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Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Rahmenpresse, wie sie bei der Herstellung von Tür- und Fensterrahmen dazu verwendet wird, die vorgefertigten Rahmenteile zum Rahmen zu vereinigen. Eine solche Rahmenpresse hat einerseits die Aufgabe zu erfüllen, die vier Teile des Rahmens auszurichten, d. h. in die zur endgültigen Lage im Rahmen parallele Lage zu bringen, und anderseits die mit Zapfen und Schlitzen oder auch mit einer Gehrungsverzinkung versehenen Enden der Rahmenteile unter Überwindung einer beträchtlichen Reibung ineinander einzuschieben, bis sie sich in der Endlage befinden.
Bisher sind Rahmenpressen dieser Art bekannt, welche an jeder Ecke des herzustellenden Rahmens drei gesonderte Pressstempel aufweisen, wovon je einer in der Diagonalrichtung arbeitet und als Ausrichtstempel dient und die zwei andern lotrecht zur Längsrichtung der Rahmenteile auf diese drücken, um die verzinkten oder mit Zapfen und Schlitzen versehenen Enden der Rahmenteile ineinander einzuschieben.
Durch die Erfindung wird eine Rahmenpresse der eingangs erwähnten Art geschaffen, welche eine wesentlich einfachere Bauart aufweist und dadurch auch weit geringere Herstellungs- und Montagekosten verursacht. Erfindungsgemäss wird dieser Vorteil bei einer Rahmenpresse der genannten Art dadurch erreicht, dass für die Ausübung des lotrecht auf die Rahmenteile wirkenden Druckes an jeder Ecke ein einziger Druckkolben vorgesehen ist, welcher in an sich bekannter Weise einen winkelförmig gegabelten Pressstempel in der zu den Rahmenteilen unter 450 liegenden Richtung bewegt, wobei für die übertragung des Druckes vom Pressstempel auf die Rahmenteile Laufrollen vorgesehen sind, welche zwischen dem jeweiligen Schenkel des Pressstempels und dem zugeordneten Rahmenteil auf einer zum letzteren parallelen Bahn rollen können, die an je einem,
auf dem Rahmenteil aufruhendem Bauteil angebracht ist. Durch die erwähnten Laufrollen, welche zur Druckübertragung dienen, wird erreicht, dass der unter 450 wirkende, vom Druckkolben ausgeübte Druck in zwei Komponenten zerlegt wird, welche jeweils in senkrechter Richtung auf die Rahmenteile einwirken.
Am zentralen Teil des Pressstempels ist zweckmässig eine Stange in einer zur Achse des Druckkolbens koaxialen Bohrung kolbenartig beweglich geführt und federnd gegen den Pressstempel abgestützt, die am vorderen Ende einen Ausrichtstempel trägt, der sich bei Betätigung des Druckkolbens federnd gegen die zur Ecke zusammenfügenden Rahmenteile legt.
Um eine einwandfreie Zerlegung des durch den Druckkolben ausgeübten, unter 450 schräg wirkenden Druckes in zwei aufeinander lotrecht stehende Komponenten zu erreichen, ist die Anordnung vorzugsweise so getroffen, dass an beiden Schenkeln des Pressstempels je mindestens ein Rollenpaar, vorzugsweise mittels Wälzlager gelagert ist, dessen Rollen auf je einer Backe laufen, die auf der dem Rahmenteil zugewendeten Seite parallel zur Längsrichtung des anliegenden Rahmenteiles begrenzt und über ein federndes Zwischenglied mit dem zugeordneten Schenkel des Pressstempels, begrenzt relativ beweglich, verbunden ist.
Um eine einwandfreie Ausrichtwirkung des schräggestellten Stempels zu erreichen, ist vorteilhaft der Druckkolben in einem Hydraulikzylinder angeordnet, der am Gestell unter Zwischenlage von Federn begrenzt quer beweglich gelagert ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus dem nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläuterten Ausführungsbeispiel der Erfindung hervor. Die Zeichnung zeigt den an einer Ecke des Rahmens befindlichen Teil der Rahmenpresse in schematisierter Ansicht.
