dem mittels einer Verspannung ein Band, vorzugsweise aus formbeständigem Kunststoff, aufgehängt ist, das zu einem elastischen, vorzugsweise in seinem Umfang veränderbaren, Trägerring für die
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