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Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung der durch das Patent Nr. 3050n geschützten Erfindung eines
Wasserfahrzeuges mit Antrieb mittels einer oder mehrerer Flossen, die elastisch oder starr ausgebildet und nur an ihrem vorderen, in die Fahrtrichtung weisenden Ende elastisch mit dem Rumpf bzw. einem an diesem befestigten Flossenstiel verbunden und um eine waagrechte Achse schwenkbar sind, wobei die Schwenkachse in der Längsmittelebene des Rumpfes angeordnet ist und bei Anordnung mehrerer Flossen diese gemeinsam gleichsinnig um die Schwenkachse geschwenkt werden und wobei der Schwerpunkt des Wasserwiderstandes der
Flosse bzw. der gemeinsame Schwerpunkt des Wasserwiderstandes aller Flossen gegen die seitliche Schwenkung im wesentlichen unter dem Schwerpunkt des Wasserfahrzeuges liegt.
Es hat sich gezeigt, dass bei Ausführungen mit zwei oder noch mehr hintereinander angeordneten Flossen das Wasserfahrzeug eine so grosse Richtungsstabilität hat, dass eine Richtungsänderung auch mit einem
Steuerruder nur unbefriedigend ausgeführt werden kann.
Durch eine Verbesserung soll die Manöverierfähigkeit des Wasserfahrzeuges wesentlich erhöht und eine grosse Wendigkeit erreicht werden, ohne dass ein Steuerruder notwendig ist.
Die Verbesserung besteht darin, dass die Befestigung einer der Flossen über einen, um eine in der
Längsmittelebene des Rumpfes liegende und zur Waagrechten einen Winkel zwischen 45 und 900 bildende Achse drehbaren, zylindrischen Körper erfolgt, welcher in verschiedenen Drehlagen verriegelbar ist.
An Hand der Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel erläutert. Fig. l zeigt das Wasserfahrzeug in
Seitenansicht, Fig. 2 einen Längsschnitt durch dessen Mittelteil.
Der Rumpf--1--des Wasserfahrzeuges besteht aus Kunststoff. Der Flossenstiel--2--der hinteren Flosse--3--ist durch die Höhlung, die dem stromlinienförmigen Querschnitt des Flossenstieles--2-- entspricht, eines Zylinders--5--geschoben, der am unteren Ende stufenförmig erweitert und schräg, mit der
Unterseite des Rumpfes --1-- bündig, abgeschnitten ist. Dieser Zylinder--5--ist drehbar in einem Rohr angeordnet, das den Rumpf --1-- schräg von oben nach unten durchzieht. Eine Ausnehmung im Deck des Rumpfes--1--nimmt eine Metallmanschette --6-- auf, die von oben über den weder nach oben noch nach unten verschiebbaren Zylinder-5--geschoben und mit diesem fest verbunden ist.
Eine Flügelschraube --4-- am oberen Ende des Zylinders--5--klemmt den Flossenstiel--2--in der gewünschten Höhe fest.
Im oberen ringförmigen Wulst der Manschette--6--befinden sich auf der hinteren Hälfte im Abstand von
150 Einkerbungen, in die eine Feder--7--einrastet und damit ein Verdrehen der Manschette--6--und mit ihr des Zylinders --5-- und des Flossenstieles--2--verhindert. Im Wulst, der die Manschette--6-- nach unten abschliesst, befindet sich nur eine Einkerbung, in die eine weitere Feder--8--einrastet, wenn die Flosse --3-- in Normallage für Geradeausfahrt steht. Beide Federn sind im eingerasteten Zustand dargestellt.
Sie sind auf einer Verstärkung des Decks befestigt, wobei das Ende der unteren Federals Haken ausgebildet ist, der die obere Feder--7--umgreift.
Das Ende der letztgenannten bildet eine Ose, die mit einer Leine--9--verbunden ist. Ein Handhebel--10--, der eine entsprechende Bohrung aufweist, ist von oben über den Flossenstiel--2--geschoben und ebenfalls mit einer Flügelschraube --11-- fixiert. Am freien Ende des Handhebels--10--ist ein kurzer Querholm --12-- T-förmig angesetzt, der einen guten Griff für beide Hände bildet und an dem das andere Ende der Leine --9-- befestigt ist.