An dem nur andeutungsweise dargestellten Traggestell--l--sind unter Zwischenlage von Druckfedern --2-- die (in noch nicht vereinigter Lage dargestellten) Rahmenteile--R--gelagert, wobei angenommen ist, dass ihre Enden eine Gehrungsverzinkung aufweisen, welche ineinanderzuschieben und zu verleimen ist, um eine Ecke des Rahmens zu bilden.
Ebenfalls unter Zwischenlage von Druckfedern--4--ist am Gestell--l--ein hydraulischer Zylinder --6-- mittels der Zapfen--5--quer beweglich gelagert, dessen Achse unter 45 zu den Rahmenteilen --R-- geneigt ist. Mit dem vom Zylinder--6--betätigten Kolben--7--ist ein winkelförmig gegabelter Pressstempel verbunden, dessen beide Schenkel-8, 8'-miteinander einen rechten Winkel bilden und zu den Rahmenteilen--R--parallel liegen. An den Schenkeln--8, 8'--ist mittels Wälzlagern je ein Rollenpaar
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9'-gelagert,Rollfläche bildet.
Die Backen--10, 10'-sind über federnde Zwischenglieder--11, 11'-mit dem betreffenden Schenkel--8, 8'-des Pressstempels verbunden, so dass sie diesem gegenüber eine geringfügige Relativbewegung ausführen können, wie sie beim Zusammenpressen der Rahmenteile in die endgültige Lage erforderlich ist.
Im Mittelteil der winkelförmigen Pressstempel-8, 8'-ist eine unter 450 verlaufende Bohrung-12vorgesehen, in welche kolbenartig eine Stange--13--eingesetzt ist, welche einen Kopf --14-- trägt, dessen Vorderseite dachartig, nämlich durch zwei aufeinander senkrecht stehende Flächen gebildet ist. Eine Druckfeder --15-- ist zwischen dem Stempel-8, 8'-und dem Kopf --14-- eingesetzt, die letzteren gegen die Ecke des Rahmens drückt.
Die in der Zeichnung dargestellte Lage ist die Anfangsstellung der Presse, in welcher die in jeder Ecke angebrachten Stempel--14--unter Wirkung der Federn--15-die Rahmenteile--R--ausrichten, d. h. in die zur endgültigen Lage parallele Lage bringen, so dass sie durch einen auf die Rahmenteile senkrecht
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wirkenden Druck in die Endlage gedrückt werden können, in welcher die Verzinkungen--Z--ineinander eingreifen und die Verleimung der Rahmenteile miteinander erfolgt.
Setzt man den Zylinder--6--im Sinne eines Vorschubes des Pressstempels--8, 8'--unter Druck, so wird dieser unter 450 gegen die Ecke des Rahmens gedrückt, wobei seine beiden Schenkel--8, 8'-infolge der dazwischenliegenden Rollen--9, 9'--auf die Rahmenteile nur einen Druck ausüben können, welcher auf die Längsrichtung der letzteren senkrecht steht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rahmenpresse für die Herstellung von Tür- und Fensterrahmen mit je einem an der Ecke angreifenden Ausrichtstempel und einem an dem Rahmenteil lotrecht zu seiner Längsrichtung angreifenden Pressstempel,
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Druckes an jeder Ecke ein einziger Kolben (7) vorgesehen ist, welcher in an sich bekannter Weise einen winkelförmig gegabelten Pressstempel (8,8') in der zu den Rahmenteilen unter 450 liegenden Richtung bewegt, wobei für die übertragung des Druckes vom Pressstempel auf die Rahmenteile Laufrollen vorgesehen sind, welche zwischen dem jeweiligen Schenkel (8,8') des Pressstempels und dem zugeordneten Rahmenteil (R) auf einer zum letzteren parallelen Bahn rollen können, die an je einem, auf dem Rahmenteil (R) aufruhendem Bauteil (10) angebracht ist.
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