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Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung für Tunnelöfen mit einem durch den Ofen führenden Endlosförderer, der Querlatten aus feuerfestem Material trägt.
Bei Tunnelöfen wird das zu brennende Gut bisher meist auf Wagen gestapelt, mit den Wagen in den Brennraum eingefahren und auf den Wagen während des ganzen Brennvorganges belassen, worauf das fertig gebrannte Gut den Ofen auch auf den Wagen verlässt. Diese Art der Ofenbeschickung hat verschiedene Nachteile.
So ist beispielsweise der Ofenraum für das zu brennende Gut nicht voll ausnutzbar, weil der Raum unter der Wagenplattform für die Unterbringung der Räder und Gleise als Nutzraum wegfällt. Ebenso ist der Raum zwischen den zusammengeschobenen Wagen nicht ausnutzbar. Das Beladen der Wagen sowie das Abladen und die Weitergabe des fertig gebrannten Gutes sind umständlich und erfordern viel Handarbeit, wozu noch kommt, dass eine kontinuierliche Arbeitsweise bzw. ein langsamer kontinuierlicher Durchlauf des Gutes durch den Ofen kaum erreichbar ist.
Es sind auch schon Fördervorrichtungen für Tunnelöfen bekanntgeworden, die einen durch den Ofen führenden Endlosförderer bilden, der Querlatten aus feuerfestem Material trägt. Dabei handelt es sich um eine oder mehrere parallele Laschenketten, mit deren Kettengliedern die Querlatten verschraubt bzw. durch einen Schwalbenschwanz verbunden sind. Die Ketten laufen nur über zwei Umlenkrollen an den Enden der Förderstrecke. Trotz ihres aufwendigen Aufbaues ist eine Kette allein nicht in der Lage, grosse Gewichte aufzunehmen, da die Kettenspannung nicht ausreicht, das Durchhängen des schwer belasteten Kettentrums zu verhindern. Ausserdem ist eine Kette viel zu schmal, um längere Querlatten zu tragen und damit eine genügende Menge von Brenngut durch den Ofen zu transportieren.
Auch wenn man mehrere Ketten vorsieht und die tragenden Kettentrume durch Schienen unterstützt, ergibt sich noch keine befriedigende Lösung, da sich durch die Stützschienen und die Laufrollen der Kettenglieder für die Stützschienen der technische Aufwand beträchtlich erhöht, die Feuerfestigkeit der metallischen Kettenglieder nicht sehr hoch ist und die Kettenglieder durch die darüberliegenden Querlatten nicht voll geschützt werden.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine Fördervorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der der Endlosförderer ein beträchtliches Gewicht zu tragen vermag, obwohl es sich um eine vereinfachte und verbilligte Konstruktion mit ausreichendem Wärmeschutz handelt.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Endlosförderer aus einem vorzugsweise mehrschichtigen Band besteht, das über eine Vielzahl paralleler Stützwalzen läuft, wobei die Querlatten lediglich aufgelegt sind und wobei die Querlatten bzw. die oberen Querlatten mit ihren nach unten abgewinkelten Enden gegebenenfalls darunter befindliche Querlatten, das Band und einen Teil der Stützwalzenstirnfläche übergreifen.
Das Band ist durch die Stützrollen hinreichend unterstützt, so dass es ein beträchtliches Gewicht zu tragen vermag und auch mit entsprechender Arbeitsbreite hergestellt werden kann. Dabei sind die Stützrollen gegen die Wärme gut abgeschirmt, zumal ihre Lager in der Ofenmauerung untergebracht werden können. Die Konstruktion wird durch die Anwendung eines Bandes wesentlich vereinfacht, wobei auch die Querlatten keine komplizierte, schwer herzustellende Form zu erhalten brauchen, da sie auf das Band nur aufgelegt werden. Dennoch werden Querverschiebungen der Querlatten auf dem Band verhindert, da die Querlatten bzw. die oberen Querlatten abgewinkelte Enden aufweisen, mit denen sie die gegebenenfalls darunter vorgesehenen Querlatten, das Band und einen Teil der Stützwalzenstirnfläche übergreifen.