Soll nun die Fahrtrichtung geändert werden, so zieht man an der Leine--9--, wodurch zuerst die obere Feder --7- aus der Kerbe ausrastet und bei weiterem Ziehen an den Haken der Feder --8-- anschlägt und diese dann aus der Einkerbung im unteren Wulst zieht. Hält man nun mit den Schaukelbewegungen etwas inne, so kann man mit dem Handhebel--10--die Flosse--3--leicht in die Stellung bringen, die nötig ist, um den gewünschten Bogen zu fahren. Lässt man nun die Leine --9-- los, so rastet die Feder --7-- wieder in eine der Kerben ein.
Dies ist wichtig, das ja bei den Schaukelbewegungen ein so starker Wasserdruck auf die Flosse --3-- wirkt, dass diese mit dem Handhebel--10--nur schwer in der gewünschten Lage gehalten werden könnte. Ist der Bogen zu Ende gefahren, so zieht man die Feder --7-- wieder über die Leine--9-- aus der Einkerbung. Der Zug soll aber nicht so stark sein, dass auch die untere Feder --8-- vom Wulst weggezogen wird. Die Feder --8-- gleitet vielmehr bei der Zurückführung des Handhebels--10--in die Normalstellung den Wulst entlang und rastet von selbst in der richtigen Stellung ein, worauf man die Leine --9-- wieder loslassen kann.
Man kann auch zum Fahren eines Bogens nach rechts die beiden Federn--7 und 8--aus den Kerben ziehen, während man gerade von links nach rechts schaukelt. Die Flosse--3--schwenkt dabei durch den Wasserdruck nach rechts aus, so dass man die Feder--7--einrasten lassen kann, wenn die Flosse--3--die gewünschte Stellung erreicht hat.
Ebenso kann man die Flosse--3--leicht wieder in Normalstellung bringen, indem man beim Schaukeln von rechts nach links die Feder--7--aus der Kerbe herauszieht und die Feder --8-- auf dem Wulst gleiten lässt, bis sie von selbst einrastet und die Flosse --3-- fIxiert. Da man bei diesem Manöver den Handhebel--10--gar nicht berühren muss, könnte man sogar auf ihn verzichten, wäre er
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vordere Flosse--3a-dreht. Auch ein Rückwärtsmanöverieren ist möglich, wenn die Flosse 3 bis zu 1800 herumgeschwenkt wird, wobei allerdings die Flosse --3a-- die Rückwärtsfahrt etwas behindert.
Neben der ausserordentlichen Richtungsstabilität besitzt dieses Wasserfahrzeug somit auch eine grosse Wendigkeit.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wasserfahrzeug mit Antrieb mittels einer oder mehrerer Flossen, die elastisch oder starr ausgebildet und nur an ihrem vorderen, in die Fahrtrichtung weisenden Ende elastisch mit dem Rumpf bzw. einem an diesem befestigten Flossenstiel verbunden und um eine waagrechte Achse schwenkbar sind, wobei die Schwenkachse in der Längsmittelebene des Rumpfes angeordnet ist, wobei bei Anordnung mehrerer Flossen diese gemeinsam gleichsinnig um die Schwenkachse geschwenkt werden und wobei der Schwerpunkt des Wasserwiderstandes der Flosse bzw. der gemeinsame Schwerpunkt des Wasserwiderstandes aller Flossen gegen die seitliche Schwenkung im wesentlichen unter dem Schwerpunkt des Wasserfahrzeuges liegt, nach Patent Nr.
305072,
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dassLängsmittelebene des Rumpfes (1) liegende und zur Waagrechten einen Winkel zwischen 45 und 900 bildende Achse drehbaren, zylindrischen Körper (5) erfolgt, welcher in verschiedenen Drehlagen verriegelbar ist.
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