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Reohenlehrmittel.
Angemeldet am 3. Märs 1907. - Beginn der Patentdauer: 1. August 1907.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein in Fig. 1 der Zeichnung perspektivisch dargestelltes, für den Rechenunterricht dienendes Mittel. Dasselbe besteht aus einem fünfwandigen Kasten a mit viereckiger Basis b, dessen Rückwand c nach oben verlängert ist und als Schreibtafel e dient, während auf der schrägen Vorderwand d zehn vorteilhaft abnehmbare Rechenstufen 11-f1O angebracht sind. Jede der Rechenstufen f ist durch Linien in zehn Felder g eingeteilt und der Klarheit wegen die Begrenzungslinie zwischen dem fünften und sechsten Felde andersfärbig als die anderen Linien. Aus dem gleichen Grunde sind die Stufen f5, f6 andersfärbig als die übrigen Stufen.
Die unterste Stufe 11 stellt die erste Zehnerreihe bzw. erste Hunderterreihe, die nächste die zweite Zehnerreihe bzw. zweite Hunderterreihe usf. dar.
Neben den Stufen/'-/0 sind auf der schiefen Vorderwand d vorteilhaft unter Belassung eines kleinen Zwischenraumes i Ncbenstufen h1-h10 angebracht, welche gleich lang sind wie ein Feld 9 der Stufen/'-/'0. Die bezeichneten Nebenstufen -"werden bei Multiplikationen, Divisionen und Schlussrechnungen mitbenützt, hingegen bei Additionen und Subtraktionen entfernt, um die Schüler nicht zu irritieren.
Als Rechenkörper für das beschriebene Lehrmittel werden Würfel des bekapnten Tillschen Rechenkastens verwendet, deren Basis der Grösse eines Feldes 9 entspricht und deren halbe Anzahl blau (B) bzw. gelb (G) gefärbt ist. Ausserdem kommen gleichartig gefärbte Prismen zur Verwendung, welche ein Mehrfaches der bezeichneten Würfel darstellen und durch schwarze Striche in Würfel geteilt erscheinen. Für Bruchrechnungen kommen auch Teile von Würfeln zur Verwendung (siehe BO, G0, Fig. 5).
Diese Rechenkörper werden in von rückwärts herausziehbaren Fächern des Kastens a untergebracht.
Mit dem beschriebenen Lehrmittel und den Würfeln usw. wird z. B. eine Addition wie folgt durchgeführt : Es ist die Zahl 5 und 8 zu addieren. Die bezügliche Aufgabe ist durch Fig. 2 dargestellt.
In Fig. 3 ist die Lösung der soeben gestellten Aufgabe drgestellt. Von den auf den Würfeln B ruhenden Würfeln G worden so viele weggenommen, als auf den noch freien Feldern 9 der Stufe f1 Platz haben (in vorliegendem Beispiele zwei) und es erscheint somit die erste Zehnerreihe komplett,
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aufgestellt, wodurch 1x5 veranschaulicht ist. Sodann wurden von dem auf dem fünften Felde 9 liegenden Würfel G fünf weitere Felder g nach rechts gezählt und auf das letzte derselben ein weiterer Würfel G gelegt. Gleichzeitig wurde auf den auf der Nebenstufe h1 liegenden Würfel B ein zweiter Würfel B gelegt und dadurch die Rechnung 2 X 5 und das Resultat derselben, d. i. die volle erste Zehnerreihe, somit die Zahl 10 veranschaulicht.
Auf das fünfte Feld 9 der Stufe/ wurde ein weiterer Würfel G gelegt und gleichzeitig auf die Würfel B ein dritter Würfel B, womit die Rechnung 3 X 5 und deren Resultat veranschaulicht erscheint.
In analoger fachmännisch bekannter Weise werden die anderen Rechnungsarten, das ist Subtraktion, Division und Schlussrechnungen durchgeführt.
Werden Rechnungen mit Zahlen über 100 bzw. solche Rechnungen ausgeführt, deren Resultat hiiher ist als 100, so stellt jedes Feld g der ersten Stufe f1 einen Zehner, somit die erste Stufe einen Hunderter dar usf. Die Zahl 130 wird demnach ausgedrückt durch 10 auf die erste Stufe/fl und durch 3 auf die drei ersten (linken) Felder der Stufe f2 gelegte Würfel.
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