Ein Endlosförderer hat darüber hinaus den Vorteil, dass er eine kontinuierliche Arbeitsweise ermöglicht und eine bessere Ausnutzung des Brennraumes erlaubt.
Erfindungsgemäss besteht zumindest die oberste Schicht des Bandes, dessen Schichten fest miteinander verbunden sind, aus feuerfest gebundenen Asbestfasern od. dgl., so dass das Band als solches bereits eine gewisse Wärmebeständigkeit erhält.
Bei zwei oder mehreren Lagen von Querlatten decken die oberen Querlatten jeweils die Spalten zwischen den darunterliegenden Querlatten ab, um so eine volle Abschirmung des darunter befindlichen Bandes zu erreichen.
Die übereinanderliegenden Querlatten bzw. die untersten Querlatten können untereinander bzw. mit dem Band durch in entsprechende Ausnehmungen eingreifende Warzen od. dgl. gekuppelt sein, um eine sichere Mitnahme beim Bandumlauf zu erreichen und unnötige Reibungen zu vermeiden.
Da die Querlatten auf das Band nur aufgelegt sind, würden sie, sobald sie am Ende der Förderstrecke nach unten gelangen, abfallen. Erfindungsgemäss sind daher unterhalb der Stützwalzen seitliche Auflagerrollen zur Abstützung der Querlatten im rücklaufenden Trum vorgesehen.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Querlatten vor dem Ofen auf das Band auflegbar und hinter dem Ofen vom Band wieder abnehmbar sind, wobei gegebenenfalls zum Auflegen und Abnehmen der Querlatten schräge Gleitbahnen oder Förderer dienen. Es ist dann bloss erforderlich, die hinter dem Ofen abgenommenen Querlatten wieder zum Ofeneingang zurückzutransportieren. Das Auflegen der Querlatten in mehreren Schichten übereinander bereitet keine Schwierigkeiten, es brauchen nur mehrere Gleitbahnen od. dgl. hintereinander vorgesehen zu werden.
Um alle Stützwalzen anzutreiben und dadurch das Band von Zugkräften zu entlasten, sind die Stützwalzen an ihren Enden mit Ketten- oder Zahnrädern versehen und durch Endlosketten oder Zwischenzahnräder
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antriebsverbunden. Falls Endlosketten vorgesehen werden, ist es auch möglich, die Enden der Querlatten in geeigneter Form in die Ketten eingreifen zu lassen bzw. an den Ketten Mitnehmer für die Querlatten anzuordnen.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 einen Förderer für einen Tunnelofen im Querschnitt durch eine Stützwalze, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 den Förderer in Seitenansicht in kleinerem Massstab.
Der Tunnelofen, dessen Brennraum--l--in Fig. l nur angedeutet ist, wird von einem Endlosförderband durchlaufen, das über eine Vielzahl von Stützwalzen--2--geführt ist und aus zwei fest miteinander
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gebundenen Asbestfasern od. dgl. besteht. Dieses Förderband--3, 4--ist mit zwei Lagen von Querlatten --5, 6--belegt, die aus feuerfesten Steinen hergestellt sind. Die oberen Querlaten --6-- übergreifen mit ihren nach unten abgewinkelten Enden--7--die darunter befindlichen Querlatten--5--bzw. das
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darunter befindlichen Teiles eingreifen.
Um ein Abfallen der Querlatten--5, 6--im rücklaufenden Trum zu verhindern, sind unterhalb der Stützwalzen--2--Auflagerrollen--9--vorgesehen. Auf den Wellen der Stützwalzen --2-- sitzen
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vom Ofenmauerwerk--10--überdeckt sind, so dass keine Gefahr von Wärmeschäden entsteht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fördervorrichtung für Tunnelöfen mit einem durch den Ofen führenden Endlosförderer, der Querlatten
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vorzugsweise mehrschichtigen Band (3,4) besteht, das über eine Vielzahl paralleler Stützwalzen (2) läuft, wobei die Querlatten (5,6) lediglich aufgelegt sind und wobei die Querlatten bzw. die oberen Querlatten (6) mit ihren nach unten abgewinkelten Enden (7) gegebenenfalls darunter befindliche Querlatten (5), das Band und einen Teil der Stützwalzenstirnfläche übergreifen.
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